Manger Standlautsprecher MSMs1

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon Wolfman » 21.11.2011, 09:20

Hallo Eberhard,

bei Dir wird man die Lautsprecher - leicht eingedreht - ja dann direkt als Aktive erkennen können.
Das ist doch auch ein Statement und passt gut ins Forum.

Also hier im Falle der Manger Box finde ich das gar nicht so schlimm, da diese "technische Optik" mit
Aussparung in der Seitenansicht doch einzigartig ist. Außerdem stellt die "breiter als tief" Aufteilung des Gehäuses den Lautsprecher auch mal was anderes als die üblichen Seitenverhältnisse da.

Denke diese würde in weiß Deine Frau doch auch akzeptieren, passt auch sehr gut zur geplanten Schrankwand.

Grüße
Lutz
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SIEHT FAST SO GUT AUS WIE WIR

Beitragvon musikgeniesser » 22.11.2011, 00:28

Moin Eberhard,
moin Forenten,

die überzeugendste Lösung hat nach meinem Geschmack immer noch Cabasse damals angestrebt, wohl am besten noch hier http://imageshack.us/photo/my-images/442/albatrosvwp7.jpg/ zu erkennen. Bitte nicht von der nachträglichen beige Lackierung der Außenflächen irritieren lassen.

Der Aufbau ist wir folgt: der Endstufeneinschub ist ein echter Einschub wie in ein Rack und die Kühlrippen liegen vorne. Das ganze lässt sich abdecken und damit vollständig verbergen. Die Kühlrippen mit einer U-förmigen Blende und die Lautsprecher mit einer normalen Lautsprecherabdeckung. Damit entsteht eine zusätzliche Kaminwirkung, die dem Strömungswiderstand der Stoffabdeckung entgegenwirkt. Zu sehen ist von der ganzen Technik nichts, abgesehen von einem etwas größeren Anschlussfeld hinten, das aber einige Zentimeter versenkt ist, sodass sogar lange XLR-Stecker nicht überstehen. Aber auch im offenen Betrieb sieht das für meinen Geschmack sehr brauchbar aus.

Herzliche Grüße

PETER
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Beitragvon Zwodoppelvier » 22.11.2011, 08:04

Guten Morgen Peter,

ja, so in etwa würde mir das gefallen. Ggf. könnte die Einheit mit den Kühlrippen auch von der Rückseite her eingeschoben sein, sollte aber so oder so ähnlich abgedeckt sein. Bin nach wie vor der Meinung, daß gerade Aktivboxen weniger technisch aussehen sollten - auch, um nicht unnötig Gegenargumente bzl. Anschaffung zu liefern...

Gruß Eberhard
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Beitragvon aston456 » 22.11.2011, 09:17

Jungens,

ich glaube, Eure Herangehensweise ist noch optimierungsfähig, wenn ich das hier lese

Zwodoppelvier hat geschrieben:...um nicht unnötig Gegenargumente bzl. Anschaffung zu liefern...

Warum überrascht Ihr die Dame des Hauses nicht vor dem Kauf eines optisch vielleicht nicht ganz so gelungenen Lautsprechers mit einem angemessenen Geschenk?

Eine nette Handtasche, ein kleines Geschmeide oder auch ein romantisches Candlelight Dinner können den Weg zu einem Einverständnis, ohne Tränen und Diskussionen, auf's Angenehmste ebnen.

Welche Dame will Euch danach noch etwas abschlagen? Oder kleinlich rummäkeln?

Gruß,
Kai
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Beitragvon Punktstrahler » 22.11.2011, 09:47

Hallo zusammen,

Kai hat recht, etwas kleines für den Finger der Hausdame, das in etwa den gleichen Wert wie die Schallwandler haben. Ihr sollt mal sehen, wie sich da Tür und Tor öffnet, sogar für noch teurere Objekte der Begierde. :mrgreen:

Also ich finde die Manger-Boxen optisch sehr gelungen. Wichtiger ist aber, sie müssen schmecke, ähh klingen. 8)

Verkauft Manger eigentlich wie gehabt nur "direkt"? - oder mittlerweile über den Fachhandel?

