Harry Belafonte - My Song (Autobiographie)

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen

Harry Belafonte - My Song (Autobiographie)

Beitragvon Amati » 08.03.2012, 18:53

Liebe Musikfreunde!

Musikempfehlung ist es keine, aber das würde bei H. Belafonte auch "Eulen nach Athen tragen" bedeuten.
Vielmehr möchte ich Euch seine Autobiographie ans Herz liegen, die gerade in deutscher Sprache erschienen ist.

Ich hoffe es ist hier richtig plaziert, ich fand keinen anderen Platz, den ich für geeignet hielt.

Als kleinen Appetitanreger hier ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom letzten Wochenende dazu.

Ich verneige mich voller Demut vor so einem Lebenswerk. Wirklich lesenswert und man staunt, welche Menschen in seinem Leben auftauchen.

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Peter

Edit: Ich habe das anschließende Vollzitat aus der Süddeutschen herausgenommen. Ich bitte um Verständnis.
Rudolf
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Beitragvon delorentzi » 09.03.2012, 08:02

Hi,

nachdem ich die Zeitungsnotiz schon als sehr langatmig und vorweg greifend (fast schon so wie eine wiki Filmbeschreibung, wo man sich anschliessend fragt ... öäh den Film kenne ich ja jetzt.), frage ich mich ob das Buch intertessant oder dröge langatmig und ermüdend ist.

Ich habe noch nie eine Biografie gelesen. Ich lese eigentlich immer nur Krimis oder Kommödien.

Ich werde auf jeden Fall mal in den nächsten Wochen eine Buchhandlung aufsuchen und mal reinlesen.

Danke für die Info.

Grüße,
Thomas
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Beitragvon Amati » 09.03.2012, 08:18

Hallo Thomas,
das war ja kein Appell das Buch zu kaufen.Es war ja lediglich ein Hinweis an Interessierte, es wird ja niemand gezwungen.
Ich habe Rudolf daher auch schon gebeten den langatmigen Text wieder rauszunehmen.
Ich wiederum habe noch nie einen Krimi und schon gar keine Komödie gelesen :mrgreen:
Die Menschen sind eben verschieden.

Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 09.03.2012, 10:32

ARD 11.3. (Sonntagabend): unter TTT kommt ein Bericht zu Harry Belafonte und seinem Buch
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Urs » 13.03.2017, 21:42

Da HARRY ja kürzlich seinen 90. Geburtstag feierte - Happy Birthday, Harry !! - erlaube ich mir, diesen Thread nochmals aufzuwärmen.

Ich hab obiges Buch auch gelesen: Mein ursprünglicher Kauf-Grund war eigentlich etwas über Calypso & Musik aus der Karibik zu erfahren….und landete mitten in einem spannenden „Polit-Krimi“, der Harry als Sozialen Revolutionär und Agitator (?) porträtierte. Bilder mit den „Kennedy Brothers“, Marin Luther King und anderen Polit-Grössen aus jener Zeit waren - und sind - herrliche Zeitdokumente.
https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Bel ... Engagement

Eine meiner Lieblings-Platten (neben der fast obligatorischen „Carnegie Hall“ ) ist diese, mit Miriam Makeba
https://en.wikipedia.org/wiki/An_Evenin ... nte/Makeba

mein persönliches Highlight : "My Angel", besser bekannt als „Malaika“, ein herrliches Duett mit Harry & Miriam

Gruss

Urs
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Beitragvon Hans-Martin » 13.03.2017, 22:13

Hallo Urs,
Harry berichtete, dass er vom Sicherheitsdienst wegen seiner Hautfarbe nicht in den Konzertsaal gelassen wurde, worauf das weiße Publikum nervös auf den Protagonisten wartete.
Heutzutage ist das für uns schwer vorstellbar, aber ein Trumpeltier braucht Feindbilder und wer weiß, vielleicht haben die Amis die Mexikaner, wie die Türken die Kurden und wir ...?
Harry hat ein großes Lebenswerk hinter sich, aber ich bezweifle, dass er mit seinen damaligen Songs heute noch die Aufmerksamkeit bekommen würde, die damals das Vakuum füllten: nach Fernsucht, nach Exotik, nach Unterhaltung. Heute haben wir über 50 Fernsehprogramme, können jeden Ort der Erde kurzfristig per Flieger erreichen, weitgehend noch bezahlbar. Das Internet schafft weltweite Kontakte, wo früher Funkamateure aufwändige Antennen zu ihren teuren Sende-Empfängern spannen mussten, reicht heute ein Handy.
Zumindest der Wunsch nach Frieden und die Bereitschaft zur Versöhnung waren damals offenbar größer. Ob Harry die neueren Entwicklungen in den USA schon berücksichtigt hat?
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Urs » 13.03.2017, 22:34

Hans-Martin,

Du hast wohl - bzw, leider ? - recht, dass Harry heute musikalisch weder sehr populär wäre, noch einen politischen Einfluss hätte.

Dafür dürfen WIR - eher "älteren Semester" - noch immer in seiner herrlichen Musik schwelgen :wink: :wink:

Urs
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Beitragvon Horse Tea » 14.03.2017, 23:28

Hallo zusammen,

Harry B. war ein sehr politischer Mensch. Ich empfehle sehr in diesem Zusammenhang auch den Reisebericht des polnisch-deutsch-israelisch-amerikanischen Autors Tuvia Tenenboom "Allein unter Amerikanern" zu lesen, der über eine Reise durch die USA während der Vorwahlkampagne zur letzten Präsidentenwahl, also Anfang 2016 geschrieben wurde (Taschenbuch). Dort wird die USA als ein immernoch stark rassistisches Land beschrieben. Ich habe eigene USA Erfahrung und keinen Zweifel an diesem Urteil. Dagegen hat Harry gekämpft und das darf auch beim Hören seiner Musik nicht ganz ausgeklammert werden.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Horse Tea
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