Basshorn- Projekt

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon Hornguru » 18.10.2017, 22:44

Hallo Simon

Ist Fakt ab lamda/4 setzt es ein. Natürlich erst ab Lambda/2 voll. Wenns darüber noch mehr zunimmt liegts an zusätzlicher Kompression (Hals kleiner als Membran).

Bei obigem Horn muss man aber wie typisch im Bass noch Mund x 8 multiplizieren da in Raumecke...

Die 60cm Mittelton Hörner die du meinst (wie Jabo 72) würden da ab 140Hz langsam anfangen ja. Bzw das heißt dann Cutoff. Da geht man mind 1 Oktave drüber für den gemütlichen Heimgebrauch, bzw zwei für PA.
Da weil der Treiber keinen Hub macht etwas kritischer.

Sogesehen muss man ein Klipsch-Eckhorn bei ca 150Hz schon Hochpassfiltern ja :) wenn man einen Kompressionstreiber hätte. Oder höhere Ansprüche.

Gruß
Josh
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Beitragvon phase_accurate » 19.10.2017, 10:32

Hallo Simon

Mit dem Bandpass Horn Prinzip sollte es eben gerade möglich sein, kompakte BASS Hörner zu bauen. Also nix von erst ab 100 Hz - oder meinst Du von 100 Hz an abwärts ?

Gruss

Charles
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Beitragvon phase_accurate » 19.10.2017, 14:57

Ich hatte noch im Hinterkopf, dass es einmal im JAES einen Bericht gab, wo ein solches Horn von Turbosound verwendet wurde, um die Genauigkeit von Hornsimulationen mit Messungen zu vergleichen. Ich habe dann den Bericht gesucht und sogar gefunden.
Das Resultat war, dass das Bandpass Horn untenrum eher wie ein Reflexspeaker arbeitet und gegenüber einem gleich grossen "normalen" Horn in etwa 10 dB mehr Pegel macht. Der Titel des Papers lautete "Analysis of a Folded Horn". Autor: Andrew Bright.

Gruss

Charles
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Beitragvon airmotionisearlotion » 19.10.2017, 17:14

FoLLgoTT hat geschrieben:Hallo Heiner,
heifisch hat geschrieben:Das stimmt so nicht. Ein tapped Horn schafft 2 Oktaven. Ja, es sollte dann aber tief anfangen. Z.B. 20Hz bis 80Hz. So wohnraumfreundlich ist das mit keinem anderen Horn möglich. Man kann sich fragen,ob es wirklich ein Horn ist.


Muss man nicht. Die Antwort ist klar: mit den kleinen Mündern der üblichen gefalteten Hörnern, arbeiten sie praktisch als reine Transmissionlines, also Lambda/4-Resonatoren mit all den fröhlichen Resonanzen. :wink:

Gruß
Nils

....dem stimme ich 100% zu.
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Beitragvon airmotionisearlotion » 19.10.2017, 17:40

.... Oh gott-o- gott,
jetzt bin ich echt verunsichert. Ich wollte ich hätte schon mal ein paar Basshörner gebaut und eigene Erfahrung gesammelt. Hab viel gelesen die letzten Tage - auch hier im Forum gibts/gab es ja auch schon ettliche Basshornansätze (Sigi). Offenbar gibts doch etliche Parameter, die ich bisher nicht wirklich berücksichtigt habe (Vas - Treiber, Hornlänge/-Mund,...). Ich bin gerade dabei, meine Pläne wieder zu ändern :x ... muss irgendwie einen größeren Hornmund hinbekommen. Da nehm ich dann eher eine Faltung mehr in Kauf.
Sorry aber von der "Kammer" bin ich noch nicht überzeugt. Das ist für mich dann einfach kein richtiges Horn mehr. Es ist mir schon klar, dass ohne Kammer die Treiber richtig stark belastet werden. Aber die Beymas sind gewaltige Teile ,- die sind für ganz andere Dinge gemacht. AUßerdem brauch ich mir im Endausbau mit 2 Hörnern (4 Treiber) auch nicht wirklich Gedanken um den Schalldruck zu machen.
Übrigens, ist schon klar, warum sich BL-Hörner im PA-Bereich nicht durchgesetzt haben - eben aus Belastungsgründen .
Übrigens 2: Mit dem Hinweis auf Turbosound habt ihr mich auch auf eine Idee zum Bereich 80- 800 Hz gebracht: Bei Turbosound haben sie ja auch die Horn-Flares für 10 zöller erfunden (Druckkammertreiber in groß sozusagen -> TSM -Serie) . Sicher gehen die aber auch nicht bis 80 Hz ....
Mal sehen...
Ich weiß, ich bin euch noch den (bisherigen) Plan schuldig... ich mach mich mal dran...
Grüße
Thomas
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Beitragvon airmotionisearlotion » 19.10.2017, 18:28

hier der Link zu meinem ersten Entwurf.
EIgentlich eine super einfache Konstruktion - vielleicht zu einfach !?!?!
Das Horn ist 210 cm hoch 100cm breit und 80cm tief .
Bitte um Kommentare

Grüße
Thomas

https://www.dropbox.com/s/6y7x3ikkogz2s ... 1.jpg?dl=0
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Beitragvon airmotionisearlotion » 19.10.2017, 21:23

... die seitlichen dotted Linien sollen Ausschnitte an den Seiten sein, um kontinuierlich den Hornmund auch noch seitlich am Ende zu erweitern bzw. zu öffnen. Macht das Sinn?
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Beitragvon lukivision » 20.10.2017, 10:14

Hallo Thomas,

kennst Du die Baupläne von Herrn Möller? Wenn nicht, schau mal rein, vielleicht findest Du ein paar Anregungen...

http://www.hm-moreart.de/1.htm

Luki
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Beitragvon chriss0212 » 21.10.2017, 10:02

Hallo Luki

Vielen Dank für den Link. Interessante Bausätze. Leider kann ich bis zum Selbstbau nicht beurteilen, ob seine Ansätze gut oder schlecht sind. Aber wenn man Berichte von Leuten findet die von ihm etwas gebaut haben, sind die durchweg positiv.

