Aktivboxen über hochwertige Netzfilter?

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon Stanley » 03.11.2017, 15:40

Eusebius hat geschrieben:Ich frage mich schon, ob auch nur ein einziger der Hörer, bei denen der Furman nichts gebracht hat, es mit der von mir empfohlenen Einsatzart versucht hat:
1) konsequent nur ein AC 210-AE pro Endgerät
2) Ferritkabel zwischen jedem Furman und jedem Endgerät?


Rainer

Der Furman hat grundsätzlich 2 Anschlussdosen. Also auch 2 Geräte anschliessen.
Zudem liest man oft, dass man an den Furman locker eine Steckerleiste für mehrere Geräte anschliessen kann.
Wenn ich für jedes Gerät einen Furman kaufen muss, muss ich sehr lange sparen um das zu realisieren.

Wieso kann das Ding den 10A, wenn man nur viel weniger anschliessen soll. Verstehe ich nicht ganz.

Heinz
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Beitragvon wgh52 » 03.11.2017, 16:29

Hallo Heinz,

Rainer hatte früher im Thread berichtet, dass seine Versuche ergaben, dass (ohne Ansehn der angeschlossenen Stromlast) ein Gerät je Furmann zumindest in seiner Kette optimal ist. Ich stehe vor ähnlichen finanziellen Limitierungen wie Du, werde darum wohl mit 2-3 Furmans anfangen und ausprobieren welche Aufteilung dann in meiner Kette das Preis-/Leistungs-Optimum ist.

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Jupiter » 03.11.2017, 17:33

Hallo Winfried,
Ich bringe einem Furmann Pl 8....zum Forumstreffen mit.
Dieser hat 2x4 Anschlüße als Kaltgerätesteckereingänge.

Ich habe allerdings nur 3 Kaltgerätestecker Netzkabel.

Falls du diesen gegen die Furmänner E210 testen möchtest können wir das gerne machen.

Müßtest jedoch noch Netzkabel mit zwei Kaltgerätestecker am Anfang und Ende besorgen.

@ Rainer,
Wir können auch gerne mal bei Dir oder mir die Furmannlösung E210 und Pl 8 vergleichen.
Würde mich interessieren.

Gruß Harald
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Beitragvon Eusebius » 03.11.2017, 17:53

Hallo Heinz!
Ja, man kann mit einer Verteilerleiste eine ganze Anlage dranhängen.
Aber damit werden nur die Störungen abgefangen, die über das Netz von außen (!) in die Anlage kommen.
Nicht zu unterschätzen ist der Mist, den die Komponenten der Anlage selbst erzeugen.
Bei einer gemeinschaftlichen Filterung bleibt dieser ganze Kram von der Filterwirkung unberührt, denn die findet ja vorher statt.
Wenn man sich z.B. die Beschaltung der beiden Steckplätze im kleinen Furman ansieht, wird klar, dass da nichts mehr zwischen ist.
Wenn an der einen Buchse z.B. der DAC hängt und an der anderen die Vorstufe, können Rückwirkungen des DACs im Furman sofort über die andere Netz-Buchse wieder zur Vorstufe rausmarschieren.

Das vermeidet man mit der sternförmigen Beschaltung, bei der jedes Audiogerät einen eigenen Furman erhält.
Da kommt von nirgendwo mehr was zu den anderen Komponenten durch.

