"High End" MC Phono Pre Vergleich

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon shakti » 28.03.2016, 22:28

nach ein paar spannenden und netten Stunden mit Tom und seinem Lehmann Decade phonoPre nun noch etwas entspannt Musik hoere...

wir haben den lehmann im Vergleich zum Blue Amp Model 42 mit einem Denon DL 103 und im Vergleich zum PhonoPre von Matej am Goldring Eroica LX gehoert, anschliessend noch mit der Aesthetix IO Musik genossen.

Hier mein Eindruck:

- Lehmann PhonoPre "Decade:

Wenn ich mein drei eigenen Pre's im Vergleich betrachte koennten der Blue Amp und der Lehmann aus der selben "schule" sein, die Grundtonalitaet ist sehr aehnlich, man scheint denselben Idealen zu frönen. Daher ein eher nuechterner sauber aufgeloester Klang in korrekter Raeumlichkeit ist das Ziel. Wobei der Lehmann deutlich Preisklassen konform spielte, im Vergleich zum fast 10fach teurereren Blue Amp ist dan Klangbild koerniger, der Raumeindruck ist kleiner und mehr auf die Lautsprecher fixiert, dh ein Loslösen des Klangbildes von selbigen ist im Vergleich zum Model 42 deutlich schwaecher ausgepraegt. Der Schmelz, der Fluss der musikalischen Wiedergabe geht dem Lehmann im Vergleich auch ab.
Dies soll sich jetzt bitte niccht zu negativ anhoeren, preisklassenbezogen spielt der Lehmann ganz vorne mit und ich mag das Geraet durchaus. aber im auf dem Weg zu Phonovorstufen Olymp ist halt auf Basis des Lehmann noch deutlich Luft nach oben.

Interessant in Vergleich war auch, dass in meiner 3'er Gruppe der Model 42 am statischsten spielt und nun der Model 42 im Vergleich zum Lehmann deutlich spielfreudiger ist. Das laesst auf einen noch groesseren Unterschied zum Grail SB bei diesem Kriterium schliessen:


- Matej PhonoPre

Matej hatte mir freundlicherweise seinen PhonoPre Prototypen zum testen geschickt, diese soll als Kleinserie mal ca 1500,- eur kosten, daher wollte ich diesen mal im Vergleich zum aehnlich teuren Lehmann hoeren. Leider spielte der Matej Phonopre nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, spaeter im Vergleich fing das Geraet stark an zu rauschen, so dass es nun zurueck zu Matej geht, augenscheinlich hat das Geraet den Transport zu mir nicht 100% ueberstanden uns ist womoeglich defekt, zumindest moechte ich mich so nicht zum Klang aeussern.


bzgl der Fragen, nein , ich habe nichts gegen Uebertrager, meine fruehere PhonoVorstufe war eine Audio Note M7 silver signature mit ANS 7 Uebertrager an einem Audio Note IO Limited (fremspannungserregter MC Tonabnehmer mit 6 Tonarmkabeln) , dies hat wunderbar gespielt.

Mein aktuelles vdh Colibri xpw kommt mit 500ohm innenwiderstand aber mit den ueblichen Uebertragern nicht klar, dh ziehe ich aktuell vollverstaerkende Pre's vor.

Ein Pass XP25 habe ich leider noch nicht hoeren koennen, wuerde diese doch gut ins Vergleichsfeld passen, fruehere Pass Vorstufen habe ich durchaus schon geniessen koennen, da mit die klangliche Signatur von Pass sehr gut gefaellt.

Sollte also jemand eine Pass XP 25 besitzen oder Zugriff auf eine haben , ist er herzlich eingeladen diese mal im Vergleich zu den anwesenden PhonoPres zu hoeren. Dies gilt natuerlich auch fuer den Lehmann Silvercube!, auch wenn ich glaube, dass dieser sich immer noch in einer anderen Liga bewegen wird, als die drei hier zum Vergleich stehen Vorstufen, liegt preislich doch immer noch mindestens ein Faktor 4 dazwischen, was zumindest eine Unterschiedserwartung aufkommen laesst.

In den naechsten Tagen wird dann hoffentlich der Vergleich zwischen BAT VK P10 und Aesthetix IO stattfinden koennen, dieser wird dann mit einem Brinkmann EMT Derivat am VPI TNT durchgefuehrt :-)

Gruss

Juergen

ps
und nocheinmal ein grosses Dankeschoen an Tom, dass er mit seinem Lehmann vorbeigekommen ist und neben Knabbereien noch schoene Platten mithatte!
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Beitragvon shakti » 29.03.2016, 21:48

da ich ja den gestrigen abend mit Tom und seinem Lehmann verbracht habe, moechte ich diesem Forum nicht Tom's Blickwinkel auf unser Hoeren vorenthalten, da Tom mal wieder ein excellenter Zuhoerer und Schreiber war:


Hallo Juergen,



ich hab zu danken für den wie immer sehr unterhaltsamen und interessanten Abend .



