Schanks Audio - Aktivlautsprecher

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon meroVinger-audio » 08.11.2016, 22:05

Guten Abend,

ich halte die Implementierung für eine tolle Idee und bin davon überzeugt, dass die Umsetzung auch einwandfrei ist.

Vor allem interessant finde ich das System unter dem Gesichtspunkt, dass es viele Musiktitel gibt, die über weiteste Teile ohne exzessive Tiefbassattacken auskommen um dann plötzlich aus dem Hinterhalt loszuschießen. Ich gehe davon aus, dass man über die Technik dann davon zwar weniger mitbekommt als bei leiserem Pegel oder mehr Membranfläche im Bass. Dennoch deutlich eleganter als eine blinkende Limiter-Lampe, die erklärt warum das Signal um 12dB gedämpft wurde oder gar ein Anschlagen der Tieftöner.

Die Partyvariante kann ich so auch unterschreiben.

Aber noch etwas weitergedacht wird unter Umständen auch der eine oder andere Film über die Anlage laufen. Dialoge sind leise, Explosionen laut ... und je nachdem wie spannend es sein soll, rumpelt immer irgendwas im Hintergrund bei 20Hz vor sich hin. Ein Lautsprecher der sich dann weitestgehend um sich selbst kümmert, ist da eine feine Sache.

Je nachdem wie sanft das alles passiert, würde ich auch nicht von einer Verfälschung des Musikgenusses sprechen. Roland hat erklärt, dass es um den Grenzbereich geht. Das heißt man hat hier auch wieder die Wahl zwischen radikalen Methoden wie Limiter oder Anschlagen oder aber die untere Grenzfrequenz wird etwas angehoben und die Box spielt halt dann nicht mehr ganz so tief runter.

Ich kann keine negativen Aspekte erkennen, da die Box ja im vernünftigen Betriebsmodus genauso spielt wie ohne die Technik.

Viele Grüße!

Peter
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Beitragvon FoLLgoTT » 08.11.2016, 22:35

Hallo Peter,

meroVinger-audio hat geschrieben:Ich kann keine negativen Aspekte erkennen, da die Box ja im vernünftigen Betriebsmodus genauso spielt wie ohne die Technik.

Negativ ist ein Limiter natürlich nicht. Ganz im Gegenteil: Ich bin der Überzeugung, dass jeder aktive Fertiglautsprecher einen haben sollte. Das ist ja meistens auch so.

Ich halte den variablen Tiefpass auch für eine gute Lösung. Bei diesen Messungen vom Velodyne DD18+ kann man unter "Extended Charts" gut sehen, wie sich das auswirkt.

Mit persönlich ist es allerdings ziemlich egal, was letztendlich gemacht wird, um die Treiber mechanisch oder elektrisch zu schützen. Ich will den Bereich gar nicht erst erreichen und da bin ich auch ziemlich kompromisslos. Ich dimensioniere bei meinen Lautsprechern/Subwoofern in der Regel so, dass ich den Grenzbereich selbst bei Demopegeln nicht erreiche. Aber Selbstbau ist eben auch etwas anderes als ein Fertiglautsprecher. Ich muss keine Kompromisse bei Größe und Kosten eingehen.

Gruß
Nils
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Beitragvon Tinitus » 08.11.2016, 22:53

Hallo Nils,

letzteres sieht man deinem Atavar ja schon an. :cheers:

Danke an dieser Stelle für deine informativen und unaufgeregten Kommentare hier im Forum.

Gruß

Uwe
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Beitragvon RS.schanksaudio » 09.11.2016, 09:21

Hallo Nils,

FoLLgoTT hat geschrieben:Ich dimensioniere bei meinen Lautsprechern/Subwoofern in der Regel so, dass ich den Grenzbereich selbst bei Demopegeln nicht erreiche. Aber Selbstbau ist eben auch etwas anderes als ein Fertiglautsprecher. Ich muss keine Kompromisse bei Größe und Kosten eingehen.


Ja natürlich, das Material sollte sich immer an den (Pegel-) Ansprüchen orientieren. In Deiner Heimkinoanwendung sind diese aber auch anders gelagert als bei der reinen Musikwiedergabe.

