Sonore microRendu

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon nikander » 20.07.2016, 11:00

da habe ich wohl Lehrgeld gezahlt - die UK-Adresse ist wesentlich günstiger.
Der mRendu ließ sich gestern problemlos in Betrieb nehmen, erste Berichte folgen nächste Wo nach entspr. Einspielzeit.

Schöne Grüße
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Beitragvon koslowj » 01.08.2016, 09:31

Na, wie sind dennn so die ersten Eindrücke? Und mit welcher Stromversorgung?

-- Jürgen
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Beitragvon nikander » 01.08.2016, 15:10

ich kann noch keine abschließenden Urteile fällen, vermutlich da ich derzeit mit ungeschirmten LAN-Kabeln arbeite.

Die Kombination mRendu + Daniel Netzteil + NAA-Verbindung (HQ Player) + AFI-USB + WLAN Bridge + anderes Daniel Netzteil + GISO klingt deutlich schlechter (heller, kratzig, unangenehm, nicht detaillierter) als

Mac Book Pro + AFI USB + Ram Disk-Wiedergabe + CAD Script + Akku-Betrieb.

Das ließ sich allerdings umkehren, wenn ich den GISO herausgenommen habe:

dann v.a. mehr Räumlichkeit/Luftigkeit durch den mRendu - ich muss allerdings noch ergründen, ob dies nicht vorgetäuscht wird durch einen generell etwas helleren Klang bei Wiedergabe durch den mRendu.
Ich habe jetzt geschirmte LAN-Kabel geordert (speziell in Bezug auf den GISO) und werde noch berichten (allerdings nicht vor Ende August - derzeit habe ich längeren Besuch und danach Urlaub).
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Beitragvon Bernd Peter » 15.08.2016, 09:45

Hallo,

am Wochenende konnte ich den mRendu zum ersten Mal in einem setup hören.

Wie ich mir die Konfiguration genauer angeschaut habe und erklären ließ, kam die Einsicht, daß ich den mRendu wohl recht einfach anstatt des Sneakys an mein Linn Netzwerk anschließen kann und dann von dort auf das AFI USB gehe.

Das werde ich auf jeden Fall mal vergleichen, ein hochwertiger Audio PC gegen einen Netzwerkstreamer über die vorhandene USB Audio Strecke.

Spannende Sache.


Die ersten Klangeindrücke vom Samstag haben jedenfalls gezeigt, das der mRendu großes Potential besitzt.

Entscheidend wird - das wundert sicher niemand - sein, wie man ihn bedient bzw. konfiguriert.

Offensichtlich reagiert er nicht so sensibel auf die Qualität des zuführten Datenstroms wie es beim USB Receiver noch der Fall ist, andererseits wird auch hier der angeschlossene USB DDC/DAC sein Klangpotential beeinflussen.

Die ausgesprochen offene und detailreiche Wiedergabe hat mir richtig gut gefallen, dieses Bindeglied zwischen Netzwerk und USB wird seine Liebhaber und Fans finden, da bin ich mir sehr sicher.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon nikander » 25.08.2016, 12:58

Ralf Koschnike hatte mich bezüglich des Einsatzes seines GISO auf die potentiellen Unzulänglichkeiten einer WLAN-Bridge aufmerksam gemacht (HF-Einspeisungen in die Elekronik) als mögliche Ursachen einer Klangverschlechterung unter Einsatz des GISO.
Ich habe daraufhin Vergleiche zu einem Setup mit direktem Anschluss an einen Router (ohne WLAN-Bridge) im benachbarten Arbeitszimmer angestellt (es kamen 10m lange ebenso doppelt geschirmte LAN-Kabel zum Einsatz) - die Hörerlebnisse:
keine eindeutigen Unterschiede im Vergleich zur WLAN-Bridge und eine konsistent bessere Räumlichkeit und Durchhörbarkeit unter Einsatz des mRendu im Vergleich zum Direkt-Anschluss des DAC an mein Mac-Book (jeweils via AFI-USB) - die Unterschiede sind allerdings nicht dramatisch (als Hinweise auf die hervorragende Leistung des AFI-USB).
Der mRendu bleibt.

