Burmester 846

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Burmester 846

Beitragvon tegeje » 18.04.2017, 14:53

Hallo Liebe Aktives-Hören Gemeinde,

seit kurzem habe ich einen Burmester 846 VorVerstärker von ca. 1984/1985 im Keller stehen.
Das Design mit dem abgesetzten Netzteil finde ich schon sehr besonders, aber die Optik der Burmester Geräte mit den spiegelnden Fronten gefällt mir.

Wegen übermässigem Nikotingenuß der Vorbesitzer war eine Reinigung der Platinen und Gehäuse Innen und Aussen mit Fettreiniger und intensiver Wasserspülung dringend nötig.

Der Kanalwahlschalter hat jetzt auch wieder verlässlichen Kontakt. Die Verzerrungswerte auf allen Eingängen liegen im Bereich der Spezifikationen: THD > 0.0007 % (besser kann mein Messequipment nicht - ich benutze dafür RMAA mit einer Juli@ESI Soundkarte )

Die Netzteil Pufferkondensatoren (6 Stück 1000 uf/40 V) aus dem Baujahr 1994 habe ich rausgeworfen und gegen http://www.ebay.de/itm/172282028150?_trksid=p2057872.m2749.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT ausgetauscht.

An dem VV stören mich nur wenige Dinge:
1. Der Eindruck, dass die Bässe fehlen - Ist das so Burmester spezifisch oder eine besondere (fehlerhafte) Eigenschaft meines Exemplares ? Der FG zwischen 20 Hz und 20 kHz sieht sehr linear aus, beginnt aber schon ab ca. 50 Hz leicht abzusinken um dann ab 10 Hz gen Süden zu gehen.

2. Beim Eingang von/zu Aux auf CD LOW und Tuner von/zu CD High sind Umschaltknackse deutlich zu vernehmen. Dies tritt bei den anderen Umschaltstrecken (Tuner <-> TAPE1 <-> TAPE2 ) nicht auf.

3. Würde es Sinn machen, den einzigen Kondensator im Signalweg - 10 uf/63 V. WIMA MKT - gegen einen MKP höherer Kapazität auszutauschen ? Die Auswahl der Möglichkeiten ist allerdings sehr eingeschränkt, denn die maximale Höhe der Ersatz-Cs darf nur ca. 23 mm betragen, da der VV ja extrem Flach gebaut ist.

4. Die verwendeten 16 OPAMPs scheinen alle vom Typ 5534 zu sein (meine Vermutung auf Grund der erkennbaren Beschaltung mit CC = 12 PF zwischen Pin 5 & 8 ) Ein Austauschen gegen LME40710 oder OPA604 zeigt sich eher kontraproduktiv (verbessert jedenfalls die Werte nicht). Burmester macht ja ein großes Gehaimnis um die IC Typen, denn die Oberflächen sind abgefräst und mit schwarzer Farbe übergemalt.

5. Einer der Vorbesitzer hat den Lautsärkeschalter "rausgesägt" um stattdessen ein ALPS Poti von 20 KOhm einzusetzen. Leider sind dabei die Leiterbahnen zum 0DBM Schalter verloren gegangen. Hat jemand ein Schaltbild, oder kann beschreiben, wie die Verbindungen des Schalters für 0 DB laufen sollten ?

Falls jemand Erfahrungen mit dem Innenleben des 846 hat, wäre ich über einen Gedankenaustausch dazu sehr dankbar,, sowie über Tips, wie ich diesen schönen VV wieder in einen technisch korrekten Zustand versetzen kann.
Danke und Grüße aus dem kühlen Norden
Thomas
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tegeje
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