DC Kabel und deren Klangeinfluss

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

DC Kabel und deren Klangeinfluss

Beitragvon HenSch » 08.05.2017, 08:57

Hallo zusammen,

mit diesem Beitrag möchte ich gerne die Aufmerksamkeit auf einen, bisher meist vergessenen, Bestandteil unserer Kette lenken - die DC Kabel. DC Kabel verbinden bei externen Netzteilen das Netzteil mit dem versorgten Gerät und tragen meist eine Spannung von 5V bis 12V, bei einem Strom von wenigen mA bis zu wenigen A.

In meiner Kette habe ich insgesamt 8 Eigenbau-Netzteile in Betrieb, die folgende Geräte speisen:
- NAS
- Netzwerkswitch
- separate Clock für das Netzwerkswitch
- Audio-PC
- separate Clock für den Audio-PC
- USB-Karte und USB-Teil vom Afi
- separate Clock für die USB-Karte
- Afi

Für alle Geräte habe ich bislang ein DC-Kabel selbst gebaut aus insgesamt vier 20AWG UP-OCC Solidcore Kupferleitern, die ich im Sternvierer verschaltet habe, das gesamte Viererbündel dann in sich verdreht. Intuitiv habe ich es also genau so umgesetzt, wie es John Swenson in seinem noch recht jungen Thread auf computeraudiophile empfiehlt: https://www.computeraudiophile.com/forums/topic/31554-diy-dc-power-cables/

Vom Klang meiner Kette war ich bislang sehr angetan, jedoch ist mir aufgefallen, dass noch Unsauberkeiten bei den Tönen bestand, die viel bewegte Luft beinhalten. Also alle Atem- und Zischlaute bei Gesang, aber auch die Ausblasgeräusche bei jeglichen Blasinstrumenten. Die Luft klang recht körnig und die Zischlaute einen Tick zu hart.

In den letzten Wochen habe ich alle DC Kabel sukzessiv umgebaut und das Neotech NEI-3001 MKIII verwendet, welches als sehr gutes NF-Kabel in den Foren die Runde macht. Ich habe mir gedacht, was gut als NF Kabel klingt, kann auch als DC Kabel nicht schlecht sein. Die Vermutung war goldrichtig, der Unterschied zu den bisherigen Kabel ist nicht zu überhören. Begonnen habe ich mit dem DC Kabel für den Afi. Schon bei dem ersten Kabel konnte ich eine deutliche Verbesserung der Wiedergabe der "Luftgeräusche" verzeichnen, hinzu ist noch eine gesteigerte Natürlichkeit und eine noch stabilere räumliche Staffelung bemerkbar gewesen.

Diese Attribute konnte ich mit dem Komplettumbau aller DC Kabel noch weiter steigern, mit dem Gesamtergebnis, dass ich nun eine deutliche Klangsteigerung erzielen konnte. Trotz der recht hohen Ausgaben für das Kabel (knapp 50 €/m) habe ich eine solche Klangsteigerung bislang mit so wenig finanziellem Einsatz kaum hinbekommen.

Einziger Wehmutstropfen mit dem NEI-3001 III ist, dass das Kabel eine recht lange Einspielzeit bei mir benötigt hat. Zuerst ist die räumliche Tiefe stark eingeschränkt und alles deutlich in den Vordergrund gepresst. Innerhalb der ersten Woche geht das Vordergründige langsam zurück und in der zweiten Woche wächst die Darstellung in der Tiefe. Der deutliche Einspieleffekt zeigt mir, dass die Erklärung der klanglichen Einflüsse der DC Kabel nicht nur auf den physikalischen Eigenschaften (Induktivität, Kapazität) des Kabels beruhen können. Hier greifen die Überlegungen von John Swenson (siehe Link weiter oben) offensichtlich zu kurz.

Also, das Experiment mit den DC Kabeln scheint sich zu lohnen - probiert es mal aus!

Viele Grüße,
Henning
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Beitragvon cornoalto » 08.05.2017, 17:05

Hallo Henning,
sehr interessant, was du da berichtest.
Zum Thema passen gut diese beiden Threads:
viewtopic.php?f=6&t=1398&start=345
viewtopic.php?f=6&t=1263&start=630

Was hast du mit dem Schirm des Neotech-Kabels gemacht?
Welche Klang-Unterschiede ergaben sich im Bass-und Grundtonbereich im Vergleich zu 0815-Ware und zu dem Svenson-Kabel?
Wie groß würdest du den Einfluss eines guten DC Kabels in Verbindung mit einem geregelten Schaltnetzteil einschätzen?

