"High End" MC Phono Pre Vergleich

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon shakti » 29.04.2016, 19:25

Da ich aus meinen sonstigen Geraete"kompositionen" den Effekt der richtigen Kabel einzuschaetzen weiss, hat mich natuerlich interessiert, wie sich diese zwischen Plattenspieler und PhonoPre auswirken.

Ich habe diesen Vergleich mit dem Van Den Hul Grail SB und dem Blue Amp Model 42 Comfort MKII gemacht. Da die Kabelunterschiede bei beiden Pre's identisch waren, habe ich mich auf den Blue Amp konzentriert, da ich diesen leichter umbauen kann (nur eine Box).

Da meine beiden Kuzma Arme festangeschlossene Cardas Verkabelung haben, wurde der Vergleich primaer am Brinkmann 9.6 Arm (auf Zarathustra S5 mit vdh Colibri) mit TAC5 Anschluss gemacht, da das vdh Kabel nur einen geraden TAC5 hat, habe ich zum weiteren Vergleichen auch meinen Micro Seiki DQX 1000 Plattenspieler mit Micro Seiki Tonarm (und Goldring Eroica LX System) verwendet. Die Kabel haben zum Teil nur CinchAnschluesse, in diesem Fall habe ich Cardas RCA auf Cinch Adaper verwendet, wohl wissend, dass dies bei den verwendeten PhonoPre's nicht optimal ist.

Insgesamt kann man sagen, dass die Unterschiede zwischen den Kabeln groesser sind, als der Klangunterschied zwischen Grail und Blue Amp.

Das hat mich in der Groessenordnung schon ueberrascht...

Speziell das vdh Silber Phonokabel aendert die Tonalitaet der Wiedergabe so stark, dass ich es mir nicht mehr in jeder Anlage vorstellen kann.

Die HMS Kabel haben eine klare Familienaehnlichkeit, die im Vergleich (zu meiner Verwunderung) eher im warmen und vollmundigen Klang klang lag

Wer das Thema PhonoPre angeht, sollte auf jeden Fall auch verschiedene Phonokabel ausprobieren, so dass der eigene Tonarm hergibt.

Wenn man sich anschaut, was TopKlassen phonoPres kosten, ist der klangliche Mehrgewinn mit diesen Phonokabeln als durchaus angemessen zu bewerten, jeh nach vorhandenem Equipment wuerde ich den Zugewinn sogar als guenstig erkauft anssehen.

Interessant fuer mich war auch, dass speziell das HMS Gran Finale Jubilee in der Lage war , die Unterschiede zwischen den beiden verwendeten Pre's praeziser herauszuarbeiten.

Daher es hat den Pre's eher keinen eigenen Stempel aufgedrueckt, sondern hat die Charatereigenschaften der beiden Pre's schaerfer rausgearbeitet.

Im einzelnen:


Jelco PhonoKabel rot (UVP ca 150,-)
3x vorhanden, mit geradem TAC5, Winkel TAC5, Cinch, XLR Anschluessen

Sehr gutes "Aufsteigerkabel" , es distanziert meine Standardkabel klar und hat schon etwas "Aufloesung". Am Goldring Eroica LX durchaus passend, doch das Colibri verlor am Jelco Kabel doch etwas von seinen Faehigkeiten, von seiner Faszination.

Im Vergleich recht neutral abgestimmt, klingt aber leicht metallisch, Hoehen koennen leicht agressiv erscheinen.

