Abacus C-Box 4

Diskussion über aktive Schallwandler

Abacus C-Box 4

Beitragvon Hanno » 03.02.2017, 16:38

Liebe Freunde,

es gibt etwas Neues im Hause ABACUS, ich erlaube mir, dazu einfach von der Website zu zitieren:

Abacus hat geschrieben:Die kleine C-Box 3 und auch das Vorgängermodell wissen stets aufs Neue ihre Zuhörer durch ihr erwachsenes Klangbild zu beeindrucken. Während in Nahfeldanwendungen und Zweitanlagen auch der Pegel meistens völlig ausreichte, gab es in "ausgewachsenen" Anwendungen hin und wieder doch den Wunsch nach ein bisschen "mehr", gerade weil die C-Box eigentlich dazu verleitet, ihr auch ausgewachsene Hörsituationen zuzumuten.

Im neuen Modell kommt dieselbe Elektronik zum Einsatz, mit einer leicht angepassten Abstimmung. Durch das etwas größere Volumen und den 14cm Tiefmitteltöner geht die 4er noch etwas tiefer runter und klingt dadurch noch etwas erwachsener, kann aber obendrein auch noch etwas lauter.

Der Hochtöner ist im Prinzip der gleiche, nur mit einer großen Frontplatte, wodurch sich optisch ein harmonisches Bild ergibt. Abgesehen davon ist er auch noch etwas tiefer ankoppelbar. Der Mittel-Hochton-Bereich ist dadurch bei beiden Modellen quasi identisch.

Wenn die Testphase mit der Nullserie erwartungsgemäß erfolgreich verläuft und die Materialbeschaffung keine Verzögerung bringt, wird die C-Box 4 vorraussichtlich Mitte April in Serie gehen und € 790,-/Paar kosten.

Und hier noch ein erstes Foto und eine Grafik, um die Größe zu veranschaulichen:

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In Nordenham kann die große Kleine ab sofort probegehört werden.

Viele Grüße und schönes Wochenende
Hanno
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Beitragvon TheJoker » 03.02.2017, 16:51

Stelle mich zum Testen bereit...
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Beitragvon Thomas K. » 04.02.2017, 12:14

Wenn es nur nicht so weit wäre bis nach Nordenham, würde ich Montag auf der Matte stehen.

Liebe Grüße
Thomas
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Beitragvon iKorbinian » 04.02.2017, 21:52

Wenn ihr Tester sucht bin ich natürlich auch am Start ;)
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Beitragvon Zwodoppelvier » 04.02.2017, 23:21

Hallo Hanno,
Mitleser,

interessant bzl. beschallbarem Raumvolumen ist jetzt sicher, welche Fläche der Konus hat.
Ist es korrekt, daß die C4 hier einer A-Box5 entspricht, oder liegt sie gar etwas darüber?

Auf jeden Fall eine gute Alternative für Anwender, die - aus welchen Gründen auch immer - ihre Kette, oder zumindest die Boxen, AD/DA-Wandler-frei halten möchten.

Beste Grüße
Eberhard
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Beitragvon Hanno » 06.02.2017, 11:08

Hallo Eberhart und alle anderen,

die effektive, abstrahlende Fläche bei der C-Box 4 beträgt 93cm². Bei der A-Box 5 sind es tatsächlich nur 74cm². Dafür ist der lineare Hub bei der A-Box 5 größer, was auch Sinn macht, denn die A-Box 5 geht ja doch noch rund eine Oktave tiefer runter. Das zu realisieren bedarf aber auch einer aufwendigeren Entzerrung per DSP und auch das doppelt so starke Netzteil trägt hier seinen Teil bei.

Die C-Box 4 bedient sich zur Realisierung des etwas erwachseneren Klangbildes eben „nur“ eines doppelt so großen Gehäuses und einer fast doppelt so großen Membranfläche - bei der C-Box 3 sind es nämlich 54cm². Die dadurch erreichbare Dimension an „mehr“ ist aber tatsächlich beachtlich.

Der Charme der C-Box-Elektronik liegt in beiden Fällen ja vor allem in der simplen Signalverarbeitung, bei der die Frequenzweichenfilter (ausgeführt als Multiple Feedback Filter 2ter Ordnung), direkt in der Verstärkergegenkopplung realisiert werden. Das geht, weil die Lautsprecher natürlich sehr klein sind, aber die Chassis auch allesamt in sehr weiten Bereichen gutmütig spielen. Ein AMT, wie er ja in 95% der verkauften A-Boxen zum Einsatz kommt lässt sich da nicht so einfach einbinden.

Viele Grüße und einen guten Wochenstart
Hanno
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Beitragvon Bernd Peter » 06.02.2017, 11:25

Hallo Hanno,

sag mal, auf was schaust du so eindringlich in deinem Avatar?

