Aktivboxen über hochwertige Netzfilter?

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon shakti » 01.11.2017, 10:16

die meisten Studio Lautsprecher sind fuer den Einsatz im Tonstudio konzipiert.
Ein tonstudio hat im allgemeinen eine kontrollierte/gereinigte Stromzufuhr fuer die Geraete, dies als Teil der Gesamtstudiokonzeption. Eine zusaetzliche aufwendige Filterung bei den Geraeten selber ist somit nicht notwendig und koennte sogar zu negativen Wechselwirkungen fuehren.

insofern ist es durchaus moeglich, dass die genannten StudioLautsprecher genau nach Lastenheft entwickelt wurden.

Moechte ich Studioprodukte/ Lautsprecher zuhause nutzen , bereite ich diesen zur optimalen Funktion am besten eine Studioaehnliche Umgebung.

Es sind ja bereits einige Produkte genannt worden.

Gruss
Juergen

ps
schreibe in diesem Forum seit 2010 und habe mich seit dem immer wieder zur optimalen GeraeteIntegration geaeussert, dazu gehoert fuer mich die Stromversorgung, incl Stromkabel. Die Aufstellung, incl Basen und und anderer Gehaeuse Beruhiger. Die Tendenz gerne auf DIY zurueckzugreifen ist da ein deutlich juengerer Trend :-)
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Beitragvon KSTR » 01.11.2017, 16:11

Hans-Martin hat geschrieben:Offenbar sind die Neumann Aktivlautsprecher nicht hinreichend gegen die alltäglichen Gleichstromanteile im Lichtnetz gewappnet.
Doch, sind sie, denn alle tatsächlichen Neumann-Modelle haben Schaltnetzteile. Die alten K+H aber nicht.
Ein zerfizierbares DC-Filter dass auch auf sinnvolle (d.h. sehr lange) Lebensdauer ausgelegt ist und tatsächlich funktioniert (d.h. auch bis zu ca 5Vdc sauber blockt) , erfordert übrigens einen weit größeren Aufwand als die von dir beschriebene einfachtse konzeptionelle Lösung aus (Ellektrolyt-)Kondensator mit antiparallelen Dioden. Das rechnet sich einfach nicht, das in jeden Gerät einzubauen (zumal die Dimensionierung spezifisch ist).
Gründübel sind natürlich die standardmäßgen RKT's selbst, die zum Glück langsam aussterben...
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Beitragvon dietert » 02.11.2017, 09:44

Wo kommt denn die Anforderung "5V Gleichspannung" her? Gibt es dazu eine Quelle?

Ansonsten erscheint mir die von Hans-Martin vorgeschlagene Lösung praxisgerecht und robust. Selbstverständlich sind Arbeiten an Netzleitungen immer mit Risiken verbunden und deswegen Fachleuten vorbehalten.
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Beitragvon Martin » 02.11.2017, 10:35

Hallo dietert,
die Höhe der Gleichspannung lässt sich mit Hilfe der Netzimpedanz grob abschätzen. Angenommen, wir haben einen Fön mit 1500 W Nennleistung, dessen Heizspirale bei halber Heizleistung über eine Diode versorgt wird. Somit wird das Netz bei halber Stufe nur mit einer Halbwelle belastet. Der Stromfluss bewirkt nun während einer Halbwelle an der Netzimpedanz einen Spannungsabfall. Wenn ich von einer Netzimpedanz von 0,4 Ohm ausgehe, wären das (vereinfacht gerechnet) etwa: 6,5 A * 0,4 Ohm = 2,6 V. Die Netzimpedanz ist von Ort zu Ort unterschiedlich und kann einfach ermittelt werden durch einen starken Verbraucher und Messen des Spannungseinbruchs bei Belastung.

Grüße
Martin
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Beitragvon dietert » 02.11.2017, 17:27

Hallo Martin,

also gut, das zeitliche Mittel - was ja der Gleichspannungsanteil ist - wird in diesem konstruierten Beispiel bei 1,3 V liegen. Aber klar, mit vier Föns kann man auch 5 V erreichen. Ich dachte, die 5 V wären vielleicht eine Empfehlung vom VDE oder so.
Gerade habe ich einen Test mit einem Fön "Easy Home" mit der Angabe 1800-2200 W gemacht. Gemessene Gleichspannung an derselben Vielfachsteckdose ist 0,96 V, ohne Fön bzw. mit Fön auf voller Kraft 0,000 V. Das passt also in etwa. Fön in einem anderen Raum angeschlossen: 0,055 V.
Ob ein Fön einen RKT in der Nähe zum Brummen bringen kann, weiß ich nicht. Das ist ja nicht gerade einfach zu testen...

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon Eusebius » 02.11.2017, 18:04

Klare Empfehlung:

1) Für jedes (!) Gerät in der Abhörkette je einen Furman AC-210 AE Power Conditioner (Stückpreis knapp 200,-). An jedem AC-210 hängt also wirklich nur ein (!) Gerät!
Durch diese sternförmige Installation werden auch die Wechselwirkungen der Anlagenkomponenten untereinander vermieden.
2) Zwischen jeden Furman und dem jeweils an ihm hängenden Hifi-Gerät, DAC, Aktiv-LS - oder was auch immer - gehört ein ferritummanteltes Kabel von tmr.
Erklärung, warum das hilft, steht auf der tmr-Homepage.
Die Netzzuleitung zu den Furmännern selbst ist nicht so wichtig.