Du hast die Ergebnisse unserer Tests schön beschrieben, ich möchte trotzdem noch ein paar Worte ergänzen...



Den Anfang machte das DL103 auf dem Masselaufwerk, was ich ja aus dem
Workshop schon kannte und klanglich nicht so ganz mein Fall war. Als
Teststück hatten wir uns hier Lemontree von Peter,Paul & Mary ausgesucht (180gr. Ausgabe im DMM-Verfahren):







Das sehr minimalistische Stück eignet sich hervorragend zur Ermittlung
der Räumlichkeit, da die Stimmen wechselseitig rechts bzw. links (von
den beiden Herren) sowie mittig von Mary aufgenommen sind. Bei
hochauflösenden Systemen hört man sehr gut die Atemgeräusche / das
Luftholen der Protagonisten.



Zunächst mit dem Model 42, dort probierten wir u.a. verschiedene
Auflagegewichte und Füße - die mittelschwere Auflage sowie die
Ersatzfüße haben uns dabei am besten gefallen.



Dann der Wechsel auf meinen Decade, der diesmal lose auf SSC100-Pucks
ruhte und auf einem extra Racks nebeneinander platziert war. Auch hier
probieten wie das Auflagegewicht aus, was dem Lehmann aber gar nicht
gefallen hat - das Klangbild wirkte deutlich stumpfer und lebloser als
ohne Gewicht.



Und beim Wechsel zurück auf den Blue Amp wurde dann der Unterschied
wirklich sehr deutlich - hier wirkte der Lehmann wie ein Grobmotoriker,
der zwar ein wenig forscher zu Werk ginge als der Model 42, aber den
Schmelz in den Stimmen sowie den musikalischen Fluss nicht so
überzeugend rüberbringen konnte.



Tonal liegen die beiden jetzt nicht so weit auseinander, der Blue Amp
macht seine Sache aber einfach in allen Belangen deutlich besser.

Nur - die von meinem Setup zu Hause bekannten Atemgeräusche waren zwar
mit beiden Pres zu hören und beim Blue Amp auch deutlich ausgeprägter -
trotzdem "fehlte" da noch eine ganze Menge. Hier war eindeutig der
Tonabnehmer der limitierende Faktor.



Das Masselaufwerk hatten wir übrigens mit der Kunststoff-"Zange" aus dem Workshop versehen.





Als nächstes Teststück hatten wir Every Morning sowie Tell Everybody I Know aus dem Debut-Album von Keb Mo ausgesucht:







Das hörten wir kurz mit dem DL103 am Lehmann, bevor wir auf den Micro Seiki wechselten - und da war dann Musik drin!



Prima Klangfarben, das Gitarrenspiel schön detailiert und deutlich
spielfreudiger als auf bzw. mit dem Acoustic Signature - das gefiel mir
schon erheblich besser.



Anschließend haben wir dann auf den Pre von Matej gewechselt, der sich leider nicht so wie erhofft präsentieren konnte - schade.



Zum Abschluss und quasi nach "erfolgreichem" Test ging es dann auf den VPI mit der Aesthetix IO und zwei Netzteilen.

Juergen hatte es ja bereits geschrieben, dass die Röhrengeräte ein
deutliches Grundrauschen produzieren - das wäre mir persönlich eindeutig
zu viel und ein Ausschlusskriterium.

Das tut der übrigen musikalischen Darbietung aber keinen Abbruch - hier
ist einfach großes Vinyl-Kino angesagt und man bekommt eine Vorstellung
davon, was in Sachen analoger Wiedergabe möglich ist



Dabei war ich mal wieder über die musikalische Vielfalt der
Plattensammlung überrascht, die von unbekannter und elektronischer Musik
über Black Sabbat bis hin zu einer japanischen Jazz-Kombo in einer
superben Aufnahme reichte.

Leider haben wir den VPI nicht dazu überreden können, Platten mit 45RPM
abzuspielen - er blieb nach Umstellung an der Steuereinheit einfach
stehen...





Als ich zu späterer Stunde wieder daheim war und der Decade seinen
angestammten Platz eingenommen hatte, "musste" ich die verwendeten
Teststücke doch noch einmal auf meinem Setup und mit dem neuen
Tonabnehmer (Colibri XPG) gegenhören - und ich war/bin absolut zufrieden
mit dem Ergebnis.



Vermutlich wird ein Model 42 auch in meinem Setup den Klang aber noch
einmal deutlich nach vorne bringen. Der Abend bzw. der anschließende
Vergleich hat mir aber auch noch mal gezeigt, dass die Kombination schon
ein hohes Level erreicht.



