Releases: The Oscar Peterson Trio ‎– We Get Requests

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen

Releases: The Oscar Peterson Trio ‎– We Get Requests

Beitragvon llucki » 04.03.2017, 20:00

Hallo zusammen,

ein weiterer Klassiker, mit dem ich mich zuletzt in klanglicher Hinsicht etwas beschäftigt hatte, ist
The Oscar Peterson Trio ‎– We Get Requests.

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Hier ist seit längerer Zeit das digitale Release LIM K2 HD 032 von 2008 mein großer Favorit. Nicht nur wegen der geniale Einspielung, sondern insgesamt gehört diese CD zu den besten Tonträgern, die ich kenne.

Zudem habe ich auf Vinyl ein deutsches Verve-Reissue von 1980 in gutem Zustand (nicht perfekt, aber noch gut anzuhören). Das ist nicht schlecht, kommt bei der K2 HD aber nicht entfernt mit.

Um es hier nun auch genauer herauszufinden, habe ich kürzlich das Vinyl von Analogue Productions AP-8606 mit 2 x 45 Rpm bestellt. Ich hoffe, dass es nächste Woche ankommt. Ich bin sehr gespannt!

Es wäre natürlich interessant zu erfahren, was es hier noch an interessanten Releases gibt!

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon Melomane » 04.03.2017, 21:13

llucki hat geschrieben:Das ist nicht schlecht, kommt bei der K2 HD aber nicht entfernt mit.


Hallo Ludger,

im Sinn einer ertragreichen Diskussion wünschte ich mir eine genauere Ausgestaltung solcher doch recht unverbindlicher Einschätzungen. ;) Nur dann lässt sich erahnen, was denn nun diese spezielle Ausgabe so erwähnenswert in diesen Vorstellungen macht.

Viele Grüße

Jochen
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Beitragvon llucki » 04.03.2017, 22:49

Hallo Jochen,

klar, je differenzierter, desto besser. Das war jetzt allerdings eher als Auftakt für eine Diskussion gedacht. Bzw. besser gesagt: für einen Erfahrungsaustausch.

Wenn ich behaupte, dieses oder jenes Release sei super, liegt es in der Natur der Sache, dass das nicht unbedingt jeder nachvollziehen können wird. Viel mehr als den eigenen subjektiven Eindruck können wir hier kaum mitteilen. Das gilt für Details genauso wie für ein abschließendes Urteil. Daher hatte ich es abgekürzt. Zumal ich gerade in der Hauptsache mit einer Umzugsaktion innerhalb des Hauses beschäftigt bin.

Vielleicht kann ich es so zusammenfassen: einen Tonträger finde ich persönlich dann gut, wenn mir bei direkt eingespielter Musik das Gehörte glaubhaft erscheint. Wenn ich die Augen schließe und den Eindruck habe, die Musiker stünden mit ihren Instrumenten direkt vor mir im Raum, dann haben die Tontechniker nach meinem Dafürhalten ihre Arbeit gut gemacht. Und es ist der Beweis, dass das Ausgangsmaterial das Potenzial hatte.

Meine Anlage kann das problemlos darstellen, z.B. mit den an anderer Stelle besprochenen Studio Konzert LPs von Neuklang. Oder der hier genannten K2 HD CD. Mit der großen Menge der 'normalen' Releases tritt dieser Effekt nicht so deutlich auf. Aber es gibt noch eine Menge weiterer Tonträger, die es können. Einige kenne ich und will sie hier nach und nach nennen. Idealerweise natürlich frisch gehört, dann auch detailreicher. Es geht also ohnehin nur nach und nach.
Für speziell gemischte Musik wären entsprechend andere Masstäße anzulegen, mal schauen, was da in Zukunft erwähnenswert sein wird.

Ich bin sicher, dass jeder seinen Bestand an außerordentlichen Favoriten hat. Auf den bin ich immens neugierig! Eine Aussage wie: 'die ist mir besonders aufgefallen, hör dir die mal an' würde mir als erster Hinweis unter Gleichgesinnten für den Anfang genügen. Ich denke, dass ich in den meisten Fällen zuhause nachvollziehen kann, was gemeint ist.

