Mutec MC-1.2 - Bidirektionales USB-SPDIF-Interface (DDC)

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon Hans-Martin » 06.02.2015, 11:26

Zwicker hat entsprechend Die Grenzen der Hörbarkeit der Amplituden- und Frequenzmodulation von Tönen.. veröffentlicht.

Zum vergriffenen Buch Psychoakustik von E. Zwicker(1982) war eine von Zwicker und Fastl erstellte Schallplatte mit Hörbeispielen lieferbar. Auf dieser Seite sind sie noch verfügbar (in der Reihenfolge des Erscheinens auf der Seite):

http://www.mmk.e-technik.tu-muenchen.de/~tal/demos/demos_content.html#Frequenzmod hat geschrieben:Eben wahrnehmbare Frequenzmodulation; Fig. 7.21 (Darb. 14.4) [4,4 MB]

Die obere Grenze eines Tiefpaßrauschens bei 1 kHz wird mit einer Modulationsfrequenz von 4Hz periodisch hin- und herverschoben. Der doppelte Frequenzhub 2Df beträgt 70 Hz. Diese Frequenzmodulation der oberen Grenzfrequenz wird bei einem Pegel von 50 dB wahrgenommen. Mit wachsendem Pegel (50, 60, 70, 80 dB) verschwindet diese Modulation. Dieser Effekt ist überraschend, weil normalerweise angenommen wird, daß das Gehör empfindlicher wird (hier empfindlicher gegen Frequenzänderung), wenn der Pegel erhöht wird. Im vorliegenden Fall ergibt sich das Gegenteil. Der Versuch sollte mit Kopfhörern abgehört und der Abhörpegel durch Veränderung des Lautstärkereglers zusätzlich erhöht werden.

Rauhigkeit, Modulationsgrad; Fig. 11.1 (Darb. 11.1) [3,7 MB]

Die Abnahme der Rauhigkeit eines amplitudenmodulierten 1 kHz-Tones (fmod = 70 Hz, L = 70 dB) mit abnehmendem Modulationsgrad wird demonstriert. Als Modulationsgrade werden nacheinander benützt: m = 1; 0,65; 0,4; 0,25; 0,15; 0,1 und 0.

Rauhigkeit, Modulationsfrequenz; Fig. 11.2 (Darb.11.2) [3,1 MB]

Die Empfindung Rauhigkeit hängt stark von der Modulationsfrequenz ab. Für einen 1 kHz-Ton mit einem Schallpegel von 70 dB wird bei einem Modulationgrad m = 1 die Modulationsfrequenz von 10 Hz nach 20, 50, 100, 200, 400 Hz gesteigert.

Grüße Hans-Martin
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4966
Registriert: 14.06.2009, 14:45

Beitragvon Fujak » 06.02.2015, 11:43

Hallo zusammen,

weil es so gut in diesen Thread passt, habe ich mir erlaubt, den beeindruckenden Hörbericht von Gunther ("Träumerli") in seinem Vorstellungsthread vom 03./05.02. hier auszugsweise zu posten:

Träumerli hat geschrieben:Letzte Woche wars dann soweit ich entdeckte endlich das Mutec MC 1.2 Audiointerface bei Thomann. Also schnell bestellt und pünktlich zum Wochenende kam das Teilchen erdbebensicher verpackt bei mir an. Während der MC 1.2 bei Zimmertemperatur langsam sich akklimatisierte, las ich erstmal die Anleitung, den das Dinglein hat verdammt viel LEDs. Doch das wäre gar nicht notwendig gewesen, denn nachdem alle Kabel angeschlossen das Device am Mac ausgewählt war spielte die Musik direkt los.

Was da in den ersten Sekunden passierte wow. Ich hörte erst mal 4 Stunden Musik, die Test Playlist blieb unangetastet. Ich entdeckte neue feine Details in der Musik, die ich bisher noch nicht wahrgenommen hatte. Die Raumabbildung war realistischer, die Ortungsschärfe verbesserte sich und Musik die ich schon lange kannte galt es neu zu entdecken. Was mich irritierte war der Fernsehton, da saß der Nachrichtensprecher plötzlich in meinem Zimmer….