liebe Grüße,

Christian
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Sonore microRendu - erste Höreindrücke

Beitragvon Charlie » 13.09.2016, 18:49

Seit ein paar Tagen läuft sich bei mir der microRendu von Sonore in der Anlage warm.
Ich möchte ein paar Eindrücke mit euch teilen und hoffe auf eure Erfahrungen und Meinungen.
Nachdem ich die 45 US$ Transportkosten etwas heftig fand, bin ich andererseits von der Lieferzeit von 5 Tagen von Boston bis nach Hessen doch sehr angetan. Das Päckchen war unterwegs (wohl vom Zoll?) geöffnet worden und wenig liebevoll wieder verpackt mit gelbem Klebeband „resealed“. Zoll wurde nicht fällig, Ablieferung problemlos an die Nachbarin.
Anschluss an meinen Musikrechner erfolgte (logischerweise) indirekt über mein LAN, die Software der Fritzbox erkannte das Gerät sofort. Von dieser aus ließ sich das Gerät auch im Browser öffnen und in der angezeigten Software nach kurzer Suche in einem Untermenü mein HQ Player als Zuspiel-Software auswählen. Auch im HQ Player und in Roon waren neue Einstellungen nötig, weil die Ausgabe ja nun nicht mehr über USB erfolgt, sondern die Musik-Datei über LAN den Computer verlässt.
Als Netzteil dient mir einstweilen das ifi iPower in 9V-Version. Am USB-Ausgang hängt bei mir (mit Thomas Kreder Audio USB-Silberkabel-Kupplung [5cm]) das ifi iUSB 3.0 (Signalaufbereitung USB), danach wieder über eine Kreder-Kupplung in den USB Eingang von Acousence Afi +USB (DD-Wandler), dessen Ausgang wiederum per RJ45-XLR Kabel an meinem Lampizator Golden Gate DAC (symmetrisch, mit analoger Lautstärke-Regelung) hängt. Von da geht es analog symmetrisch in die Plinius SA 103 Stereo-Endstufe (Kondensatoren vom deutschen Vertrieb durch viel bessere ersetzt, was sich klanglich _extrem_ positiv bemerkbar macht) und dann mit den Lautsprecherkabeln durch die Wand zu den Lautsprechern German Physiks PQS 202 MKII im Wohnzimmer.
Zunächst wollte ich in der Einspielphase noch nicht wissen, was von den vielen Kistchen meiner digitalen Übertragungsstrecke durch den microRendu jetzt vielleicht noch überflüssig geworden ist, das kommt später. (Ebenso die Frage, ob Audiophile Optimiser etc. auf dem Musikrechner überhaupt noch Sinn macht.) Eingespart habe ich aber schon mal eine Kreder Audio USB Karte, zwei Audioquest Jitterbugs, ein Audioquest Diamond USB Kabel und einen Uptone Audio Regen, zusammen etwa doppelt so teurer wie der microRendu…
Wie klingt´s nu?
Kalt und frisch aus der Box zunächst zwiespältig:
Da ist sofort deutlich mehr an Information, als ich zuvor je irgendwie irgendwo gehört habe, andererseits deutlich härter und digital-griseliger als ich das inzwischen gewohnt bin! Aber das kenne ich ja schon von anderen neuen Kisten, also mit Roon Radio über Nacht laufen lassen (Endstufe aus). Leichte Besserung am nächsten Morgen, die sprichwörtliche audiophile Sonne ging für mich nach ca. 36 Stunden Einspielzeit (oder doch nur hörpsychologischer Gewöhnung? - Nein!) erst langsam und inzwischen so richtig auf, aber wie!
Zunächst höre ich einfach mehr Information, tatsächlich nochmal wieder neue Instrumente aus dem Mix heraus, ich erlebe einen Zuwachs an Dynamik, die Raumdarstellung verändert sich so, dass die Bühne in meinem Wohnzimmer einen halben Meter weiter nach vorne tritt, aber gleichzeitig „weit hinten“ deutlich weiter hinten auf der Bühne ist. Die Kontourschärfe und Ortbarkeit nimmt zu (ohne Scherenschnitt-artige Künstlichkeit) und letztlich am willkommensten ist mir die Zunahme von Klangfarben bei gut aufgenommenen Alben, ich schwelge geradezu in Klängen von selbst so spröden Instrumenten wie Trompete oder sogar Schlagholz.
Einziger Kritikpunkt ist, dass viele Stimmen etwas wie eine winzige, unnatürliche Aura um sich zu haben scheinen. Ich bin mir einstweilen noch nicht schlüssig, ob ich jetzt einfach tiefer in die Aufnahme höre und dort schlechte Mikrofone oder technische Manipulationen des Ton-Ings höre, oder ob ich einen Fehler in der Wiedergabe-Kette bei mir aufgedeckt habe.
Der microRendu ist auch für mich so gut, wie alle anderen schreiben. Das Einschleifen der oben genannten Kistchen war auch jeweils ein großer Schritt vorwärts zum audiophilen Nirvana, aber der microRendu toppt sie für meine Ohren. Wenn ich denke, dass in nicht allzu ferner Zukunft noch an zwei Stellen bessere Netzteile auszuprobieren sind…
Was mir klargeworden ist:
Es lohnt sich auf jeden Fall, in Sachen Digitalstecke aus dem Computer zum Wandler wirklich großen Aufwand zu treiben, selbst die USB-Kupplungsstecker bringen in guter Qualität viel mehr, als man erwarten würde.
Auf den guten, alten, von CDs gezogenen Dateien ist noch so viel Zusätzliches an musikalischen Details drauf, was wir bisher wohl alle so noch nicht gehört hatten (natürlich eine unzulässige Verallgemeinerung!) – aber Hochbit-Downloads toppen sie auch weiterhin.
Soweit meine frühe Beurteilung, der man ein gewisses Maß an distanzloser Anfangsbegeisterung sicher noch deutlich anhört. Weitere Experimente und Vergleiche stehen noch aus…
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Beitragvon easy » 13.09.2016, 20:51