Wenn man sich die Preise für die größeren Geräte mit mehreren Steckplätzen anschaut, kann man sich schon drei oder vier kleine dafür zulegen.
Ich würde diese Lösung in jedem Fall einer gemeinschaftlichen Fllterung vorziehen.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Hans-Martin » 03.11.2017, 18:41

Hallo Rainer, das deckt sich mit meinen Beobachtungen.
Langweilig kann es werden, wenn man nach einem Trenntransformator mit 500VA einen CD-Player angeschlossen hat, dann den Verstärker von der Steckdose neben dem Trenntrafo abzieht und parallel zum CD-Player betreibt.
Da kann es passieren, dass es dem CD-Player "die Schuhe auszieht" und nichts mehr richtig abgeht, die Wiedergabe lahm wird. In einer Kette mit Aktiv-LS kann auch ein Verstärker im Leerlauf schon dem Player/Streamer/DAC den Saft wegnehmen.
Die Einzelfilterung hat klar viele Vorteile. Wer dennoch auf eine Unterverteilung nach dem Fuhrman setzt, kann über die einzelnen Netzkabel Klappferrite zur Entkopplung setzen, so ähnlich entkoppelt HMS in seiner Energia Netzleiste seine Zweige.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Jupiter » 03.11.2017, 18:58

Hallo Hans-Martin,

Ich werde mir für die Netzkabel die vom Furmann abgehen 2x an Rl901k und einmal Linn G-ADSM diese Klappferrite besorgen und berichten.

Gruß Harald
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Beitragvon SolidCore » 03.11.2017, 19:50

Hallo zusammen

Ich würde ebenfalls empfehlen, pro Gerät einen Furman zu betreiben, oder zumindest für jedes Digitalgerät, und Geräte mit Schaltnetzteilen. Diese streuen schon mal gerne ins Netz zurück, da wäre es Sinnfrei, einen Furman vor eine Netzleiste zu setzen. Letztendlich hilft wie immer, es auszuprobieren.
Den Tip, den Furman mit Ferrit-Netzkabeln wie z.B Eupen zu betreiben, kann ich nicht empfehlen. Es könnte wunderbar langweilig und Müde klingen. Was man im erstem Moment fälschlicherweise als "Ruhe" wahrnehmen könnte. Ebenso die Klappferritringe. Wenn überhaupt, dann lieber die Klappferrite. Bei einfachen, "zischeligen" Netzkabeln könnten sie das Gezische etwas dämpfen.
Betreibt man seine Anlage mit hochwertigen Netzkabeln, ganz gleich welcher Hersteller, wird feststellen, das bereits ein Furman diese Performance ganz leicht einschränkt, durch seine Innenverkabelung. Von daher hatte ich Mitte des Jahres mal diesen Umbau angeboten:
viewtopic.php?f=23&t=7695&p=136672&hilit=furman+umbau#p136672

Diesen habe ich bis heute etwas verfeinert, meist in den Punkten der VDE. Durch das Silber hat der Furman keinerlei klangliche Einschränkung mehr, selbst bei sehr hochwertigen Netzkabeln >1000,-. Falls man ein verseuchtes Stromnetz hat, kann es nur klanglich besser werden. Bei Standartstrippen könnte man sogar äußerst überrascht sein, um wieviel besser so ein umgebauter Furman klingt. Das Silber zeigt seine Signatur unmissverständlich.
Was ich äußerst schade fand, ist, das die größeren Furman mit mehreren Ausgängen intern nur eine einzige Platine vom kleinem Furman verbaut haben, und ebenfalls nur die mehreren Abgänge einfach durchbrücken. Von daher ... Man findet Bilder davon im Google, wo man es erkennen kann.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Radiohörer » 03.11.2017, 20:24

Hallo Stephan,
Danke für Deinen Beitrag.
Wie entscheidend ist das Netzkabel VOR und HINTER so einem umgebauten Furmann für einen größeren Aktiv-LS (in meinem Fall mit Digitalelektronik)? Wenn die LS ca 2,5m (Kabellänge) von einer Steckdose entfernt sind, wo würdest Du längere/kürzere Kabel nehmen? Und wie kurz würdest Du die kurzen minimal nehmen?
(ggf. gerne auch per PM, wenn es hier zu speziell wird...)
Danke und Grüße
Balazs
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Beitragvon Eusebius » 03.11.2017, 22:02

Hallo Balazs!