Die Realität in den meisten Wohnräumen ist aber, dass der Formfaktor vorgegeben ist, entweder aufgrund des zur Verfügung stehenden Platzes oder der Gestaltungswünschen bei der Einrichtung. D.h. man kann nicht beliebig viel Material/Treiber "auf das Problem werfen", weil es der Formfaktor nicht hergibt. Daher ist unser Weg die Platzverhältnissen möglichst effizient zu nutzen, um die bestmögliche Qualität und Leistung aus vorgegebenen Volumen zu erhalten. Dabei hilft uns die AAK und Regelung, aber es gibt sicherlich auch andere Wege.

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon dietert » 09.11.2016, 10:47

Hallo miteinander,

vielleicht fehlt bei dem vorgestellten Konzept noch ein Signalausgang am Monitor, der ein Signal für die weggeschnittenen Tiefbässe an den Subwoofer ausgibt. Damit wird der Bassprozessor zu einer Art Frequenzweiche mit veränderlicher Trennfrequenz. Der Subwoofer wird dann nur aktiv, wenn er wirklich gebraucht wird.

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon RS.schanksaudio » 09.11.2016, 11:21

Hallo Dieter,

dietert hat geschrieben:vielleicht fehlt bei dem vorgestellten Konzept noch ein Signalausgang am Monitor, der ein Signal für die weggeschnittenen Tiefbässe an den Subwoofer ausgibt. Damit wird der Bassprozessor zu einer Art Frequenzweiche mit veränderlicher Trennfrequenz. Der Subwoofer wird dann nur aktiv, wenn er wirklich gebraucht wird.


Den physischen Ausgang dazu gibt es auch schon, die Funktionalität ist nur nicht wie von Dir beschrieben implementiert, aber prinzipiell möglich.

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(Anschlussfeld oben, zweite von links, "Sub Out")

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon FoLLgoTT » 09.11.2016, 11:50

Hallo Dieter,
dietert hat geschrieben:vielleicht fehlt bei dem vorgestellten Konzept noch ein Signalausgang am Monitor, der ein Signal für die weggeschnittenen Tiefbässe an den Subwoofer ausgibt. Damit wird der Bassprozessor zu einer Art Frequenzweiche mit veränderlicher Trennfrequenz. Der Subwoofer wird dann nur aktiv, wenn er wirklich gebraucht wird.


Das ist ein interessanter Gedanke. Aber welcher Vorteil soll daraus entstehen, wenn man die Subwoofer doch einfach die ganze Zeit mitlaufen lassen könnte?

Gruß
Nils
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Beitragvon dietert » 09.11.2016, 12:47

Hallo Nils,

der Gedanke, Trennfrequenzen abhängig vom Pegel anzupassen, ist sicher nicht neu. Ein Vorteil bei so einem aufgeständertem Monitor wäre, dass die Bässe gleichmäßiger, also mit weniger Moden kommen als von einem Subwoofer, der aus irgendwelchen Gründen in der Ecke stehen muss, oder neben dem Sofa. Und man würde sich die Konfigurationsänderung am Monitor beim Anschluss des Subs ersparen. Normalerweise ist eine Bassweiche ja eher im Sub eingebaut.

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon musikgeniesser » 09.11.2016, 12:58

Lieber Dieter,
lieber Nils,
liebe Forenten,

FoLLgoTT hat geschrieben:
dietert hat geschrieben:vielleicht fehlt bei dem vorgestellten Konzept noch ein Signalausgang am Monitor, der ein Signal für die weggeschnittenen Tiefbässe an den Subwoofer ausgibt. Damit wird der Bassprozessor zu einer Art Frequenzweiche mit veränderlicher Trennfrequenz. Der Subwoofer wird dann nur aktiv, wenn er wirklich gebraucht wird.


Das ist ein interessanter Gedanke. Aber welcher Vorteil soll daraus entstehen, wenn man die Subwoofer doch einfach die ganze Zeit mitlaufen lassen könnte?


Und es ändert nichts an der Notwendigkeit für eine solche (oder andere) Schutzschaltung im Subwoofer respektive eine entsprechend großzügige Dimensionierung von ihm. Ein Restvorteil bliebe, der darin bestünde, dass man die Ankoppelung des Subwoofers nicht (über)vorsichtig hoch vornehmen müsste, aber der Nutzen erscheint mir doch sehr klein.