So das waren erstmal die ersten Eindrücke von mir, ich brauch noch ein paar Tage bis ich detailliert über das Mutec MC 1.2 Audiointerface berichten kann.

Gruß Gunther

Träumerli hat geschrieben:Tach zusammen,

Hier die Fortsetzung zu meinem Bericht über das Mutec USB Audiointerface MC 1.2.
Höreindrücke im Zusammenspiel mit dem M2Tech Young D/A Wandler:

- Sehr gute Auflösung feinster Details, die aber nicht in den Vordergrund gerückt werden sondern wie selbstverständlich zum Musikgeschehen gehören

- tolle Raumdarstellung
- punktgenaue Ortung einzelner Instrumente die auch den Korpus des einzelnen Instrumentes erahnen lassen

- natürliches Klanggeschehen ohne Effekthascherei, die des Ganze der Musik betont
- schöner Ton von Holzinstrumenten
- verblüffend realistische Stimmwiedergabe
- sehr präziser und punktgenauer Bass
- Höhen ohne Härten

Weitere Beobachtungen:
- das MC1.2 Interface stellt ganz klar die Qualität des Zuspielprogramm dar, es klingt super im Zusammenspiel mit Audirvana Plus V2

- mit dem Mac Player von Wimp Hifi bricht der Raum ein und alle Instrumente stehen auf einer Linie zwischen den Lautsprechern

- mit dem Player von Qobuz, spielt das MC1.2 nur zusammen wenn ich auch die generelle Wiedergabe von Tönen das Interface im System zulasse, was sich wiederum klanglich negativ bemerkbar macht

- der Mac wird automatisch über die Clock des MC 1.2 getaktet, das habe ich bisher noch bei keinem anderen USB Interface festgestellt

Also ich bin wirklich beeindruckt was das kleine bunte Kästchen sotut, to be continued……


Gruß Gunther
Bild
Fujak
Administrator
 
Beiträge: 5292
Registriert: 05.05.2009, 20:00
Wohnort: Bayern

Beitragvon Manger_Fan » 06.02.2015, 14:01

Hallo,

eine Frage hätte ich da mal bringt die (der) Mutec 1.2 auch klanglich etwas, wenn man einen Sat-Receiver per optischen Kabel anschließt?

Oder bringt nur die Mutec 3+ durch die Clock Generierung Klanggewinn?

Danke und Gruß
Holger
Bild
Manger_Fan
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 142
Registriert: 13.09.2011, 21:03

Beitragvon Hans-Martin » 06.02.2015, 14:41

Hallo Holger

Der Zugewinn durch MC-3+ wurde hier schon positiv bestätigt, mit MC-1.2 wird es ähnlich sein. Nicht vergessen, Sat-Ton ist immer MPEG-datenreduziert, da stößt man an dessen klangliche Grenzen.

Grüße Hans-Martin
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4966
Registriert: 14.06.2009, 14:45

Beitragvon Fujak » 06.02.2015, 15:02

Hallo Holger (und Hans-Martin),

das MC-1.2 kann nicht reclocken. Geht man optisch rein, kann man nur via USB rausgehen (zum Beispiel um auf eine HD aufzuzeichnen) . Der MC-1.2 kann nur zwischen USB und SPDIF wandeln und umgekehrt.

Grüße
Fujak
Bild
Fujak
Administrator
 
Beiträge: 5292
Registriert: 05.05.2009, 20:00
Wohnort: Bayern

Beitragvon Manger_Fan » 06.02.2015, 15:15

Hallo Fujak,

also wäre es doch besser zu warten bis die neue MC3+USB erscheint.

DDC plus Clock in einem.