In der Summe kommt man bei dieser Art der konsequenten individuellen Filterung auf weitaus weniger Invest als bei vielen der üblichen einzelnen, großen Stromfilterkomponenten mit mehreren Steckplätzen.
Einen strammen Überspannungsschutz erhält man noch als Dreingabe.
Die Umsetzung dieses Konzepts war eine meiner besten Aktionen der vergangenen Jahre.
Nie mehr ohne!

Gruß!
Rainer
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Beitragvon shakti » 02.11.2017, 19:09

Kann solche Profifilter auch nur unbedingt empfehlen!, diese geben einen soliden und preiswerten Einstieg in die Welt der Netzfilter. Speziell für den Fuhrmann gibt es einige Modifikationen, die das Gerät deutlich nach vorne bringen (und damit gleichzeitig aufzeigen, dass man auch die Netzfilterung noch verbessern kann)

Gruss
Juergen
ps
habe versucht, DIY , dh Modifikationen mal in einem positiven Kontext zu erwähnen :-)
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Beitragvon Radiohörer » 02.11.2017, 19:24

Macht die og. Furmann 210 eine DC Filterung? Reicht es von der Dimensionierung für 2 aktive Main Monitore?
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Beitragvon Eusebius » 02.11.2017, 19:47

Die vertragen 10 Ampère (2300 Watt).
Aber wie ich oben sagte: Nur ein (!) Verbraucher pro Furman! Also 2 Stück für ein Paar Stereo-LS.
Nur so wirken sie richtig. Plus Ferritkabel!: http://www.tmr-audio.de/index.php/inhal ... el/tmr-nk2
Die Konfektionierung auf zweimal Kaltegeräte-Kupplung macht Thomas (tmr).
Von DC weiß ich nichts.
Ich weiß nur, wie sie klanglich wirken - und das ist toll!

Gruß!
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Beitragvon Joerghag » 02.11.2017, 19:49

Soweit ich weiß machen sie keine DC-Filterung :(

Gruß Jörg
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Beitragvon nicos1 » 02.11.2017, 20:13

Ich hatte den Furmann an meiner O410 getestet. Hat nichts gebracht, weiter sattes brummen.

Ich habe die 410 vor 3 Jahren gekauft. Ich habe dann wegen dem Brummen bei Neumann angerufen, die als ideale Lösung den TK Audio GN1 empfohlen haben, leider gibt es diesen Filter nicht mehr.

Alternativ wurde mir der Solitaer GT 200 genannt. Wie weiter oben von mir schon erwähnt, die sofortige Lösung. Kostet in ebay meist € 70-100

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Beitragvon Eusebius » 02.11.2017, 22:00

Ich frage mich schon, ob auch nur ein einziger der Hörer, bei denen der Furman nichts gebracht hat, es mit der von mir empfohlenen Einsatzart versucht hat:
1) konsequent nur ein AC 210-AE pro Endgerät
2) Ferritkabel zwischen jedem Furman und jedem Endgerät?

Ich vermute stark: niemand.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Hans-Martin » 03.11.2017, 00:15

Hallo,
ich habe zwar keine Furman, dafür aber andere Netzfilter, und die ferritummantelten Kabel (meist OEM von Eupenkabel) z.B. von TMR (die von Audiocom schienen identisch) brachten mehr bei Geräten, die digital arbeiten, hingegen waren sie mit 1,5qmm Querschnitt bei rein analog arbeitenden Geräten tendenziell eher als Spaßbremse wahrnehmbar. 2,5qmm schien mir weniger beschränkt.
Die von TMR damals mitgelieferte Druckschrift machte klar, dass Netzfilter HF-Störungen nicht durchlassen sollen, das gilt für beide Richtungen, folglich die im z.B. CD-Player generierten HF-Anteile nicht zum Netz ableiten, sondern reflektieren, was anhand der Leitungslänge verzögert den Störer wieder heimsucht. Da kommt ein absorbierends Netzkabel gut.
Reine NF-Geräte mit konventionellen Netzteilen über Trafos sollten eigentlich nach EMV-Gesetz keine Hochfrequenz erzeugen, und auch nicht auf solche externe reagieren. Wenn hier Absorptionskabel eine hörbare Steigerung bringen, darf man sich fragen, warum wohl.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Eusebius » 03.11.2017, 07:42

Hallo Hans-Martin!
Mag sein,dass ich mit der Komplettverkabelung mehr gemacht habe, als nötig war.
Vielleicht brauchen die 901k mit ihren Mosfetendstufen diese Kabel nicht..., aber die 1000-Watt-Schaltendstufen der Basis 14k doch? Ausgetestet habe ich das nicht.
Eh ich mir darüber groß Gedanken mache, welches Gerät in meiner Kette ein solches Kabel zum Furman braucht und welches nicht, bestelle ich lieber ein kompletten Satz und bin damit auf der sicheren Seite. (Zumal sie nicht die Welt kosten)
Das nur als Hinweis wider die Legendenbildung, dass hier womöglich irgendwelche Geräte oder LS solche Kabel benötigen würden, obwohl sie das konstruktionstechnisch von Hause aus eigentlich nicht sollten. :cheers:

Rainer
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Beitragvon Hans-Martin » 03.11.2017, 15:10

Hallo Rainer,
einheitliche Netzkabel für alle Geräte ist ein Konzept, welches auch klare Vorteile haben kann.
Zumal die Ferritummantelung vagabundierende HF gut absorbiert. Das 2,5qmm Kabel halte ich für eine gute Sache, mit nur geringsten Nebenwirkungen.
Grüße Hans-Martin
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