Klar, der Lehmann hat als Phono-Pre seine Grenzen, die im der Blue Amp
sehr deutlich aufzeigen konnte - hier muss man allerdings auch den fast
10-fachen UVP der beiden Geräte berücksichtigen.

Und auch ein SilverCube wird meiner Meinung nach nicht in die Regionen
eines Model 42 aufsteigen können - ich hatte ihn mal in einem Workshop
beim Händler im Vergleich mehrerer Lehmänner gehört.



War es vor dem Uprade des Tonabnehmers das ACE SL, welches den Decade
vielleicht nicht richtig ausreizen kann, ist es nun der Decade, welcher
dem Colibri vielleicht nicht ganz gerecht wird...





Also Juergen - Danke für den Abend und noch viel Spaß mit den weiteren Vergleichen










__________________

Gruß, Tom


Nochmals Danke an Tom, so macht zusammen hoeren definitiv Spass!

Gruss
Juergen
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Beitragvon tom539 » 29.03.2016, 22:15

Hallo Juergen,

danke für das Einstellen - bist mir ein wenig zuvorgekommen... :cheers:

Hab den Bericht erst noch in meinem Forum gepostet und wollte dann auch hier tätig werden... :oops:
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Beitragvon khonfused » 30.03.2016, 07:44

Moin,

kennt einer von Euch den phono pre von Klangmeister? Quintessence Intro.

Wird wohl nicht mehr gebaut,aber vielleicht hatte den schon mal jemand in den Fingern.

Gruss
Christian
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Beitragvon shakti » 30.03.2016, 08:44

@Christian
kenne den PhonoPre leider nicht.

Heute abend geht es weiter im PhonoVorstufen Contest, bei Stephan (nemu) wird es die Blue Amp Model 42 Standard gegen die Blue Amp Model 42 MKII Comfort gehen, Bezugspunkt wird eine Hoerwege Phonovorstufe sein.


Fuer naechste Woche Donnerstag hat sich ein Mitforist mit seinem Andros 1.2 PhonoPre angekuendigt,
das wird bestimmt wieder spannend, wird dies doch die erste Roehrenvorstufe mit Uebertrager im Vergleich sein

http://www.zestoaudio.com/andros-1-2/

Gruss
Juergen
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Beitragvon shakti » 31.03.2016, 21:43

Gestern war es soweit, der Blue Amp wurde eingepackt und einige km in den Sueden gefahren...

Stephan wartete schon mit warm gelaufener Anlage, dh Funk MTX an Geithain 901 AktivLS , einem Feickert Firebird mit 2 Kuzma Armen, einmal Stogo Ref 12' mit Kiseki Purple heart sowie einen Kuzma 4point 11' mit vdh xgp .

Als PhonoPres gibt es einen Hoerwege MC V3 (aktuelle Version) sowie einen Blue Amp Model 42 MKI in der Standard version mit 500ohm.

ich kenne die Anlage schon da hier schon 2mal Musik hoeren durfte. Stephan hat die Anlage wunderbar "abgeschmeckt" und ich bin jedes mal ueber die Tiefe des Raumes erstaunt, den sein Set Up ermoeglicht.


wie haben sich die drei Phono Pre's angehoert:

Hoerwege MC V3:


sehr agil aufspielend, bei manchen dynamischen Passagen instabil in der Raumabbildung, dh die lauten Stimmen oder Instrumente behielten nicht ihre Position sondern wanderten in der dynamischen Passage nach vorne.

Die Raeumlichkeit ist in der Breite sehr gut, in der Tiefe wird im Vergleich nicht so tief abgebildet.

Im Grundton leicht schwaechelnd, bzw anders formuliert, fuer meinen persoenlichen Hoergeschmack in diesem Bereich zu schlank. Dadurch fehlt manchem Basslauf der Koerper. Auf der anderen Seite hat der Pre einen ausgepraegten Fusswippfaktor und klingt dadurch am ehesten jugendlich ungestuem...

betrachtet man den Hoerwege Phono Pre preisklassenbezogen hat dieser einen prima job gemacht. An irgendeiner Stelle sind halt einfach die Unterschiede zu den Top PhonoPres und jeder Entwickler muss sich entscheiden an welcher Stelle er einen Kompromiss eingeht.

ich kann den Hoerwege in der Preisklasse auf jeden Fall empfehlen, wuerde diesen aber fuer meinen Hoergeschmack sorgfaeltig paaren, evtl mit einem Benz LP-S oder einem Koetsu System.



Blue Amp Model 42 standard MKI


Der Blue Amp startet wie gewohnt aus grosser Schwaerze kommend mit wunderbaren Details in tiefem und breiten Raum. So ein Blue Amp ist einfach eine Bank..., es fehlt ihm etwas die stuermische Rythmik eines Hoerwege PhonoPre's , dafuer hat er die Ruhe einer grossen und konturenreichen Abbildung, man kann in dieser foermlich wandern gehen, die Frequenzenden werden ausreichend gut beleuchtet.