Interessant: es gibt sehr viele, die seine Konstruktionen niedermachen... in den meisten Fällen, ohne sie je gehört zu haben. Komischer Ansatz. Auch, dass man Herrn Möller oft finanzielle Interessen vorwirft... Er verkauft seine Baupläne für 10!!!!!!!! Euro.

Manchmal schon ne komische Welt in der wir leben ;)

Hast Du von ihm schon mal was gehört? Ich finde die Schalmei Sat in Kombi mit dem Alphorn interessant.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon lukivision » 21.10.2017, 21:17

Hallo Chris,

ja, ich hab schon was von ihm gehört. Ich hab mir so kurz vor der Jahrtausendwende (komisch, das zu schreiben) ein gebrauchtes Pärchen Manger Schallwandler gekauft und mangels Geld und weil ich die Idee genial fand, einen Lautsprecher, der komplett ohne Elektronik und mit nur einem Chassis Musik spielt, zu bauen, genau so ein Ding gebaut. Eine Basstuba nach Möller, speziell auf die MSW abgestimmt.

Ich habe sie bis vergangenen Sommer gehört, sehr zufrieden gehört, dann aber wegen ihrer Größe nach einem Umzug durch ein Paar ebenfalls selbst gebaute, aktiv angetriebene Zeroboxen ersetzt.

Ich bin überzeugt, daß Möller weiß, was er tut auch wenn es nicht der reinen Lehre entspricht. Er ist ein Pragmatiker. Seine neuen Konzepte, z.B. Schalmeien, habe ich aber noch nicht gehört.

Luki
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Beitragvon Jake52 » 22.10.2017, 10:28

Hallo Luki und Chris,

ihr redet bestimmt davon:

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Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon lukivision » 22.10.2017, 12:51

Genau, allerdings ist das Original ohne die Scheibe. Mit Scheibe klingts allerdings in meinem Raum etwas präziser.


Luki
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Beitragvon chriss0212 » 23.10.2017, 10:19

Hallo Luki,

wird der Manger dann wirklich als Breitbänder eingesetzt? Bin etwas verwundert. Früher wurde der Manger ja um die 180Hz eingekoppelt... mittlerweile sogar glaube ich erst ab 300Hz... Ist das gut, wenn der Manger wirklich auch den Bass abdecken muss? Klar: durch das Horn kaum mehr Hub... aber geht das gut?

Habe übrigens zwei Trumpet Sat's in der Bucht ersteigert ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon lukivision » 23.10.2017, 10:56

Das Ist ja gerade der Gag: der Manger und dieses Gehäuse machen alles alleine! Von der sichtbaren Membranbewegung ausgehend wundert man sich, wie wenig Kraft aufgewendet werden muß. Der Manger kam bei mir selten"aus der Puste". Das Horn spielt nur bis 150 Hz mit, mit ca. 20dB Abfall darüber. Per Raumkorrektur und Equalizer hat mir wenig gefehlt - etwas mehr Tiefbass vielleicht, so unterhalb von 40/35 Hz war nix mehr. Ich weiß, daß die Leute, die das noch nicht gehört haben, nicht glauben, das stört mich aber nicht. Ich glaube nämlich nicht, ich weiß es. Ich habe es jahrelang gehört. Und es war gut. :D

Leider gibts kaum Leute, ich kenne nur noch noch zwei, die wie ich aus Erfahrung sprechen und nicht aufgrund theoretischer Überlegungen.

Luki
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Beitragvon Hans-Martin » 23.10.2017, 12:00

Luki,
ich habe in den 1990ern in einem Hotelzimmer die HM Basstuba von Herrn Möller persönlich vorgeführt bekommen, auch eine Version mit dem German Physiks Walsh-Treiber, die jeweils daneben stand. Es war kein besonders breiter Raum, und ehrlich gesagt, haben mich beide klanglich nicht angesprochen.
Ich erinnere mich noch an die Enge, die Seitenwände waren recht nahe*, vermutlich sogar mit unterschiedlichen* Abständen vom omnidirektionalen Walsh, daran erinnere ich mich nur noch vage.
Aber eine Sache war für mich unstreitig: die Basswiedergabe entsprach meinen Erwartungen von einem Horn dieser Größe, ich hatte in den 1980ern selbst backloaded Basshörner mit 8" Coral Breitbändern nach Fostex-Plänen gebaut, für Parties habe ich heute noch Hörner mit E-Voice 12" Breitbändern, unterstützt von Piezo-Hochtonhörnern.
Die Schallwandvergrößerung** vorn hat einen immensen Vorteil für den Breitbänder, man kann auch eine konkave Form wählen. Ich würde auch unbedingt einwinkeln**.
Alle Aspekte mit *Asterix bzw. ohne Maßnahme (**) mögen dazu beigetragen haben, dass meine Bewertung der Mittel-Hochtonwiedergabe der beiden HM Lautsprecher von dieser Präsentation so negativ ausfiel.
Aber der Bass entlockte mir ein "erstaunlich", was ich vom MSW nicht erwartet hatte.
Grüße Hans-Martin
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