KEF LS50 wireless

Diskussion über aktive Schallwandler

KEF LS50 wireless

Beitragvon Fridolin » 13.10.2016, 16:18

Jetzt springt auch KEF mit den LS50 auf den Aktivzug

http://www.digitalaudioreview.net/2016/ ... udspeaker/

- endlich

Hoffentlich auch bald mit der Blade!
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Beitragvon Fridolin » 14.10.2016, 15:46

Jetzt ist die aktive LS50 auch online auf der KEF-Seite:

http://us.kef.com/ls50-wireless
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Beitragvon Ichhöreaktiv » 14.03.2017, 10:21

Hallo Hat die aktive Wireless Version schon jemand gehört . Und kann etwas dazu schreiben
Gruß
Thomas
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Beitragvon totti1965 » 15.03.2017, 00:57

Hallo Thomas, hallo Forenten,

ich kann zwar nicht wirklich aus erster Hand über die KEF LS 50 wireless berichten, bin bezüglich dieses Lautsprechers aber extrem neugierig und hoffe ihn spätestens bei den nächsten Westdeutschen HiFi Tagen mal hören zu können. Einer der schönsten Lautsprecher der Welt ist die KEF ja... vor allem in Schwarz mit dem blauen Chassis
http://us.kef.com/ls50-wireless
http://www.digitalaudioreview.net/2016/ ... year-2016/
http://www.whathifi.com/news/kef-ls50-w ... -greatness

Als ausgesprochener Freund von Mini-Monitoren und Besitzer von Rogers LS 3/5a Klonen (die in die Küche verbannt wurden) erlaube ich mir, hier ein paar von mir im Januar gefundene links reinzustellen, denn meiner Meinung nach muss man, wenn man "ja" zu KEF sagt, zumindest überlegen, ob man damit nicht auch eigentlich ein Stück weit "ja" zu Andrew Jones sagt, der immerhin die Uni-Q Chassis von Kef in den 80er Jahren erfunden hat und von manchen als "Lautsprecher-Gott" verehrt wird.
Andrew Jones arbeitet heute für Elac. Und er hat Ende 2015/Anfang 2016 mit der Elac Uni Fi UB 5 zunächst in Amerika einen wirklich interessanten kleinen Regallautsprecher vorgestellt, der konzeptionell und größenmäßig stark an die KEF LS 50 erinnert. Im Unterschied zur KEF LS 50 ist der Elac Mini eine echte Dreiwege-Konstruktion. Für Frequenzen von unter 270 Hz, wo die Hübe schnell mal größer werden bevorzugt Jones heute nämlich ein separates Chassis (wegen Kammfiltereffekten etc.: der Mitteltonbereich ist ansonsten schnell nicht mehr so präzise definiert).

Der Gag ist, hier im Aktivforum mag das wie Nestbeschmutzung klingen, dass dieser Lautsprecher zwar passiv ist, dafür aber auch gerade mal ein knappes Drittel der KEF LS 50 wireless kostet! In Deutschland gibt es ihn mit einer edlen Gehäuseausführung für EUR 700,-- / Paar http://hidden-audio.de/index.php/elac-u ... oCKCHw_wcB und bei Amazon Amerika für US$ 499 / Paar als Standardausführung sowie für US$ 749 / Paar mit dem edleren Satin-Lack.

Der Preisvorteil dürfte natürlich, bedenkt man was die KEF LS 50 wireless alles kann, gegen Null schmelzen, wenn man noch (End-)Verstärker und Streamer und Wandler dazurechnen muss, aber letzlich kann man das auch gebraucht irgendwo finden und ist ggf. flexibler bei den Peripheriegeräten...