HMS Sestetto MKII (UVP ca 1100,-eur)
2x vorhanden, einmal mit geradem, einmal mit gewinkeltem TAC5, beide mit Clearaudio BueschelRCA Steckern

Das Sestetto oeffnet des Raum im Vergleich zum Jelco in einer Art und Weise, dass man glaubt einem neuen Plattenspieler zu lauschen. Die Aufloesung nimmt stark zu, gleichzeitig verschiebt sich die tonale Balance / die Energieverteilung etwas in Richtung Grundton. Insgesamt ein sehr schoenes Kabel mit einem prima Preis/Leistungsverhaelnis


HMS Gran Finale Jubilee (UVP ca 2200,-eur)
Winkel TAC5 und WBT RCA Stecker

Macht da weiter, wo das Sestetto aufhoert. Noch mal mehr Raum, noch mal mehr Aufloesung, praezisere Konturen, speziell im Bassbereich mehr Griffigkeit. Insgesamt minimal neutraler, dh der Grundton wird nicht ganz so stark herausgehoben.

Mit diesem Kabel werde ich mich mal weiter beschaeftigen und es mit anderen Steckern ausruesten lassen, da ich die WBT Stecker klanglich nicht so mag.

Van Den Hul MC Silver IT MKIII (UVP ca 5500,- eur)
2m, TAC5 gerade auf XLR

Auf seine Art eine ganz andere Liga. Man hoert Dinge, die einem selbst das Gran Finale vorenthaelt.

Einfach ein faszinierendes Kabel, welches zusammen mit dem Gordring Eroica auch tonal noch passt. In meiner Kette am vdh Colibri aber ueber das Ziel hinausschiesst und die Anlage zu sehr auf der analytischen Seite spielen laesst.

ich weiss, dass dies meinem persoenlichen Geschmack geschuldet ist, ich mag halt eher in der Musik "schwelgen" als diese vor den Augen/Ohren "seziert" zu bekommen.

Auf jeden Fall katapultiert dieses Kabel die Aufloesungsmoeglichkeiten meiner Kette auf einen neuen level...

Es ist auch gut moeglich, dass das Kabel mit weiterem Einspielen noch runder wird. Aber ein Einspielen von Phonokabeln ist halt recht aufwendig...




Diese Kabel Vergleichsaktion hat trotz gewissem Aufwand sehr viel Spass gemacht und gezeigt, dass sich die Charaktereigenschaften bestimmter Kabel auch an unterschiedlichen TA und PhonoPre's nachvollziehbar vorfuehren lassen.

Gruss
Juergen

PS
ich glaube es gibt im WEB genuegend threads ueber das Thema "Kabelklang ja oder nein", dass ich darum bitte, dass die Kabelklang NICHT!Hoerer diesen thread bitte nicht kapern.

Alle Argumente in diesem Bereich (incl der Preisgestaltung bei High End Kabeln/Studiokabeln) sind hinreichend bekannt und schon ausreichend ausgetauscht worden!!!!

also lasst bitte den Menschen die Moeglichkeit zum Austausch, die in Ihren Anlagen (aus welchen Gruenden auch immer) Kabelklang hoeren und und eine Anregung in diesem Bereich wertschaetzen .

Danke :cheers:

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shakti
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Beitragvon Hans-Martin » 29.04.2016, 21:10

