Volldigitale Aktivlautsprecher und Heimkino

Diskussion über aktive Schallwandler

Volldigitale Aktivlautsprecher und Heimkino

Beitragvon mwiz11 » 24.09.2016, 08:57

Hallo,

mich treibt schon geraume Zeit das Thema vollaktive Digitallautsprecher um. Also die neue
BM Prime Linie oder Kii Three oder ....
Charmant ist das Konzept auf den ersten Blick ja schon wegen der Anpassungsmöglichkeiten.

Ich könnte theoretisch über einen Universalplayer wie Cambridge CXU die Boxen direkt digital
ansteuern. Beim CXU z.B. würde durch das Upsampling auf 192/24 meinem Verständnis nach die Lautstärkeregelung quasi lossless möglich sein (wenn man kein Hires 24-Bit-Material abspielt).

Aber wäre da nicht das Thema "Anschluss 5.x/7.x". Wenn man die Aktivboxen als Frontlautsprecher
in eine AV-Anlage einbinden will sieht es schlecht aus. Die Kii Three z.B. hat nur digital ODER analog,
bei den BMs muss man glaube ich manuell den Eingang an den Boxen umschalten.
Teure Vorverstärker/Wandler-Lösungen wie Trinnov oder BM ICE lassen den Preis dann ganz schnell
nach oben schnellen.

Mich würde mal Eure Meinung zu diesem Thema interessieren.

Viele Grüße,
Thomas.
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Beitragvon Ralf77 » 24.09.2016, 18:40

Hallo Thomas,

Das Set-Up habe ich mit den Genelec 8351A realisiert.
Ich kann analog für Surround in die Lautsprecher und digital für Stereo.
Der Lautsprecher schaltet automatisch auf den digitalen Eingang (Digital hat Prio) um und wenn das Digitale Signal nicht mehr anliegt, dann ist der analoge Kanal aktiv.

Bin aber im Moment noch komplett analog mit dem Abacus Preamp 14 für Stereo und mit dem Denon X4200 für Heimkino (mit Pass-Trough am Preamp 14 für Heimkino).

Habe aber schon überlegt, ob ich mir einen Streamer (ohne DAC) mit Laustärkeregelung und AES/EBU Ausgang zulegen soll. Da gibt es aber leider nicht sehr viel Auswahl...

Grüße
Ralf.
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Beitragvon FraKtiv » 24.09.2016, 19:32

Hallo,

also meines Wissens nach lassen sich die Cambridge-Geräte digital nicht in der Lautstärke regeln, nur analog.

Bei meinen KS Digital gibt es zwei Eingänge, wobei der digitale den Vorrang hat. Sprich, wenn analog anliegt, wird analog gespielt. Wenn eine digitale Quelle anliegt (sobald die Quelle eingeschaltet ist), wird digital wiedergegeben. Ich weiß jedoch nicht, wie das bei B&M ist.

Wenn man einen entsprechenden Streamer oder einen Audio-PC hat, ist die Kette dann in der Tat recht minimal. Bei mir Audio-PC --> Lautsprecher (allerdings via Adapter, da die Box AES-EBU verlangt, was mein Audio-PC nicht direkt ausgibt).

Grüße,
Frank.
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Beitragvon mwiz11 » 24.09.2016, 19:57

FraKtiv hat geschrieben:Hallo,

also meines Wissens nach lassen sich die Cambridge-Geräte digital nicht in der Lautstärke regeln, nur analog.



Digital out ist regelbar, ich habs mit dem CXU am Audiolab getestet.
Dummerweise kann man nur "Volume Control variable/fixed" für alle Outputs festlege (2.0/7.1/digital).

Grüße,
Thomas
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Beitragvon mwiz11 » 24.09.2016, 20:03

Ralf77 hat geschrieben:Hallo Thomas,

Das Set-Up habe ich mit den Genelec 8351A realisiert.
Ich kann analog für Surround in die Lautsprecher und digital für Stereo.
Der Lautsprecher schaltet automatisch auf den digitalen Eingang (Digital hat Prio) um und wenn das Digitale Signal nicht mehr anliegt, dann ist der analoge Kanal aktiv.

Bin aber im Moment noch komplett analog mit dem Abacus Preamp 14 für Stereo und mit dem Denon X4200 für Heimkino (mit Pass-Trough am Preamp 14 für Heimkino).

Habe aber schon überlegt, ob ich mir einen Streamer (ohne DAC) mit Laustärkeregelung und AES/EBU Ausgang zulegen soll. Da gibt es aber leider nicht sehr viel Auswahl...

Grüße
Ralf.



Danke Ralf, ich werde mich mit der Genelec mal näher beschäftigen. Sieht ja nicht ganz
so toll aus auf den ersten Blick. Das ist aber nicht das entscheidende Kriterium.

