Mehr Klangvolumen für die Abacus C-Box 2

Diskussion über aktive Schallwandler

Mehr Klangvolumen für die Abacus C-Box 2

Beitragvon Geppard » 20.03.2017, 00:01

Verehrte Musikgenießer,

wie in meiner Vorstellung schon geschrieben, habe ich ein kleines Setup aus Abacus C-Box 2 mit A-Bass 10. Alles steht recht eng beisammen und in einer Linie; somit kommt der Subwoofer in meiner kleinen Wohnung nicht wirklich zur Geltung. Zumal ich ihn aus Respekt vor Mitbewohnern und Nachbarn auch nicht wirklich ausreizen kann. Aber deswegen habe ich mir den A-Bass auch eigentlich nicht gekauft.

Die C-Box klang mir von Beginn an ohne zusätzliche Klangregelung einfach zu dünn. Klar, die tiefen Töne verschluckt die Box nicht (wie einst meine Bose), aber es fehlte mir an Volumen, Wärme und selbst bei hoher Lautstärke an Wumms. Ich dachte, ich kann mich an diese (angeblich) neutrale Wiedergabe gewöhnen, bin aber dann wohl doch Bose-und PA gestört. :D

Statt am Klang herumzufummeln und etwas zu bekommen, was von den Künstlern so nicht gedacht war, spendierte ich den C-Boxen und natürlich auch mir selbst ;-) mit dem A-Bass das nötige bzw. fehlende Volumen. Ich habe Abende an den Potis verbracht, um einen guten Kompromiss zu finden,doch ich fand ihn nicht. Entweder war der Bass zu aufdringlich oder zu dezent. Irgendwas fehlte, ich wusste aber nicht, was.

Als dann nach einem Umzug der A-Bass noch nicht ausgepackt war, begnügte ich mich alleine mit den C-Boxen und fing an, mit Software-EQs rumzuspielen. Mit großem Erstaunen bekam ich den Klang von dem ich zu lesen geglaubt habe und den ich bis dato auch mit dem A-Bass vermisste. Plötzlich füllte sich was zwischen dem druckvollem Tiefbass und den Mitten. Der Klang war nun insgesamt druckvoll und warm und irgendwie auch bei Stücken voluminös, die nicht so tief heruntergehen, etwa bei reiner Klaviermusik.

Nun weiß ich, was mir fehlt und ich versuche seit einiger Zeit, das mit dem A-Bass nachzubauen, um wieder vom Software-EQ herunterzukommen. Doch entweder bleibt es zwischen Bass und Mitten dünn oder der Subwoofer wird dominant und ortbar.

Es scheint mir so, als könnte ich sogar ohne den A-Bass auskommen und frage mich nun, wie ich das am besten hinbekomme. Die C-Boxen haben offenbar mehr Potenzial als mein iMac und mein iPhone unverändert ausgeben. Die Software-Lösung ist für mich nicht ideal, weil ich am iPhone nicht so regeln kann, wie ich will. Zudem denke ich, dass ich damit Frequenzen verliere, vielleicht auch einfach nur, weil die Software (Boom 2 ohne Klangverbesserer) schlechte Algorithmen verwendet. Ob das tatsächlich so ist, könnt ihr mir vermutlich sagen. Folgende Fragen stell ich mir:

  • Würde ich mit einem Wechsel auf die C-Box 3 was gewinnen?
  • Rein interessehalber: wäre die C-Box 4 vielleicht das, wonach ich suche (wenn auch gefühlt zu groß)?
  • Gibt es sowas wie kompakte (aber nicht billig wirkende) passive Equalizer, die ich einfach in den Kabelweg einbinde und bei denen ich denn einfach MItten und Höhen etwas absenke und dann die gesamte Lautstärke anhebe? Außer einem Bausatz habe ich bislang nichts gefunden, vielleicht auch, weil ich den falschen Suchbegriff verwende.
  • Vielleicht ist ja doch ein externer DAC was für mich. Ich vermute mal ohne EQ wird sich dann nicht viel für mich ändern. Gibt's kompakte (und ansehnliche) DAC mit EQ? Auch hier finde ich nicht viel, meist Kopfhörerverstärker mit nur einem Regler.
  • Der Bassregler meiner C-Box hat für mich kaum hörbare Wirkung. Könnte man den evtl. irgendwie pimpen, dass er dem Bass stärker anhebt?