Hallo Jürgen,
es drängt sich mir die Frage auf, warum -speziell bei MC-Systemen, die nicht auf den kapazitiven Abschluss wie MM-Systeme angewiesen sind, den die längenabhängige Kabelkapazität weitgehend mitbringt- nicht der MC Phono Pre in Reichweite der Tonarmverkabelung ist, um dort verlustfrei aufgelötet zu werden. Die Einsparung illustrer Kabel und deren exotischer Preise kann eine sehr ordentliche Phonostage schon gut mitfinanzieren.
Seit 30 Jahren sammle ich Kabelerfahrungen und das Fazit kann nur lauten: das Beste für eine Kabelverbindung ist seine Vermeidung.
Außer man braucht das Kabel zum "Sounden" und nimmt dessen unschönen Nebeneffekte billigend in Kauf.
Keine 2 Kabel (verschiedener Ausführung) klingen identisch. Kabelaufbau, Lötzinn, (oder gecrimpt oder aufgeschweißt), Stecker-Buchsen Zusammenspiel, alles Variablen in einem großen Roulette. Der Zweifel, nicht das Optimum gefunden zu haben, nagt.
Der geringe Innenwiderstand des Systems und die Kabeleigenschaften spielen doch offenbar noch anders zusammen, im Widerspruch zur etablierten Meinung, man bräuchte nur einen niedrigen Quellwiderstand, um Kabelklangunterschiede auszuhebeln.
OK, ein van den Hul System hat keinen auffällig niedrigen Quellwiderstand und ist somit als kabelabhängiger anzunehmen, was sollte man von einem Kabelhersteller anderes erwarten als der Vielfalt Tür und Tor zu öffnen?
Das Goldring Eroica LX hat 8 Ohm bei 12uH und kann mit 100 Ohm und 100-1000pF abgeschlossen werden.
Van den Hul Colibri wird mit 500-1000 Ohm Abschluss empfohlen, je nach Version sind 21, 36 oder gar 96 Ohm Quellwiderstand genannt.
Es ist zu erwarten, dass mit einem System anderer Parameter der Kabelvergleich anders ausfallen kann.
Deshalb habe ich mir erlaubt, die Systemparameter nachzuliefern.
Nicht, um eine Kabeldiskussion anzuzetteln, sondern die diesbezüglichen Unterschiede in einen Zusammenhang mit der Quelle zu bringen. Eine andere Quelle, und schon ist eine andere Kabelpräferenz nicht auszuschließen, ja sogar zu erwarten.

Auch sollte jedem einleuchten, dass die Tonarminnenverkabelung mit ihren Eigenschaften sinnvoll fortgesetzt werden sollte, um die Gesamtverluste zu minimieren.
Das System und seine Parameter, die Tonarminnenverkabelung, schließlich in Serienschaltung damit das Kabel zum Phonovorverstärker und dessen Abschlusswerte, da kann man schon ins Grübeln kommen, welche Komponenten welche Gewichtung haben.

So hätte ich mir gewünscht, dass sich deine Klangbeschreibung auch bei allen Kabeln auf beide Systeme
bezöge, nicht nur auf das eine System beschränkte, um diese Abhängigkeit zu verdeutlichen.

Was sind Cardas RCA auf Cinch Adapter? Für mich waren RCA und Cinch Herstellernamen und zugleich quasi Synonym für denselben Steckertyp.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon shakti » 30.04.2016, 00:10

Hallo Hans Martin,
Die Unterschiede der Kabel blieben sowohl beim eroica als auch beim colibri identisch, ich verwende verschiedene colibri, so habe ich den Test auch mit einem System gemacht, welches 500ohm quellwiderstand hat. Solange die Kabel mit diesen verschiedenen System an unterschiedlich aufgebauten Phonovorstufen einen durchgehenden Klangcharakter haben, darf ich diesen, zumindest in meiner Welt, durchaus dem Kabel zuschreiben.
Ich verwende durchaus auch durchgeloetete tonarme, ist dies doch bei meinen beiden Kuzma Armen serienstand. Doch mich hat ein Vergleich am Standard SME Tonarm Stecker interessiert, da ixh diese Verbindung immer wieder mal habe.

Da ich mich beim hoeren recht wenig um technische Parameter kuemmer, habe ich diese auch nicht erwaehnt.

Hinsichtlich des Adapters hat mich mein spellchecker ueberlistet, tippe zur Zeit immer auf dem handy, das ist manchmal kreativer, als man es benoetigt....

Verwendet wuede bei einem Teil der Kabel ein Cardas RCA auf XLR Adapter.

Gruss
Juergen
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Beitragvon Hans-Martin » 30.04.2016, 05:38

shakti hat geschrieben:Die Unterschiede der Kabel blieben sowohl beim eroica als auch beim colibri identisch, ich verwende verschiedene colibri, so habe ich den Test auch mit einem System gemacht, welches 500ohm quellwiderstand hat. Solange die Kabel mit diesen verschiedenen System an unterschiedlich aufgebauten Phonovorstufen einen durchgehenden Klangcharakter haben, darf ich diesen, zumindest in meiner Welt, durchaus dem Kabel zuschreiben.