Wenn ich etwas gerade gehört habe und Zeit zum Schreiben habe, beschreibe ich es auch gerne detaillierter.

So in etwa. Heute war es vor Allem als Auftakt gemeint.

In dieser Form hier können wir es ja jederzeit ergänzen oder diskutieren.

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon Melomane » 04.03.2017, 23:04

Hallo Ludger,

sehr schön - das ist eine Basis, mit der ich etwas anfangen kann.

Apropos glaubhaft: Dein LIM-Favorit präsentiert die Instrumente in der Tat so, dass die Illusion entsteht, sie im eigenen Raum zu haben. Die AP-LPs setzen für mein Empfinden noch eins drauf, insofern die Instrumentalisten in ihrem eigenen kohärenten Raum zu spielen scheinen, also nicht mehr "nur" bloße Instrumente präsentiert werden. Ob das nun gewollt ist oder nur Sounding durch den Tonabnehmer? Wer weiß...

Bin gespannt, was du dann zu berichten hast, wenn du die Platten auch vorliegen hast.

Viele Grüße

Jochen
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Beitragvon shakti » 04.03.2017, 23:39

habe die Standard CD, die K2 (deutlich besser) und die DOL reissue LP von 2015, die mir bereits sehr gut gefällt!

Berichte mal, was die Doppel LP so kann :-)

die Musik ist einfach klasse, macht Spass mit dieser Musik den Klangunterschieden nachzuspüren!

Gruss
Juergen
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Beitragvon Hans-Martin » 06.03.2017, 00:54

Ich unterscheide 4 digitale Versionen im CD-Format, You look Good To Me ist auf meiner LP auf der B-Seite, auf der alten CD Track 6. Dass das beliebte Stück bei späteren CD-Ausgaben an die erste Stelle rückt, also das Gesamtwerk in eine neue Reihenfolge bringt, verwundert. Dass diese Versionen sdtark dynamikkomprimiert sind, überrascht dann nicht mehr. Die FIM K2HD nimmt sich da nichts mit der anderen Ausgabe, Die K2-Version der Dire Straits Brothers in Arms war schon mit dem geringsten DR-Wert eine Enttäuschung.
Eine kritische Auseinandersetzung mit den Oscar Peterson We Get Request muss bei mir noch etwas warten. Da will ich auch noch andere Aspekte untersuchen, läuft ja nicht weg...
Grüße Hans-Martin

P.S. Verve hat ursprünglich alles invertiert
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Beitragvon Thomas K. » 19.03.2017, 13:42

llucki hat geschrieben:
. Wenn ich die Augen schließe und den Eindruck habe, die Musiker stünden mit ihren Instrumenten direkt vor mir im Raum, dann haben die Tontechniker nach meinem Dafürhalten ihre Arbeit gut gemacht. Und es ist der Beweis, dass das Ausgangsmaterial das Potenzial hatte.

Meine Anlage kann das problemlos darstellen
Ludger


Das klappt bei mir eben so wie beschrieben mit der 1997 Verve. Da gibt es nichts zu kritisieren.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon llucki » 19.03.2017, 15:29

Hallo zusammen,

die Verve 1997 werde ich mir beizeiten beschaffen, das klingt interessant!

Die letzten zwei Wochenenden habe ich meinen Hörraum verlegt, konnte daher zwischendurch nur eingeschränkt hören. Nun ist der neue so gut wie der alte! Dazu demnächst mehr in meinem V-Thread.

Mit der We Get Requests habe ich folgende neue Erfahrung gemacht:

Vorgestern kam das AP 2x45 Rpm Release aus Kanada an. Dort sind die Preise dafür nicht so stramm wie hierzulande, so dass es sich inkl. Versand lohnt. (Als Gewohnheitstier auch über Amazon, da gelten bei Marketplace-Händlern weltweit 3,- € Versandkosten je Artikel.)

In meiner persönlichen Bewertung zieht die mit meinem bisherigen Favoriten K2 HD gleich. Von der Gesamtwirkung sind sie sich recht ähnlich. Tonal sind bei der Platte die Bässe etwas fetter, bei der CD die Höhen etwas aufgezogen. Beide erfüllen meine Ansprüche souverän.