Es gibt Stimmen, die die Elac Uni Fi UB 5 für deutlich musikalischer als die (etwa doppelt so teure) passive KEF LS 50 halten. Deshalb wäre ein Vergleich der älteren und neueren Andrew Jones Konzepte eine wirklich spannende Sache...
In Amiland ist das zum Beispiel hier bereits geschehen: http://www.thorntonhifi.com/elac-uni-fi-ub5-review.html
The real test was to see what the UB5's could do against a speaker with a reputation like the Kef LS50. The first thing I noticed was when comparing the two was that the Kef had a less organic tone than the UB5. Their was an upper mid range peak that could come off as harsh with the Kefs that was missing from the UB5's. The bass department belonged to the UB5. Not only did the UB5 go lower, They could be cranked up much louder on tougher songs like Infected Mushroom's "Never Ever Land" without bottoming out or loosing their composure. The one area where the Kefs were better was in upper treble detail. The LS 50 was more detailed on the highest highs and had a very realistic bite to brass instruments that the UB5 approached but could not match. Vocals through the UB5 were very accurate and sounded smooth on most recordings, the Kef's however, had a tendency to sound nasally on certain recordings and harsh on some less than stellar recordings. The soundstage and imaging, a strong point of the Kef's were surprisingly similar with a slight advantage going to the UB5. Overall, I would choose the UB5's over the LS50 on all but small acoustic jazz recordings that are very well recorded.


Witzige youtube Videos von den amerikanischen HiFi-Messen, wo Andrew Jones interviewt wird, gibt es zu hauf - über seine neuen Mini-Monitore berichtet er zum Beispiel hier:
https://www.youtube.com/watch?v=AwA-F2m4ONI
oder hier: https://www.youtube.com/watch?v=7PZlKzALNzA,
hier: https://www.youtube.com/watch?v=_j0vbUFHvNQ
oder hier: https://www.youtube.com/watch?v=4Uhkmvd3XnI

Witzig, dass der Mann völlig uneitel ist - und durch und durch Wissenschaftler: Während des Entwicklungsprozesses hört er einen Lautsprecher nicht, sondern verläßt sich ganz auf die -richtig zu interpretierenden - Meßwerte
http://forums.whirlpool.net.au/archive/2517102
I find it really interesting that AJ doesn't really listen during the design process

...... das dürfte ähnlich bei Dr. Gert Volk sein, der schon auf seinem Jittermonitor sehen kann, wie seine Sonos oder Linn Modifikationen klingen werden und dann zum Schluß erst das tolle Resultat hörend genießt...und nett, dass Jones nicht rumlabert, sondern an einer Stelle, wo konkret nachgefragt wird, wie er eben eine Gewebekalotte zum klingen bringen kann, er auch genau sagt, an welchen Stellen hier angesetzt wird! Chapeau!

Geschriebene reviews zur Elac gibt es hier: http://noaudiophile.com/ELAC_UB5/
und hier: http://www.theabsolutesound.com/article ... b5/?page=2

Wer unbedingt (für einen dann allerdings passiven) Lautsprecher so viel ausgeben will wie für eine KEF LS 50 wireless kann sich ab dem zweiten Quartal 2017 übrigens auch an einer neuen Andrew Jones Konstruktion erfreuen: https://www.cnet.com/products/elac-adan ... b/preview/
http://www.stereophile.com/content/ces- ... rIjz28K.97
http://www.avsforum.com/best-of-ces-ela ... rew-jones/

Die kleine Adante mit 16,5 cm Chassis wird US $ 2.500,-- / Paar kosten...und vermutlich recht gut sein...

Immer nur das Beste,

Thorsten

PS:....mein Gott, jetzt, wo ich mir das noch mal durchlese...... das klingt ja, als würde ich von Elac bezahlt.....stimmt aber nicht.

PPS: Lautsprecher, die wirklich gut sind, muss man meiner Meinung nach eigentlich selber bauen (lassen).....diese benötigen dann Breitbänder (wegen der deutlich geringeren mechanischen Verluste), eine Gehäuselose Konstruktion und Dipol-Subwoofer...