Viele Grüße

Martin
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Beitragvon SolidCore » 08.05.2017, 22:08

Hallo zusammen

Hochinteressanter Beitrag. Das Thema interessiert mich ebenfalls. Wollte ich doch demnächst genau
dies als Projekt starten. Klangunterschiede von verschiedenen DC Kabeln an Netzteilen.
Also wieso nicht eure Erfahrung nutzen?
Hennings verlinkter Threat liest sich sehr schleppend. Der Ersteller erklärt, 18AWG war gut, das Canare Fertigkabel besser. Schreibt aber nicht so wirklich dabei, was nun genau besser ist, oder sich verändert hat.
Dann gehts seitenlang weiter mit denkbaren Steckern, was man noch probieren könnte, und blablabla.
Interessant fände ich, wenn jemand mal die Klangunterschiede spezifiziert. Stabiler, räumlicher usw, jeweils mit welchem Kabel, und im Vergleich zu welchem.

@Henning:
Frag mich wie du das 10mm Kabel an die Stecker bekommen hast. Das Neotech beeinhaltet ja 4 Adern, 2x 22AWG Solid, und 2x 22AWG Stranded UPOCC Kupfer versilbert.
Der Schirm interessiert mich ebenfalls. Auch im Vergleich zum Twisted Adernpaar ohne Schirm. Oder Quad.

Grundsätzlich denke ich, auch ein DC Kabel kann sich klanglich zeigen, ohne Anspruch auf Richtigkeit, da noch nicht im Hörtest versucht. Wenn dem so ist, wird der Querschnitt den Charakter bestimmen, das Material die Sauberkeit. Da sich SolidCore oft als zischelfrei und stabil in der Abbildung bewiesen hat, wäre es ein guter Ansatz. Versilbertes Kupfer als Litzen neigen meiner Erfahrung nach deutlich eher zum zischeln, oder scharfen S-Lauten in Gesangsstimmen. Ob dies auch bei 5 Volt so ist, muss man letztendlich ausprobieren.
Falls also jemand weiterführend zu Hennings Erkenntnissen Versuche gemacht hat, oder Henning selbst, würde ich mich freuen, davon zu lesen. Dann spar ich mir eine Testreihe :)

Gruss
Stephan
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Beitragvon Kawumm » 09.05.2017, 06:12

Moin

Alle DC Kabel die es in meiner Anlage gibt oder auch gab , wurden mit dem blauen & silbrigen Voodoo Silber Mica LS Kabel umgesetzt .

Sei es in NT ( Linear & oder Meanwell ) für so Verstärkerli wie Tripath dann konnte es so aussehen :

http://www.abload.de/image.php?img=mobile.38ifxtu.jpg. :lol: :lol:

/ S.M.S. 98e / Hypex & Co oder bei allen externen NT bei PC Anwendungen .

Dieses Ag Kabel " Prinzip" hörte für mich bei WLAN Geräten z.B. NAS Geräten auf .

Hmmmm, andererseits benutze ich kein WLAN in der Datenübertragung.

Bei den klanglichen Beschreibungen halte ich mich zurück , weil wie man unschwer an dem Tripath Beispiel erkennen kann , ist die interne Verkabelung in Ag weiterführend , eben Ag Verkabelungs" prinzip" .
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Beitragvon HenSch » 09.05.2017, 07:55

Hallo Martin, hallo Stephan,

Eure Fragen versuche ich mal in einem Beitrag zu beantworten.

Den Schirm habe ich auf der Netzteilseite auf Masse gelegt, am Steckerausgang offen gelassen. Da mich das erste Versuchskabel gleich sehr überzeugt hat, habe ich (im Nachhinnein vielleicht leider) nicht mehr mit dem Schirm experimentiert.

Inwieweit sich der gegenüber den Selbstbau-Starquad Kabeln so gesteigerte Klangeindruck nun auf die Abschirmung des neuen Kabels oder auf den Kabelaufbau des NEI-3001 III selbst zurückführen lässt, kann ich daher nicht auseinander halten. Vor dem Hintergrund der sehr starken Einspieleffekte der neuen Kabel liegt für mich jedoch die Annahme nahe, dass die Abschirmung nur einen geringen Anteil an dem besseren Klang hat.

