Batteriebetrieb

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Batteriebetrieb

Beitragvon play-mate » 16.04.2017, 13:45

Geehrtes Forum

Wer so beneidenswert ist, einen 12 Volt Gleichstrom-Eingang zu seinem DAC oder Vorverstärker zu haben, sollte sich Fujak´s Batterieversorgungsprojekt wirklich annehmen. Solche Lösungen sind einfach unschlagbar : kein Ärger mit digitalem Netzmüll, keine teuere Netzkabel-Sorgen mehr und vor allem unbeschränkte Qualität und Power von der Stromversorgung. Das kann man ganz klar hören !!
Mehr Raum, mehr Ruhe und viel mehr Abklingen. Grandios.

Ich wollte für meinem neuen DAC genau dies, aber eben kein Selbstbauprojekt starten. Daher meine Lösung die ich euch ans Herz legen möchte :

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Die Batterie liefert bis zu 10 Ampere auf dem 12 V Ausgang und läuft mindestens 30 Stunden bevor die Anzeige eine Wiederaufladung will. Einfach den Schalter für 12 V ausschalten und den Akku mit (mitgeliefertem Netzteil) wieder laden. Über- und Unterspannungsschutz ist integriert.

LG. leif
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Beitragvon bvk » 24.04.2017, 15:03

Hallo Leif,
schon im Einsatz oder geplant? Das Kistchen macht ja optisch und preislich einen überzeugenden Eindruck. Kommen die 12 Volt aus der Batterie direkt oder wird diese durch eine Elektronik erzeugt? Wirkt sich der eingebaute Wechselrichter der die 220V erzeugt klanglich aus?
Grüße Bernd
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Beitragvon Hornguru » 24.04.2017, 15:42

Schickes Teil, hatte auch schon ein Auge drauf geworfen.
Wüsste ja gerne ob der interne Wechselrichter über Takter HF macht oder obs ein reiner Sinusgenerator ist.

Die 220 Volt sind besonders schnieke.
300 Watt Volllast 30 Minuten.... sollte ja wenn für jedes Quellgerät und Vorstufe eine separate eingesetzt durchaus 5 Stunden halten können oder?

Gruß
Josh
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Beitragvon play-mate » 24.04.2017, 17:54

Hallo Bernd - die Batterie ist schon in Betrieb. Laut telefonischer Nachfrage beim Hersteller, sind die 12 V direkt aus der Batterie; nur bei 220 V kommt ein Wechselrichter zum Einsatz.
Die zwei Ausgänge lassen sich aber individuell ein- und ausschalten.
Mein DAC / Vorstufe läuft ca. 20 Std. bevor die LED-Anzeige anfängt eine Neuladung zu empfehlen.

Josh - ich denke dass der Wechselrichter sicherlich nicht HF-freundlich ist. Hingegen kann man diesen bei DC Betrieb abschalten. Das war mir schon sehr wichtig.
Und gerade auf HF-Müll habe ich es abgesehen, denn ich kann hinzufügen, dass mein DAC neuerdings auch einwandfrei über Corning´s optischem USB-Kabel läuft.

LG. Leif
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Beitragvon broesel02 » 24.04.2017, 18:10

Ja, so etwas hatte ich auch mal. Bis ich dann endlich mein 12V Netzteil in Ordnung gebracht habe. Da kommt schon lange keine Batterie mehr mit. Aber diese Erfahrungen sollte natürlich jeder für sich selber machen dürfen.
An meinem DAC war ein unbearbeitetes längsgeregeltes Netzteil mit einem LM-317 besser als die mitgelieferte Wandwanze.
Die Batterie war besser als das einfache Netzteil
Das Netzteil mit Gleichtakt- Drosel im Ausgang und noch eingen anderen Frickseleien ist besser als die Batterie. Jedenfalls in meiner Hörumgebung.

Richard
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Beitragvon uli.brueggemann » 24.04.2017, 18:21

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Beitragvon shakti » 24.04.2017, 18:42

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Beitragvon Octagon » 24.04.2017, 20:30

uli.brueggemann hat geschrieben:zu Batterie siehe z.B. http://www.tnt-audio.com/clinica/regula ... se4_e.html

Grüsse
Uli

Hallo Uli,
liebe Forenten,

die Aussagen zumindest zu Blei Akkus in diesem Beitrag finde ich nach meinen Erfahrungen sehr fraglich. Im Plot sind 50 Hz Spitzen zu sehen. Das lässt die Vermutung zu, dass hier mit angeschlossenem Ladegerät gemessen worden sein könnte. Solch große Spitzen kann ein Akku kaum erzeugen, oder?

Ein älteres Papier zu dem Thema Noise und chemische Batterien gibt es hier: http://tf.nist.gov/general/pdf/1133.pdf

Mein laufender Test mit Akkuversorgung auch der Amps ergibt ebenfalls ganz andere Erfahrungen.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon pschelbert » 28.04.2017, 21:35

Hallo

Akku müsste das Beste sein.
Für empfindliche Verstärker (Phono, Mokrophon, AD und DA).
Wenngleich es offenbar auch möglich ist für AD und DA ohen Akku genügend gut zu sein, sodass die Performance durch den Chip limitiert wird und nicht durch die Stromversorgung.
Für wesentlich heiklere Messungen haben sich Akkus aber sehr bewährt.

Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 28.04.2017, 21:52

Hallo.
gegen das Rauschen der Versorgungs-/Spannungs-/Stromquelle helfen Polypropylen- und Glimmerkondensatoren auf der Leiterplatte des zu versorgenden Geräts, die Induktivität des Zuleitungskabels hilft bei den Tiefpassverhalten.
Im NF-Audiobereich haben mich Akkus bisher nicht überzeugt, bei Digitaltechnik sah es für mich völlig anders aus.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Grauwacke » 29.04.2017, 08:51

Hallo,
Hans-Martin hat geschrieben:Im NF-Audiobereich haben mich Akkus bisher nicht überzeugt, bei Digitaltechnik sah es für mich völlig anders aus.

Das liegt vielleicht daran, dass Blei-Akkus schon ab wenigen hundert Hertz deutlich kapazitives Verhalten zeigen. Die geringe und fast konstante Last bei Digitalschaltungen profitiert dann eher von der Abwesenheit hochfrequenter spikes im Spektrum.
Wie Thomas weiter oben schon anmerkte: 50Hz-Anteile und Obertöne bei einer elektrochemischen Batterie können physikalisch nicht sein, denn die Redoxreaktionen an den Elektroden enthalten keine Prozesse mit solchen Frequenzen.
Grüße
Helge
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Beitragvon Fujak » 29.04.2017, 11:04

Hallo Helge,

Grauwacke hat geschrieben:Das liegt vielleicht daran, dass Blei-Akkus schon ab wenigen hundert Hertz deutlich kapazitives Verhalten zeigen.

Wie schätzt Du dies bei LiFePO4 bzw. LiPO ein? Ich frage auch deshalb, weil mein Motorrad-Bleiakku schlechter klingt als meine LiFePO4-Akkus.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Grauwacke » 29.04.2017, 11:28

Fujak hat geschrieben:Wie schätzt Du dies bei LiFePO4 bzw. LiPO ein? Ich frage auch deshalb, weil mein Motorrad-Bleiakku schlechter klingt als meine LiFePO4-Akkus.

Hallo, Fujak,
kann ich aus dem Stand nicht beantworten, ich schaue aber, was ich an Literatur dazu kriege. Untersucht ist das sicherlich, denn es geht bei Akkus z.B. auch um optimales Laden. Manche Untersuchungen zeigen, dass es offenbar einen Frequenzbereich gibt, bei der das Laden optimal verläuft, weil die Impedanz des Akkus dort am niedrigsten ist.
viele Grüße
Helge
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Beitragvon Grauwacke » 29.04.2017, 17:08

Hallo, Fujak,

es gibt hunderte von papers zu Li-Ionen-Akkus, aber ich habe kaum welche gefunden, bei denen über ein paar Hertz hinaus gemessen wurde. In einer Arbeit, die allerdings keine "normale" Batterie, sondern selbst synthetisiertes Material untersucht hat, zeigt sich im Nyquist-Diagramm das für Batterien typische Bild: Bei kleinsten Frequenzen (mHz) sieht man einen praktisch linearen Zusammenhang zwischen dem Imaginär- und dem Realteil der Impedanz (wird als constant phase element CPE bezeichnet). Für Audio kein relevanter Bereich. Zu höheren Frequenzen (*) schließen sich dann kapazitive Kreise mit unterschiedlichen Zeitkonstanten an, was bedeutet, dass der Imaginärteil erstmal ansteigt. Diese Kreise gehen dann bei einer Frequenz durch Null und werden dann rechnerisch induktiv. Dieser Übergang war in einer Publikation je nach Batterietyp im Bereich von etlichen hundert Hertz. Bei dem synthetischen Material lag der Punkt allerdings bei > 80kHz, was aber nichts besagt, da keine "echte" Batterie.
Nächste Randbedingung: Das Batterieverhalten hängt SEHR vom Ladezustand ab.
Und: Die o.a. Aussagen wurden meist aus hohen Entladeströmen abgeleitet. Ob man diese Aussagen auf die eher niedrigen Ströme in Audioanwendungen (Verstärker mal abgesehen) extrapolieren kann?

Was sagt uns das?
Batterien sind reichlich kompliziert und alles andere als simple DC-Quellen mit R= 0 Ohm im Schaltplan :(
Und wie sich eine Batterie in einer Anwendung verhält, dürfte auch kaum vorhersagbar sein, denn jeder Typ scheint in wichtigen Parametern anders zu sein. Die Angabe eines ESR (worin sich vielleicht Blei- von LI-Akkus generell unterscheiden?) reicht sicher nicht.

Für digitale Anwendungen, bei denen kein hoher Strombedarf besteht, dürften Batterien, versehen mit Filterkondensatoren bis in den MHz-Bereich, die die Impedanz halbwegs konstant halten, aber trotzdem richtig gut sein, weil eben frei von HF-Müll aus der AC-DC-Wandlung. Erfahrungen hierzu liegen im Forum sicher vor.

viele Grüße
Helge
(*) In meinen Post weiter oben hätte es statt "hundert Hertz" "hundertstel Hertz" heißen sollen.
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Beitragvon Fujak » 29.04.2017, 19:49

Hallo Helge,

vielen Dank, dass Du Dir Mühe gemacht hast, den Dschungel an Papers zu durchforsten. Am Ende bleiben offenbar wieder unsere Ohren, um die erreichbare Klangqualität zu beurteilen.

Grüße
Fujak
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