Möge es nützen

Peter
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Beitragvon FoLLgoTT » 09.11.2016, 13:06

Hallo Dieter,
dietert hat geschrieben:der Gedanke, Trennfrequenzen abhängig vom Pegel anzupassen, ist sicher nicht neu. Ein Vorteil bei so einem aufgeständertem Monitor wäre, dass die Bässe gleichmäßiger, also mit weniger Moden kommen als von einem Subwoofer, der aus irgendwelchen Gründen in der Ecke stehen muss, oder neben dem Sofa. Und man würde sich die Konfigurationsänderung am Monitor beim Anschluss des Subs ersparen. Normalerweise ist eine Bassweiche ja eher im Sub eingebaut.


Ok, wenn man davon ausgeht, dass ein einzelner Subwoofer "irgendwo" zum Einsatz kommt, gebe ich dir Recht. Ich gehe immer von einem durchdachten Subwoofersystem auf. Denn der Vorteil solch eines Systems ist ja gerade, dass man es auf den Raum abstimmt und es somit den Satelliten generell überlegen ist was Modenanregung und Maximalpegel angeht. :)

Gruß
Nils
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Beitragvon RS.schanksaudio » 10.11.2016, 19:09

RS.schanksaudio hat geschrieben:Roman hat dazu auch ein schönes Papier mit weiteren Details erstellt, das wir in Kürze online stellen.


Hallo zusammen,

wie angekündigt hier noch ein paar Detailinfos zur AAK die Roman aufbereitet hat:
http://www.schanksaudio.de/technik-supp ... rolle-aak/

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon RS.schanksaudio » 28.04.2017, 13:23

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Hallo zusammen,

wir sind diesen Jahr wieder zusammen mit Audionext auf der HighEnd in München (18.-21.05.) und freuen uns über Besuch (Halle 2, Stand G06 / H07) und bekannte Gesichter aus dem Forum. Für Auralic stellen wir dieses Jahr die Lautsprecher, insofern ist das eine besondere Veranstaltung für uns.

Neben zwei Produktneuerungen (mehr dazu später) wird Roman mehrere Fachvorträge zum Thema "Die Zukunft des Lautsprechers? – Innovative Aktivtechnologie im Fokus" auf der Technologiebühne halten (Halle 3 / Stand L 06). Wer sich dafür interessiert kommt gerne am Donnerstag (18.05.) 11:30, Samstag (20.05.) 16:00 oder Sonntag (21.05) 12:30 vorbei.

Mehr Infos findest ihr auch hier: http://bit.ly/highend2017


Ein schönes Wochenende und viele Grüße
Roland


PS: Für alle die ihn noch nicht kennen – wir bieten einen kostenlosen Newsletter mit vielen interessanten Inhalten rund um das Thema Audio und Technik an >> http://bit.ly/schanks-nl
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Beitragvon dirkhajo » 06.05.2017, 18:53

Hi Roland,

kannst Du schon was konkretes zum Aufbau Eurer Setups mit Auralic sagen? Koppelt Ihr die Prisma 2 direkt digital mit dem Aries?

Viele Grüße
Dirk
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Beitragvon RS.schanksaudio » 08.05.2017, 14:10

Hallo Dirk,

Bei Auralic wird wahrscheinlich die Prisma 3 stehen. Über weitere Details (Zuspieler, Verkabelung, etc) kann ich noch nichts konkretes sagen, da die Dinge gerade im Fluß und vor der Messe immer etwas hektisch sind. Ein Aries digital verbunden wäre aber eine Option. Sobald wir die Planung final haben, gebe ich hier an dieser Stelle Bescheid.

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon RS.schanksaudio » 17.05.2017, 18:52

Hallo zusammen,

leider hat Auralic in letzter Minute die vereinbarte Kooperation abgesagt, da der chinesische Eigentümer doch lieber eine passive Kette aufspielen lassen möchte. Roman hat es gerade vor Ort in München erfahren, ich fliege erst morgen früh. Insofern wird die Prisma 3 leider bei Auralic nicht zu hören sein, was wir sehr bedauern.

Nichtsdestotrotz findet ihr uns in Halle 2, Stand G06 / H07 bei Audionext und neben einer neuen Verstärkereinheit haben wir einen wirklichen Leckerbissen – eine polierte Metallfront aus gefrästem Aluminium für Prisma 2:
Bild

Lecker, oder?

Viele Grüße
Roland
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