Das NEI-3001 ist mit seinen knapp 11mm (plus Baumwollschlauch, den ich der Optik wegen noch drüber gezogen habe) in der Tat deutlich zu korpulent, um es in die DC Stecker einzufädeln. Die Kabelöffnung der verwendeten Oyaide Stecker lässt maximal 6,3mm Kabeldurchmesser zu. Ich habe mir so geholfen, dass ich nur den vorderen, "aktiven" Teil des Steckers verwendet, also die silberne Schraubhülse verworfen habe. Für den freiliegenden Zwischenraum zwischen dem Stecker und dem Kabelkörper habe ich aus dickerer Teflonfolie eine Form gebaut, die ich mit Heißkleber gefüllt habe. Nach Aushärten des Klebers lässt sich die nun fixierte und isolierte Konstruktion leicht aus der Form lösen. Dann einen Schrumpfschlauch drüber und durch vorsichtiges Anwärmen den Kleber im Schrumpfschlauch nochmals anschmelzen, damit alles schön glatt wird. Nach dem erneuten Aushärten hat man einen wunderbar festen und sicher gegen internen Kurzschluss gesicherten Übergang zwischen dem Kabelkörper und dem DC Stecker.

Auf der Netzteil-Seite habe ich die Kabel mit WBT Nextgen Bananas konfektioniert, da ich meine Netzteile mit 4mm Bananenbuchsen versehen habe.

Zu den Klangunterschieden:
Ich habe keinen Vergleich zu 0815-Ware oder anderen Kabeln, da ich mit dem Aufbau der Netzteile gleich die Starquad-Kabel aus dem teflon-isolierten Neotech 20AWG UP-OCC Draht gebaut habe. Dies erschien mir nur konsequent, da ich die Netzteile intern auch mit dem Draht verkabelt habe.

Im Bassbereich hat sich mit dem NEI-3001 III im direkten Vergleich zu dem Selbstbau-Starquad sehr deutlich etwas getan. Im ersten Moment war es gewöhnungsbedürftig für mich, weil vermeintlich Bassenergie verloren gegangen ist. Der Bass ist jedoch konturierter und kontrollierter geworden. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass das bisher erlebte "Flatterige" im Bass auf meinen Raum und/oder der mangelden Kontrolle meiner 30W Class A Endstufe zurückzuführen ist. Auch wenn ein unkontrollierter Bass nichts Gutes ist, so verdirbt es leider auch ein wenig den Geschmack. Das Umgewöhnen auf einen trockenen Bass braucht dann etwas Zeit.

Im Grundton hat sich tonal nichts verschoben. Die Auflösung ist hier auch leicht gestiegen, sodass nun noch weitere Nuancen hervorkommen, die die Emotionalität der Wiedergabe sehr positiv verstärken.

Viele Grüße,
Henning
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Beitragvon KSTR » 09.05.2017, 09:37

Schöngeist hat geschrieben:Wie wäre es denn, wenn man wenigstens den Versuch unternehmen würde, solche Behauptungen physikalisch oder gar messtechnisch zu untermauern.
Es täte zum Anfang ja reichen, wenn zunächst der Umstand als solcher (also hörbare Änderungen) nachgewiesen würde, in einem sauberen Blindtest (wäre in diesem Fall ja schon sehr einfach machbar).
Über relevante Wirkmechanismen kann man dann immer noch diskutieren, und ja, es kann solche auch bei "DC"-Kabeln geben, je mehr hochfrequenten Ripplestrom wir auf der Leitung haben, desto eher.
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Beitragvon SolidCore » 09.05.2017, 10:05

Hallo zusammen

Ich möchte einen jeden bitten, nicht mit Blindtest, oder "kann garnicht", oder die Frage nach dem Messwert dafür zu kommen. Dieses Thema betrachte ich als i-Tüpfelchen, welches man nur im Hörtest verlässlich ermitteln kann. Es ist die letzte Konsequenz, wenn die Anlage eigentlich bereits perfekt steht.
Es gehört weder zu den Basics, noch kann ein Techniker da weiterhelfen.
Es bestimmt aber klanglich manchmal zwischen absolut toll und langweilig. Vergleichbar mit Netzverteilern und Digitalkabeln. Niemand muss sich damit auseinandersetzen, ich behaupte aber bereits im Vorfeld, würde man Hensch besuchen, wäre jede Unsicherheit zum Thema in 2 Minuten Hörvergleich erledigt.
So konsequent wie Henning erlebe ich selten. WBT Buchsen am Netzteil. UPOCC Innenverdrahtung. Selbst aufgebaute Netzteile mit extrem geringer Restwelligkeit. Hinzu ein optimiertes und klanglich ermitteltes 230V Stromnetz mit sehr guten Kabeln. Genau die richtige, solide Basis für solche Experimente. Respekt.