Hallo Charlie,

deine Beschreibungen decken sich mit den Aussagen der mir bekannten Microrendu Besitzern.

Auf dem Forentreffen haben wir sicherlich Gelegenheit den Microrendu im Vergleich zu anderen Quellen zu hören.

Schön das es für dich eine klangliche Steigerung gebracht hat. :cheers:

Gruß
Reiner
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Beitragvon shakti » 13.09.2016, 22:07

das sollte auf dem Forumstreffen moeglich sein, habe einen microRendu auf der Geraeteliste entdeckt :-)
wird also im Kinoraum aufspielen, so er rechtzeitig mitgebracht wird!
gruss
Juergen
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Beitragvon nikander » 15.09.2016, 13:06

die Höreindrücke entsprechen einigermaßen meinen eigenen (bei mir hängt allerdings der AFI-USB noch dahinter): v.a. die Räumlichkeit/Raumtiefe ist besser.
Entscheidend ist sicherlich aber der Hörvergleich zu anderen Streamern (Aurender, Auralic ...), da darf man auf das Forumstreffen gespannt sein.

lG,

Nikander
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Beitragvon nikander » 01.10.2016, 17:10

Hallo zusammen,

das Forumstreffen ist vorbei -

mich würde interessieren, wie die Hörberichte zum microRendu im Vergleich zu anderen Streamern ausgefallen sind.