So klingt wahrscheinlich ein PhonoPre mit dem man altwerden kann, wenn man es negativ formulieren mag, ein PhonoPre fuer den gealterten Goumet, der geniessen kann, alles kennt und auch hoeren will, aber sich nicht aufregen mag, die Musik soll schoen zurueckhaltend sein, nur nicht zu viel Power und Rythmus...

Da ich keine 20 mehr bin kann ich die Qualitaeten des Model 42 MkI gut nachvollziehen....


Blue Amp Model 42 comfort MKII


Da geht der MKII doch ganz anders zur Sache, deutlich agiler im Antritt, im Vergleich viel naeher am mitunter treibenden Rythmus der Musik, dennoch den Raum in seiner dreidimensionalitaet noch mal weiter oeffnend, die Frequenzenden weiter beleuchtend.

Der MkII ist quasi das beste aus den beiden vorher gehoerten Welten und in einigen Bereichen noch mal etwas mehr.

In diesem Vergleich mein persoenlicher Favorit, auch wenn ich verstehen wuerde, wenn sich jemand aus Ueberzeugung zum MKI bekennen wuerde.



Interessant, wenn ich diesen dreier Vergleich in den Kontext mit den anderen beiden PhonoPres bei mir in Bezug setze, ich habe zuhause den Graill Sb noch mal im Vergleich zum Model 42 MKII angeschlossen:


Van den Hul The Grail SB:


ist noch mal viel beweglicher und agiler als der Blue Amp Model 42 MkII, die raeumliche Dimension und die Konturenschaerfe der Abbildung ist aehnlich. Insgesamt mag ich dem Grail SB noch mal mehr dem musikalischen Bogen eines Stueckes folgen, als ich es mit der Model 42 MKII mache.

Der Grail SB ist in der Beziehung der "rythmischen Nachvollziehbarkeit" wohl den Hoerwege recht aehnlich (auch wenn ich nicht beide zusammen gehoert habe) , macht aber die anderen Kriterien einer "grossen" Phonovorstufe richtig!


der Grail SB bleibt somit mein Favorit bei den Transistor PhonoPres...


mal schauen, wie es in den naechsten Tagen beim ausprobieren weitergeht.

Gruss
Juergen
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Beitragvon nemu » 31.03.2016, 23:39

Hallo Jürgen,

danke für die Beschreibung Deines Höreindrucks. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es sich beim gehörten Hoerwege um den Phono-MC EVO handelt und nicht um den Phono-MC V3.

Hat Spaß gemacht gestern Abend.

Gruß Stephan
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Beitragvon shakti » 01.04.2016, 12:49

wenn der Postmann 3x klingelt weiss ich, dass es wieder was feines fuers Wochenende gibt :-), entweder feine Schallplatten oder was zum basteln fuer die Anlage. Heute am fruehen vormittag war es wieder was fuer die Phono Anlage ! Endlich die lange erwarteten Roehren.

Ich hatte mit meiner Aesthetix IO Signature (1 Netzteil) verschiedene Roehrenbestueckungen ausprobiert, dabei die Originalbestueckung von SOVTEK, einige NOS Roehren von Telefunken und Mullard.

Aber eben auch noch "besondere" Roehren neuerer Produktion. Die IO hat im eigentlichen PhonoPre drei Verstaerkungsstufen
(so werden alleine mit Roehren 80db Verstaerkung erreicht)

Fuer die erste Stufe setzt Aesthetix Sovtek 12ax7 LP oder 12ax7 LPS ein. Diese haben einen etwas hoeheren Anodenstrom als die Standard 12ax7.

An dieser Stelle habe ich noch keine Alternativroehre gefunden, die dieser Spezifikation entspricht (fuer Anregungen bin ich offen).

Die naechsten beiden Verstaerkungstufen sind auch 12ax7, aber normale Daten.

hier habe ich verschiedenes durchprobiert, interessanterweise spielen die Roehren , die zB in der 2. Stufe gut spielen in der 3. Stufe nicht unbedingt ideal und umgekehrt...

Meine Basisbestueckung zum ausprobieren waren die Standard Sovtek und als bessere Alternative die Electro Harmonix standard und gold Versionen.

da ich zwischen diesen 3 Varianten klare Unterschiede hoeren konnte , habe ich entsprechend weiter experimentiert.

Mein Klangziel mag sich dabei von anderen Nutzern dieser Vorstufe unterscheiden, ich brauche keinen romantisch warmen Roehrenklangtraum zum wohlig schwelgen ...sondern habe mit Blue Amp und vdh zwei Top Vorstufen der Transistorzunft zum Vergleich und als Maßstab, falls ich mich klanglich "verlaufen sollte.