Grüße vom Punktstrahler Winfried
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Beitragvon hornblower » 22.11.2011, 10:09

Es gibt ästhetisch schöne Lautsprecher, wie dieser Manger, und es gibt solche, die das Gegenteil sind. Zumindest in den Augen einer Frau.

Wie z.B. dieser hier
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Da wundert es nicht, dass ich ein Musikzimmer haben "muss". Der WAF dieser LS im Waschmaschinenformat geht gegen Null. In einem normalen Wohnzimmer kaum stellbar.

Andreas

Da würde auch ein Candlelightdinner nichts nützen, Kai.
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Beitragvon aston456 » 22.11.2011, 11:26

Junx,

ich finde die Manger optisch auch wirklich sehr gelungen.
Insofern sollte es nur einer kleinen Aufmerksamkeit bedürfen, um die Dame des Hauses zu überzeugen.

hornblower hat geschrieben:Der WAF dieser LS im Waschmaschinenformat geht gegen Null.


Da könnt Ihr Euch vorstellen, was mich die Bestechung meiner F für die Geithains gekostet hat. :shock:

Cheers
Kai
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Beitragvon wgh52 » 22.11.2011, 12:09

Hallo Freunde,

es grenzt zwar an off-topic, ich sehe das ganz anders: "Er-/Gekaufte" Zustimmung halte ich in Familie und Partnerschaft generell für letztendlich "nicht nachhaltig". Ein Geschenk soll ein Geschenk sein, kein "Vertrag" oder "Stillhalteabkommen"! My 2 cents... 8)

Also, bei aller Bewunderung für toll aufspielende Lautsprecher, wenn sie einfach optisch nicht passen, kommen sie nicht in mein Wohn-/Hörzimmer.

Die MSMs1 finde ich übrigens optisch durchaus gelungen. Würden sie meiner Frau gefallen? Eventuell ja, und zwar wegen des durchaus dekorativen Aussehens des MSW selbst, negativ ist bei ihr immer rein kubische Form, das kann ich irgendwie verstehen, sie mag halt die Optik der B&W 800er Serie. :roll:

aston456 hat geschrieben:...Da könnt Ihr Euch vorstellen, was mich die Bestechung meiner F für die Geithains gekostet hat...

Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Bei meiner F. würde der "Überzeugungspreis" nach 1/10 Sekunde des Erblickens gegen unendlich streben. Ich würde es bei allem akustischem "habenwollen" nichtmal schaffen michselbst zu bestechen. :wink: :mrgreen:

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Punktstrahler » 22.11.2011, 12:28

Hallo zusammen,

bei der Klipsch hätte ich immer Angst, das Haustiere plötzlich verschwunden sind und an den Innereien nagen. Ebenso Kleinkinder, die ja bekanntlich gerne verstecken spielen. :D

Spass beiseite, mein Namensvetter Winfried schrieb: "Also, bei aller Bewunderung für toll aufspielende Lautsprecher, wenn sie einfach optisch nicht passen, kommen sie nicht in mein Wohn-/Hörzimmer."

Diesen Satz möchte ich aus meiner Sicht abändern...."Also, bei aller Bewunderung für optisch toll aussehende Lautsprecher, wenn sie klanglich nicht taugen, kommen sie nicht in mein Wohn-/Hörzimmer."