Hier noch meine EQ-Einstellung, die sich für mich gut anhört:
32 Hz -> +4 dB
63 Hz -> +3,5 dB
125 Hz -> +2,6 dB
250 Hz -> +1,4 dB
(Die ganze Kurve habe ich dann um -2 dB herabgesenkt, weil ich mir einbilde, damit so wenig Informationen wie möglich zu verlieren).

Für sachdienliche Hinweise wäre ich euch sehr dankbar. Und sorry, dass ich mich wieder Mal nicht kurzfassen konnte. :D

Viele Grüße

Greppard
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Geppard
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Beitragvon freezebox » 20.03.2017, 07:09

Hallo Greppard,

Wenn Du den Klang (und Pegel?) mit den C-Boxen und EQ schon einmal so hattest wie gewünscht, würde ich mich nach einem EQ umsehen. Ich kenne die Einstellmöglichkeiten vom A-Bass nicht, aber evtl. hast Du ein Modenproblem oder etwas mit der Phase zw. Bass und Satelliten stimmt nicht.

Für beide Fälle hilft ein digitaler EQ. Hier fallen mir folgende 3 Modelle ein:

- Audaphon DSP 24 (analoger und Coax SPDIF Eingang)
- mini DSP (analoger Eingang)
- mini DSP HD (analoger und Toslink Eingang)

Alle DSP haben 4 Ausgänge und Du könntest damit die Frequenzweiche zw. Satellit und Sub mit Delay und Steilheit anpassen und zudem die C-Box untenrum entlasten, oder ganz ohne sub nur die C-Box nach Belieben einstellen.

Grüße,
Jörn
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Beitragvon lukivision » 20.03.2017, 08:41

Hi,

Willkommen im Club! Im Club derer, die sich trauen, vom Weg der "puren" Wiedergabe, einer Wiedergabe, die jede Klangregelung verabscheut, abzuweichen. Sei pragmatisch, glaub Deinen Ohren, freu Dich, wenn es gut klingt! Ich war vollends bekehrt, als ich die segensreichen Wirkungen einer digitalen Raumkorrektur erfahren habe. Von meiner theoretisch erdachten Zielkurve ist wenig übergeblieben. Vielleicht führt das auch bei Dir zu einem neuen Aha-Erlebnis. Ich besitze keine Apple-Geräte, aber Du solltest sicher eine geeignete App finden, die den Klang verbessern und nicht verschlimmbessern.

Luki
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Beitragvon shakti » 20.03.2017, 09:40

vielleicht ist da ja mein Blickwinkel falsch, aber koennte man nicht eine klanglich passende Anlage aufbauen, die ohne Abacus C2 auskommt, dafuer aber einen emotional involvierenden Klang bietet?
Ich persoenlich mag die Effekte von Equalizern nicht so, da diese zumeist die Raeumlichkeit und Konturenschaerfe begrenzen, da koennte ein nicht am Studio Monitor orientierter Lautsprecher eine Alternative sein.

gruss
Juergen
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Beitragvon lessingapo » 20.03.2017, 10:08

Lieber Jürgen,

lese gerne Deine Beschreibungen - in diesem Fall ist Dein Blickwinkei offensichtlich kein Hörwinkel ... die C2 macht im Nahfeld, so wie hier der Fall, richtig Spass, von Sterilität keine Spur .Für Geppard kann die C4 die richtige Wahl sein.

Viele Grüsse
Wolfgang
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Beitragvon Geppard » 20.03.2017, 11:00

Hallo und vielen Danke für eure Antworten.

diese miniDSP sind ja interessant (Juhu, keine Display :wink:). Sehe ich das richtig, dass die ein extra Netzteil benötigen und ihren Strom nicht per USB beziehen? Und was bedeutet das, dass sie kein Bassmanagement haben? Funktioniert beim Direktbetrieb per USB dann noch die Lautstärkeregelung am Mac? Bei Toslink nicht, das weiß ich, bei USB soll's ja vereinzelt gehen (zum Beispiel DragonFly DAC).