Mir geht es also darum, Praezision, Klarheit und Konturenschaerfe einer Top Transistor Vorstufe mit dem Klangfarbenreichtum und der Grob-und Feindynamik einer Top Roehre zu komponieren.

Dies ist mir mit den folgenden Roehren gelungen (da ich nicht alle auf der Welt existierenden Roehren ausprobieren kann..., mag es durchaus noch bessere oder preiswertere Alternativen geben.

1. Verstaerkungsstufe:
Sovtek 12AX7 LPS
https://www.rsd-elektronic.de/artikel/521411

2. Verstaerkungsstufe:
Genalex ECC 83 (12AX7
https://www.rsd-elektronic.de/artikel/521405

3. Verstaerkungstufe:
Psvane 12AX7 T2 MkII
https://www.rsd-elektronic.de/artikel/521422

4. Psvane 6SN7
http://psvanetube.com/wordpress/store/products/cv181-t-6sn7-pair/


5. Genalex 6922
https://rsd-elektronic.de/artikel/522377


Im Netzteil werden Standardmaessig 6x Sovtek 12AX7 verwendet, dazu kommen 2x EL34. Ich habe verschiedene E34 ausprobiert, der Charakter der EL34 einen wunderbaren Mitteltonbereich leisten zu koennen zeigt sich bei allen Varianten, wechselt man aber zu einer 6CA7 Alternative nimmt die Energie im Tieftonbereich zu und , zumindest in meinem Set Up, baut sich ein stabilerer Raum auf, auch ist die Energieverteilung gleichmaessiger und nicht ganz so Mitteltonorientiert, man verliert aber etwas den typischen EL 34 "Schmelz"

Ich habe mich hier auch wieder fuer eine "besondere" 6ca7 entschieden , die zusaetzliche Aufloesung und Praezision brachte:

6. Psvane 6CA7 T2 MKII
http://www.tubeampdoctor.com/de/shop_Sonstige_Markenroehren_Endstufenroehren_Pentoden/Psvane_6CA7_T_MII_2_Gematchtes_Paar_3720

7. Electro Harmonix 12AX7 EHG Gold version
https://rsd-elektronic.de/artikel/521398


diese Erfahrungen habe ich nun 1:1 auf meine neue Aesthetix IO Signature mit 2 Netzteilen umgesetzt und diese mit exakt den oben beschriebenen Roehren ausgestattet. Der klangliche Effekt im Vergleich zu der original Roehrenbestueckung war frappierend, ist das erste mal, dass ich den kompletten Satz in einem Schritt gewechselt habe. Das Klangbild ist deutlich offener und mit mehr Energie, die Frequenzenden sind ebenfalls besser ausgeleuchtet. Natuerlich sind mit neuen Roehren noch ein paar typische Rauhigkeiten und Schaerfen vorhanden, diese duerften sich aber schnell weggespielt haben, zumindest war dies bei der ersten IO der Fall.

Prima, so wird die IO immer mehr zu meinem klanglichen Favoriten!

Ach ja, mit diesem Roehrensatz nutze ich nun auch das komplette HRS Daempfungsportfolio, also Basis, Fuesse und Daempfer, das kann man ganz gut auf den Bildern erkennen.

Gruss

Juergen

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Beitragvon Wodi » 02.04.2016, 14:30

Salvador hat geschrieben:Hallo Jürgen,
an einem Simon Yorke gehen "traditionell" die Jan Allaerts am besten.
Belesene und doch praktisch (fast) unerfahrene Grüße,
Andi

Bin ganz deiner Meinung, Andi... und ein PASS XP-25 passt da sicher auch!
Aber auch schon mit dem PASS XP-15 klingt's unendlich schön! :D
Gruß! Wodi
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Beitragvon shakti » 03.04.2016, 12:54

Tube Rolling und die unangenehmen Folgen, Teil 123...

Eines der neuen Paerchen 6CA7 hat Stress gemacht und immer mal wieder einen Kanal der Aesthetix IO zum ausfallen gebracht, hatte erst eine Treiberroehre im Verdacht..., alle Roehren gewechselt..., Ende vom Lied, jetzt ist das Netzteil eines Kanales platt und die EL34/6CA7 bleiben "kalt", da wird sich wohl eine "Sicherung" bzw ein Widerstand vor den Roehren verabschiedet haben. Warum beide Kontrolllampen am Netzteil weiter leuchten und auch die Roehren in der eigentlichen Phonosektion leuchten verstehe ich nicht, muss ich wohl auch nicht, ein Kanal mag nicht mehr und die Aesthetix darf zur Reparatur. (habe natuerlich auch andere EL34 ausprobiert)

Und das Paar 6CA7 geht zurueck zum Roehrenshop, wird hoffentlich stressfrei umgetauscht.

