meroVinger - Aktivlautsprecher

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon wgh52 » 28.10.2015, 01:27

Hallo Peter,

das Design der HT-Streben gefällt mir besonders gut! Die Stabilität scheint optimal! Wie wär's diese Konstruktion auch für die die decOrus AMT zu adaptieren?

Gruß,
Winfried

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Beitragvon meroVinger-audio » 28.10.2015, 10:23

Guten Morgen Roland, Guten Morgen Winfried,

Preis wird sich zwischen 900 und 950 €/Paar bewegen. Leistung liegt etwa bei 2x55 Watt. Digitaler Eingang SP/Dif wird um die 50-70 Euro mehr kosten. Trennfrequenz ist noch nicht ganz sicher ... liegt derzeit bei 3200 Hz. Messungen gibt es insofern auch noch keine finalen, da wir noch am auskaspern sind welche Variante wir dann dem Kunden präsentieren wollen ... Tiefgang vs. Pegel.

@Winfried: Wir werden die Aufhängung des AMT bei der decOrus mal überarbeiten. 2 Stege hätten freilich dann auch den Vorteil das sie insgesamt filigraner ausfallen können. Und es hat nicht mehr die Steam-Punk-Röhrenmikrofon-Optik ... :cheers:

Also wer hören möchte, kann gerne nächste Woche mal reinschneien. Immer sinnvoll viel Kritik noch in der 0-Serie abzuholen. :D

Viele Grüße

Peter
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Beitragvon RS.schanksaudio » 28.10.2015, 11:12

Hallo Peter,

ohne die verbauten Treiber zu kennen (gerne per PM), klingt der Preis sehr fair.

Der Hochtöner ist ein 1" Treiber? Der sollte doch bis ca 2,5 Khz runtergehen, insbesondere wenn elektrisch steil getrennt wird – und die Möglichkeit hast Du ja.

Geithain trennt ähnlich tief, sogar passiv:
http://www.me-geithain.de/index.php/de/ ... cher/me-25
http://www.me-geithain.de/index.php/de/ ... recher/mo2

Ich baue gerade etwas ähnliches, aber eine Nummer größer (7") und passiv, da zu viele Kanäle im Heimkino ;-)

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon meroVinger-audio » 28.10.2015, 21:26

Hallo Roland,

das sind alles Überlegungen, die noch in viele Richtungen gehen. Gleichzeitig ist das aber auch ein - in meinen Augen ganz wesentlicher Vorteil bei DSP. Wir haben für die decOrus immerhin schon zwei Updates zum "gustieren" an Kunden gegeben. Hier waren zum Einen Anregungen von Kunden eingeflossen aber auch weitere Optimierungen, die mit der Zeit einfach stattgefunden haben. Freilich nur Nuancen aber dennoch...

Das Chassis ist ein OEM von Peerless..

Viele Grüße!

Peter
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Beitragvon Nova Auralis » 29.10.2015, 12:53

Hallo Peter,

ich finde deine neue Lösung per Doppelsteg ebenfalls optisch sehr ansprechend und auch deine weitere Beschäftigung mit dem Koax-Prinzip löblich. :wink:

Eine Frage zu deinen Koaxen schwirrt mir jedoch bereits seit längerem im Kopf herum: Wieso fasst du den Hochtöner nicht mithilfe eines Gitters über dem Tiefmitteltöner ein (so wie es zum Teil auch MEG tut)?

Nach meinem Verständnis dürfte deine Lösung nämlich ziemlich starke Beugungs-/Diffraktionsartefakte erzeugen, da die Schallwand in unmittelbarer Nähe um den Hochtöner extrem uneben ist. Ein passendes Gitter könnte hingegen Abhilfe schaffen und die Situation diesbezüglich entschärfen.

Je nachdem müsste die Gitterstruktur natürlich in Anbetracht der Wellenlängen des gefragten Übertragungsbereiches des Hochtöners optimiert werden. Die Theorie dahinter wäre eben, dass der Hochtöner seitlich nur eine plane Fläche "sieht" und somit nur noch die weiter entfernten Gehäusekanten - in Abhängigkeit von deren Gestaltung - mehr oder minder starke/schwache Kantendiffraktion verursachen.

Ich vermute jedenfalls eine angemessene Beschäftigung mit dieser Thematik würde sich bestimmt klanglich auszahlen. In der Koaxialbauweise steckt m.E. viel Potenzial, aufgrund der zahlreichen Fallstricke auf dem Weg hin zu einer optimalen Implementierung, will die Umsetzung des Prinzips jedoch gut geplant sein.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg mit deinen Koaxen und bin gespannt zu gegebener Zeit das Ergebnis in Ohrenschein nehmen zu können! :cheers:

Beste Grüße,
Jannis
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Beitragvon meroVinger-audio » 30.10.2015, 00:54

Hallo Jannis,

das werden wir mal testen! Danke für die Anregung!