@Juergen: Gibt es denn optisch vergleichbare Alternativen zur C-Box? Wichtig ist mir, dass kein Display mein Zimmer erstrahlt oder ein fettes Logo die Front versaut. Ich will auch nicht mit einer weiteren Fernbedienung hantieren müssen wie bei den NuPro.

Beste Grüße

Geppard
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Beitragvon Zwodoppelvier » 20.03.2017, 11:51

Hallo Geppard,

die C2 ist schon ein ausgesprochener Nahfeld-Lautsprecher. Habe die selbst einmal eine kurze Zeit im Wohnzimmer betrieben - bei z.B. 2m Abstand und mehr hat es aus meiner Sicht keinen Sinn. Man muß bedenken, daß der kleine Konus einfach nur endlich viel Luft bewegen kann, egal wie kräftig man die unteren Register aufbrezelt.

Die Lösung Deines Problems läuft damit auf die Frage hinaus, wie groß der Raum und der typische Hörabstand sind und ob eine größere C-Box hier nicht tatsächlich die zielführendere Entscheidung wäre.

Viele Grüße
Eberhard

Am Rande nur: selbst solche Kleinboxen, wie die LS3/5A sind trotz ihres gemäß Frequenzgang-Diagramm geringeren Tiefgangs eine andere Hausnummer. Für kleine Hörräume immer noch eine meiner favorisierten Lösungen - Kleinboxen dieser Kategorie in Verbindung mit einer kleinen, feinen Röhre...
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Beitragvon freezebox » 20.03.2017, 12:36

Hallo Geppard,

Für die mini-DSPs gibt es unterschiedliche SW, die Dir entweder mehr Peak EQ Filter oder eine Frequenzweichen-Funktion für eine Subwoofer -Anbindung mit Kanaladdition ermöglichen (so genau kenne ich die Unterschiede allerdings nicht - besitze selbst keines).

Die Lautstärke kann nicht ohne weiteres m mini DSP geregelt werden, und könnte dann zwecks Bedienbarkeit vor dem DSP erfolgen. Analog ist das natürlich nicht die Beste Wahl, wg. Auflösungsverlusten bei der Digitalisierung. Digital rein wäre daher am besten.

Grüße,
Jörn
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Beitragvon shakti » 20.03.2017, 12:50

@Geppard
mir gefallen im Nahfeld z.B. die C5 oder C8 von KSdigital ganz gut:

http://studio.ksdigital.de/de/produkte/ ... -tiny.html

Gruss
Juergen
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Beitragvon freezebox » 20.03.2017, 14:42

..einen hab ich noch:

https://www.reckhorn.com/pages/frequenzweichen/dsp-6-digitale-frequenzweiche/bildergalerie-vom-dsp-6.php


sogar mit Lautstärkeregler und Digitaleingang, und ohne Display! :wink:
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Beitragvon stumcm » 20.03.2017, 14:50

Hallo Geppard,

ich hatte bereits das Vergnügen die C-Box 4 auch in einem Wohnzimmer hören zu können. Ich finde, sie ist eine klasse Kompaktbox und keineswegs "zu groß". Klar ist sie etwas größer als die C-Box 3, aber definitiv nicht "wuchtig". Klanglich bewegt sie sich natürlich in ähnlichen Bereichen wie die 3er, jedoch geht deutlich mehr Pegel und im Tiefton-/Tiefmitteltonbereich ist das alles noch runder, präziser. Ich bin mir absolut sicher, dass die Kombination C-Box 4 mit A-Bass 10 eine schöne, vor allem auch ausgewachsene Lösung (für deine Hörsituation) wäre.

Leider verzögert sich die Serienfertigung etwas, jedoch ist es diese Wartezeit aus meiner Sicht absolut wert.