Das Ding hat ja durchaus Ähnlichkeit mit einem Gebrauchsgegenstand, den ich in der HiFi Technik allerdings bisher noch nicht eingebaut vorgefunden habe.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon seth » 06.02.2017, 15:56

Es besteht also kein dringender Handlungsbedarf, meine aktuelle A-Box 5 AMT auf meinem Schreibtisch,
durch die neuen C-Box 4 zu ersetzen...? :wink:
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Beitragvon Flacmann » 07.02.2017, 08:55

Für mich als Fan der C-Box 3 als Wohnzimmer-Hauptlautsprecher ist das eine spannende Entwicklung!
Ich hätte ja eher mit einem kleinen C-Subwoofer gerechnet, den ich mir so als 20-cm-Würfel vorgestellt hatte, und der nicht unbedingt viel tiefer spielt als die C-Boxen, diese dafür aber in der unteren Oktave entlasten könnte. Aber das wäre vielleicht technisch gar nicht sinnvoll realisierbar?
Wie auch immer, eigentlich gefällt mir die Idee mit der etwas größeren und potenteren C-Box 4 sogar noch besser! Wird denn trotz des breiteren Gehäuses die phänomenale Räumlichkeit der C-Box 3 erhalten bleiben?

Grüße
Karsten
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Beitragvon Vittorio » 10.02.2017, 22:21

Hallo zusammen,

Zwodoppelvier hat geschrieben:Auf jeden Fall eine gute Alternative für Anwender, die - aus welchen Gründen auch immer - ihre Kette, oder zumindest die Boxen, AD/DA-Wandler-frei halten möchten.


Gerade aus diesem Grund entsteht bei mir der Wunsch, die neuste Kreation von Abacus in meinem privaten Umfeld anzuhören. Ebenfalls von der Größe her scheint mir die C-Box 4 passend zu sein. Ich möchte meine Küchenkette mit den Boxen ausstatten, die keinen unnötigen AD/DA-Wandlung beinhalten. Von daher freue ich mich über die Weiterentwicklung von Abacus.

Ich akzeptiere zwar andere Meinung, möchte mir aber mein lieb gewonnenes Analogsignal dadurch nicht versauen lassen.

Beste Grüße
Vittorio
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Beitragvon lessingapo » 10.02.2017, 23:53

Hallo Viktor!
Good point! :mrgreen:
Du bekommst meine C2 und ich die C4
(unsere Küche ist grösser...)
Grüsse :cheers:
Wolfgang
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Beitragvon LenZen » 20.03.2017, 19:36

Hallo zusammen,

am Wochenende hatte ich ausgiebig Gelegenheit die Abacus C-Box 4 in meinen heimischen vier Wänden zu testen.

Ich kenne die C-Box 3 recht gut, bis auf die Größe der Tieftöner / Gehäuse, mit dementsprechender Abstimmung, ist die C-Box 4 identisch aufgebaut.

Das Fazit kann ich schon einmal vorweg nehmen. Das Ansinnen, der C-Box mit dieser scheinbar simplen Massnahme, zusätzlich zu den vorhandenen Qualitäten, mehr Autorität zu verleihen, ist meiner Meinung nach voll aufgegangen.

Beim hören mit meinen C-Box 3 habe ich schon einige Male im Nahfeld und speziell bei elektronischer Musik fasziniert beobachtet zu welch extremen Hüben die Membrane gezwungen werden, gern auch schon bei Zimmerlautstärke.

Dieses Phänomen war bei der C-Box 4 unter gleichen Bedingungen so gut wie nicht mehr zu beobachten, selbst bei gehobener Lautstärke sieht das deutlich entspannter aus wenn man sie bei der Arbeit beobachtet.

Genau so schlägt sich das auch im Klanglichen nieder. Alles klingt doch ein gutes Stück erwachsener, voller, unangestrengter. Gerade elektronische Musik, mit Titeln bei denen man bei der C-Box 3 Angst hatte sie würde die Tieftöner jeden Moment ganz raus pusten, bewältigt die C-Box 4 ziemlich problemlos und mit richtig Substanz im Tiefton.

Die C-Box 3 habe ich eine ganze Weile im 2m-Stereodreieck genutzt, das hat mir zwar gefallen, aber ich wurde das Gefühl nie los, dass sie schon an ihren Grenzen arbeiten muss, in meinem 15qm Hörraum, ohne Subwoofer.

Die C-Box 4 hat so viel mehr Dynamikreserven, dass ich es meinen Nachbarn nicht zumuten wollte das voll auszuloten. Details im Klangbild allgemein gewinnen an Substanz, die C-Box 3 spielte mir im 2m-Dreieck hin und wieder etwas „zu dünn”.

Groß ist auch der Unterschied in der reinen Bassfülle. Die C-Box 4 bleibt eine Abacus, dementsprechend schlank bleibt auch der Tiefton. Wo die C-Box 3 die unteren Gefilde aber eher nur angedeutet hat, malt die C-Box 4 vergleichsweise richtig fette Striche.

Natürlich ist auch die C-Box 4 kein Bassmonster, sie ist ja immer noch eine sehr kompakter und dazu geschlossener Lautsprecher. Im Gegensatz zur C-Box 3 hat mir für meinen kleinen Hörraum aber nichts mehr gefehlt.