PPPS: Andrew Jones macht aber bestimmt einen ziemlich guten Industrie-Lautsprecher...und Mini-Monitore haben ja zumindest für das Nahfeld auch ihre Berechtigung
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Beitragvon Vangogh » 15.03.2017, 07:31

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Beitragvon Ichhöreaktiv » 22.03.2017, 08:18

Hallo Jungs . Wow
Da sind wir ja mal gespannt
Die Grobi Videos kenne ich schon
Bekannter von mir hat die jetzt zu Hause Stehen
Und ist begeistert .
Werde da in den nächsten Wochen mal vorbei fahren und mir die mal im vergleich zu meinen Neumänner anhören.
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Beitragvon Zwodoppelvier » 22.03.2017, 09:26

Hallo Thorsten,

mit etwas Zeitverzögerung, da ich nicht alle Themen immer zeitnah mitbekomme: Vielen Dank für Deinen Hinweis auf die kompakten Elac!

Auch wenn wir hier im ah- Forum sind, freue ich mich über solche interessanten/vielversprechenden Passivkonstruktionen, bieten sie doch die Möglichkeit, den Part der ansteuernden Verstärkerelektronik selbst nach Gusto zu gestalten.
Bin halt Röhrenliebhaber - und irgendwann wird auch wieder ein Eigenbau-Projekt in Angriff genommen werden können.

Beste Grüße
Eberhard
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Beitragvon dietert » 22.03.2017, 09:43

Hallo miteinander,

wenn die Klirrmessungen von "AUDIO" korrekt sind, haben die Dinger bei 100 Hz einen Klirr von mindestens 3 % (schwarze Kurven 85dB, zwischen Pegel und Klirr etwa 30 dB abgelesen). D.h. Verwendung eigentlich nur mit Subwoofer sinnvoll (mindestens 2.1). Das weiß man auch schon, dass bei Koaxen ein zusätzlicher Tieftöner den Hub der äußeren Membran reduzieren hilft, was sich positiv auf den Hochton auswirkt.

Der Klirrschrieb geht auch nur bis 5 KHz. Vermutlich wird damit die Membranresonanz der Kalotte bei 30 KHz versteckt, die man sonst bei 6 KHz und bei 10 KHz als erhöhten Klirr sehen würde. Es heißt dann zwar "Das hört keiner", aber mein Fazit wäre: Noch nicht ganz optimal.

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon totti1965 » 14.04.2017, 17:29

Liebe Testgläubigen,
in Heft 05/2017 hat auch stereoplay die Kef LS 50 wireless besprochen.

Es gab eine Highlight-Auszeichnung!

Sicher markiert die Kef LS 50 das in dieser Größe Machbare, aber es stimmt schon: ein maximaler Schalldruck von 91,5 dB ist jetzt nicht allzuviel und die Lautsprecher, die bis 60 Hz runterkommen haben im Oberbassbereich jenseits von 80 dB dann doch leicht erhöhte Verzerrungen.

Frequenzgang ist erwartungsgemäss zwischen 60 Hz und 20 kHz geradezu sensationell ausgewogen und die Abbildung dürfte dank Koax Prinzip auch toll sein...

56 Klangpunkte, die sich wie folgt verteilen:

1. Natürlichkeit 14
2. Feinauflösung 12
3. Grenzdynamik 7
4. Bassqualität 9
5. Abbildung 14

Als Nestbeschmutzer in einem Aktivforum darf ich mir vielleicht noch erlauben, neben den amerikanischen Elacs von Andrew Jones auch auf die Nubert NuVero 60 hinzuweisen. Die kostet EUR 1.570 / Paar, ist passiv und hat noch ein Klangpünktchen mehr ergattert. Ich konnte sie bei einem Freund in Bonn hören und muss sagen: Hat verdammt -im besten Sinne (!) nach Monitor geklungen! Furztrocken, Völlig unverphast, sauber, tiefreichend auch ohne Woofer!