Hatte das Paar 6CA7 erst noch mal in einem anderen Geraet ausprobiert, so bin bin ich dem Paar "auf die Schliche" gekommen, zum Glueck hat es das andere Geraet heil ueberstanden...

Mit diesen kleinen Unpaesslichkeiten muss man bei Roehrengeraeten "im Aufbau" wohl rechnen, dass kenne ich noch von frueher, wenn die Teile dann mal endgueltig stehen, koennen zufriedene Jahre des Musik hoerens kommen, aber Transport und Roehrenwechsel sind immer kritisch...

Nun steht der Grail SB an dieser Stelle im Regal und macht auch Spass :-)

Zum Glueck habe ich ja noch Alternativ Geraete zur Auswahl!

Gruss
Juergen

PS
@Wodi
der Blue Amp Model 42 comfort MKII hat sogar speziell fuer die Jan Allaerts Tonabnehmer einen 845ohm Impedanz Widerstand vorgesehen..., mal schaun ob irgendwann mal ein solches System bei mir spielt.

Und ein Vergleich mit einer Pass XP25 ist eingeplant, auf Grund vieler kommender Termine wird dieser aber erst Anfang Juli stattfinden.
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Beitragvon shakti » 09.04.2016, 17:55

heute mal wieder Zeit gehabt etwas intensiver den PhonoPre Vergleich zu pflegen,

Zesto Audio Andros 1.2

Die Leihgabe von Frederic macht sich nach etwas laengerer Spielzeit nochmal etwas besser, der grundsaetzliche Eindruck des "schoengeists" ist aber geblieben. Die Qualitaet des Pre baut sich aus dem Mitteltonbereich auf, der sehr klangfarbenstark und energetisch spielt. Zu den Frequenzenden nimmt die Aufloesung etwas ab und der Pre "fadet" langsam aus. Diesen Effekt kenne ich von vielen Roehren PhonoPre's mit MC Uebertragern. Dies scheint wohl unmittelbar mit der Qualitaet der verwendeten Uebertrager zu tuen zu haben. Die Andros ist fuer eine MC Vorstufe mit Uebertrager sehr flexibel einstellbar, so dass sowohl der Denon DL 103 , als sogar auch mein Platin Colibri am Andros gespielt haben.


Blue Amp Model 42 Comfort MkII

Die Blue Amp spielte im Vergleich etwas nuechtern, man hat sofort das Gefuehl "da fehlt doch was" , auf der anderen Seite baute sich der Raum extrem praezise auf, die Aufloesung ist gleichmaessig ueber den gesamten Frequenzbereich.

Einmal mehr bestaetigt sich fuer mich, dass die Model 42 eine sehr unauffaellige Vorstufe ist, deren Qualitaeten erst im Langzeithoeren aufleben.

Mir persoenlich ist etwas zu wenig "Gefuehl" in der Wiedergabe, aber ich weiss, dass viele genau diese Neutralitaet schaetzen und damit prima zurecht kommen.

ich selber mag es mehr , von der Musik emotional angesprochen zu werden....



Van Den Hul The Grail SB

Der Grail spielte im Vergleich zum Andros etwas lebendiger und insgesamt dynamischer, konnte dem Mittelton"schmelz" der Andros aber auch nichts entgegensetzen.

Die Frequenzenden sind vielleicht noch etwas mehr ausgeleuchtet als beim Model 42, so dass sich der Grail im Vergleich dieser 3 Vorstufen fuer mich nach vorne schieben konnte.

Bin ziemich froh, dass mich rauschen nicht stoert und ich mit der Aesthetix IO Signature (2 Netzteile) ein Geraet habe, was in der Lage ist, der Andros im Mitteltonbereich paroli zu bieten und dennoch die Aufloesung der Grail in den Frequenzenden bieten zu koennen.

Die IO mit einem Netzteil hatte da schon gewisse Schwierigkeiten. Speziell im Bassbereich hat das zweite Netzteil sehr geholfen.

Nun habe die die Andros wieder abgebaut und diese wird am morgigen Sonntag wieder zu Frederic gehen! Die Andros war wirklich eine sehr lohnende Leihgabe und hat den Vergleich sehr bereichert. Kann das gute Stueck zum aufgerufenen Preis wirklich empfehlen!

