R2R DACs

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon astrostar59 » 01.03.2017, 15:54

Kann ich mich der Diskussion anschließen?
Ich hatte viele DS OS DACs im Laufe der Jahre und kam schließlich zurück zu R-2R 'alten Tech-DACs. Der erste DAC, den ich je hatte, war ein verrückter, teurer Sharp, der wie ein Panzer gebaut wurde. Ich kaufte es von einem Händler Kumpel verwendet. Von diesem Punkt an jeder DAC ich besaß klingt stetig schlechter.

Ich habe mich endlich auf Audio Note DACs ohne OS und keine Filterung gesetzt. Nur analoge Filterung. Tube PS und Endstufe, Transformator I / Vs und Transformatorausgang. Ich merke, Sie erwähnen die Kassandre, auch viele Ideen, die ähnlich wie die Audio Note sind.

Und Lampizator ist ähnliche Ideen, aber DSD FPGA. Meine Gedanken sind DSD und andere Formate können tot sein, da Tidal und MQA so gut und billig sind, einfacher Zugang.

Wie auch immer, meine Erkenntnisse. Ihre Meilenzahl kann variieren ..posting.php?mode=reply&f=23&t=8055#
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Beitragvon tsaett » 01.03.2017, 19:20

Ich muss mich übrigens berichtigen:
Es gibt tatsächlich einen "Einsteiger-DAC" von Aries Cerat für 18.000€ und das von mir gehörte mittlere Modell kostete 41k€, nicht 44k€. Mein Fehler.

Julian,
es gibt viele Audiophile die Vintage-Sound mögen und bewusst alte Verstärker zum Hören wählen.
Bekannt dürfte Jeff Day von http://jeffsplace.me/wordpress/ sein, von dem ich mir schon einige gute Tipps abgeholt habe (den Leben CS660p zum Beispiel, oder Sablon Kabel)

Der Audio Note ist sicher klanglich heute noch genauso aktuell wie damals!

Christoph
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Beitragvon Daihedz » 01.03.2017, 20:59

Fujak, Du schreibst mir aus der Seele

Ich bin eben aus einem Curriculumsvortrag über "Visionen" an der Uni Bern nach Hause gekommen. Heutiges Thema: "Induzierte Illusionen und Halluzinationen". Und dann lese ich Deinen Beitrag, der so gut zum soeben Gehörten passt:

Fujak hat geschrieben: ... Das Anführen technischer Merkmale für die eine oder andere Richtung ändert nichts daran, dass Entscheidungen in erster Linie aus klanglichen Gründen fallen - zumindest wäre das unserer audiophilen Leidenschaft angemessen...

... wobei "Entscheidungen", "Klang" und "Leidenschaft" weitgehend als transparente Prozesse im Gehirn verstanden werden können. Dazu sei angemerkt, dass das Gehirn als nichtlineares Rechenwerk aufgefasst werden sollte, dessen Produkte, resp. Resultate massgeblich von hoch individuellen Faktoren (Biographie, Prägungen etc.) abhängt. Wahrnehmung kann deshalb auch nichts anderes als subjektive Realität sein (welche durchaus den Charakter der Reproduzierbarkeit aufweisen kann). Dem een sine Uul ist bekannlich dem annern sine Nachtigall ... Jenen, welche an die unumstössliche und allgemeingültige Wahrheit ihrer eigenen Wahrnehmung glauben, sei in subversiver Absicht zwei kleine, verblüffende Hörbeispiele anempfohlen:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... nfinie.ogg
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... 1_MCLD.ogg

Und wer dadurch mehr Lust auf Verunsicherung gekriegt hätte, kann sich gerne noch folgendes anschauen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Auditory_illusion
http://www.philomel.com/index.php
http://deutsch.ucsd.edu/psychology/pages.php?i=201

Auf Diana Deutsch hat ja Hans-Martin schon mehrfach hingewiesen.