Die ersten Ergebnisse konnte ich bereits herauslesen. Es bestätigt sich mein Verdacht. Der Querschnitt bestimmt anscheinend den Charakter, zu dicker Draht eher Bollerbass, zu dünner eher schlank im Bass.
Das hätte ich auch erwartet. Bernd-Peter schrieb zuletzt in seinem Vorstellungsthreat, ein Gerät wollte klanglich nicht so Recht loslegen, als er dessen DC Leitung tauschte, ging die Sonne auf. Was zum Thema passt. Und nochmal erwähnt: Es sind keine bahnbrechenden Klangwelten zu erwarten, sondern suptile Details, die aber durchaus viel Hörspass bereiten können. Es begeistert immer wieder, wenn man meint, seine zigfach gehörte Musiksammlung neu entdecken zu können. Plötzlich nimmt man im Hintergrund leicht verwaschene Details sauber und echt wahr, manche Stimme bekommt plötzlich Farbnuancen und Informationen, mit denen sie einfach echter, natürlicher klingt. Und oft auch emotionaler. Oder wenn man wie auch Hensch meint, der Hörraum hat kleine Probleme mit Dröhneffekten, und nach kleinen Änderungen irgendwo in der Kette dröhnt da garnichts mehr, nein, der Bass ist sogar druckvoller und besser durchhörbar. Mann könnte dann seine sündhaft teuren Bassabsorber wieder verkaufen, weil man in ihnen die Rettung sah.
Man kann eben jede Problematik von verschiedenen Ansätzen angehen, alle Wege führen nach Rom :)

Und mein Interesse ist geweckt, doch mal 5-8 verschiedenste Stromadern als 5V Zuleitung zu meinem USB-DAC oder XMOS F-1 zu testen. Bleibt die Frage der Schirmung. Jeder noch folgende, als gut bewerteter Vorschlag kommt dann mit in die engere Auswahl.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Kawumm » 09.05.2017, 11:58

Servus

Die Formulierung , dicker Draht = eher Bollerbass und dünner Draht= eher dünner Bass , ist eine Meinung die bei genauer Betrachtung so nicht stehen bleiben kann , weil :

a) es immer eine Wechselwirkung , in der Tonalität / Klangdichte / Raumstruktur /Auflösung , gibt
b) ein i Tüpfelchen nie solch eine immense Auswirkung im Klang haben kann .

Ein Beispiel :

Für meine Bässe gab es früher das WSS Platine Line in XLR - Adern Ag 3x 0,32mm + Schirm 1x 0,38 mm OFHC Cu versilbert , die Nf Verbindungen wurden dem MT/HT Standard angepasst , nämlich in Ag 2x4x1mm + 2 mm Cu Schirm . Dies war ein Akt auf die XLR Stecker zu bekommen , obwohl dafür extra die Neutrik 4 polig in die Amp eingebaut wurden .

Und genau das Gegenteil geschah , kein Bollerbass
Einfach formuliert , sie passten sich dem " schnellen" Grund /Mittelton an , nur wenn dies kohärent ist , kann sich ein Bass präziser / sauberer /"schneller" anhören .

meine 2 Cent
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Beitragvon Salvador » 10.05.2017, 11:21

Hier kann man sich nach Wunsch etwas Besseres konfektionieren lassen als die Standardware:

http://www.itemaudio.co.uk/power_cables.html

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Hans-Martin » 10.05.2017, 20:53

Hallo,
grundsätzlich überlagern sich DC und AC, am Ende zählt vielleicht die Entkopplung des Gerätes von der Stromversorgung durch lokale Pufferkondensatoren. Nur schlecht gemachte Elektronik reagiert auf Versorgungsschwankungsschwankungen, könnte man vereinfachend meinen, und was bewirkt der Kabelunterschied anderes als die Qualität der Versorgung?
Pufferkondensatoren bei den Baugruppen sind gängige Praxis, haben aber auch einen Innenwiderstand, ein geregeltes Netzteil hat einen niedrigeren, aber was nützt der, wenn das Verbindungskabel mit seinen Eigenschaften den verdirbt?

Es ist nur eine Frage, wie stark die signalbezogenen Stromschwankungen neben den als konstant angenommenen Ruheströmen der aktiven Halbleiterschaltkreise sich durchsetzen, geprägt von den Durchlaufverzögerungen der Signalverarbeitung in der Anwendung, minimal angesichts der Lichtgeschwindigkeit in den Verbindungen oder den Schaltzeiten der Halbleiter.