Gruss
Juergen

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Beitragvon Hans-Martin » 09.04.2016, 20:51

Hallo Jürgen,
von der Andros würde mich ein Bild vom Innenleben mal interessieren. Hier stehen Röhren frei, das restliche Gehäuse ist verspiegelt.
Bei Aesthetix IO Signature sehe ich Batterien von Elkos in unmittelbarer Nähe von Röhren. Nüchtern betrachtet kommt bei mir angesichts der schwarzen Schrumpfschläuche der Elkos die Frage auf, welche Temperatur diese wohl nach 4-stündigem Betrieb haben. Die Strahlungswärme einer Röhre kann man mit einem Infrarotthermometer messen, kleine Röhren haben bei mir etwa 130°C, die großen um 210°C. Elkos sind aber bestenfalls nur für 105°C ausgelegt. Hier wäre Verspiegelung sicher eine gute Maßnahme, damit man lange Freude daran behält und nicht irgendwann seine Zeit mit Elko-Rolling verbringen muss.

In den Röhrenradios meiner Eltern waren die Aluminiumbecherelkos in der Nachbarschaft der Röhren natursilbrig (reflektierend, wärmeableitend mit dem Becher an das Metallchassis verbunden) und mit den Werten bedruckt, hingegen alles, was schwarz war oder einen nennenswerten Temperaturgang hatte, war unterhalb des Aluminiumchassis vor der Röhren-Abwärme geschützt im kühlen Bereich.
Manche spielen nach 60 Jahren noch. Nachhaltigkeit hat man damals geplant, ihre Konstrukteure liegen weitestgehend unter der Erde, ihre Produkte haben sie real funktionierend überlebt.
Das wäre doch mal ein Ziel für die High-Ender, umweltfreundlich zugleich..., zumal es um Vinyl geht, welches offenbar die CD auch zu überleben scheint.
Nachhaltige Grüße Hans-Martin
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Beitragvon shakti » 09.04.2016, 22:09

@ Hans Martin
da mir die Andros 1.2 zum Probe hoeren geliehen wurde, moechte ich diese nicht aufschrauben...
ich frage den Besitzer mal, ob er zustimmt, dann gibt es evtl Bilder.
Ansonsten hast Du 100% recht, speziell bei amerikanischen Geraeten kann ich wenig Nachhaltigkeit im Schaltungsdesign erkennen, entsprechend anfaellig sind diese...:-(
Gruss
Juergen
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Beitragvon shakti » 10.04.2016, 16:18

die letzten Hoervergleiche habe ich so gehandhabt, dass ich an einem Plattenspieler (dh mit Arm und TA) die verschiedenen PhonoPre's probiert habe.

Heute habe ich mal versucht dem Blue Amp eine passende Plattenspielerkombination zur Seite zu stellen.

im "echten Leben" wird man ja auch versuchen eine gut zusammenspielende Kombination zu zusammenzustellen.

Als Bezugsplattenspieler habe ich meinen VPI TNT MKIV mit Kuzma Stogi Referenz und vdh Colibri xpw am vdh Grail SBgenommen.

Der Blue Amp konnte mich am Acoustic Signature ja im Vergleich nicht ueberzeugen, diese Kombination aus solide ruhigem Plattenspieler mit rund klingendem Denon DL103 und dem nuechternen Blue Amp klingt im Vergleich einfach langweilig.

So habe ich nun mal den Simon Yorck Zarathustra S5 mit Brinkmann 9.6 Tonarm und Lyra Kleos ausgestattet und am Blue Amp Model 42 comfort MKII laufen lassen.



- VPI TNT MKIV mit Kuzma Stogi Referenz und vdh Colibri xpw am vdh Grail SB

Diese Kombination spielt absolut Detailverliebt, raeumlich praezise, schnell und mit guter Rythmik, Colibri und Grail vertragen sich tonal sehr gut. Fuer meinen persoenlichen Geschmack koennte die Kombination etwas mehr Grundton und Klangfarben haben, aber dies ist mein persoenlicher Blickwinkel, deshalb spielt an dieser Stelle auch gerne ein RoehrenPhonoPre.

Der VPI klingt ja gerne etwas fuellig im Oberbassbereich, das gleicht sich sehr schoen mit dem Colibri aus.

Der Blue Amp in dieser Kombination laesst die Wiedergabe ins zu nuechterne und fast langweilige abdriften, der Blue Amp macht sicherlich nichts falsch, aber es gelingt ihm nicht , mich so in die Musik zu ziehen, wie ich das von der Aesthetix gewohnt bin und wie es der Grail SB in Ansaetzen aehnlich macht

(Der Vpi steht auf 2 Viablue Granitbasen mit einer MDF Platte zur Ankopplung an die Basen)


Simon Yorck Zarathustra S5 mit Brinkmann 9.6 Tonarm und Lyra Kleos am Blue Amp Model 42 comfort MKII

Der S5 steht auf einer HRS M3X Basis mit ankoppelnder MDF Platte.

Ich habe heute ein vdh Colibri xgp , ein Koetsu Rosewood Signature und zum Schluss ein Lyra Kleos ausprobiert.

