Lautsprecherempfehlung (mal wieder das Thema)

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon Thomas K. » 02.01.2018, 16:19

OK Holger,

jetzt mal ganz ehrlich, die wichtigste Voraussetzung hast Du ja schon mal, eine gute symetrische Aufstellung.
Wenn Dir jetzt im Sweetspot Räumlichkeit fehlt, möchte ich fast vermuten, daß Du in Deinem alten Hörraum eine Pseudoräumlichkeit durch einen höheren Diffusschallanteil hattest. Da sollten zwar Hörner besser sein als breiter strahlende Lautsprecher, aber auszuschließen ist das nicht. Beim Bass verhält es sich vermutlich so, daß Du in einem Druckmaximum sitzt. Nimm mal Deine Genußhörposition ein, und rücke den Hörsessel sukzessive nach hinten.

Ich würde empfehlen, erst mal eine Eingewöhnungsphase im neuen Raum abzuwarten. Und ganz klar, ein Lautsprechertausch wäre rausgeschmissenes Geld.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon StreamFidelity » 02.01.2018, 16:39

Hallo Holger,

wie auch immer das bei Dir ausgeht: Optisch ist das jetzt schon ein Hochgenuss! :cheers:

Grüße

Gabriel
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Beitragvon Holger D » 02.01.2018, 17:07

,@Gabriel
Ja, danke, bei mir hört das Auge auch immer ein bisschen mit :oops:

Ich lasse Eure Ratschläge etwas sacken und werde nichts überstürzen.

VG
Holger
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Beitragvon Jupiter » 02.01.2018, 17:19

Hallo Holger,

Optisch erstmal klasse, dein Raum läßt einiges an Bearbeitung zu, bist du dazu bereit?

Falls ja, könntest du oder hast du jemand im Bekanntenkreis der eine Messung anfertigen könnte.

Amplitudenfrequenzgang, Nachhallkurve, ETC damit könnte wir dann etwas konkreter werden.

Für den Anfang wäre ein Deckensegel aus Basotect ein erster Schritt.

Beim Bauhaus gibt es Rockwool Sonorock Pakete mit 4 cm starken Platten, 12Stück in einem Paket.
Davon könntest du je zwei Stück hochkant in die Frontecken stellen und hören bei Nichtgefallen einfach wieder zurück bringen.

Der Nachhall kann sich damit schon merklich reduzieren, mit weißem Akustikstoff umbaut kann sich das auch gut integrierten.

Wie bereits erwähnt eine Messung wäre hilfreich.

Gruß Harald
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Beitragvon Holger D » 02.01.2018, 17:40

In der 2. Januarhäfte kommt ein „altes Schlachtross“ aus der Hifi-Szene auf ein Glas Wein vorbei.
Er hat den Raum noch nicht gesehen / gehört, mal sehen was er so meint.

Aber der Hörraum ist auch nebenbei das Wohnzimmer :lol:
(Basstraps und Segel sind also nicht drin)
Wenn sich die Frage „ Wohnkultur vs. Hörkultur „ stellt, dann ...
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Beitragvon Jupiter » 02.01.2018, 17:47

Hallo Holger
Wohnzimmer und Hörzimmer tja das ist ein Spagat, da bin ich bei Dir, das ist auch mein Problem.

Wenn jedoch Deckensegel und Eckabsober nicht in Frage kommen, dann wird’s schwer.

Ich frag mal andersrum, zu was wärst du denn bereit ?

Gruß Harald
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Beitragvon Holger D » 02.01.2018, 18:27

Kann ich nicht konkret sagen.

Variationen in der Aufstellung, vielleicht noch ein Regal - viel mehr wohl nicht.

Man wünscht sich immer, was man nicht hat. Ich höre seit 10 Jahren Hörner.
Hörner haben halt auch ihre Schwächen, damit meine ich nicht Verfärbungen, aber Hörner neigen dazu die Bühne eher in die Breite als in die Tiefe zu zeichnen. Hier ist ein guter Kompakt-LS im Vorteil. Dem fehlt es wiederum im Bereich zwischen 60 und 20 Hz, ein Bereich, der für die Raumwahrnehmung des Aufnahmerraumes (Konzertsaal) wesentlich ist.

Ein LS, der beides abdeckt ist (für mich) nicht bezahlbar. Eine AudioMachina (CRM + CRS) wäre die Lösung - da sind wir dann auch bei 25K :cry:

VG
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Beitragvon nemu » 02.01.2018, 18:54

Hallo Holger,

ja das Problem akustische Maßnahmen vs gemütliches Wohnzimmer kenne ich auch.

