Die besten elektronischen Musik-Alben

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen

Beitragvon Vittorio » 11.03.2014, 00:28

Hi Thomas,

ob die Scheiben der Schweizer weitestgehend belanglos oder richtungsprägend sind, mag ich nicht so recht beurteilen, dafür kenne ich diese Musikrichtung nicht ausreichend. Was ich aber mag, ist die Malias Stimme und zwar auf keinem Fall Live (da sind immer "falsche" Boxen im Spiel), sonder in einem akustisch präparierten Raum bei fein ausbalancierter Anlage. Wenn sie noch dabei mit der "korrekten" Musik begleitet wird, um so besser ...

Was die "High-End-Kreise" und deren Begeisterung angeht, kann man sich echt spaßig austoben - gehört aber nicht in dieses Thread. Für mich gilt allgemein als unmöglich, eine Anlage anhand synthetisch erzeugter Musik zu beurteilen. Es gibt keine Referenz - was richtig und was falsch ist ...

music is my escape hat geschrieben:Die oben genannte "Convergence" habe ich mir übrigens dennoch bereits vor einiger Zeit geholt, bin bisher allerdings noch nicht zum Reinhören gekommen.


Das finde ich es lustig! Bei mir gibt es auch ausreichend solche "Phantom-Scheiben", wo man nicht wirklich weiß, was drauf ist. Es fehlt einfach die Zeit dafür ...

Liebe Grüße
Vittorio

:cheers:
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Beitragvon gregor » 19.12.2014, 23:26

Gehört hier rein - und dieser thread belebt:
DJ Koze Reincarnations Part 2:

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durchaus audiophil (trotz Kompression).

Beste Grüße
gregor
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Beitragvon deepsekaj » 20.12.2014, 11:51

Habe dieses Album bisher nicht gesehen, deswegen mein Anspieltipp:

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reinhören:

http://www.amazon.de/Nine-Worlds-Achillea/dp/B0009XT87Y/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1419072257&sr=8-1&keywords=achillea+the+nine

Info:
Zwei außergewöhnliche Künstler dänischer Abstammung haben sich zusammengetan, um ihren Wurzeln in der Kultur der Wikinger nachzuspüren und diese in eine neue musikalische Perspektive zu setzen:
Jens Gad, 1966 als Sohn dänischer Eltern in München geboren, hat als Komponist und Co-Produzent wesentlich zum Welterfolg von Enigma beigetragen, jenem Projekt von Starproduzent Michael Cretu, das mit einer Reihe von Platinalben und internationalen Hits wie dem 1991er Blockbuster „Sadness“ New Age-Elemente in die Welt der Clubs einführte.
Als exzellenter Gitarrist, Drummer und Komponist hat Jens sein immenses künstlerisches Potenzial auch in eine Reihe anderer Projekte (z.B. Alben von Andru Donalds und Milli Vanilli) eingebracht. Heute arbeitet Jens Gad in seinem eigenen topmodernen Studio auf Ibiza.
Helene Horlyck begann ihre klassische Gesangsausbildung im zarten Alter von zehn Jahren. Seit Jahren sammelt die Sängerin, die heute in London lebt, auch Live-Erfahrungen mit improvisierter Musik.
Obwohl beide Künstler nicht mehr in Dänemark leben, teilen sie doch ein starkes Interesse für das kulturelle Erbe und die Mythologie ihrer skandinavischen Heimat. Deshalb haben sie eine komplexe musikalische Chill Out-Reise durch die traditionellen „Neun Welten der Wikingermythen“ geschaffen, die von Helenes unvergleichlich gefühlvoller Stimme und dem leidenschaftlichen Gitarrenspiel von Jens klanglich geprägt wird. Hinter jedem der Songs steckt hier eine Geschichte, immer beruhend auf skandinavischen Mythen, oft auch auf archaischer Dichtung: eine Welt, die von Sehern, Elfen, den historischen Mönchen von Lindisfarne, Runenmeistern, Riesen und Göttern wie Odin bevölkert wird. In ihr stellen Orte wie Cape Porcupine, Labrador, die Insel Sanday oder Staraja Ladoga, der erste Wikinger-Außenposten auf der Handelsroute nach Russland, geschichtlich-geographische Orientierungspunkte dar.
Jens Gad brachte all seine reiche Erfahrung als Produzent ein, um diese faszinierenden Geschichten in ebenso faszinierende Musik zu überführen: Er ermutigte Helene, stundenlang zu unterschiedlichsten Hintergrundmusiken zu improvisieren (oft auf Lateinisch oder Altschwedisch), um so eine Vielzahl ungewöhnlicher Meldodien zu kreieren – so fing er die Spontaneität ihres Gesangsstils perfekt ein und konnte anschließend die finalen Arrangements um ihren Gesang herum entwickeln. Helenes Stimme nimmt nun die Funktion eines Soloinstruments ein. Das Ergebnis ist völlig einzigartig: hochmoderne Sounds treffen nun auf archaische Melodien, sinnlich-ätherischer Gesang auf geschmackvoll-bluesige Gitarrenlinien. Entspannte sexy Grooves auf feingesponnene Klangtexturen. Die Musik von Achillea ist gleichermaßen beruhigend und stimulierend, voller Schönheit und Frieden, dabei aber auch sinnnlich und vital.
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Beitragvon sendebild » 20.12.2014, 14:34

@gregor
und alle, die ebenfalls gerne gelegentlich etwas Elektromusik um die Ohren haben.