Alle drei TA laufen prima am Brinkmann 9.6, wenn ich auch teilweise mit Zusatzgewichten am head shell arbeiten musste, da das Gegengewicht des Brinkmann Tonarms sehr schwer ist (es gibt bei Brinkmann auch leichtere Gewichte, diese standen mir aber nicht zur Verfuegung).

Mit dem Colibri klang der Model 42 aehnlich wie am VPI, allerdings ist der S5 insgesamt etwas "trockener" im Klang als der VPI, das mag aber auch am unterschiedlichen colibri liegen Gold versus PlatinSpulen, Kunsstoff versus Holzkorpus)

Das Koetsu ist ein wunderbares System, aber in dieser Kombination musst es sich vom Lyra Kleos geschlagen geben, welches zusammen mit dem Blue Amp Model 42 ploetzlich einrastete.

Ich erkenne gerade den Model 42 nicht mehr, der Raum wird mit spielerischer Leichtigkeit gross gezeichnet, die Stimmen leben und ziehen einen foermlich in die Musik, dass man mitsingen moechte. Das ganze Klangbild ist superlebendig und vom tiefen Bass bis in die hoechsten Hoehen sauber ausgeleuchtet und aufgeloest.

Was da gerade so gut zusammenpasst kann ich nicht sagen, der Brinkmann scheint Top zum Kleos zu passen, aber vor allen Dingen der Blue Amp mag dieses System deutlich mehr , als die anderen bisher angeschlossenen Tonabnehmer.

Am Acoustic Signature und am VPI sind Kuzma Stogi Tonarme mit fest installiertem Kabel von Cardas montiert, evtl ist diese Kombination mit dem Model 42 nicht optimal?

Am Brinkmann habe ich ein Standard Jelco Phonokabel (das rote), also auch nix dolles oder irgendwe spezielles.

Aber auch in dieser Kombination moegen Colibri und Koetsu nicht so gut am Model 42 aufspielen, wie es das Kleos gerade macht.

So war mein Ansatz heute korrekt, dass man diesen hochwertigen Phonovorstufen nur gerecht wird, wenn man diese versucht optimal zu kombinieren und an mehreren Plattenspielern ausprobiert.

So lerne ich gerade eine fuer mich neue Facette des Model 42 kennen, die dazu fuehrt, dass diese Kombination gerade zu meiner Hauptsignalquelle mutiert (zumindest solange meine Aesthetix beim Doctor ist...)

Auch haben sich bei mir Lyra Systeme nie lange halten koennen, irgendwas hat mich immer gestoert...,

Egal, hauptsache es macht gerade schoen Musik :-)

Gruss
Juergen

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shakti
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Beitragvon shakti » 12.04.2016, 17:04

heute hatte ich die Moeglichkeit einen schoenen Transrotor Klassiker in meinen PhonoPre Test zu integrieren, Danke an den netten Foristen, der dies ermoeglichte.

Der Transrotor ist mit einem SME 3009 ausgestattet, so dass er sich wunderbar mit einem Van den Hul Colibri XGW vertraegt. Dieses Colibri gehoert zu meinen Lieblingssystemen, laesst es doch dank der Goldspulen die Kombination mit vielen PhonoPres zu.
Dank des Holzkoerpers empfinde ich das System als tonal besser balanciert und gedaempft, ich zumindest mag das System mit dem afrikanischen Grenadille Holzkoerper sehr gerne.

In meiner Kette spielte die Kombination sich primaer mit dem vdh The Grail SB nach vorne. Diese Kombination rastete wunderbar ein.

im direkten Vergleich mit dem Platin Colibri muss ich sagen, dass die Kombination des Gold Colibri mit dem Grail die harmonischere ist, der Klang ist intgrierter und selbstverstaendlicher.

ich kenne das Platin Colibri ja auch mit anderen PhonoPres , darf also sagen, dass der Grail dieses noch nicht voellig ausreizt.

Aehnlich verhaelt es sich mit dem Blue Amp. Auch dieser mag den Gold Colibri mehr. Aber im Vergleich zum Lyra Kleos spielt der Blue Amp wieder zoegerlicher und zurueckhaltender. Dass dies nicht am Gold Colibri liegt, habe ich ja am Vergleich mit dem Grail bemerkt.

So bleibt festzuhalten, dass in meinem setup das Gold Colibri besser an Blue Amp oder Grail SB passt , als mein Platin Colibri, bzw das beide PhonoPres ein Platin Colibri nicht voellig ausreizen.

Der Blue Amp behaelt bei einem Gold Colibri seinen grundsaetzliche nuechtern ehrlichen Charakter (fast wie ein neutrales Arbeitsgeraet in einem Tonstudio), den der Blue Amp interessanterweise am Lyra Kleos ablegt und mit diesem spuerbar auflebt.

Das war ein interessantes Hoeren diesen nachmittag!

Gruss
Juergen

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shakti
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