Wenn Du bereit wärst einige Zentimeter Raum an der Kopfseite, also hinter den Bosen zu opfern könnte man z.B. ein Trockenbauwand mit Rigips- Schlitz- bzw. Lochplatten bauen, Dämmaterial dahinter und die Front tapezieren. Das bringt schon mal eine ganze Menge und stört überhaupt nicht. Das geht natürlich auch mit den anderen Wänden, oder nur Wandbereichen und natürlich auch der Decke.

Ansonsten sind auch großflächige Bücherregale - ideal komplette Wand / Wände - zu empfehlen. „Bücherwurm“ und „Musik-Hörer“ passt gut zusammen.

Auch ein größerer Teppich könnte noch ein wenig helfen. Deiner sieht auf den Bild ja recht schmal aus.

Gruß Stephan
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Beitragvon Boromier » 02.01.2018, 19:25

Hallo Holger,

ich empfehle genau wie schon Thomas K. die Raumkorrektur mit Acourate.

Da der Altair ja auch Roon fähig ist hast du an dieser Stelle die Möglichkeit die benötigten Filter in Roon
einzubinden und mit deinem vorhandenen Equipment weiter zu hören.

Du benötigst lediglich noch einen kleinen Rechner (z.B. Intel NUC) und hängst die HDD dann an den Rechner.
Dieser Rechner kann dann auch in einem anderen Raum stehen und stört dann nicht, dieser muss lediglich ind Netzwerk eingebunden werden. Der Rechner läuft dann mit ROON ROCK auf Linux Basis.
Und die Bedienung via Roon wird auch immer besser :)

1. Beide Filter erstellen (lassen)
2. Filter in Roon einbinden

Wäre doch einen Versuch wert.

Gruß
Thomas
und Grüße an Thomas K.
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Beitragvon Holger D » 02.01.2018, 19:33

Ja, Thomas,

dass sind für einen Wohnbereich akzeptable Maßnahmen.

Da wir erst im Dezember 2016 renoviert haben und eingezogen sind, ist die Hemmschwelle (hört sich besser an als Faulheit :oops:, noch ausgeprägt.

Aber das ist wohl der richtige Weg

Gruß
Holger
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Beitragvon Zwodoppelvier » 02.01.2018, 19:47

Hallo Holger,

die Forenkollegen liegen sicher richtig mit ihrem Rat, den Raum etwas zu behandeln und mittlels Korrektursystem weiterzuarbeiten. So würde ich ebenfalls vorgehen.

Dennoch möchte ich eine Überlegung in den Faden spinnen, die dem Titel eher entspricht.
Meiner Erfahrung nach gibt es eine Gruppe von Lautsprechern, die etwas mehr dafür prädestiniert scheinen, nicht nur in der eigentlichen Hörplatzumgebung bestens zu funktionieren, sondern auch abseits/im Nebenraum.

Es handelt sich konkret um aktiv-geregelte Boxen, bei denen ich das so wahrgenommen habe - und auch von anderen Hörern hier und dort ähnliche Eindrücke aufschnappen konnte. Ein Grund könnte die ausgesprochene Klarheit in der Wiedergabe sein, welche die Durchhörbarkeit des Musikgeschehens auch nebenbei und bei sehr reduziertem Pegel ermöglicht, sogar bei gleichzeitig laufender Unterhaltung.

Vielleicht hat jemand aber auch andere Erfahrungen - oder kann obige bestätigen und eine andere/bessere Erklärung liefern :?

Viele Grüße
Eberhard

P.S. Ich habe es ja gut: meine Frau und ich sind beide Liebhaber vieler Bücher im Wohnzimmer.
Aber selbst in diesem Umfeld mit großen Regalen sehe ich die Lösung Aktivbox (geregelt) + Korrektursystem quasi als Königsweg, gerade weil mir eine unauffällige Integration der Musik in die Möblierung wichtig ist.
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Beitragvon Holger D » 02.01.2018, 20:14

Hallo Eberhard,

den Eindruck, das aktiv geregelte LS für meine Situation eine mögliche Lösung sind habe ich auch, deshalb habe ich diesen Thread eröffnet. Wobei ich muss mich auf „nur“ aktiv reduzieren muss/will.