Zur Wieso-Frage: Die Chassis werden von uns im Gegensatz zur decOrus AMT Koax nicht weiter modifiziert. Das senkt natürlich die Kosten und ermöglicht bei reiner Stückfertigung in Deutschland überhaupt erst einen attraktiven Einstiegspreis. Ziel war es einen Lautsprecher für späte Stunden und kleinen Räume zu konzipieren, der sehr schön abbildet und per DSP an den Raum angepasst werden kann. Das würde ich aus meiner persönlichen Perspektive als gelungen einstufen. Der Lautsprecher muss mich zum Grinsen bringen, wenn im Wohnzimmer die Lieblingsmusik läuft ... Das passt. :-)

Ich habe gelesen Du hast die canTare wohl mal gehört. Das kann nur bei Ralph gewesen sein. Insofern wird es nicht mehr lange dauernd bis die Kleinen dort zu hören sind.

Ich wünsche viel Spaß damit! :cheers:

Viele Grüße!

Peter
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Beitragvon FoLLgoTT » 30.10.2015, 09:26

Hallo Peter,

hast du mal das Abstrahlverhalten der Anordnung gemessen?

Gruß
Nils
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Beitragvon RS.schanksaudio » 30.10.2015, 11:49

Nova Auralis hat geschrieben:Nach meinem Verständnis dürfte deine Lösung nämlich ziemlich starke Beugungs-/Diffraktionsartefakte erzeugen, da die Schallwand in unmittelbarer Nähe um den Hochtöner extrem uneben ist. Ein passendes Gitter könnte hingegen Abhilfe schaffen und die Situation diesbezüglich entschärfen.

Das kommt darauf an was man erreichen will, d.h. wie die Anforderungen (Hörabstand, Richtverhalten, etc) und das Gesamtkonzept (z.b. Trennfrequenz) aussehen. Geithain hat nur sehr wenige Modelle bei denen der HT "frei" im Gitter vor dem MT/TT aufgehängt ist. Die meisten sind auf einem kleinen "Brettchen" ca 6-7 cm Breite montiert, also als "Pseudo-Coax", ähnlich wie Peter es macht.

Die Effekte ergeben sich aus den Abmessungen und der Wellenlänge, das ist ja soweit bekannt – hier kann man die Vor- und Nachteile des jeweiligen Aufbaus recht gut vorausprognostizieren.

Ich entziehe mich dieser Problematik, da ich fertige Koaxe verbaue, also bei denen die Schallentstehungsorte auf einer Ebene sind, da der HT direkt im Dustcap der MT/TT eingebettet ist. Das hat auch wieder Vor- und Nachteile, ist für mich aber einfacher zu bauen, da eben schlüsselfertig.

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon MichaNRW » 30.10.2015, 12:23

meroVinger-audio hat geschrieben:Das senkt natürlich die Kosten und ermöglicht bei reiner Stückfertigung in Deutschland überhaupt erst einen attraktiven Einstiegspreis.

Hallo Peter,

als Interessierter Lautsprecher Laie habe ich da eine Frage. ;)
Ist es nicht noch kostengünstig Koaxial-Treiber, beispielsweise aus der Excel-Serie von Seas, zu verbauen? Ich könnte mir vorstellen das Dein DSP mit Serien Koaxial-Treibern doch eigentlich gut funktionieren!? Was zeichnet Dein "Stege" Koax aus?

Gruß
Michael
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Beitragvon wgh52 » 30.10.2015, 13:44

Hallo Michael,

ich bin zwar nicht Peter...

Chassis klingen unterschiedlich. Ein fertiger Koax bietet halt nicht die Flexibilität der Treiberkombination nach eigenen Kriterien und Klangvorlieben.

Im Falle decOrus AMT war es halt die Maßgabe einen AMT als Koax zu verbauen. Die Kombination Membran TMT mit AMT als Koax ist halt nicht so verbreitet, bildet sozusagen ein Alleinstellungsmerkmal. Ausserdem waren Kunden wohl an so einer Kombi interessiert. AMT ist zur Zeit (mMn zu Recht, aber nur falls richtig implementiert) halt angesagt.

Gruß,
Winfried

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Beitragvon RS.schanksaudio » 30.10.2015, 14:27

MichaNRW hat geschrieben:Ist es nicht noch kostengünstig Koaxial-Treiber, beispielsweise aus der Excel-Serie von Seas, zu verbauen? Ich könnte mir vorstellen das Dein DSP mit Serien Koaxial-Treibern doch eigentlich gut funktionieren!? Was zeichnet Dein "Stege" Koax aus?