Meine Variante beschreibt die Sicht des Musikfreundes, die erstgenannte von Winfried (wgh52) mehr die des Designfreaks. Um Missverständnisse zu vermeiden. Es gibt nichts gegen ein ansehnliches Design, ob neuzeitlicher Art oder Barock einzuwenden. Ein technisches Gerät, das für den Musikgenuss gemacht ist, muss in erster Linie gut klingen, gut klingen, gut klingen. :cheers:

Ich möchte gerne mal genau wissen, wieviel € vom Kaufpreis bei Burmester zum Beispiel, die ja bei Designern sehr gefragt sind, im tollen, verchromten Gerät stecken. Ich denke, wenn ihr diesen Aufwand in € kennt, wird Euch schlecht. Außerdem, ein technisch anspruchsvolles Gerät hat automatisch ein schönes Design. Die Schönheit liegt nämlich in der vollendeten Funktion ansich... :cheers:

Grüße vom Punktstrahler Winfried

P.S. Hmmm Feinigkeit, ausserdem ist die Manger ein Punktstrahler.....
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Beitragvon Punktstrahler » 22.11.2011, 12:43

Hallo Winfried (wgh52),

da ist mir doch noch was eingefallen für Euch Designer:

Von MB Quart gab es mal früher einen Standlautsprecher, der obenauf eine Glasplatte hatte. Diese, die MB Quart, wurde auch oft gekauft, nicht etwa weil die Glasplatte den Klang verfeinerte oder diesem gar dienlich war, nein, sondern weil man so schön Blumentöpfe darauf abstellen konnte. Der WAF-Faktor war gigantisch.....

Grüße vom Punktstrahler Winfried
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FANTASIE IST UNBEGRENZT, WUSSTE SCHON EINSTEIN

Beitragvon musikgeniesser » 22.11.2011, 13:27

Moin Forenten,

die Zeichnung des Furniers gefällt mir fast besser als bei Manger, was daran liegen mag, dass die zur Verfügung stehende Fläche größer ist. Außerdem bieten die Hornöffnungen ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Feld der sogenannten Raumausstattung. Raumausstattung ist überhaupt das Stichwort. Wem (s)eine Frau fantasielos erscheint, dem sei ein Besuch bei einem Raumausstatter empfohlen: man lernt ganz neue Seiten (s)einer Frau kennen. Also, eine Blumenvase oder ach so beliebte "Topfpflanze" findet in der Hornöffnung immer ein kuscheliges Plätzchen. Und wenn sich erst mal die Blätter, die Blütenblätter gar, im Winde des Schalls wiegen, ist das die Vollendung des Hörens mit den Augen...

Die andere Möglichkeit ist, dass (s)einer Frau der Klang einer Manger einfach mehr zusagt. Schon mal nachgefragt?

Zurück zum Thema. Ich finde Säulenlautsprecher ansprechender als Regalboxen oder gar würfelförmige Ungetüme, was ich von Geithain insofern recht mutig finde. Und Boxen, die tiefer als breit sind, finde ich auch schicker, was aber auch daran liegen mag, dass alle sagen, je schmaler die Schallwand sei, desto luftiger sei der Klang und dass das mein Ästhetik-Empfinden mit der Zeit imprägniert hat.

MB in Verbindung mit Glasplatte lässt mich an die Aera denken. Wie man auf die http://i124.photobucket.com/albums/p40/nhgr/mbquart/8458_1.jpg Glasplatte allerdings etwas stellen will, erschließt sich mir nicht. Selbst Frauenfantasie dürfte da nicht weiterhelfen. Andererseits schließt sich der Kreis mit der schmalen Schallwand, denn der außerhalb der Schallwand befindliche Hochtöner hatte einen ausgezeichneten Leumund unter den Testern. Es gab übrigens -- für bummelige 30.000 DM -- auch eine aktive Variante der Aera, womit sich der noch größere Kreis in dieses Forum auch noch schließt. Diese aktive Variante ist von vorne an der fehlenden Bassreflexöffnung zu erkennen, denn sie war geschlossen. Oben genanntes Foto zeigt also die Passiv-Variante. Na ja, Ihr müsst ja nicht so genau hinsehen.