Hallo Juergen,
ich finde es sehr beeindruckend, dass vdH es schafft, auf so kleinem Raum 2 Spulen mit 500 ohm Quellwiderstand unterzubrungen, 20 mal mehr als seine niederohmige Variante. Irrtun ausgeschlossen?
Ansonsten erstmal Hut ab vor deinen Vergleichstests, auch wenn ich sie nicht immer ganz kritiklos hinnehme, wie die sachliche Auseinandersetzung zeigt.

Ich verwende durchaus auch durchgeloetete tonarme, ist dies doch bei meinen beiden Kuzma Armen serienstand. Doch mich hat ein Vergleich am Standard SME Tonarm Stecker interessiert, da ixh diese Verbindung immer wieder mal habe.

Der 5-polige SME unterstützt symmetrische Weiterleitung, ist hochwertig gemacht und unterstützt den halbwegs schnellen Wechsel im Vergleich.

Da ich mich beim hoeren recht wenig um technische Parameter kuemmer, habe ich diese auch nicht erwaehnt.
Hinsichtlich des Adapters hat mich mein spellchecker ueberlistet, tippe zur Zeit immer auf dem handy, das ist manchmal kreativer, als man es benoetigt....

Verwendet wuede bei einem Teil der Kabel ein Cardas RCA auf XLR Adapter.


HMS Sestetto MKII hat einen symmetrischen Innenaufbau, schade, dass keine XLR-Version zur Verfügung stand. So ein RCA auf XLR Adapter schafft mit seinen Pin2=Masse für ein bis zum RCA noch symmetrisches Verhalten praktisch Worst-Case-Bedingungen für die Gleichtaktunterdrückung, die das wesentlich Gute am symmetrischen XLR-Eingang darstellt.
Mit dem RCA auf XLR Adapter schafft man womöglich auch noch eine Halbierung des Abschlusswiderstandes in der Phonostage.
Worst-Case-Bedingungen für diesen Kabel-Testvergleich, der RCA auf XLR Adapter stört erheblich die Testbedingungen und damit eine wesentliche Aussagefähigkeit deines ansonsten aufwendigen Vergleichs.
Eine Rückfrage beim Hersteller der Phonostage zur Verwendung des RCA auf XLR Adapters könnte aufschlussreich sein, die unterschiedlichen Aussagen der Marketingabteilung "Können Sie machen, unsere Phonostage bleibt immer überragend" und des Technikers "Ist es wirklich unumgänglich? Die Performance wird stark eingeschränkt" sage ich schon mal voraus.
Grüße Hans Martin
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Beitragvon shakti » 30.04.2016, 11:33

Ein vdh Colibri mit Platin Spulen hat 500ohm innenwiderstand,
ich schliesse dieses System entsprechend auch gerne mit 5000ohm ab.

Zitat:
"Das Colibri Platinum ist nicht
ohne weiteres mit jedem MC-Eingang nutzbar,
anders als das Colibri MK II. Liegen die
Impedanzen in der Kupferausführung bei rund
25 Ohm, in Gold bei 50 Ohm sind hier nun
500 Ohm angesagt"



Ueber die Kompromisse eine Adapters bin ich mir bewusst, ich habe so einige im Einsatz, der Cardas ist zumindest deutlich besser als zB ein Neutrik.