Ich habe mal ein Kabel eines typisches Steckernetzteils mit dem angespritzten Stecker zwischen meinem Labornetzteil und meiner Squeezebox angeschlossen, messe zwischen Signalmasse und Netzteilminus 108mV Spannungsabfall, was bei 1A Stromaufnahme 108 mOhm entspricht, mal 2 (für den 2. Leiter im Stromkreis).
Da ist schon ratsam, einen besseren Kabelquerschnitt einzusetzen, sonst moduliert sich die wechselnde Stromaufnahme auf die im Netzteil mühsam saubergeregelte Spannung auf.

In meinem bevorzugten Setup benutze ich eine separate 12V Batterie für die LC-Audio XOClock (die mit Spule und 15000µF entkoppelt wird, dann mit Konstantstromquelle und Parallelregler für gleichmäßige Versorgung heruntergeregelt wird), eine separate Batterie für meine Squeezebox, die ich noch besser fand als das Labornetzteil, das wiederum besser als das Stecker-Schaltnetzteil mit dem fest verbundenen dünnen Kabel.
Die Batterie an der Clock war der Bringer, deutlich besser als die Veränderungen an der Versorgung des Gerätes selbst.
Da waren eigene Kabel unumgänglich, am Ende ist jeweils ein Netzteilstecker von der Sorte, die bei Universalnetzteilen beiliegt: solide 1mm Stifte erlauben beliebige Polaritätswahl, etwas angeschliffen lassen sie sich gut löten, dann Schrumpfschlauch drüber.

Meine selbstgebauten Verbindungen für DC sind verdichtete Cu-Ag-Litzen AWG18 (1qmm) mit Teflonisolation, das habe ich als Industrieresposten von der großen Rolle, jeden Leiter von der Mitte (an der Quelleseite) ausgehend antiparallel (zur Kompensation von Laufrichtungsnebeneffekten) eng verdrillt oder nach meinen Vorstellungen verflochten, ungeschirmt, zur Vermeidung unnötiger Induktivität und auch Augenbildung, Entribbeln oder Verheddern. Als Bananenstecker verwende ich beim Labornetzteil einfache nickelfrei vergoldete Kupferberyllium-Hohlbananen, oder bei Batterien Messingkabelschuhe, die man nach dem Aufquetschen zusätzlich verlöten kann. Bei beiden messe ich auf einer Leitung nur 9,5mV Spannungsfall, entsprechend 9,5mOhm, der andere Leiter ebenso.
Man könnte sich fragen, ob die schlechte Performance eines Steckernetzteils auch zu einem großen Anteil auf das schlechte Kabel zurückzuführen ist, welches den fast 12-fachen Widerstand hat und auf Stromaufnahmeschwankungen erheblich reagiert, mehr als das Netzteil auszuregeln imstande ist.

Aber bei der Anwendung habe ich auch Glimmerkondensatoren und Pufferelkos, die internen dünnen Leiterplattenbahnen am jeweiligen IC kompensierend und die ICs voneinander entkoppelnd.
Da kann man mMn die Induktivität der Zuleitung als Bestandteil eines Filters sehen und als positiv interpretieren.
Wenn die Elkos bei den ICs hinreichend fett ausgelegt sind, mag ein DC-Zuleitungskabel einen höheren Innenwiderstand haben, aber was tun, wenn von den 5V des Netzteils beim Gerät nur noch 4,8V ankommen?
Bessere Kabel verwenden.
Und damit klingt mein Streamer etwas lebendiger und offener, obwohl "nur" digital weiterverarbeitet wird.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon SolidCore » 10.05.2017, 21:57

Hallo Hans-Martin

Ich konnte deinem Beitrag leider nur zu 75% imKopf folgen. Entnommen habe ich aber,
das du 1mm versilbertes Kupfer in Teflon bei DC Kabeln verwendest. Dies bestimmt nicht wahllos.
Mich würde folgender Versuch interessieren, woraus ich viel ableiten könnte.
Wenn du dein 1mm DC Kabel gegen ein 1mm SolidCore Industriekupfer (jedes gewöhnliche, auch NYM) gleicher Länge und Aufbau wie deins austauscht, würde ich schätzen, der Klang ändert sich in etwas zurückhaltender, vielleicht auch etwas kräftiger. Wenn du das mal ausprobieren könntest, hättest du mich etwas weiter gebracht.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Kawumm » 11.05.2017, 00:58

Hallo

Als anno 2008 die Digitale & Verstärker Ebene , aus Accu Strom gespeist wurden .
Alle meine Tripath Verstärker wurden über , so ich sie denn nutzte und 12 V benötigte , jeweils über grosse gepufferte Accu Batterien mit dem geringsten Innenwiderstand , bedient .


