Wagner - Ring des Nibelungen (Keilberth 1955)

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen

Wagner - Ring des Nibelungen (Keilberth 1955)

Beitragvon Melomane » 19.08.2015, 22:10

Hallo,

warum hat eigentlich noch niemand hier auf diese wundervolle Einspielung hingewiesen, hat mich die Suche gefoppt?

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Die ist doch - zu Recht! - legendär!! Die erste Stereo-Einspielung vom Grünen Hügel, 1955 von der Decca mitgeschnitten und bei Testament erstveröffentlicht. Eine sehr schöne Ensembleleistung, nicht so effektvoll-brillant wie Soltis Einspielung (der die Veröffentlichung von Keilberths Ring zum Opfer fiel), aber dennoch höchst dramatisch wie ich meine. Hier läuft gerade die erste CD des Rheingolds - sehr schön! Basta!

Bei jpc kann man vorhören:
https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail ... um/6471079

Übrigens gibt es da auch noch einen Keilberth-Ring aus dem Jahre 1953, der dürfte in Mono mitgeschnitten sein, ist dafür auch leicht billiger. ;)

Gruß

Jochen
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Beitragvon Guenni » 30.08.2015, 22:09

jetzt mal ein wenig offtopic.
Ich habe auch die Gesamteinspielung Keilberth hier. Und beim Blättern des Beiheftes bekomme ich wieder Lust mehr Schwarz/Weiss Aufnahmen zu machen!!!
Tolle Aufnahmen der Protagonisten in den Heftchen:

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Musikalisch hat Keilberth auch ein tolles Ensemble zusammen gerufen!

Kleiner Randkommentar meinerseits:
Wenn ich diese sehr minimalistischen Bühnenbilder sehe - mit einer wunderbaren Formensprache - nicht überlastet um den Fokus nicht zu sehr von einer mehr als genialen Musik fortzuleiten dann kann ich heutige Opern Regisseure nicht so ganz verstehen (vielleicht liegts wie gesagt an meiner beschränkten Auffassungsgabe) wenn sie mit sehr exaltierten Einfällen versuchen die Hauptperson des Ereignisses zu werden.
Ich habe mal einen Don Giovanni in Leipzig gesehen, (John Dew) der mit halbgefüllten Präservativen herumfuchtelnd singen musste (grausam)
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Beitragvon Melomane » 30.08.2015, 22:19

Guenni hat geschrieben:Wenn ich diese sehr minimalistischen Bühnenbilder sehe

Ja ja, die Frage ist nur: Was war originäres künstlerisches Konzept, was der finanziellen Not geschuldet.

Übrigens finde ich, dass der Stereo-Keilberth schon allein deswegen aus dokumentarischen Gründen interessant ist, weil für mein Empfinden deutlich zu hören ist, welches Tasten bei der Mikrofonierung in dieser Stereofrühzeit angesagt war, zumal in einem so ungewöhnlichen Umfeld wie dem Bayreuther Festspielhaus. Von daher kann man schon verstehen, dass Culshaw etwas anderes wollte.

Gruß

Jochen
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