Nur Streamer (ohne DAC)

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon Harry_K » 06.06.2017, 17:45

Danke Christoph und Fujak,
das ist der Streamer. Ich habe mir en Bericht auch schon durchgelesen. Ich stelle mir aber die Frage, ob man nicht mit einem Singxer zu einer ähnlichen Qualität kommen könnte, wenn man ein Linear-Netzteil und einen RPI bereits hat. Ein Gehäuse und einen Singxer dazu, alles zusammenbasteln; dies ergäbe doch ein schönes Projekt. Die Software ist sowieso Open Source.
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Beitragvon steklo » 08.06.2017, 09:08

Hallo Matthias,

ich lese mich auch seit einiger Zeit in das Thema Raspi-Streamer ein.

So wie ich es verstehe, wäre der Schwachpunkt bei Raspi > Singxer ganz bestimmt die kompromissbehaftete Schnittstellen-Implementierung des Raspi, bei der USB und LAN über ein und denselben Port an den System Chip gehen:
https://www.elektronik-kompendium.de/si ... 002181.htm
Ich fürchte, der Singxer kann gar nicht soviel reparieren, wie schon zuvor im Raspi kaputt gegangen ist.
Deshalb setzen eigentlich alle ernsthaften Lösungen auf ein zusätzliches Board für den Audioausgang, sei es Hifiberry Digi+ Pro, Pi2Design 502 oder Allo DigiOne, welches vom Raspi über das GPIO mit I2S gespeist und dann präzise reclockt wird. So macht's Jos ja auch und hat dafür offenbar sein eigenes, sehr gutes Audio-Board entwickelt, welches im Gegensatz zu den o.g. auch unmittelbar einen I2S Ausgang bietet.
Zumindest was den Pi2Design HAT angeht, meine ich mich zu erinnern, dass bei dem Board auch jemand I2S abgegriffen hat, das wäre dann – mit etwas Gebastel – vielleicht auch eine Option für Dich.

Viele Grüße
Stefan

P.S. Da fällt mir gerade ein, hier gab's auch mal ein Posting, in dem Raspi mit Pi2Design 502 HAT und eine Kette mit modifiziertem Singxer F-1 verglichen wurden:

http://superbestaudiofriends.org/index. ... ost-108938
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Beitragvon steklo » 08.06.2017, 09:45

wie's der Teufel will hat in dem o.g. thread bei superbestaudiofriends aktuell gerade jemand das Thema I2S angestossen:

http://superbestaudiofriends.org/index. ... ost-142557
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Beitragvon Harry_K » 08.06.2017, 20:01

Hallo Stefan,
Danke für deine Tipps sowie die Links. Ich denke, der HAT wäre was für mich. Freezebox hatte mir den ja schon mal empfohlen. Ich werde mir den mal in Frankreich bestellen.
Als Netzteil könnte ich ein HDPlex empfehlen, welches sehr flexibel ist und neben 19V, 12V und variable 9V zwei 5V-Ausgänge a 3A hat.
Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Horse Tea » 08.06.2017, 20:31

Harry_K hat geschrieben:Als Netzteil könnte ich ein HDPlex empfehlen, welches sehr flexibel ist und neben 19V, 12V und variable 9V zwei 5V-Ausgänge a 3A hat.

Hallo Mathias,

das klingt interessant (auch preislich). Hast Du Hörerfahrung mit dem Netzteil? Oder gibt es andere Berichte im Internet? Gab es Probleme mit der Lieferung? Die komplette Bezeichnung ist 200W Linear Power Supply (PSU). Es kostet $395, wird aber aus Hamburg versendet. Korrekt?

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Harry_K » 09.06.2017, 11:04

Hallo Horst-Dieter,
die Lieferung ist komplett unkompliziert und der Service per Mail wirklich hervorragend. Ich hatte ein schwarzes bestellt, bekam aber ein silbernes geliefert. Kurze Mail und mir wurde kurzerhand das schwarze nachgeliefert, ohne das ich vorher das silberne zurück schicken musste. 399$ sind korrekt. Keine Zollgefahr, da aus Hamburg, zumindest aber aus der EU geliefert.
Zum Klangvergleich kann ich nichts sagen. Wir hatten das HDPlex mal zusammen mit dem Zerozone von Christoph aufgeschraubt und verglichen; das HDPlex ist einfacher aufgebaut. Das ZeroZone sind zwei vollständig einzeln aufgebaute Netzteile in einem Gehäuse. Das HDPlex ist dafür deutlich kräftiger in Bezug auf Spannung und Stärke, gerade wenn man damit auch einen HTPC betreiben möchte. Ich könnte es ja zum Forentreffen mitbringen und wir könnten es gegen andere Netzteile testen. Die LED leuchtet übrigens im Gegensatz zu den vorherigen Revisionen deutlich schwächer, was mir im Wohnzimmer sehr entgegen kommt.
Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon steklo » 14.06.2017, 07:50