Da ich das Jelco Kabel in RCA und XLR habe konnte ich den Vergleich mit und ohne Adapter leicht darstellen.
Dieser ist hinsichtlich der Eigenschaften der Kabel vernachlaessigbar (Zumindest beim Cardas).

ich habe mich ja nun fuer die Weiterverwendung des HMS Gran Finale Jubilee entschieden, so wird dieses Kabel nun XLR Stecker spendiert bekommen ,da ich Adapter auch nur bei Versuchsaufbauten in meiner Kette sehen mag
Gruss
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Beitragvon Hans-Martin » 01.05.2016, 20:57

Hallo Jürgen,
ich fasse noch einmal für mich zusammen:
Die Kabelunterschiede sind größer als die Unterschiede beider PhonoPres.
Die Unterschiede sind beim 26 Ohm wie beim 500 Ohm System ebenso (qualitativ) vorhanden.
Die Unterschiede sind mit und ohne Adapter wiedererkennbar, hinreichend für eine Klangbeschreibung und qualitative Einstufung.
Mein Resümee: Trotz im Quercheck unterschiedlicher Rahmenbedingungen bleibt die Einschätzung der Kabel und ihre Klangbeschreibung erhalten. Damit wird die Aussage auch allgemeiner anwendbar. Darum ging es mir ebenfalls.
Man findet also "sein" Kabel, welches einem maximal gefällt, und diese Präferenz wird vermutlich auch beim Austausch der PhonoPre oder beim Systemtausch erhalten bleiben.

Das deckt sich auch mit meinen Experimenten mit LineDriver, wo wider alle Behauptungen Klangunterschiede bei Kabeln deutlich hörbar blieben. Nur einen niedrigen Quellwiderstand haben reicht wohl doch nicht, um Kabelklangunterschiede auszuhebeln.
Darum ging es mir ebenfalls.

Ich habe von den genannten Kabeln das Jelco, und in anderer Anwendung war bei mir das HMS Sestetto XLR (nicht mit dem SME-Stecker), wie im Thread bereits gesagt, Kabelvermeidung ist sicherlich noch besser als das beste Kabel, aber wer hat schon den PhonoPre dirket am Tonarmsockel?
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon shakti » 01.05.2016, 21:16

Hallo Hans-Martin,
danke fuer die praezise Zusammenfassung!
Sobald meine Aesthetix Roehrenvorstufe repariert ist, werde ich diesen Vergleich bestimmt noch einmal machen, da Roehrengeraete mitunter andere Kabelpraeferenzen haben, aber an den beiden Transistorpres sind die Kabelunterschiede konstant und gut nachvollziehbar.
Gruss
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Beitragvon Hans-Martin » 01.05.2016, 21:50

Hallo Jürgen,
abseits von diesem Threadthema habe ich gerade bei einem neuen Röhrengerät die erste Hörerfahrung gemacht, Erstbestückung Chinaröhren, Tube-Rolling mit Siemens, JAN-Philips und gebrauchten Telefunken, alle Unterschiede recht deutlich nachvollziehbar. Die China-Originalbestückung wurde von allen anderen aus dem Stand an die Wand gespielt, aber nach Entmagnetisierung der Röhre, vor allem ihrer Stahlstifte im Sockel, holte sie merklich auf, erreichte jedoch nicht das Niveau der schlechtesten NOS(New Old Stock)-Röhren im unmagnetisierten Originalzustand.
Als Kind hat mich fasziniert, dass die Nähnadeln meiner Mutter in der Nivea-Dose (Aluminium) sich quasi von selbst magnetisiert hatten und aneinander hingen. Lange Lagerung macht bei Stahl (vielleicht das omnipräsente Erdmagnetfeld) was - das wollen wir klanglich nicht ausbaden.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Kawumm » 09.05.2016, 09:40

Hans-Martin hat geschrieben:
Kabelvermeidung ist sicherlich noch besser als das beste Kabel, aber wer hat schon den PhonoPre dirket am Tonarmsockel?

ich , zumindest die MC Stufe
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Beitragvon shakti » 09.06.2016, 20:57

heute abend habe ich mir mal die Zeit genommen und etwas intensiver in eine Restek MRIA+ reingehoert.

