DGG - Pressungsunterschiede und artgerechter Umgang?

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen

Beitragvon Hans-Martin » 22.01.2017, 23:27

P.S.
Tonabnehmer produzieren mit der horizontalen Nadelbewegung gleichphasige Signale, mit vertikalen Bewegungen gegenphasige Signale. Vertikale Störungen verbreitern also die Stereobasis, indem sie zufällige Differnzsignale zinzüfügen.
Bisher wird die Kanaltrennung eines Tonabnehmers ohne Betrachtung der Phasenlage erfasst.
Ein Riesenfehler!
Seit weit über 50 Jahren gibt es Stereoschallplatten und Stereorundfunk. Aber das Übersprechen wird meist nur nach Amplitude, nicht unter Berücksichtigung der Phasenlage interpretiert.
Da gibt es gewaltige Unterschiede, wie die Analyse einer Testschallplatte beim Kanaltrennungstrack diesbezüglich zeigt.
Und einen Einfluss auf die "Räumlichkeit".
Grüße Hans-Martin

Ich sehe gerade einen neuen Beitrag, ja das erschüttert die Audiophilen nicht.
Fakten hin oder her, wenn es doch Spaß macht...
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Beitragvon Funky » 31.01.2017, 19:18

Moin moin zusammen,

ich muss das Thema nun doch nochmals aufgreifen.

Vor mir liegt Claudio Abbados Einspielung der Brahms Symphonien. Konkret geht es um Nr. 3. Hier bin ich wie bei Holst im Besitz sowohl der englischen Pressung wie auch der deutschen (hier habe ich auch eine Club Sonderauflage - neben der Originalen). Die beiden deutschen Pressungen unterscheiden sich praktisch nicht - nur die englische (die englischen habe ich in einem Hardcover Schuber - 4 Platten mit allen 4 Symphonien, die deutschen in einer doppel LP (3 und 4) und Einzel (die 3te) vorliegen.

Die Englische ist auch hier beiden deutschen Pressungen weit überlegen, wesentlich mehr Raum - die deutsche klingt da eher nach Mono, die englische kommt auch mit mehr Biss daher, auch mehr Transparenz was den Raum zwischen den Instrumenten angeht, minimal heller , wobei das nicht ganz stimmt, es fehlt ja nichts, sondern es einfach oben herum wesentlich mehr zu hören, die Violinen sind einfach nicht muffig. Die Pressung bringt imho die dirigentische Leistung von Abbado erst richtig zu Vorschein.
Bei den deutschen Pressungen geht viel von der Dramatik und Klanggewalt verloren (auch die englische Pressung ist alles andere als audiophil, nur die Binnenstruktur ist viel leichter zu verstehen).

Also, hier bin ich klar der Meinung, dass hier eine eigene Lackfolie vom Masterband erstellt wurde - der Unterschied lässt sich nicht durch Serienstreuung erklären.

Also, ich muss doch bevor hier Zoll drauf kommt nochmals rüber zur Insel, bevor der Brexit Wirklichkeit wird.

Allen einen schönen (analogen) Abend

Funky
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