Ich habe mit aktiven LS wenig Erfahrung. Was ich aber feststellen konnte, im Vergleich war die aktive Extreme 3 deutlich besser als ihre passive Schwester + der zugehörige Verstärker von Progressive Audio. Allerdings war mir die Extreme zu kühl.

Ich kenne den Markt der aktiven LS nicht sonderlich. Hier in Dortmund und Umgebung ist die Möglichkeit der Hörtests nicht gegeben. Die Anzahl der Hifi-Studios ist arg geschrumpft und aktive LS sind nicht im Angebot.

Gruß
Holger
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Beitragvon beltane » 02.01.2018, 22:18

Hallo Holger,

aktive Lautsprecher kannst Du Dir in relativer Nähe zu Deinem Wohnort anhören bei:

1. Köln

Pirol - Schanks Audio, Silbersand, ältere B&M Modelle, Abacus, Genelec und Merovinger.
J. Krings - AGM, Silbersand, ältere B&M Modelle.

2. Essen

C. Zingel - ATC, Grimm Audio, Silbersand, Schanks Audio, Audiograde.

3. Euskirchen

Sprint Service GmbH - B&M.

Da sollte probehören möglich sein - ob die Reglung alleine dazu führt, dass Du Deine Anforderungen erfüllen kannst, wage ich allerdings zu bezweifeln. Bei B&M Lautsprechern könntest Du allerdings in gewissem Umfang ebenso wie bei Merovinger im Lautsprecher dsp basierte Anpassungen an Deine Raumsituation vornehmen lassen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Tinitus » 02.01.2018, 23:02

Hallo,

nachdem ich schon ein paar mal zu Ralph Gottlob (Pirol) wollte, wir beide aber wie die sprichwörtlichen Königskinder sind, die nicht zueinander kommen können, ich aber mal dem BM Mythos mal in Ohrenschein nehmen wollte, bin ich dann zu Johannes Krings. Was habe ich da erlebt/gehört? Johannes Krings führt mit niedrigpreigen Quellen und wie er selbst sagt dünnen Käbelchen vor, ich ergänze, Lautsprecherpaare von denen die meisten deutlich suboptimal aufgestellt waren. Angefangen von Nano über BM4, BM8, BM12 (V-FET und Prozessorgeneration), BM14 bis zu AGM 3.3 (linker und rechter LS vetauscht). Was habe ich für mich mitgenommen? Das An- und Ausklingen von Tönen ist mit diesen geregelten LS auf sehr hohem Niveau, gleichzeitig ist es erstaunlich wie gut Musik bei suboptimaler Hörposition klingen kann, das können meine Orkane ganz sicherlich nicht. Insofern wäre das vielleicht eine Lösung (für mich aber ultimo ratio regis). Ich würde zunächst versuchen mirt meinen vertrauten und für gut befundenen LS eine zfriedenstellende Lösung zu finden. Wenn raumakustische Maßnahmen nicht oder nur sehr begrenzt ergriffen werden können, führt an Sitzplatzkorrektur mittels DRC meiner Meinung nach kein Weg vorbei, wenn es an zwei versciedenen Hörpositionen (wenn auch mit unterschiedlicher Zielrichtung) klingen soll.

Gutes Gelingen

Gruß

Uwe

PS Was die klassichen BM bei nahezu optimaler Aufstellung können, weiß ich immer noch nicht
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Beitragvon propwash » 03.01.2018, 08:54

Moin Holger,

egal wie es ausgeht: Es wird entweder teuer oder ein langer Weg.

Wenn Du wenig anfassen möchtest würde ich Dir zu erst zu Filtern über Roon im Altair raten.
Acourate bringt die meisten Ketten in den von Dir geforderten Disziplinen am deutlichsten nach vorne.
Das messen und Filter erstellen kannst Du zur Not extern beauftragen.

Wenn Dich das gehörte jedoch neugierig gemacht hat:
Teste einmal die Verdächtigen in Ruhe durch: AGM, B&M, eventuell eine große Geithain.

Das wird Dir wunderbare Hörerlebnisse bringen. Aber um Tests zuhause wirst Du kaum herumkommen.

Ich vermute jedoch, das Du Dich an den verändertern Klang herantasten musst.

Und der für Dich richtige (aktive) Lautsprecher spielt tatsächlich auch im Nebenzimmer/ im 2. Hörbereich sehr viel klarer und prägnanter als von Dir bisher gekannt.

Viel Spaß auf der Suche!

Thorsten

PS: Es wäre ein Jammer um die wunderschönen Hörner :roll:
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