Schöne Grüße,

Christian
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Beitragvon Fujak » 02.10.2016, 12:23

Hallo Christian,

im Thread zum Forumstreffen sind ja einige Eindrücke beschrieben. Aus meiner Sicht sind sowohl der Sonore microRendu als auch der Auralic Aries Femto suboptimal angeschlossen gewesen:
Der microRendu hatte zwar eine eigene saubere Stromversorgung (Daniels Netzteil), hing jedoch am LAN des kompletten Netzwerkes des Hörraumes und hat dementsprechend viel Störpotenzial schlucken müssen. Entsprechend schlecht fiel auch am ersten Tag seine Performance aus - aus meiner Sicht war er am Samstag das Schlusslicht. Am zweiten Tag hatte er einen GISO LAN-Isolator in der Leitung, da spielte er deutlich sauberer auf und konnte in meinen Ohren mit dem Auralic gleichziehen.
Der Auralic-Streamer musste mit seinem Standard-Netzteil vorlieb nehmen und hatte auch keinen Intona-Isolator im USB-SIgnalweg. Entsprechend fleischlos und weniger präzise war er auch. Die Performance von Christophs (Taggert) Audio-PC zeigte allen anwesenden Streamern des Direktvergleichs (also ohne G-DAC), wo es klanglich langgeht.

Daniel sagte auf dem Treffen, dass der microRendu bei ihm zuhause eine deutlich bessere Performance abliefert als beim Treffen (seine Aussage ist insofern bedeutsam, als er auch einen G-DAC sein eigen nennt). Daniel und ich hatten ins Auge gefasst, dass er mir im November (vorher ist bei mir kein zeitlicher Freiraum) seinen microRendu für einen direkten Hörvergleich ausleiht.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Twity » 02.10.2016, 13:33

Hallo Fujak,

Fujak hat geschrieben:Hallo Christian,

Der Auralic-Streamer musste mit seinem Standard-Netzteil vorlieb nehmen und hatte auch keinen Intona-Isolator im USB-SIgnalweg. Entsprechend fleischlos und weniger präzise war er auch.

schade :cry: hatte Jürgen meinen Intona mit USB Adapter von Solidcore für das Treffen zur Verfügung gestellt war alles mit den PS Audio DSD Dac in meiner Kiste.

hG
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Beitragvon nikander » 03.10.2016, 11:00

Hallo Fujak,
ganz herzlichen Dank für Deine geschilderten Höreindrücke.
Ich habe gar nicht gewusst, dass Daniel mittlerweile auch den mRendu besitzt - er hat mir ja auch das Netzteil für meinen produziert.
Ich bin sehr gespannt auf Eure geplanten Hörvergleiche.
Setzt Du den Intona denn on top ein (zum AFI-USB)?

Schöne Grüße.

Christian
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Beitragvon Bernd Peter » 26.11.2016, 08:31

Hallo,

derzeit teste ich den microRendu - noch unbenutzt, Leihgabe eines sehr netten Foristen - bei mir.

Das Gerät braucht eine ordentliche Einspielzeit, verhält sich wie ein junger Wein.

Daher wird es an einem Zweitnetzwerk,

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alles alte Teile aus meiner Hifivita, eingebrannt und immer mal wieder an dem aktuellen Hifinetzwerk eingesteckt.

Nach den ersten 20 Stunden ist das Klangbild in sich schon stimmiger, gegenüber der JPlay Streamer Lösung ist der microRendu schlanker, wodurch noch mehr Raum zwischen den Tönen entsteht.

Die anfängliche leichte Nervosität in den Höhen hat sich schon gemildert.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon Fujak » 26.11.2016, 15:20

Hallo Bernd Peter,

halte uns bezüglich der Einbrennstrecke auf dem laufenden. Wie läuft denn der von Dir konfigurierte Signalweg aus dem microRendu? Das von Dir abgebildete Setup zeigt zwar vertraute Komponenten, aber irgendwie scheint das Signal aus der WaveIO-Platine nicht so recht weiterzugehen - und an gscheite Strom zu fuddern hot sie a net, do fehlt an ganzes Gobel.

Frängische Grieß :cheers:
Fujak
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