DJ Koze - Reincarnations Part 2
the remix chapter 2009 - 2014 sieht bei mir so aus!

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...einfach gut! (als Vinyl)

https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/dj-koze-reincarnations-the-remix-chapter-part-2/hnum/5894736

Gruß
Sven
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Beitragvon Minimalisto » 12.01.2015, 19:38

Hallo zusammen,

damit dieser Thread weiter mit Leckerbissen gefüllt wird, hier meine Lieblingsalben der letzten Zeit. Ich musste natürlich in alle wieder hineinhören, während ich diesen Beitrag schrieb :cheers: .

Superflu - Heimatmelodien (2010)
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Die verwendeten Samples klingen in meinen Ohren sehr gut (Schlagzeug, Stimmen).

Anspieltipps:

Didschn
https://www.youtube.com/watch?v=e2S7XT6HH1E

Oktavlachs
https://www.youtube.com/watch?v=ox1a8HvyaQY

Vorstehendes Video finde ich sehr erfrischend gemacht :-)


Kollektiv Turmstrasse - Rebellion der Träumer (2010)
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Ein größtenteils etwas düsteres und verträumtes/nachdenkliches Album, hier das noch recht helle "Schwindelig":
https://www.youtube.com/watch?v=hpAydTFG72o

Aber auch "Heimat" und "Adio Adio" gefallen mir sehr gut.


Kollektiv Turmstrasse - Musik gewinnt Freunde Collection (2013)
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Ein "Best of"-Album mit älteren und neueren Titeln. Am besten gefällt mir immer noch nachfolgender Track, da rumpelt es wirklich im Karton! Wer seine Anlage und vor allem auch seinen Raum mal testen will, sollte hier ab Minute 1:35 aufdrehen!

Holunderbaum (Rumpel Mix)
https://www.youtube.com/watch?v=2hJf4TYQAF0

Auch ganz gut nach vorne geht
Kollektiv Turmstrasse - Disconnect Me
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Melodrama
https://www.youtube.com/watch?v=Qq1CySnOl1E


Wer unbedingt hier im Thread fehlt, ist Trentemøller. Hier stimmt sowohl Musik, als auch Aufnahme. Ich greife mal nur das folgende Album heraus:

Trentemøller - into the great wide yonder (2010)
Bild

Im nächsten Track ist meiner Meinung nach eine sehr schöne und auch mal nicht so übliche Steigerung drin (Klimax bei 5:32):

Trentemøller - The Mash And The Fury
https://www.youtube.com/watch?v=X6s3NIfiXqc

Trentemøller - Silver Surfer, Ghost Rider Go!!!
https://www.youtube.com/watch?v=Uqza3rZxqIs

Dies wären mal so die wichtigsten elektronischen, minimalistischen Alben meiner Sammlung. Daneben höre ich noch sehr gerne Nicolas Jaar und - aus meiner Jugend :D - RMB.

Viele Grüße
Christian
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Beitragvon music is my escape » 12.01.2015, 21:20

Hallo Christian,

Tolles Posting! Alle von Dir genannten Alben und erst recht die Musiker dahinter stehen bei mir seit vielen Jahren ungebrochen hoch im Kurs; schön, dass auch andere hier darauf abgehen...

Grüße,
Thomas

:)
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Beitragvon xavantes » 13.01.2015, 15:13

Hallo Ihr Beiden,

die genannten Alben bereiten auch mir oft Freude.

In diesem Zusammenhang würde mir noch Extrawelt mit "Schöne neue Extrawelt"
oder "In Aufruhr" in den Sinn kommen.

Ebenso düster wie minimalistisch...

VG
Kay
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Beitragvon Mr. Mike » 13.01.2015, 16:15

Minimalisto hat geschrieben: Daneben höre ich noch sehr gerne Nicolas Jaar ...


Hallo Christian,

Nicolas Jaar ist für mich die wichtigste Neuentdeckung der vergangengen Jahre. Vor allem die vielen Mixe (leider nur als MP3 im Internet zu finden) beeindrucken mich immer wieder. Muß mal wieder auf die Suche gehen, vielleicht gibt's wieder einen neuen Mix von ihm.

Gruß

Michael
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Beitragvon music is my escape » 14.01.2015, 10:34

Hallo an alle,

Nicolas Jaar ist wirklich einer der ganz Großen; bei ihm stimmt wirklich alles und auch die Qualität der Produktionen ist genrebezogen ziemlich weit oben angesiedelt.