Meine Accu's haben einen ESR von 2mOhm , eine Standard 10 Ah Batterie hat einen ESR von > 20 mOhm , der Unterschied ist sehr deutlich hörbar und ESR ist der Innenwiderstand bei 1 kHz .

Solche Accu's sind erheblichst teurer , als die normale Versionen.

Aus Bequemlichkeit griff ich anfänglich auf 1mm2 , stark versilberte Litzenkabel zurück und letztendlich griff auch dort wieder der Punkt - kein Materialmix in den Zuleitungen .

Litzenkabel , hat eine andere Innere Dynamik im Klang wie Solid Core
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Beitragvon Hans-Martin » 14.05.2017, 21:54

SolidCore hat geschrieben: Entnommen habe ich aber,
das du 1mm versilbertes Kupfer in Teflon bei DC Kabeln verwendest. Dies bestimmt nicht wahllos.
Hallo Stephan,
es waren eher Gründe von einst günstigem Beschaffungspreis (aus Dornier Flugzeugbau Auflösung) und dann schneller Verfügbarkeit, schnipp von der großen Rolle, ohne weiteres Nachdenken.

Es hat seine Gründe, weshalb ich so spät antworte.
Die von dir gewünschte Aussage kann ich so ohne weiteres nicht liefern, dagegen sprechen zuviele Gründe:
Gleichstrom hat nach meiner Überzeugung keine Klangfarbe, Letztgenannte ist frequenzbehaftet. Wenn es Klangeinflüsse im/durch Kabel gibt, verlangen die eine Frequenzbelastung, also (dem Gleichstrom überlagerte) Wechselstromanteile. Das zu versorgende Gerät sollte aber schon durch Pufferkondensatoren von der externen Stromversorgung entkoppelt werden. In einem CD-Player findet man bei den Wandlerchips Elkos, weil bei über 90dB Pegelunterschied bereits der Widerstand der Leiterbahnen einen beträchtlichen Anteil an Unlinearität einbringt.
Wenn das geregelte Netzteil nahezu ideale Eigenschaften hat, und die versorgte Schaltung ausreichend gepuffert ist, muss man fragen, wo per Netzteil-Kabel noch ein Raum für klangprägende Eigenschaften bleibt.
Der Techniker sagt sofort, da darf kein Unterschied sein.
"Normale" Geräte haben Trafos, Gleichrichter, Siebkondensatoren, Spannungsregler, sternförmige Verteilung über Leiterbahnen, Pufferkondensatoren am Ende bei den aktiven Komponenten.
Wer bei solchen Konfigurationen Netzkabel tauscht und Unterschiede hört, obwohl Siebung und Regelung für Konstanz der Versorgung garantieren, kann sich wundern. Wenn man auf die Elkos oben plan Bitumen klebt und feststellt, dass die Klangänderung trotz nachfolgender Spannungsregler durchschlägt, darf die reale Qualität der Regelung von der Idealvorstellung trennen.
Wo (jeweils Meterware) Netzkabel mit Lautsprecherkabel getauscht werden, und man die Kabel an markanten Merkmalen im Klang wiedererkennen kann, stößt bald auf vergleichende Impedanzbetrachtungen. Lautsprecher im Bereich 4-10 Ohm, Ringkerntrafos kommen bei DC auf nahe Werte (liegen bei 50Hz natürlich erheblich drüber). Und eine Digitalschaltung mit 5V /1A rechnet man auf 5 Ohm, also ähnlich.
Deshalb will ich nicht ausschließen, dass das DC-Kabel die Eigenschaften haben sollte wie das bevorzugte LS- oder Netzkabel.
in den 1990er Jahren lag der Naim Endstufe NAP250 ein ungeschirmtes Audiokabel bei, das keinen erkennbaren Unterschied zu dem klassischen Netzkabel aufwies, die 3 charakteristischen Farben verrieten es sofort.
Lichtnetz mit 0,4 Ohm Quellwiderstand, Endstufen mit 0,04, geregelte Netzteile in ähnlichen Bereichen, bei Vorverstärkern und CD-Playern/DACs sind Ausgangwiderstände möglichst unter 100 Ohm angestrebt, besonders viel Spaß macht mir der Musical Fidelity Röhren-Puffer mit bei Sterophile.com gemessenen 27 Ohm...

