Aktivboxen über hochwertige Netzfilter?

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon beltane » 13.12.2016, 04:55

Hallo Andi, hallo Stephan,

nemu hat geschrieben:Hallo Andi,

dies ist mir jetzt neu, meiner Kenntnis nach filtert auch die Steckdosen für hohe Verbraucher. Aber hier werde ich mich nochmal bei Herrn Franken erkundigen.

Wie auch immer, wie schon an verschiedenen Stellen beschrieben, funktioniert die NF-3 bei mir ganz ausgezeichnet, gerade an den Geithains. Schaut man sich das recht einfache Netzteil der 901 an, kann ich mir gut vorstellen, dass dieses von einer guten störungsfreien Stromversorgung profitiert. Silbersand betreibt hier einen ganz anderen Aufwand bei den Netzteilen.

Gruß Stephan


In den Produktflyern zum NF3 und P16C steht geschrieben, dass alle 12 Dosen gefiltert sind: http://www.mfe.technology/?page_id=152

Insofern müssten also auch die Dosen für die Endstufen über Filter verfügen. Oder es müsste sich in die Produktflyer ein Fehler eingeschlichen haben.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon nemu » 15.12.2016, 17:16

Hallo zusammen,

habe bzgl. der Frage der Filterung beim NF-3 mal Herrn Franken (MFE) kontaktiert.

Alle drei Bereiche der NF-3 (je Bereich 4 Steckdosen) sind gefiltert, also auch die für die "hohen Verbraucher", wie Endstufen. Jede der drei Bereiche hat u.a. auch einen Überspannungsschutz und eine Filterung auf Gleichstrom.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Bereichen wir jedoch bei den Steckdosen für die "hohen Verbraucher" nur einfach gefiltert:
  • Hier wird mittels sogenannter X-Kodensatoren zwischen L- und N-Leiter (also Phase und Nullleiter) gegen symmetrische (Gegentakt-) Störungen gefiltert.
  • Zusätzlich mittels sogenannter Y-Kondensatoren jeweils zwischen Phase und Erde sowie Nullleiter und Erde gegen asymmetrischen (Gleichtakt-) Störungen gefiltert.
Im Endefekt handelt es sich hier um einen Tiefpass, den die Kondenstaoren gemeinsam mit der Netzimpedanz bilden. Netzfilter sollen die Netzfrequenz möglichst ungehindert durchlassen und höhere Störfrequenzen möglichst wirkungsvoll unterdrücken.

Bei den anderen beiden Steckdosenbereichen (mittlere Verbraucher und Digital) existiert noch eine zusätzliche zweite Filterstufe, bei der u.a. zusätzliche Drosseln eingesetzt werden.

Details zu Netzfiltern kann man u.a. unter Wikipedia unter dem Begriff "Netzfilter" nachschlagen: https://de.wikipedia.org/wiki/Netzfilter. Auf dieser Wikipedia-Seite befindet sich am Ende der Seite ein Weblink auf ein Paper zum Thema "Funkentstörung und Aufbau von Netzfiltern", das die Grundlagen meines Erachtens sehr schön erläutert.

Gruß Stephan
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Beitragvon Radiohörer » 15.12.2016, 19:57

Hallo,
Sind eigentlich nur die einzelnen Bereiche gegeneinander gefiltert, oder wirklich jede einzelne Steckdose gegen jede 11 andere?
Ich liebäugele ja auch mit einer Sonderversion für meine Anlage....
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Beitragvon beltane » 16.12.2016, 00:59

Hallo zusammen,

es sind nur die 3 Bereiche voneinander separiert, nicht aber die einzelnen Dosen innerhalb eines 4er Blocks.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Salvador » 16.12.2016, 06:18

Hallo Stephan,
super, danke für die Klarstellung!
LG,
Andi
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Beitragvon Radiohörer » 31.10.2017, 18:49

Hallo,

Ich hole das Thema wieder hoch. Ich suche weiter nach einer wirkungsvollen Filterungfür meine Klein+Hummel O500C Monitore, die ja nicht nur die Endstufen beinhalten sondern auch Digitalelektronik.
Eien Trafosättigung mit Trafobrummen ist je nach Tageszeit und anderen Verbraucher mal mehr mal weniger wahrzunehmen, so dass ich v.a. eine effektive Gleichstromfilterung brauche.
Ob neben dem DC Filter noch eine andere Filterung notwendig/sinnvoll ist, weiß ich nicht.

Was könnt Ihr an Produkten empfehlen?