Neben dem furiosen "Psychic" seines Darkside-Projekts laufen bei mir aktuell regelmäßig die von ihm präsentierten Compilations:

Trust

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und

Don't Break My Love

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Schön, dass dieser Thread hier etwas an Fahrt gewinnt! :cheers:

Grüße,
Thomas
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Beitragvon Minimalisto » 14.01.2015, 22:16

Hallo Thomas, Kay und Michael,

schön, dass wir hier einen ähnlichen Geschmack haben. Vielen Dank für die Hinweise auf Extrawelt und die Jaar-Scheiben. Beides muss ich mir unbedingt noch anhören.

Vielleicht schon eher off-topic, aber wenn Ihr Vorstehendes mögt, könnte Euch auch noch Folgendes gefallen:

Moonbeam - Nightmare Creatures EP
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Moonbeam - the bats eyes
http://www.youtube.com/watch?v=GfSMqaMnuOA



Kombinat 100 - Wege übers Land
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Kombinat 100 - Woterfitz
https://www.youtube.com/watch?v=AU7Y7nw86QU

Viel Spaß
Christian
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Beitragvon mFidelity » 15.01.2015, 08:28

Wer auf Minimal steht, sollte sich auch mal Minilogue anhören, z.B. das Album Blomma:

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https://www.youtube.com/watch?v=LY-9cGBdxNw

Ebenfalls sehr genial finde ich die Fabric-CD Reihe, benannt nach dem Club in London.
Bspw. die Fabric 64 vom genialen Guy Gerber, oder die Fabric 65 von Matthias Tanzmann (aus Leipzig). Wer Technomusik mag, kommt da nicht dran vorbei.
Die CDs sind in meinen Ohren vom Sound her brauchbar, wenn auch keine hochaudiophilen Ansprüche darüber kreisen. Die Musik steht im Focus.

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https://www.youtube.com/watch?v=IfN7ATWr4ys

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Beitragvon mFidelity » 15.01.2015, 14:54

Wer atmosphärischen Techno mag, kann auch mal bei NILS FRAHM reinhören

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https://www.youtube.com/watch?v=xih8aiacRSk
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Beitragvon mFidelity » 17.01.2015, 09:28

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Moritz von Oswald Nils Petter Molvaer - 1/1

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Carl Craig - Masterpiece
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Beitragvon tom_on_wheels » 20.01.2015, 23:30

The XX ist zwar eine sehr sehr sehr gute Band, aber die Musik ist nicht wirklich das, was man "elektronisch" kann (mal von Jamie xx an den Decks abgesehen).

Aber von den beiden Alben von The XX gibt es jede Menge Remixe auf EPs. Wer von Euch die Chance hat, da mal rein zu hören (WIMP bietet 18 Stück an, keine Ahnung, ob das alle sind - gibts bestimmt auch bei Spotify, vielleicht sogar bei Qobuz), sollte das als Freund der Elektronik mal tun.

Ich höre mich da gerade komplett durch und ich muss feststellen, dass die beiden Alben offenbar ein unerschöpflicher Quell der Kreativität sind. Die Remixer machen da total (auch klanglich) unterschiedliche neue Musik daraus, schnipseln aus den originalen Gesangsparts andere Melodien oder textliche Zusammenhänge. Nicht alles ist gut, aber da sind wirklich ein paar richtige Perlen dabei.

Nix, was man 45 Minuten hintereinander spielen kann, aber bei einer netten Playlist könnte ich in 4 Stunden mit Sicherheit insgesamt 30 Minuten oder mehr unterbringen, ohne dass irgendjemand zu viel kriegen würde.

Bisherige Anspieltipps:

Hivern Remixes
2. Reunion (Mistakes Are OK Remix)
3. Missing (Round Remix)

Jamie xx Edits
Beide Stücke.

Ich hör ich weiter durch...

Viele Grüße
Tom
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Beitragvon lpj23 » 15.05.2015, 14:07

Vermutlich schon mehrfach genannt, aber sowohl musikalisch als auch klanglich ein Leckerbissen:

Trentemöller - The Trentemöller Chronicles

Wer keine Scheu vor dem Psytrance-Bereich hat, sollte sich mal die Werke von Atmos anhören, speziell das Erstlingswerk ist zeitlos:

Atmos - Headcleaner

Daneben überzeugt in klanglicher Hinsicht mit teilweise sehr schönen räumlichen Klangelementen, dafür aber in musikalischer Hinsicht leider etwas weniger als das Erstlingswerk:

Atmos - Tour De Trance

Zu gefallen wissen auch Der Dritte Raum, im speziellen ihre Scheiben "Wellenbad" und "Raumgleiter".

Kollektiv Turmstrasse, Minilogue, Kombinat 100, Extrawelt, Modeselektor, Moderat, Apparat, Pantha Du Prince, Bonobo etc.pp. wurden ja schon alle genannt.

Etwas unbekannter sind Boards Of Canada, die aber auch sehr empfehlenswert sind.
Desweiteren Gus Gus aus Island, Marek Hemmann und noch viele andere.

Auch prima:

Dominik Eulberg - Flora & Fauna

Gruß,
Lars
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