Herzliche Grüße

PETER
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Beitragvon Punktstrahler » 22.11.2011, 13:39

Hallo Peter,

nur mal zur Info für Dich, sofern Du es nicht schon wusstest, - es gibt sogar Schallwandler, die nahezu gar keine Schallwand haben, stehen bei mir im Wohnzimmer. Natürlich ein Punktstrahler, siehe www.voicepoint.de

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Beitragvon hornblower » 22.11.2011, 13:43

Außerdem bieten die Hornöffnungen ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Feld der sogenannten Raumausstattung


Die Hornöffnungen bieten noch ganz andere Möglichkeiten. Man kann eine Kerze reinstellen und diese ganz abrupt ausblasen (lassen). Mit dem richtigen Basssignal kein Problem. Nein, jetzt im Ernst. Ich bin davon überzeugt, dass Design ein wesentliches Kaufkriterium darstellt. Und da haben eben Marken wie Burmester, McIntosh, früher Braun und Wega Maßstäbe gesetzt. Bei Lautsprechern finde ich dieses typische Markengesicht nur bei Exoten wie z.B. Tannoy, A Capella, Avantgarde, Klipsch Heresy Linie, vielleicht auch noch B&W. Das sind aber alles keine LS, die dem trendigen Schlankheitsgebot unterliegen. Schlankheit der Schallwand kann nicht mit akustischen Vorteilen begründet werden, eher umgekehrt. Je schlanker die Front gehalten wird, desto schlechter ist der Strahlungswiderstand und desto schlechter ist damit die Anpassung des Chassis an die umgebende Luft. Schlankheit ist ein Zugeständnis an die Aufstellmöglichkeiten zu Hause.

Hätte Manger nicht diesen unverwechselbaren Wandler, schon seit Jahrzehnten, dann würde diese Box auch als eine von vielen Schönlingen in der Anonymität verschwinden.

Andreas
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AM BESTEN IST IMMER NOCH DER VERSENKTE EINBAU

Beitragvon musikgeniesser » 22.11.2011, 14:15

Moin Andreas,
moin Forenten,

der versenkte Einbau ganz glatt in die Wand ist die beste Möglichkeit, das stimmt. Wenn man die nicht haben kann, wäre das andere Extrem, der schallwandlose Einbau, die nächstbeste Möglichkeit. Eine dimensionslose Schallwand ist aber nur mathematisch, nicht physikalisch, sprich, in Wirklichkeit, zu haben. So scheint eine möglichst kleine Schallwand eine sinnvolle Annäherung an diese zweitbeste Lösung zu sein.

Gerade Manger hat mit seiner etwas hölzern betitelten "Pneumatischen Wandler-Addition"

http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=16&t=2159&p=32719&hilit=+manger#p32719

den Versuch unternommen, dem Ideal, also dem versenkten Einbau mit seiner unbegrenzten Schallwand nahe zu kommen, indem mit unterstützenden seitlichen Mittelhochtönern -- ab 1 kHz wird nach oben mit 6dB pro Oktoave ausgeblendet, um nur ein akustisches Zentrum zu behalten, nämlich den Manger-Strahler vorne -- das Wegbrechen des Schalls an den Kanten der Schallwand auszugleichen. Dass gerade diese Technik ausgerechnet bei den teuren Produkten -- den Aktiv-Fertig-Monitoren -- heute nicht mehr beworben wird, dürfte wirtschaftliche Gründe haben, denn 6 Manger-Wandler gegenüber 2 pro Paar sind durchaus ein Wort, auch in diesen Preisregionen.

Herzliche Grüße

PETER
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Beitragvon hornblower » 22.11.2011, 14:30

Mit schallwand- und gehäuselosen LS gibt es erstaunliche Experimente, nicht nur im DIY-Bereich. Dieser Prototyp ist von Rudolf:

http://www.rahaso.de/foren/thread.php?f ... 98&page=2&

Wusste gar nicht, dass er ein Doppelleben führt. :D

Hier noch ein Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=ekeOMrHNS8I

So etwas geht sogar im Bass, wenn man ein sehr großes Chassis verwendet.
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