Speziell: habt Ihr Erfahrungen mit den Isol-8 Produkten, die scheinbar sehr sehr gut sein sollen.

Eigentlich benötige ich nur eine Filterung mit 2 Anschlüssen für die Monitore, die übrige Anlage steht nämlich seitlich versetzt, so dass es sonst schwierig wäre, mit vernünftigen Kabellängen zu arbeiten.

Grüße
Balazs
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Beitragvon nicos1 » 31.10.2017, 19:33

Moin Balazs,

Ich hatte bei meinen KH O410 auch nerviges Brummen in den Ringkerntrafos und diverse Filter getestet.

Letztendlich habe ich auf Anraten eines Bekannten zwei gebrauchte Netzfilter von
Solitaer-Audio GT 200 gekauft. Endlich die Lösung, Brummen verschwunden.

Werden immer mal wieder in Ebay angeboten.

Uwe
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Beitragvon shakti » 31.10.2017, 21:24

probier mal :

PS Audio- Ultimate outlet

habe ich vor meinen KS Digital Monitoren.

gibt es zu ca 300 bis 400,-eur gebraucht

Gruss
Juergen
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Beitragvon Hans-Martin » 31.10.2017, 22:09

Radiohörer hat geschrieben:Eien Trafosättigung mit Trafobrummen ist je nach Tageszeit und anderen Verbraucher mal mehr mal weniger wahrzunehmen, so dass ich v.a. eine effektive Gleichstromfilterung brauche.
Hallo Balazs,
deine Diagnose halte ich für zutreffend. Ein Gleichstromfilter kann man sich selbst bauen: 2 antiparallel* geschaltete Dioden, ebenso dazu 2 antiparallel geschaltete Kondensatoren, große Elkos >1000uF mit mindestens 50V nominal werden in Serie mit dem Gerät geschaltet, also in die unterbrochene Phase-Leitung legt. Das könnte schon ausreichen und ist kostengünstig zu realisieren.
Grüße Hans-Martin

*antiparallel = je ein Bauteil mit entgegengesetzter Polarität parallel.
Das Filter besteht aus 4 parallel angeschlossenen Bauteilen, davon 2 (1 Diode, 1 Elko) entgegengesetzt gepolt.
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Beitragvon shakti » 31.10.2017, 23:08

...wann hat das eigentlich angefangen, dass man immer alles auch in DIY realisieren will...
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Beitragvon Hans-Martin » 31.10.2017, 23:24

Das gibt es schon solange, wie es schlechte Ingenieurleistungen gibt.
Wenn der Bastler den Beweis antreten kann, dass mit lächerlich wenig Aufwand eine nennenswerte Verbesserung eines Problembereichs erreicht werden kann.
Web-Acronym: UBYTE - usually beats your terrible engineering
Grüße Hans-Martin

P.S.: Ich denke, das war deutlich genug ausgedrückt.
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Beitragvon v_erich » 31.10.2017, 23:31

...wann hat das eigentlich angefangen, dass man immer alles auch mit viel Geld realisieren will...

:cheers:
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Beitragvon shakti » 31.10.2017, 23:48

nichts gegen DIY an sich, aber dieses Forum war eigentlich mal ein Forum, in dem man sich über käuflich erwerbliche Produkte unterhalten konnte, wenn ich was zu DIY Ansätzen lesen wollte, bin ich in dieses Forum gegangen:

http://www.diy-hifi-forum.eu


Gruss
Juergen
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Beitragvon Joerghag » 01.11.2017, 00:27

Radiohörer hat geschrieben:Was könnt Ihr an Produkten empfehlen?

Speziell: habt Ihr Erfahrungen mit den Isol-8 Produkten, die scheinbar sehr sehr gut sein sollen.

Eigentlich benötige ich nur eine Filterung mit 2 Anschlüssen für die Monitore, die übrige Anlage steht nämlich seitlich versetzt, so dass es sonst schwierig wäre, mit vernünftigen Kabellängen zu arbeiten.

Die Filtermodule von der HifiAkademie funktionieren an meinen Genelecs hervorragend und sind bezahlbar. Ein Gehäuse bleibt dabei aber noch DIY, der Rest ist fertig.

viewtopic.php?f=23&t=6818&p=106604&hilit=+hifiakademie+filter#p106604

@shakti
Früher wurde hier auch nicht über den Klang von Basen, Netzwerkkabeln und aufgelegten Holzpyramiden diskutiert. Also locker bleiben. :wink:
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Beitragvon Hans-Martin » 01.11.2017, 00:59

Blink-Blink beeindruckt das Volk.
Es gab auch schon einen tragischen Zwischenfall, wo ein weibliches Oberweitenwunder von der Bühne kippte und an den Folgen verstarb, man könnte vermuten, dass ihre natürliche Fußlänge nicht mehr zu der künstlichen Verlagerung ihres Körperschwerpunktes passte.