Ich würde als entscheidendes Kriterium für die Klangeinflüsse also die Relation der Innenwiderstände über die Frequenz betrachten, Größe der Pufferkondensatoren, womöglich individuelle Spannungsregler für bestimmte Funktionsbereiche.
Mein Streamer hat nach meinem Umbau völlig getrennte Versorgungen für die Clock [mit Drossel und 15000uF Elko vor Konstantstrom- und Parallelregler für den eigentlichen Oszillator] und den Rest, der auch noch für das Display die nötigen Spannungen aufbauen muss.
Das stellt schon hohe Anforderungen an den Innenwiderstand des Netzteils oder lässt Bedarf für einen ordentlichen Pufferkondensator.
Die Abkoppelung der Stromversorgung, eine eigene Versorgung für die Clock war der große Fortschritt, jetzt müsste ich mal verschiedene Kabel erzeugen, meinen kleinen Bestand von Solidcore Reinsilberdraht angreifen, durch Teflonschlauch ziehen, an einer unverbauten Squeezebox testen, bei der die Werksclock an derselben Stromversorgung hängt, dann den internen DAC-Ausgang benutzen. Den Ring Silberdraht habe ich noch nicht gefunden, wird auf später verschoben.

Grundsätzlich scheint schon ratsam, einen besseren Kabelquerschnitt einzusetzen, sonst moduliert eine wechselnde Stromaufnahme einen Wechselanteil auf die im Netzteil mühsam saubergeregelte Spannung auf.
Ich habe kurzerhand bewährte Kabelkonzepte auch für DC eingesetzt, nach dem Prinzip, was bei Audio und LS funktioniert, wird hier auch allemal funktionieren. Also habe ich 2 Solidcore 1,5qmm Kupferdrähte mit PVC Ummantelung verdrillt

Nun wurde meine aufgebrezelte Squeezebox gegen eine Serien-SB getauscht, um 3 Kabel vom Labornetzteil zu vergleichen, als erstes fühlte ich mich spontan bestätigt, dass eine batteriebetriebene Clock einen deutlichen Schritt in alle guten Richtungen macht, und dass Kabel zur Stromversorgung geringere Unterschiede einbringen, die dann schließlich an beiden Exemplaren in unterschiedlicher Reihenfolge bewertet wurden. Ich habe bei beiden SBs dasselbe Digitalkabel zu meinem nachfolgenden Digitaleingang-Class-D-Verstärker geführt. Es sind also nur Digitalkomponenten variiert versorgt worden.

Die Serienversion klang bei identischem Kabel weniger lebendig, mit dem DC-Kabel eines geschlachteten Steckernetzteils (mit vergoldete Hohlbananen in das Labornetzteil gesteckt) räumlich flach und wenig berührend, etwas grau.
Das versilberte teflonummantelte Kabel brachte ein plastischeres, aber mit bei den Stimmen obenrum auch bissigerem, etwas aufdringlicherem Klangbild. Das Solidcore wirkte da weniger nervig, ansonsten gleichwertig.
Bei der modifizierten Squeezebox mit der separat batteriebetriebenen externen Clock habe ich dieselben Kabel verglichen und kam zu einer anderen Reihenfolge, da hatte das verdichtete versilberte teflonummantelte Kabel die Nase vorn, die Tendenz zur Lästigkeit war nun nicht vorhanden, gefolgt von dem Netzteilstandardkabel in Punkto Differenziertheit. Das versilberte (4x1qmm) Kupfer brachte am meisten Luft zwischen Jennifer Warnes Stimme und die Begleitinstrumente, bei großer Breite und guter Tiefenstaffelung (Album The Hunter, 1993 - nicht die spätere Remasterversion, die ist invertiert und wirkt etwas mehr dynamikkomprimiert). Da teilte das Solidcore nach meinen Kriterien den 2. Platz mit dem Netzteilstandardkabel, mit gleichwertigen aber unterschiedlichen Stärken. Die Signalverarbeitung des Gerätes beschränkt sich auf das Digitalsignal, 44,1kHz SPDIF, auf jeden Fall im Bereich über 1MHz.

Das Ergebnis ist wenig übertragbar auf beliebige Geräte. Ich war selbst erstaunt, Unterschiede gehört zu haben, die über das hinausgingen, was sich leicht theoretisch herleiten ließe. Zudem eine unterschiedliche Bewertung desselben Kabels herauskam, ob frisiertes Gerät oder Standard spielte.
Ich werde das Thema weiter untersuchen, das braucht Zeit.
Grüße Hans-Martin

P.S.
Deiner Aussage über die Natürlichkeit vs. Analytik im parallelen Thread würde ich demnach nicht widersprechen.
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Beitragvon SolidCore » 14.05.2017, 22:52

Hallo Hans-Martin

Also... Wow! Ich bin von den Socken. Du hast meine Bitte nicht nur umgesetzt, sondern tiefergreifend untersucht. Damit kann ich auf jeden Fall etwas anfangen.
Nebenbei bemerkt Danke für die Bestätigung meiner Ausführung im Nachbarsbeitrag.