Wenige Tage später konnte ich eine Geithain RL 901K bei Stefan erleben. Natürlich noch mal was ganz anderes - Studiotechnik am Limit sozusagen - aber die Richtung bei der Nubert stimmt.
Wer also etwas mehr Platz hat (und nicht selberbauen möchte), möge auch die Nubert in die engere Wahl ziehen: 7 dB mehr Maximalpegel, mehr als eine halbe Oktave tieferreichend, Frequenzgang ebenfalls glatt wie ein Strich, im oberen Bassbereich minimal weniger Verzerrungen als die Kef LS 50 wireless - erstaunlich, dass das mit passiver Technik möglich ist.

Natürlich hat die NuVero 60 nicht ganz die perfekte Abbildung, wie eine Kef LS 50 wireless oder eine Geithain...

http://www.nubert.de/downloads/test-201 ... eoplay.pdf

Zusammen mit gebrauchten SAC Igel Monoblöcken (Stromgegengekoppelt und sauschnell) für vielleicht EUR 500,-- kommt man meiner Meinung nach klanglich -bei Verzicht auf gleich in die Lautsprecher eingebautes Netzwerk (braucht man doch ehrlicherweise höchstens in der Küche, oder?) - ein bisschen weiter als mit der Kef...

Eines sollte aber klar sein: Wer die LS 50 wireless mit (am Besten schnellen Dipol-) Subwoofern betreiben kann und sie unterhalb von etwa 120 Hz entlastet, könnte sehr sehr sehr glücklich mit diesen kleinen Lautsprecherjuwelen werden! Vielleicht ja eine LS 3/5a des 21. Jahrhunderts...die Maße stimmen schon mal!

Immer nur das Beste,

Thorsten
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Beitragvon beltane » 14.04.2017, 21:45

Hallo Thomas,

120 Hz als Highpass könnte aufgrund Ortbarkeit der Bassfrequenzen ggf. zu hoch sein. Ich würde eher bei ca. 80 Hz trennen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Hans-Martin » 14.04.2017, 21:53

Hallo,
ich würde 2 breiter aufgestellte Subwoofer bevorzugen, Trennfrequenz dann eventuell auch höher
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon beltane » 15.04.2017, 09:28

Hallo Hans-Martin,

als generelle Empfehlung kann ich die Nutzung von 2 Subwoofer nur bestätigen - damit mag dann auch aufgrund der besseren räumlichen Verteilung die Trennfrequenz höher einstellbar sein, ohne zur Ortung der tiefen Frequenzen zu führen.

Nutze bei mir am Hauptwohnsitz 2 x SVS SB 12 NSD und am Zweitwohnsitz 1 x SVS SB 13 Ultra. Obwohl der 13er eigentlich hochwertiger ist, klingen die zwei 12er ausgewogener im Bassbereich.....

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Hans-Martin » 15.04.2017, 09:35

beltane hat geschrieben:damit mag dann auch aufgrund der besseren räumlichen Verteilung die Trennfrequenz höher einstellbar sein, ohne zur Ortung der tiefen Frequenzen zu führen.
Hallo Frank,
da bin ich bei dir, allerdings meinst du vermutlich ohne zur Ortung der tiefen Woofer zu führen, denn die Ortung der Grundtöne in der Musik wird besser.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Jahresprogramm » 15.04.2017, 12:19

Hallo,

ich trenne meine KEF LS50 bei 150Hz. Den Rest machen meine beiden IQ 300T. Wenn ich nochmal einmesse, will ich weiter oben trennen 180Hz sind anvisiert.

Gruß
Alex
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Beitragvon beltane » 15.04.2017, 13:06

Hans-Martin hat geschrieben:Hallo Frank,
da bin ich bei dir, allerdings meinst du vermutlich ohne zur Ortung der tiefen Woofer zu führen, denn die Ortung der Grundtöne in der Musik wird besser.
Grüße Hans-Martin


Hallo Hans-Martin,

genau wie von Dir beschrieben meinte ich es - Du hast es wesentlich passender und genauer ausgedrückt als ich.

Viele Grüße

Frank
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