Ich verstehe unter einer guten Ingenieurleistung ein ausbalanciertes Verhältnis der Umsetzung relevanter Aspekte. Dann bräuchte man keine speziellen Netzkabel, keine Filter, keine Plattformen, kein Tube-Rolling, sondern man würde das Gerät im Auslieferzustand so betreiben können, wie der Hersteller es vorgesehen hat, und damit zufrieden sein können.

Das Ausphasen ist noch so ein Thema, die wenigsten Hersteller geben klare Vorgaben und Empfehlungen mit (Luxman baute einst eine Glimmlampe auf der Rückseite mit ein, quasi ein eingebauter Phasenprüfer).
Ich habe auf der IFA in den 1980ern verschiedene Hersteller darauf angesprochen und die kuriosesten Antworten bekommen, nicht selten war darunter, dass ihre Geräte darauf keinen Unterschied machen sollten. Es gibt viele Beispiele dafür, dass Konstrukteure keinen Bezug zu dem ausgelieferten Endprodukt haben, welches kostengünstig an einem anderen Teil der Erde produziert wird.

Der Begriff UBYTE wurde mal von Pat von analogresearch-technology geprägt. Pat hat in diversen Foren seine Tips zum besten gegeben, ich erinnere mich an den Digitalausgang bei einer Squeezebox, den er nachvollziehbar korrigiert hat.
Es kostet wenig, ein Digitalkabel mit etwas mehr Länge zu wählen, damit die von -egal ob RCA oder XLR- Steckverbindern mit ihrer Fehlanpassung des Wellenwiderstandes ausgehende Reflexion des Signals zumindest so spät eintrifft, dass die wichtige Impulsflanke in ihrer Steilheit ungestört bleibt. Das ist nur eines von Pats Beispielen...

In den späten 1970ern berichtete mir ein Freund, er habe sehr gute Weine bei Karstadt zum Spottpreis gekauft. Karstadt hatte erstmals Computer zur Inventurauswertung eingesetzt und die ältesten Artikel mit den größten Rabatten zum Abverkauf freigegeben. :D
Dummheit mit Konzept, beeindruckend.
Spiegelbildlich gibt es gemäß der Gaußschen Glockenkurve auf der anderen Seite auch genausoviel Klugheit mit Konzept.
Ich bekenne mich dazu, diese Seite zu bevorzugen.

Auf welche der 3 Komponenten könnte man verzichten: ein gutes Instrument, es richtig zu stimmen, das Spielen beherrschen?
4 Bauteile für zusammen weniger als 8 Euro nehmen nicht nur das über den Tagesverlauf wechselhafte Brummen des Ringkerntrafos weg, sie verbessern nach meiner Erfahrung sogar die Kraftübertragung, obwohl sie selbst verlustbehaftet sind. Wenn der Trafo durch Brummen seine Sättigung wegen der Gleichstromanteile anzeigt, ist ein Gleichstromfilter ein Zugewinn, weil der Trafo seine bestimmungsgemäße Aufgabe besser erfüllen kann.

Es ist durchaus möglich, dass der Klugheit eines guten Konstrukteurs die Dummheit eines Controllers mit seinem Rotstift in der Produktionskette gefolgt ist. Es gibt nichts, was man nicht noch preiswerter, billiger, schäbiger herstellen kann.

Offenbar sind die Neumann Aktivlautsprecher nicht hinreichend gegen die alltäglichen Gleichstromanteile im Lichtnetz gewappnet.
Egal, ob Klein+Hummel O500C oder 410, was empfiehlt eigentlich der Hersteller, um das Problem zu lösen?
Der ist doch eigentlich zuständig, das abnorme Verhalten abzustellen. Wenn wir kleinen Lichter hier im Forum bessere Vorschläge entwickeln können, ist das nur ein Beweis für UBYTE...
Anders ausgedrückt: da die Frage offenbar erst an das Forum gestellt wurde, und nicht an den Hersteller, scheint es mit dem Vertrauen in dessen Kompetenz offenbar nicht gut bestellt... :mrgreen:
Grüße Hans-Martin
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