Danke und Gruß
Holger
Bild
Manger_Fan
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 142
Registriert: 13.09.2011, 21:03

Beitragvon Hans-Martin » 06.02.2015, 15:21

Fujak, danke für die Klarstellung.
Grüße Hans-Martin
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 4966
Registriert: 14.06.2009, 14:45

Beitragvon modmix » 06.02.2015, 21:17

Sorry Matrin,

habe Deinen Post erst eben gesehen ... :oops:

Martin hat geschrieben:wie hören sich die Beispiele an?

Keine Ahnung. Hab erst mal den Meßaufbau erstellt und gemessen - da gibt es zunächst kein Signal, daß ich dirket zum Lautsprecher geben kann. Sähe bei einer Lynx Two oder einer RME anders aus, aber die habe ich hier gerade nicht ...

Ist aber bestimmt eine Übung, die zu machen sich mal lohnt. Winfried (wgh52) wäre bestimmt begeistert, geziehlt Jitter hören zu können. :cheers:

BTW:
Drehe ich den 44k1 WCLK um 3 Hz rauf oder runter, spielt die Musik klar frischer oder eingeschlafen - kennt jeder, der mal am Pitch eines Plattenspielers gedreht hat ... Einen DAC-Vergleich, bei dem nicht die Gleichheit der WCLK gewährleistet ist, kann man in diesem Lichte betrachtet einfach nur vergessen. 8)

Martin hat geschrieben:THD+Noise liegt ja so etwa bei 0,1% - 0,5%. Wie stark macht sich das bemerbar?

Woher hast Du diese Angabe?
Ich seh da nichts... Danke für die Hilfe!

Davon abgesehen: Klirr eines NOS liegt oft deutlich über denen anderer DACs - und trotzdem gibt es welche, die so richtig fein spielen ... Könnte sein, daß das ein Parameter ist, der nicht wirklich kausal mit gutem Klang korreliert ...

Martin hat geschrieben:Das Spektrum ohne Modulation sieht ja klasse aus. 140 dB Störabstand ist wirklich nicht schlecht!

Halt das, was man mit 24 Bit bekommt - SPDIF überträgt mit max. 24 Bit.

Beste Grüße
Ulli
Bild
modmix
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 2336
Registriert: 17.07.2010, 14:58

Beitragvon Martin » 06.02.2015, 22:10

Hallo Ulli,

modmix hat geschrieben:Woher hast Du diese Angabe?
Ich seh da nichts... Danke für die Hilfe!

ich habe THD+Noise nur grob abgeschätzt. Die Peaks liegen etwa bei -60 dB = 1/1000 = 0,1%.

Halt das, was man mit 24 Bit bekommt - SPDIF überträgt mit max. 24 Bit.

Da hast Du natürlich recht, ist ja alles digital, hatte ich für einen Moment ausgeblendet...

Viele Grüße
Martin
Bild
Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 63
Registriert: 15.03.2012, 14:23

Beitragvon modmix » 07.02.2015, 12:07

Hallo Martin,
Martin hat geschrieben:ich habe THD+Noise nur grob abgeschätzt. Die Peaks liegen etwa bei -60 dB = 1/1000 = 0,1%.
Arta sagt dies (grün: 1 Hz, gelb: 15 Hz)
Bild
Beste Grüße
Ulli
Bild
modmix
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 2336
Registriert: 17.07.2010, 14:58

Beitragvon Martin » 07.02.2015, 20:10

Hallo Ulli,
bei der Artamessung sind die Nebenpeaks ja auch wesentlich niedriger, unter -120 dB. Bei den Messungen mit Audiotester waren die Nebenpeaks so um die -60 dB herum, also um den Faktor 1000 größer :wink:

Viele Grüße
Martin
Bild
Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 63
Registriert: 15.03.2012, 14:23

Beitragvon modmix » 08.02.2015, 22:37

BTW: bei Mutec gibt es eine MC-1.2 Bedienungsanleitung (derzeit nur in englisch).