Viele Grüße
Ludger

P.S.: Im Presswerk von AP (http://www.qualityrecordpressings.com) scheint es mitunter etwas durcheinander zu gehen: in der versiegelt gelieferten Hülle ist die erste Platte von We Get Requests und die zweite Platte von Getz/Gilberto - Featuring Antonio Carlos Jobim! Auch eine erstklassige Scheibe, klar, aber die zweite Platte von We Get Requests hätte ich natürlich auch gerne. Ich habe den Händler angeschrieben und Ersatz ist bereits unterwegs. Also nochmal zwei Wochen warten. Sachen gibt's!
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Beitragvon wgh52 » 19.03.2017, 17:12

Hallo Oscar Fans!

bei Qobuz gibt es eine Downloadversion, bei der ich nicht einschätzen kann inwieweit sie ein gutes Release ist. Falls ja, würde ich das kaufen wollen. Könnt Ihr da mit Einschätzung helfen?

Die K2 HD Version scheint laut Discogs gebraucht um 45 Euro zu kosten, was ich eigentlich nicht unbedingt investieren wollte...

Danke und Grüße,
Winfried

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Beitragvon Melomane » 19.03.2017, 19:39

Hallo Winfried,

aufgrund der klanglichen Anmutung und der Titelfolge möchte ich annehmen, dass das die Vorlage für die LP-Pressung ist. Sofern sich das anhand des Streams in 44/16 beurteilen lässt.

Diese Angaben sind wie üblich ohne Gewähr. ;)

Gruß

Jochen
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Beitragvon Hans-Martin » 21.03.2017, 21:22

Hallo Oscar Peterson Fans,
hat jemand eine digitale Version von Track 7. The Girl From Ipanema, in der das Piano nicht klirrt (1:30 und wiederholt später)?
Meine erste CD klirrte hier schon in den 1980er Jahren, aber auch alle Versionen, die ich von der Festplatte streame, haben an diesen Stellen Lästigkeiten, wenn es um die höheren Töne und etwas mehr Pegel geht. Ich meine, ein verstimmtes Piano klingt anders.
Ich bin auf der Suche nach einer Erklärung. Vielleicht finde ich ja auch noch meine alte LP zum Vergleich.
Grüße Hans-Martin

P.S. http://www.allmusic.com/album/mw0000188540 zeigt die ursprüngliche Titelreihenfolge des Albums. Es ist ungewöhnlich, dass unter Beibehaltung des Albumstitels die Trackreihenfolge durcheinandergewürfelt wird.
Ray Browns Bass-Spiel in You Look Good To Me ist gewiss ein Highlight der Scheibe.
Demnach ist es wohl ein kommerzieller Aspekt, dieses Stück an den Anfang zu stellen.
Ich meine, da darf man dann auch entsprechend skeptisch solche Machwerke analysieren...
demnächst mehr.
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Hans-Martin
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Beitragvon Salvador » 22.03.2017, 11:30

Hallo Ludger,
Vielen Dank für die Empfehlung der AP-Version, sie klingt einfach traumhaft. Im Vergleich klingt die K2H-CD, ebenfalls bislang mein Favorit, zu höhenbetont. über mein allerdings auch besser als die Digitalquelle aufspielendes Analog-Setup klingt die AP-LP organischer, natürlicher, das Klavier nicht mehr glasig, die Becken zischen nicht scharf, die Klangfarben beim Bass ein Traum, bei breiterer Bühne. Einfach ein Genuss.
Überhaupt, Analogue Productions ist DIE Entdeckung für mich, ich habe jetzt schon drei Platten von denen, allesamt das Beste was ich mir nur vorstellen kann!
Für die AP-Platte wurde neu remastert von den Originalbändern, als eines von 25 Top-Verve-Alben, die K2H diente nicht als Vorlage. Auch ist hier die Trackreihenfolge korrekt.
Ray Browns Bass, Ocars Klavier, der Hammer!
Beste Grüße,
Andi
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