Gerade für elektronische Musik habe ich Interessenten, trotz des beeindruckenden Tiefgangs, bis dato gern an Genelec verwiesen. Die Genelec G Two hat mir da viel Spass gemacht, „aufreissen bis zum Anschlag” war kein Problem mit einer Menge Punch, im Vergleich zur C-Box 3 in dieser Hinsicht klar im Vorteil. Mit der C-Box 4, die immer noch weniger kostet als die Genelec, sieht das allerdings anders aus. Die neu gewonnene Souveränität der C-Box 4 im Tiefton, gepaart mit gut einer Oktave mehr Tiefgang, mir hat meine Electronica-Sammlung selten mehr Spass gemacht.

Wo ich auch neugierig war, leidet ev. die Nahfeld-Performance unter dem größeren Format? Absolut nicht, nein. Die C-Box 4 übernimmt alle mir vertrauten Qualitäten der C-Box 3 und steigert diese eher noch. Mein Dreieck hatte etwa 1.20m, noch näher habe ich nicht ausprobiert.

An anderer Stelle habe ich es bereits geschrieben, auch die Auflösungsfähigkeit hat mich überrascht. Die C-Box 3 hatte ich bis dato an preiswerterem Equipment gehört, zum Teil direkt an ein Macbook angeschlossen oder z.B. gepaart mit dem iFi iDSD Micro. Für den Test spielten die C-Box 4 an meinem Teac UD-503, und der Gewinn an Auflösung war deutlich. Wenn das Budget es hergibt kann ich also nur dazu raten die C-Boxen gemeinsam mit wertigen Komponenten zu nutzen, man verschenkt sonst einiges an Qualität.

Ich habe mich viele Stunden quer durch alle Genres gehört und keine Musik gefunden die die C-Box 4 überfordert hätte. Gerade aber Klassik ist wirklich ein Fest.

Schlussendlich darf ich noch feststellen, dass mir das neue Format ausgesprochen gut gefällt. Nicht mehr so arg winzig, trotzdem noch sehr kompakt und etwas schlanker von den Proportionen her.

Ich finde nach wie vor, dass die C-Boxen von Abacus ausgesprochen günstig eingepreist wurden, gemessen an dem was sie zu leisten im Stand sind. Wirkliche Konkurrenz was Vollbereichs-Lautsprecher im Taschenformat angeht, ist schon Mangelware, noch mehr aber in diesen Preisgefilden. Das soll jedoch keinesfalls eine Aufforderung darstellen etwas an dieser Preisgestaltung zu ändern.

Ich befürchte man konnte es schon zwischen den Zeilen lesen: Ich bin begeistert.

Beste Grüße, Jens
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Beitragvon Vangogh » 20.03.2017, 21:07

Hallo Jens,

danke für deinen ausführlichen Bericht. :cheers:

Ist dachte dass die C-Box 4 erst Ende April, Anfang Mai verfügbar ist? Wie kommst's?

Viele Grüße
Sven
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Beitragvon LenZen » 20.03.2017, 22:47

Hallo Sven,

das mit der Verfügbarkeit wahrscheinlich ab Mai ist richtig. So wie es aussieht muss man sich bei Kaufinteresse noch etwas gedulden.

Netterweise durfte mich aber eines der Prototypen-Pärchen besuchen.

Beste Grüße, Jens
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Beitragvon Geppard » 20.03.2017, 22:51

Hallo LenZen,

danke für deinen Bericht. Das liest sich für mich höchst interessant, suche ich doch für meinen iMac etwas, das meine C-Box 2 im Bassbereich aufwertet, ohne am iTunes-EQ rumschrauben zu müssen. Die C4 könnte vielleicht genau das sein, was zu mir passt. Wobei ich mich ja doch arg in den Formfaktor der C2/C3 verliebt habe. Ich hatte ja mal die nuPro 100 zum Vergleich da und ich fand sie neben dem iMac ja schon recht wuchtig. Die C4 haben ja ähnliche Maße, sind allerdings auch viel ansehnlicher. ;-)

Was mich aber bei vielen Beschreibungen zu den C2/C3 stutzig macht ist die Aussage, dass sie in den Tiefen ordentlich was leisten, du spricht von Hüben. Bezieht sich diese Aussage auf die neutrale Wiedergabe oder regelt ihr mit einem Verstärker, DSP oder softwaremäßig noch nach? Du hast die C3 ja auch direkt ans MacBook angeschlossen. War da in den Tiefen ein deutlicher Unterschied zu hören im Vergleich zum iDSD/Teac? Es wäre bei mir ja nicht auszuschließen, dass einfach der iMac-Ausgang zu wenig Bass liefert. Glaube ich zwar nicht, weil's direkt vom iPhone gleich dünn klingt.

Und nenn mir doch mal ein paar Titel, wo du Angst hattest, dass die Tieftöner aus den C3 rauspusten.Vielleicht höre ich auch nur die falsche Musik.:wink:

Viele Grüße

Geppard
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