Thomas.
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Beitragvon Lefreck » 25.09.2016, 11:20

Hallo,
Zu der Zeit als ich mich für Genelec-Lautsprecher in meinem Heimkino interessierte, habe ich mir auch die Frage der digitalen Multikanal-Zuspielung gestellt. Dabei bin ich auf die Vanity-Karten gestossen:
http://audiopraise.com/vanityhd/details.php

http://www.jvbdigital.nl/jvb.asp?level=sdi&page=front

Nicht gerade geschenkt, aber wenn man bedenkt dass ein Oppo 103 "ausreicht". Praktische Erfahrungen mit dem Umbau habe ich nicht, die Rückmeldungen im Netz sind auch eher spärlich...

schöne Grüße
Thierry
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Beitragvon mwiz11 » 06.10.2016, 12:04

Danke erstmal für alle Antworten!

Grundsätzlich gibts schon einige Möglichkeiten. Platineneinbau in Oppo ist wohl eher nichts für mich.
Genelecs schon eher. Kii will ja wohl noch eine Controlbox (sowie wie die ICEs bei B&M) rausbringen. Wäre
auch eine Möglichkeit, soll auch relativ preiswert sein lt. Gerüchten.
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Beitragvon Grauwacke » 06.10.2016, 17:10

Lefreck hat geschrieben:Zu der Zeit als ich mich für Genelec-Lautsprecher in meinem Heimkino interessierte, habe ich mir auch die Frage der digitalen Multikanal-Zuspielung gestellt. Dabei bin ich auf die Vanity-Karten gestossen:
http://audiopraise.com/vanityhd/details.php
...
Thierry

Zwei Vanity-Module habe ich in meinem Denon 4010 drin. Bin sehr zufrieden damit, da jetzt auch BluRays und SACDs digital ausgegeben werden können. Ein Schnäppchen war der Einbau allerdings nicht gerade, wurde von Audipraise aber sehr professionell erledigt. :wink:
Helge
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Beitragvon RS.schanksaudio » 06.10.2016, 19:32

Hallo Thomas,

da sprichst Du etwas an – fehlende Digitalausgänge in der Heimkinoanwendung nach dem Dolby-Processing dediziert für jeden Kanal. Es gibt nur sehr wenige, sehr hochpreisige Fertiglösungen dafür, die für die meisten nicht in Frage kommen.

Für mich war dies der Grund die Kette – entgegen meiner Präferenz – wieder auf analoge Verbindung umzustellen, da der Wechsel von digital im Stereo-Setting auf oder von analog im Heimkino so seine Tücken haben kann.

Es gibt allerdings die Möglichkeit alles selbst aufzubauen, d.h. beispielsweise alles Rechner-basiert in Software zu abzuwickeln (Dolby-Decodierung, EQ, Raumkorrektur, Quellenverwaltung, etc) und über ein Audiointerface in das System rein und rauszugehen – so macht es eigentlich auch Trinnov Altitude (x86er Rechner mit RME Interface/Wander im Hifi-Gehäuse). Dabei verliert man aber viel Komfort und es tun sich sehr viele Detailprobleme auf.

Schade, das die Industrie für den Heimgebrauch selbst bei höherwertigen AVR-Vorstufe keine digitalen Ausgänge anbietet. Eine Lösung zum nachträglichen Umbau wie sie Audiopraise mit dem Vanity Modul anbietet, ist das wieder nur für ein Gerät nahtlos möglich und nicht universell einsetzbar.

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon uli.brueggemann » 06.10.2016, 20:13

Die Filmindustrie fürchtet die Digitalkopie wie der Teufel das Weihwasser.

Grüsse
Uli
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Beitragvon FoLLgoTT » 06.10.2016, 20:32

Hallo,
ich glaube nicht, dass Angst vor einer Kopie der Grund ist, warum es kaum Geräte mit digitalen Ausgängen gibt. Es gibt schlicht keinen Markt dafür. Nur ein paar Freaks (also wir :mrgreen: ) würden diese Ausgänge benutzen, also werden stattdessen analoge verbaut. Die AV-Vorstufen und Receiver sind sowieso schon so vollgepackt mit Ein- und Ausgängen, dass 12 x AES/EBU oder ähnliches gar nicht zusätzlich ins Gehäuse passen würde.

Den Wunsch nach einzelnen Digitalausgängen gibt es in Heimkinoforen schon seit Urzeiten, passiert ist in der ganzen Zeit praktisch nichts.

Wenn man ehrlich ist, gibt es aber auch deutlich wichtigere Parameter an einem Heimkino. Raumakustik, Subwoofersystem, dunkler Raum, mehrere Sitzreihen auf Podest, eine große gekrümmte Leinwand ohne sichtbare Technik usw., da muss man schon einiges an Hirnschmalz und Zeit reinstecken, damit das Gesamterlebnis wirklich gut ist. Eine volldigitale Kette trägt dazu nicht bei, höchstens für ein gutes Gewissen. ;)

Gruß
Nils
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Beitragvon Lefreck » 07.10.2016, 16:33

uli.brueggemann hat geschrieben:Die Filmindustrie fürchtet die Digitalkopie wie der Teufel das Weihwasser.