Sehr interessant an dem Geraet ist, dass die Abschlussimpedanz / Abschlusskapazitaet sehr feinfuehlig in kleinen Schritten eingestellt werden kann. Auch wenn man das Geraet dabei drehen muss ..., die Schalter sind auf der Unterseite.

Da ich den Restek aber mit verschiedenen anderen PhonoPre's vergleichen mag, habe ich das vdh colibri xgp mit 100ohm abgeschlossen, da dieser Wert von nahezu jedem MC pre angeboten wird.

In meiner Kette spielt der restek ueberraschend quirlig, so dass ich gerade sogar alte Platten von Sweet aufgelegt habe und diese tatsaechliche "geniessen " kann.
Im Vergleich zum Blue Amp 42 fehlt natuerlich Aufloesung und Ruhe/Schwaerze im Klangbild , aber fuer den aufgerufenen Neupreis macht der Restek wirklich Spass.
Dank integrierter Lautstaerkeregelung kann man Endstufen/Aktivlautsprecher auch direkt ansteuern und somit eine sehr schlanke Kette aufbauen.

Bin mal neugierig, wie sich der Restek MRIA+ zu meinem Phonoworkshop am 9.7. (siehe separaten thread) so im Vergleich zu preislich aehnlichen PhonoPres schlaegt.

Gruss
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Beitragvon shakti » 11.06.2016, 20:37

heute abend mal eine andere Tonarm/Tonabnehmer Kombination ausprobiere. Habe mir einen Kuzma 4point gegoennt :-)

und da es diesen feinen Tonarm mit 2 headshells gibt, habe ich aktuell einen EMT Tonabnehmer montiert, ein JSD6 .

Nach viel Bastelei hatte ich den Kuzma 4 point montiert , ein neuer Tonarm ist dann doch immer eine Herausforderung, zumal ich die engl Bedienungsanleitung nur maeßig hilfreich fand, aber nach der Hilfe durch einen Mitforisten (danke Stephan!) habe ich es geschafft und die ersten Toene spielen.

Wa ssoll ich sagen, der VPI und der 4point scheinen sich zu moegen, als ersten faellt die sehr tiefe Raeumlichkeit auf, der Bassbereich hat eine neue Qualitaet in Tiefe und Ausdruck.

Da scheint der Kuzma Stogi Reference an seine Grenzen gestossen zu sein.

angeschlossen habe ich aktuell den Blue Amp Model 42 Comfort MKII, der mit dem EMT an der "sehr breit ausgelegten" 500ohm Einstellung sehr schoen zusammenspielt.

So werde ich heute abend dann mal weiter hoeren !

Morgen abend wird dann ein van den hul colibri in das zweite Headshell montiert.

Bei der schnelle Feinmontage des Kuzma 4 point werde ich das colibri wohl sehr schnell auf den Punkt spielen haben, habe noch nie einen Tonarm gehabt, der sich so einfach und praezise in der Hoehe einstellen laesst!

Gruss
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Beitragvon shakti » 02.10.2016, 21:40

und weiter geht es mit der Suche nach der optimalen Phonovorstufe fuer mich!

Nachdem ich im Bereich DAC und Vorverstaerker nach langen Versuchen wieder bei Audio Note Geraeten
(Audio Note Kanada ANK DAC 5.1 wide band silver signature und ANK Mentor silversignature)
bestand der Wunsch , auch im Phonobereich mit Audio Note Geraeten Musik zu geniessen.

Einen Teil des Weges bin ich nun gegangen, auch wenn die Geraete in den letzten Jahren absurd teuer geworden sind...

Ich habe frueher sehr gut mit dem integrierten Phonoteil meiner Audio Note Japan M7 Vorstufe gehoert, so dass ich nun bei dem Angebot einer Kondo (Audio Note Japan) KSL M7 zuschlagen musste.

https://www.acoustic-point.at/upload/1677958_Phono_MMStufe_MC_Uebertrager%20Kondo.pdf

Uwe Kirbach hat in dem Test sehr gut beschrieben, wie ich das Musikhoeren mit Kondo / Audio Note empfinde.