Hallo,

kurz zum HDPlex – in einer Amazon Bewertung zum ifi iPower heißt es:

"Meine Squeezebox Touch klingt wirklich hervorragend mit diesem Netzteil. Sehr sauberes und definiertes Klangbild, knackiger Bass. Schlägt im Vergleich ein deutlich teureres Linear-Netzteil von HD-Plex. Unbedingt selbst ausprobieren!"

(https://www.amazon.de/iFi-iPower-High-N ... FGGEZHP7KB)

Grüße
Stefan
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Beitragvon Fujak » 14.06.2017, 08:26

Hallo Stefan,

das iFi-iPower hat bei Amazon insgesamt 3 Rezensionen, die zusammengenommen für mich folgende Aussage nahelegen:

1. Das iFi-iPower ist klanglich besser als ein übliches Schaltnetzteil
2. Das iFi-iPower ist klanglich besser als eine HDPlex Netzteil
3. Das iFi-iPower hat in den gemessenen Ripplewerten von 30mV einen deutlichen Abstand nach unten zu den Werten eines herkömmlichen Schaltnetzteils aber auch einen deutlichen Abstand nach oben zu einem Linearnetzteil (z.B. ZeroZone), bei denen der Ripple im µV-Bereich liegt.

Mein Fazit: Die Anschaffung lohnt nicht. Entweder für ungefähr den gleichen Preis ein Peaktech 6080, welches deutlich niedrigere Ripplewerte von nominal 0,5mV (in der Praxis sicher etwas höher) aufweist, oder gleich ein ZeroZone-Netzteil.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Harry_K » 14.06.2017, 10:04

Hallo zusammen,
soweit ich es richtig weiß, ist das HDPlex mittlerweile in der 3. Version am Markt. Das erste hatte 100W,dann 180W und nun 200W. Welches damals gegen das ifi-Power getestet wurde, welches ich selbst auch habe, weiß ich auch nicht. Den Ripple vom aktuellen HDPlex kann ich nicht messen, da mir kein Equipment zur Verfügung steht. Ich hatte mir es gekauft, weil ich ein hochwertig(ere)s Netzteil für meinen HTPC wollte.
Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Hans-Martin » 14.06.2017, 11:16

Hallo,
um herauszufinden, wie man Ripple deutlich hörbar machen kann, habe ich die Versorgungsspannung mit einem 4,7uF Folienkondensator angezapft, über einen 47 kOhm Widerstand parallel zum nachfolgenden Eingang aufladen lassen, dann an einen Phono-VV angeschlossen und die Lautstärke langsam hochgedreht. Mit den üblichen "Kuhschwanz"-Klangreglern kann man die RIAA-Entzerrung weitgehend aushebeln (Bässe runter, Höhen hoch). Über die LS kann man dann sich einen Eindruck verschaffen, welches Störspektrum die Versorgungsspannung überlagert.
Mir fiel dabei auf, dass es bei der Squeezebox gepulste Stromaufnahmeschwankungen gibt. Da kommt als Kriterium der Quellwiderstand des Netzteils auch mit ins Spiel, je höher der ist, umso stärker fallen die Spannungsschwankungen aus.

Ich befürchte, dass die Rauschspannung im zweistelligen Mikrovoltbereich mit einer statischen Last wie konstantem Lastwiderstand ermittelt wurde, dieser Wert zwar beeindruckend sein kann, hingegen zeigt die Schwankung bei dynamischer Belastung im praktischen Betrieb, dass die niederfrequenten Anteile andere Rauschkomponenten bei weitem übersteigen können, besonders, wenn man am Ende des Kabels oder hinter der Netzteilbuchse am Gerät misst.
Eine Aufzeichnung per Mikrofoneingang am PC und Auswertung des Spektrums per Audacity sind schon fast haushaltsübliche Mittel bzw. Möglichkeiten, wenn auch auf den Audiobereich beschränkt, aber da wird doch der größte Klangbezug vermutet. Wenn man Stromversorgungen bei gleicher Einstellung vergleicht, hat man eine relative Aussage, mittels eines zugeschalteten berechneten Spannungsteilers könnte man das "Messsystem" kalibrieren.
Da liegt noch einige Arbeit vor mir...
Grüße Hans-Martin
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