Grüsse
Simon
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Beitragvon Diskus_GL » 02.03.2017, 00:32

Hallo Simon,

man sollte schon unterschieden zwischen der Wahrnehmung (z. B. einer auditiven Szene) und deren "Auswirkungen" im Gehirn (in Form von Gefühlen, Illusionen, Empfindungen, Erinnerungen etc.), die aufgrund der Ergebnisse der Wahrnehmung entstehen.

Beides ist individuell.
Ersteres hängt davon ab, wie gut die Hörsinne noch sind (Hörsturz, Tinitus, etc.) und auch wie gut z. B. Hören "gelernt" wurde etc..
Letzteres ist - vereinfacht gesagt - eher von der Persönlichkeit und dem individuellen Lebensweg abhängig....

Eine "Auswirkung" gibt es nicht ohne Wahrnehmung... und je besser die Wahrnehmung ist, desto intensiver kann eine "Auswirkung" werden...

Technische und physikalische Aspekte haben zuerst auf die Wahrnehmung einen Einfluss... auf die "Auswirkungen" somit nur mittelbar.

Deine Beispiele zeigen ja sehr schön wie komplex das Thema Hör-Wahrnehmung ist.
Das wir nicht 1:1 den physikalischen Schallverlauf, der an unsere Ohren ankommt "wahrnehmen" ist ja nicht neu und bestätigt einmal mehr die Diskrepanz zwischen dem Messen (physikalischer Gegebenheiten) und dem was wir "wahrnehmen".
Insofern stellt sich die Frage nach der "unumstösslichen und allgemeingültigen Wahrheit der eigenen Wahrnehmung" gar nicht ...der physikalische Schall (der messbar ist) ist für die Wahrnehmung nicht "DIE Wahrheit" - sondern nur das Mittel zum Zweck.

Die Wissenschaft, die sich damit befasst - also wie und nach welchen Prinzipien das Gehör den an den Ohren ankommenden Schall "auswertet" (um den Zweck zu erreichen) - nennt sich ASA (Auditory Scene Analysis).
Da findest Du auch die wissenschaftlichen Erklärungen für die Beispiele von Diana Deutsch ...und auch da gibts eine schöne CD zum Download mit Booklet und Erklärungen... und ebenso verblüffenden Hörbeispielen...

Die dort aufgeführten Prinzipien nach denen das Gehör den an den Ohren ankommenden Schall "organisiert" und "auswertet" sind ja reproduzierbar und sind durchaus auf Musik etc. anwendbar (z. B. bei der Aufnahme und beim Mastering) - und wurden offenbar von Komponisten etc. auch schon angewendet.

Das liefert ja auch durchaus plausible Erklärungen dafür, warum R2R-DACs trotz objektiv schlechterer Messwerte von vielen als für die Wahrnehmung besser geeignet beurteilt werden.
Die meisten SD-DACs sind sicherlich für die messtechnisch beste Reproduktion des Schalls im technischen Sinne besser - aber das muss ja nicht das für die Wahrnehmung entscheidende sein (siehe ASA und Diana Deutsch)... .

Grüsse Joachim
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Beitragvon shakti » 03.03.2017, 21:59

hier mal ein Test des Aries Cerat Kassandra 2 signature limited, dem aktuellen Spitzenmodell aus Zypern, wohl einer der aufwendigsten R2R DACs auf dem Markt:

http://www.monoandstereo.com/2017/03/aries-cerat-kassandra-2-signature.html


Gruss
Juergen
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Beitragvon cinematic » 10.03.2017, 09:22

Hallo,

der Test zum Metrum Acoustics Adagio bei 6moons.com ist jetzt auch komplett.

http://www.6moons.com/audioreviews2/metrum3/1.html

Grüße
tom
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Beitragvon RayDigital » 27.10.2017, 00:11

RayDigital hat geschrieben:Ich schwanke in der Tat noch zwischen dem Adagio und dem arfi-dac2 von Artistic Fidelity, den ich - überragend aufspielend - als Prototyp bereits auf dem letzten Forumstreffen im Vergleich zu weitaus teureren DACs hören konnte.