Gruß
Stefan
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Beitragvon Geppard » 20.03.2017, 18:04

Hallo und nochmals vielen Dank, dass ihr euch meiner so ausführlich annehmt,

Hanno hat mir mittlerweile die C4 zum Testen angeboten. Das werde ich auf jeden Fall machen. Ich bin gespannt, ob sie vielleicht den A-Bass 10 für mich überflüssig machen. Wäre mir lieb. Ist schon ein großer Brocken und er frisst vergleichsweise viel Strom.

@Juergen: Danke für deinen Vorschlag von KSdigital. Mich sprechen die Boxen optisch leider überhaupt nicht an, eher das Gegenteil – sprich, ich finde sie richtig hässlich. :D Aber ist ja auch Geschmacksache.

@Jörn: Danke für deine Erklärungen zum miniDSP. Bei der Lautstärkeregelung ging es mir um die direkte Steuerung des DAC mit den Lautstärketasten auf der Mac-Tastatur, so wie es beim DragonFly funktionieren soll. Der DSP 6 erscheint mir übrigens überdimensioniert. Ich habe ja schon Aktivboxen, die für sich nicht unerheblich viel Strom "verbrauchen". Da zieht mir das Teil dann wohl zu viel Leistung aus der Dose für ein Potenzial das ich nie auskosten werde.

@Zwodoppelvier: Ich kann mit den Ohren ganz nah rang gehen, der Bass wird kaum druckvoller bzw. nicht so wie ich ihn erwarte. Einzig zwischen Box und Wand schwebt etwas mehr Bass. Ich habe auch schon mal den für mich unpraktikablen Ratschlag befolgt und die Boxen weit von der Wand entfernt. Da tut sich basstechnisch nichts. Allerdings frage ich mich, warum Wandhalterungen verkauft werden, wenn Boxen doch bitteschön nicht an die Wand gehören. :) Mit etwas Bassanhebung beschallen die kleinen Boxen meine 13 Quadratmeter ja mit ausreichend Volumen, das Potenzial ist also vorhanden.

Viele Grüße

Geppard
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Beitragvon LenZen » 23.03.2017, 23:09

Hallo Geppard,

wenn ich es richtig verstanden habe sitzt Du eher selten im Nahfeld direkt vor den C-Box 2, beispielsweise in einem Dreieck von vielleicht einem Meter. Aus größerer Entfernung verlieren die Kleinen etwas von ihrem „Charme”. Wie Eberhard schon meinte, die Qualitäten liegen eindeutig im Nahfeld, da geht die Sonne erst richtig auf.

In der Theorie sollte der Unterschied zur C-Box 2 recht groß ausfallen, bin gespannt wie Du im Vergleich dazu die C-Box 4 wahrnimmst wenn Du sie bei Dir zu Hause ausprobierst.

Ich kann anhand Deiner Beschreibung nicht so genau nachvollziehen wie Du Deine Boxen aufgestellt hast. Wenn Du Dich aber schon für so qualitiv hochwertige Schallwandler wie die Abacusse interessierst und entscheidest, lohnt vielleicht doch die Überlegung sie auch vernünftig (unter den „klassischen” Gesichtspunkten) aufzustellen, auch wenn im ersten Moment für Dich etwas dagegen sprechen sollte. Das Gehirn hinter den Ohren ist auf ein bisschen Hilfe angewiesen damit eine letztlich überzeugende Klang-Illusion aus Stereo-Lautsprechern entstehen kann. Die Mühe lohnt sich, denn nur so können gute Lautsprecher auch ihr volles Potential entfalten. Nur so ein Gedanke...

Zum Thema EQ, abgesehen davon, dass ich selbst nicht unbedingt der Klangverbieger bin, kann ich Dir auch nur raten Deinen Ohren zu trauen. Wichtig ist doch, dass Dir das Musik hören Spass macht und nicht der möglichst am Lineal gezogene Frequenzgang. Als Tipp für eine iPhone-App mit sehr variablem EQ kann ich Dir den „Onkyo HF Player” empfehlen, der tut bei mir schon eine ganze Zeit lang gute Dienste.

Beste Grüße, Jens
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