Noch kann ich die KSL M7 leider nicht richtig hoeren, da das Geraet eine reine MM Vorstufe ist und ohne Uebertrager mein vdh Colibri nicht spielen mag.

Zum Glueck hat mir ein Mitforist einen Uebertrager geliehen, so dass ich zumindest einen Funktionstest machen konnte. Dieser ist aber fuer ein Denon DL 103 optmiert und macht somit klanglich wenig Sinn...,
Aber zumindest weiss ich nun, dass aus der KSL M7 was raus kommt.

Ich habe zum Glueck noch ein paar gute MM Systeme im Schrank, so werde ich evtl mal ein Nagaoka MP 500 in meinen Kuzma 4 point einbauen, dies koennte zusammen mit der KSL M7 eine spannende Kombination ergeben, bis ich einen passenden Uebertrager gefunden habe.

Bei einem gebrauchten Geraet ueberlege ich natuerlich auch, ob ich mir eine paar neue Roehren goenne, auch wenn das Geraet erst extrem wenige Spielstunden haben soll, sind mir neue Roehren immer wichtig.


Ich freue mich auf jeden Fall, den Kondo KSL M7 in meiner Anlage zu begruessen und in Betrieb zu nehmen!

Gruss

Juergen
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Beitragvon Melomane » 02.10.2016, 21:45

shakti hat geschrieben:sind mir neue Roehren immer wichtig.


Hallo Juergen,

[kurze Zwischenbemerkung] das würde ich nicht zum Dogma machen. Solange die Dinger nicht völlig runter sind, geben gut eingespielte möglicherweise mehr über den Charakter des Gerätes preis als nagelneue Röhren. Manche Herstellen geben ja mehrere Hundert Stunden Einspielzeit vor.

Gruß

Jochen
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Beitragvon Radiohörer » 03.10.2016, 10:23

Sehr sehr schön!!! :cheers:

An Übertragern kann ich einiges sehr empfehlen, obwohl ich noch nie einen VdH hatte oder diesen mit den Übertragern gehört habe.
Sehr sehr gut finde ich alle Auditorium 23 Übertrager, v.a. den T1 Hommage. Auch die alten großen Ortofon Übertrager aus den 90ern, den SPU T-1 und T-100. Aber auch den alten Denon AU-S1. Weiterhin die großen Lundahl Kapsel, 1931 und 1933, die gibt es jetzt auch mit Silberspule.

Aber der Markt für Übertrager, auch mit diversen neuen japanischen Herstellern in den letzten 5-10 Jahren ist nahezu unüberschaubar...

Und dass ein Kuzma-Arm ganz viel Spaß macht, nicht nur beim Hören, sondern auch bei der Justage, kann ich absolut unterstützen! Ich mag die Produkte ebenfalls sehr!

Grüße
Balazs
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Beitragvon audiosix » 03.10.2016, 15:41

shakti hat geschrieben:Die Aesthetix IO signature wiederum ist eine Vollroehre die komplett ohne Uebertrager verstaerkt, was absolut unueblich für eine Roehren Phono Vorstufe ist.
Natürlich wird auch hier der symmetrische Anschluss des TA empfohlen, hier wird MC Systemen sogar 47kohm Abschlussimpedanz angeboten, was in einigen Kreisen gerade sehr angesagt ist.

Kurzum, es gibt einiges zu entdecken :-)

Gruß
Juergen


Hallo Juergen,

die Eingangsstufe der IO ist nicht symmetrisch aufgebaut, Symmetrie erst ab der 2. Verstärkerstufe. Bei der XLR Buchse ist Pin 2 der Eingang und 1 & 3 liegen auf Masse.

Gruss, Reinhard
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