Das glaube ich auch ... habe mir einige Zeit überlegt, ob ich hier einen Thread über die Vanity-Karten aufmache, es aber dann sein lassen, wegen ev. rechtlicher Probleme. Die Franzosen gehen mit solchen Themen etwas lockerer um... War ja beim Umstieg von Laserdisc auf Dvd sowas von hirnrissig: Digitales Bild auf der Scheibe, welches aber lediglich analog, anfangs auch noch ausschliesslich interlaced, über den DVD-Player ausgegeben werden konnte um schliesslich wieder in den Digital-Projektoren digitalisiert zu werden :shock:

@Nils:
soviel Platz würden die digitalen Ausgänge nicht belegen da ja, zumindest bei den Vanity-Karten, 2 Kanäle pro Cinch-Buchse ausgegeben werden. Sollte bei den AES-XLR-Buchsen ja auch so sein, oder nicht? Aber Du hast sicher Recht damit, dass die Meisten im Heimkino mit ganz anderen Baustellen kämpfen. Trotzdem stelle ich mir so ein digitales Heimkino mit Oppo 103 Vanity und einem Genelec Sourroundset mit GLM-Korrektur ziemlich praktisch vor. Auf jeden Fall nicht so "Strippen-intensiv" wie aktiv resp. Exakt-angesteuerte 5-Wege-Lautsprecher. :wink:

Gruss
Thierry
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Beitragvon mwiz11 » 08.10.2016, 18:35

Mir geht's gar nicht so sehr ums "Kino" - bei dem Gedröhne ist der Sound meistens nebensächlich.
Aber es gibt doch einige 5.1-Audio-Schmankerln, z.B. Pink Floyd/Roger Waters Blu Ray Konzertmitschnitte,
5.1er DVD-Audios oder SACD (Klassik, Dire Straits, Steven Wilson, Opeth), die man dann in hoher
Qualität geniessen könnte.

Da sich in der AVR-Herstellerszene meiner Meinung nach wenig bewegen wird, der Trend im Stereobereich
aber eindeutig Richtung "digitaler Endstufe" geht (zumindest im aktiven Bereich), sollten die Aktivhersteller
wenigstens parallel bequem umschaltbare analoge/digitale Eingänge anbieten wie es nach meinem
Verständnis (s.o.) Genelec anbietet.

Allerdings wird ja Lautsprecher-intern alles analoge erst AD-gewandelt und dann in den DSP eingespeist. Soweit ich weiss, bieten die Abacus Trifons (als aktuelle Neuentwicklungen) momentan noch eine komplett
analoge Lösung an oder liege ich da falsch ?

Da könnte ich natürlich auch gleich bei den BM2S bleiben.


Grüße,
Thomas.
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Beitragvon UweObst » 25.12.2016, 15:53

Gibt es irgendwelche Erfahrungen mit dem Oppo und dem Vanity-Modul? Hat der digitale Output irgendwelche Nachteile? In Kombination mit Genelec und GLM wäre das doch die Eierlegendewollmilchsau für Stereo wie Surround oder?
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Beitragvon pschelbert » 25.12.2016, 19:43

mwiz11 hat geschrieben:Mir geht's gar nicht so sehr ums "Kino" -
Aber es gibt doch einige 5.1-Audio-Schmankerln....
....die man dann in hoher Qualität geniessen könnte.
Grüße,
Thomas.


Hallo

ja genau, das ist auch mein Wunsch. Nur Musik in 5.1 oder 6.0, Bild brauchts nicht für mich.

Solange die Quelle ein 5.1 flac, 6.0 flac etc ist, geht alles sehr einfach.
-2L.no hat Qobuz auch
-DVD-A und Blue-Ray hat: Tacet

Dies geht:
flac5.1oder6.0File-JRiver-acourateconvolver-RMEUFX-poweramps

ist die Quelle aber ein DVD-A dann zuerst rippen, was ja mühsam ist, dann gehts auch.
Blue-Ray habe ich nie selber probiert ob da rippen überhaupt einfach geht.

Jedenfalls alle Surround-Receiver taugen gar nichts, die können nicht 5.1 oder 6 Kanal streamen welche ich mir mal angeschaut hatte (selbst der teuerste Yamaha kann das nicht). Und digitale Ausgänge auch nicht.
Ja ich denke hier hat die Industrie die Angst vor digitaler Kopie....

Ausgang von JRiver auf Lautsprecher digital heute nur mit Studioequipment vernünftig machbar.

Lösung z.B.:
JRiver-Computer_USB_out-Konverter zu AES/EBU, TOSlink oder SPDIF-AktivDigitalLautsprecher
Konverter muss dann einige Ausgänge haben also z.B. 6x

oder besser ev. mit Ravenna (Dante) über Ethernet
JRiver-Computer_Etherent-Out-AktivDigitalLautsprecher (mit Ethernet Ravenna oder Dante)
Anzahl kein Problem mit Switch.

Peter
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pschelbert
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