Ich 'denke' die MC-1.2 in diesen Blöcken.
Bild

Bei der MC-3+ ist ganz klar, was Eingang und was Ausgang ist.
Bei der MC-1.2 gibt es zwei Richtungen mit je einem Eingang und einem Ausgang.
Wenn im PC ein Programm läuft (grüner Pfeil), daß den per USB empfangenen Datenstrom (z.B. Toslink vom SAT-Receiver) aufnimmt und über die andere Strecke (z.B. an einen DAC) ausgibt, würden PC und MC-1.2 wie ein Reclocker arbeiten - kenne leider kein solches Programm... Wäre doch mal spannend zu hören 8)

Beste Grüße
Ulli
Bild
modmix
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 2336
Registriert: 17.07.2010, 14:58

Beitragvon G5User » 10.02.2015, 16:19

Hallo wertes Forum,

zu den Mutecs folgende Gedanken:

Wenn ich von einer Quelle (z.B. NAS) mittels eines Standard PC/Mac einen DAC versorge, "produziert" der Rechner Probleme (Jitter, HF-Störungen, ...). Konstante Versorgung mit Daten etc. wird des Weiteren, ebenso wie ein guter DAC, vorausgesetzt.

Das neue Mutec Device 3+ USB bietet neben weiteren Funktionen auch
    - Recklocking und
    - USB Isolation.
Wäre dann nicht eine "einfache" Quelle (z.B. RasPi mit USB + Volumino) und ein Mutech 3+ USB eine kaum zu schlagende Quelle? (Natürlich unter der Voraussetzung die Kabel sind auf einen entsprechenden Niveau)
Wo seht ihr Fehler in meiner Annahme bzw. welche Fehlerquelle ist noch vorhanden?

Gruß,
Michael
Bild
G5User
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 25
Registriert: 09.11.2011, 18:50

Beitragvon Tinitus » 10.02.2015, 20:53

Hallo Michael,

ich stimme dir da zu. Meiner Meinung nach ist es wichtig, das die Quelle nicht zu sehr mit verschmutzten Strom verseucht ist, da kein Strom auch nicht verschmutzt sein kann, sind meines Erachtens gerade Systeme mit niedrigem Stromverbrauch wie die ARM Architekturen interessant. Ich messe einer guten (audiophilen) USB-Karte keine so große Bedeutung bei, wohl aber der galvanischen trennung von Quelle und DAC. Allerdings ist meiner Meinung nach die asynchrone Übertragung der Daten an den DAC ein großer Vorteil der Anbindung per USB, da der DAC dann sich die Häppchen genau so holt wie er sie auch verdauen kann. Wenn ich es richtig verstanden habe, geht diese Eigenschaft aber beim Wandeln des USB in ein SPDIF Signal verloren. Ich hätte gerne galvanische Trennung ohne Wandlung und das bei echter USB 2.0 Übertragungsgeschwindigkeit. Bisher bin ich da leider nicht fündig geworden. Da ich mir auch die Möglichkeit des Online Convolven offen lassen möchte, wäre für meinen bedarf ein Pi nicht geeignet, aber es gibt ja noch leistungsfähigere Rechner in ARM Architektur.

Gruß

Uwe
Bild
Tinitus
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 704
Registriert: 10.11.2013, 21:48

Beitragvon Nebusaradan » 10.02.2015, 22:37

würden PC und MC-1.2 wie ein Reclocker arbeiten - kenne leider kein solchesProgramm... Wäre doch mal spannend zu hören 8)

Beste Grüße
Ulli


Hallo Ulli,
nach meinem Verständnis könnte genau das doch Ulis Acourate Convolver leisten. Ob man nun ein Filter zur Online Faltung oder einfach einen leeren "Draht" einsetzt - man hätte auf jeden Fall Reclocking und dazu noch eine geniale digitale Lautstärke regelung. Ich erkenne hier auf jeden Fall nach meinem Umstieg auf Offline Convolving ein mögliches Einsatzgebiet für meinen brachliegenden Acourate Convolver - oder bin ich auf dem Holzweg? Klingt nach Poor-Man Reclocking mit Mehrwert...
Viele Grüße,
Didi
Bild
Nebusaradan
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 46
Registriert: 20.03.2013, 17:11

VorherigeNächste

Zurück zu Bausteine für aktives HiFi

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 6 Gäste