Das habe ich ja im letzten Absatz meines Postings geschrieben, es gibt genug fertige Coax-Treiber im Handel. Der Grund warum ich sie nutze ich aber mehr Convenience, technisch hat es Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist, dass der Membrantrichter des MT/TT als ein "sich bewegender Waveguide" fungiert. Das Problem hat man mit einen "entkoppelten" Hochtöner nicht, dafür aber etlichen Reflexionen am und um den Montagesteg herum und eben in der Tiefe gesehen unebene Schallentstehungsorte (= unterschiedliche Laufzeiten).

Hat alles Vor- und Nachteile ...

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon meroVinger-audio » 30.10.2015, 15:33

Hallo zusammen,

dem kann ich eigentlich nichts hinzufügen.

Bei der decOrus AMT Koax ist es in der Tat so, dass man einen hinsichtlich Preis/Leistung vernünftigen Treiber nicht mit >60mm Schwingspule findet. Insofern musste der AMT nach vorne wandern. Der Versatz ist ja per DSP kein Problem. Die Abdeckung allerdings schon. Aktuell wollen wir hier eine Art Phaseplug als AMT-Halter machen. Das wird ein Aludrehteil das quasi wie ein Pilz aus der Mitte kommt und oben den AMT hält. Schaun wir mal.... Soll in der MK2 der decOrus kommen. Wir kaspern da noch an der Form.

Wie Roland schon schrieb, hat alles Vor- und Nachteile. Einen Koax bei dem der Hochtöner im Zentrum anstelle der Staubschutzkalotte sitzt, würde ich eher wie bei KEF dann einsetzen, wenn der Koax-Treiber als Mitteltöner läuft. Dann würde ich mir über die Amplituden der Membran als Schallwand für den Hochtöner keine wirklichen Gedanken mehr machen.

Aber letztenendes entscheidet der persönliche Geschmack ob die Vorteile die Nachteile überwiegen.
Wir hatten damals eigentlich das Thema überhaupt nicht auf dem Schirm. Bis rabl dann seine KEF zum aktivieren vorbeigebracht hat.
Danach war die Neugier geweckt :cheers:

@michaNRW: Warum wir uns gegen andere Chassis bei der decOrus AK entschieden haben, hat ja Winfried schon erklärt. Bei der ganz kleinen nun, fällt mir kein Chassis - schon gar nicht von Scan-Speak - ein, das hinsichtlich Preis/Leistung mithalten könnte und bei Gehäusen aus Deutschland und Fertigung vor Ort noch einen Preis unter 1000,- Euro pro Paar zulassen würde.... Außer man legt 300 Stück auf....

Viele Grüße!

Peter
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Beitragvon RS.schanksaudio » 30.10.2015, 15:52

meroVinger-audio hat geschrieben: Einen Koax bei dem der Hochtöner im Zentrum anstelle der Staubschutzkalotte sitzt, würde ich eher wie bei KEF dann einsetzen, wenn der Koax-Treiber als Mitteltöner läuft. Dann würde ich mir über die Amplituden der Membran als Schallwand für den Hochtöner keine wirklichen Gedanken mehr machen.


Ja genau, so mache ich es auch. Bei mir sind die Koaxe die vier Surroundkanäle im Heimkino, die ab 120 Hz von einem Subwoofer entlastet werden (Hochpass) – den verbleibenden Hub kann man nicht mehr "sehen", aber ein halber Millimeter wird es ja nach Pegel bestimmt noch sein ;-)

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon meroVinger-audio » 01.11.2015, 23:46

Guten Abend,

zwei Messungen auf die Schnelle....

Einmal auf Achse 60cm Entfernung im Hörraum, freilich gefenstert (siehe Bassbereich)

Bild

Einmal 30°, Rest gleich.

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Natürlich blöde, dass nicht beides auf derselben Grafik ist... Hab ich verschusselt.. Meine Bitte um Nachsicht.

Weitere Daten: Trennfrequenz 2000 Hz, 24dB LR.

Wir sind am 14. wieder im RAR... dann gibts genaueres.

Viele Grüße!

Peter
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decOrus Koax miNor

Beitragvon meroVinger-audio » 02.11.2015, 10:30

Hier noch ein Photo der Box.

Noch ein paar Details vorab:
- Ausgestaltung ist wie üblich bei uns vom Kunden abhängig. Das Chassis gibt es auch eingefräst mit entsprechender Abstimmung natürlich und außermittig positioniert.
- Paarpreis ist 989,- Euro
- Ausführungen sind Mattlack schwarz, weiß, die gängigen Furnierarten, Betonseiten und/oder Hochglanzlack gegen Aufpreis
- 2x 55 Watt Leistung, Analog Cinch Eingang, SPDIF gegen Aufpreis
- HxBxT: 260x150x200mm
- Tiefton: 120mm (Membrandurchmesser), Hochton: 27mm Gewebekalotte, koaxial
- Raumeinmessung vor Ort möglich (Voraussetzung: Internetzugang)

Probehören gegen Portoübernahme möglich oder derzeit in München.

Bild

Viele Grüße!

Peter
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