Vielleicht helfen die Infos der tmr-homepage weiter:

Aufgrund der beidseitigen Wirkung eines üblichen Netzfilters werden eigenerzeugte Störungen ins Gerät zurückreflektiert und verursachen dort klangliche Nachteile.
Daher werden, wenn überhaupt, nur Filterschaltungen sehr geringer Wirksamkeit eingesetzt, um zumindest die CE-Norm zu erfüllen.
Ein gutes Filter ist teuer und benötigt Platz sowie Abschirmung.
Positioniert man ein Netzfilter außerhalb des Gerätes und verbindet dieses mit einem Absorptionskabel vom Typ TMR NK2, so können eigenerzeugte Störungen auf dem Weg zum und vom Netzfilter deutlich durch Absorption innerhalb der Ferritummantelung des Kabels verringert und in ihrer Rückwirkung auf das Gerät begrenzt werden.
(Unter "FAQs": "Netzfilter direkt in Geräte einbauen?")

Daraus folgt, dass eine solches Kabel zwischen Filter und Audiogerät eine gewisse Mindestlänge haben sollte, damit der Effekt deutlich wird.
Um sich "tot zu laufen" benötigen die hochfrequenten Störungen eine gewisse Wegstrecke in der Ferritummantelung.
Ich würde also bei einem Ferritkabel zwischen Filter und Endgerät mindestens 1 m Länge kalkulieren.
Wegen des beschränkten Biegeradius geht es auch kaum kürzer.
Art und Länge der Netzleitung zwischen Wandsteckdose und Filter sind weniger wichtig.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Hans-Martin » 10.11.2017, 12:11

Hallo,
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Ich habe gerade ein Solitaer M35 geöffnet und fand dort (abgesehen von blank (!) und frei verdrahteten 3 Bauteilen: Kontroll-LED*) ein handelsübliches Netzfilter vor, ich habe darauf verzichtet, das aufgeklebte Etikett zu lüpfen, um nach dem Original Herstelleraufdruck zu suchen, der meist auch die Werte für Ls und die X- und Y- Cs verrät, denn Schleifspuren um das Etikett herum deuten darauf, dass hier Hinweise vorher flächig entfernt wurden.

Zu meiner Verwunderung finde ich hier eingangsseitig die Schutzerdeleitung nicht länger als die stromführenden Leiter, und dass die zur Steckdose weitergeleitete Schutzerde sogar aufgelötet ist (man hätte sie ohne Unterbrechung zur Dose durchziehen können, dafür aber 15cm Länge Ölflexleitung opfern müssen, diese für den Schutzerdekontakt ans Filter nur abmanteln brauchen, was mE nach VDE an dieser Stelle eine Lötstelle zuließe).
CE, EN133200, IEC950 sind aufgedruckt, und Google zeigt schnell auf die Norm, Schaffner-PDF, vom Marktführer in Filtern.

Aus der Einfachheit der Anordnung lässt sich die Frage nach vergleichbarer Einfachheit im Aufbau des weiter oben empfohlenen Solitaer-Audio GT 200 mit Gleichstromfilter schließen. Soll ja schließlich ebay-tauglich verkaufbar sein und noch Profit abwerfen.
Grüße Hans-Martin

*) die LED kann man bei der Handhabung des Filters unbeabsichtigt hineindrücken, ein Kondensator (Phasenschieber), Brückengleichrichter und LED sind zwar vorgeschaltet, aber nicht weiter abgesichert (nach dem Netzfilter).
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Beitragvon Tinitus » 10.11.2017, 23:29

Hallo Hans-Martin,

manchmal ist das einzig hochendige am High-End die Margen. Kein Netzfilter eher eine Stromversorgung, soll aber auch den Dreck des Netzes vom angeschlossenen Gerät fern halten:

https://audiosciencereview.com/forum/in ... ps-1.1853/

:shock:

Gruß

Uwe
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