Gruß,
Raimund

Nachdem ich im September insgesamt drei DACs - meinen alten T+A DAC 8, den neuen Bakoon DAC-21 und den arfi-dac2 - im direkten Vergleich und den Metrum Acoustics Adagio bereits im April hören konnte, bin ich seit gut einem Monat Besitzer des arfi-dac2 samt afis+USB Modul und der arfi-psu.
Das Schöne am afis sind seine zwei parallelen Ausgänge, die einen direkten Klangvergleich von zwei DACs an derselben Quelle ermöglichen, wenn gleich ich die Lautstärke an meinem Bakoon HPA-21 KHV nach Umschaltung zwischen den zwei verschiedenen analogen Eingängen noch jeweils minimal nachregulieren musste, um nicht einen DAC lauter als den Anderen spielen zu lassen.
Schon nach wenigen Minuten des Vergleichens zwischen dem DAC-21 und dem arfi-dac2 war klar, dass Letzterer in einer eigenen Liga spielt. Instrumente und Stimmen klingen über den arfi-dac2 natürlicher, analoger und können selbst bei komplexem Klanggeschehen besser separiert werden, trotz des Detailreichtums des Bakoon DAC-21. Dieser klingt mit seinem ESS Sabre 9018 Wandlerchip und seiner ausgeklügelten Energieversorgung mittels dreier Batteriepacks gar nicht 'mal so schlecht. Der direkte Vergleich mit dem arfi-dac2 allerdings offenbarte ein eher lästiges und ein bißchen diffuses Klangbild samt unnatürlich und "digital" klingender Stimmen und Instrumente. Auch gegenüber dem T+A DAC 8 konnte sich der immerhin fast €4.000,- teure Bakoon DAC-21 nicht klar absetzen im Gegensatz zum arfi-dac2.
Der Bakoon ging ziemlich schnell zurück an den Leihsteller, den T+A DAC 8 konnte ich mitlerweile an einen netten Forumkollegen verkaufen und übriggeblieben ist der arfi-dac2.
Wie schlägt sich dieser nun im Vergleich zum fast €7.000,- teuren Metrum Acoustics Adagio NOS-DAC? Eine eindeutige Beantwortung dieser Frage kann ich leider nicht geben, da ich, wie gesagt (noch) keinen direkten Klangvergleich anstellen konnte. Aus der Erinnerung der gut 2-wöchigen Leihstellung des Adagio im April diesen Jahres heraus kann ich mit Sicherheit behaupten, dass dieser ebenfalls einen sehr analogen, natürlichen Klang erzeugt, der einen genauso wie der arfi-dac2 direkt ins Geschehen zieht. Man spielt bzw. singt sozusagen mit den Akteuren mit.
Beide DACs bringen einzelne Stimmen und Instrumente mit einer Deutlichkeit und Bestimmtheit an die Ohrmuscheln meines Sennheiser HD 800 Kopfhörers - ich höre nahezu ausschließlich über Kopfhörer -, wie man es zuvor nicht für möglich gehalten hat. Beide DACs erzeugen ein für mich gegenüber früher neues, zugleich realistischeres Klangbild, das dem Livecharakter selbst von Studioaufnahmen sehr nahe kommt. Das drückt sich z.B. darin aus, dass ich Alben nun in der Regel komplett von Anfang bis Ende höre und nicht nur die Titel, die mir am Besten gefallen. Man ist sozusagen gespannt darauf, wie wohl der nächste Titel klingen mag, es gibt doch soviel darauf zu entdecken.
Alle erwähnten DACs, selbst der Adagio, profitieren in meinem Set-up ganz eindeutig von der vollständig galvanisch getrennten Anbindung der USB-Quelle per externem USB-Modul und LWL an den afi(s) gegenüber der direkten Anbindung der USB-Quelle an den DAC per USB-Kabel. Dieses Konzept plus die separate Stromversorgung über die arfi-psu und die überzeugende Vorstellung des arfi-dac2 bei mir zu Hause haben letztendlich für mich den Ausschlag gegeben, mich für die Geräte von artistic-fidelity zu entscheiden.

Gruß,
Raimund
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Beitragvon jpetek » 12.11.2017, 11:38

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