Da du doch sehr ausführlich geantwortet hast, versuche ich mal ein wenig unsortiert Erklärungen zu suchen für das festgestellte.
Ich nehme an, das dein versilberter Kupferdraht am SB Standart nervöser klang, weil das Gerät noch nicht die ideale Stabilität und Ruhe mitbringt, um den einzigen Nachteil von versilbertem Kupfer, nervös und vielleicht auch harsch klingen zu wollen, in den Griff zu bekommen. Dies fällt mir auch immer wieder bei vergleichbar aufgebauten Cinch- und Stromkabeln auf.
Durch dein SB "Tuning" erreichst du dann die Souveränität, aus dem nervösem mehr Auflösung zu "zaubern".
Um diesen Effekt universeller, also für viele Geräte vorteilhaft zu nutzen, verwende ich eben gerne SolidCore Echtsilberadern, nicht zu dünne, eher wenige dicke. Diese "zischeln" nicht bei anfälligen Geräten,
erlauben aber ebenso die saubere, luftige und Breite Bühne in der Wiedergabe.
Überrascht hat mich, das selbst bei 2x 1,5² normalem Kupfer SolidCore keine höhendämpfung stattfindet, dieses Verhalten wirkt also bei Niederströmen weitaus geringer. Würdest du aus diesen beiden Varianten, also versilbertes Kupfer in Teflon 1², und 1,5² Kupfer Solid, ein 230V Stromkabel bauen (gleicher Aufbau vorausgesetzt), klänge das Litzenkabel mit deutlich mehr Frische, vielleicht aber auch nervöser, je nach Gerät. Möchte aber nicht abschweifen.
Nach deinen Hörberichten würde ich grob geschätzt bei 5V DC ein Stromkabel mit je 2x 1mm (0,8mm²) Echtsilber Solidcore pro Pol, also 4 Adern gesammt, für einen guten Ansatz halten, das es klanglich sowohl bei günstigeren, als auch bei feingetunten Geräten universell verwendbar macht, für höchste Ansprüche. Es geht auch günstiger. Statt Silber dann 2x 0,8mm (0,5²) in Kupfer parallel pro Ader, wobei ich dort Neotech UPOCC einsetzen würde.
Ohne anspruch auf Richtigkeit, wenn mir jemand das Klangerlebnis davon schildern würde, könnte ich den Aufbau voraussehen.

Falls du da mal weiterführend experimentierst, wäre natürlich deren Anordnung sehr interessant.
entweder verdrillt, oder mit größerem Abstand, um die Kapazität zu verkleinern. Und ob mit oder ohne Schirmung. Bei Schirmung würde ich eher dazu tendieren, diese Netzteilseitig auf Gehäuse zu legen, falls dieses geerdet ist. Sind die Reglertransistoren mit Minuspotential gegen Gehäuse, wäre auch eine Schirmung auf Minus gelegt denkbar. Schon interessant, wie akribisch man dieses thema ausbauen kann, und bestimmt auch klanglich Fein-tuning zulässt.

Ich bedanke mich jedenfalls für die ausführliche Darstellung und den Hörtest um dieses Thema.

Für mich steht nun fest, das man Material und Aufbau auch an DC Kabeln nicht vernachlässigen sollte, um die letzten akribischen Feindetails ans Ohr zu bekommen :)

Gruss
Stephan
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Beitragvon Hans-Martin » 14.05.2017, 23:41

SolidCore hat geschrieben:Überrascht hat mich, das selbst bei 2x 1,5² normalem Kupfer SolidCore keine höhendämpfung stattfindet, dieses Verhalten wirkt also bei Niederströmen weitaus geringer. Würdest du aus diesen beiden Varianten, also versilbertes Kupfer in Teflon 1², und 1,5² Kupfer Solid, ein 230V Stromkabel bauen (gleicher Aufbau vorausgesetzt), klänge das Litzenkabel mit deutlich mehr Frische, vielleicht aber auch nervöser, je nach Gerät.
Hallo Stephan,
Höhendämpfung? Womit sollte diese bei einem Digitalgerät mit (W)LAN Eingang und SPDIF-Ausgang erklärbar sein?
Prinzipiell geht es bei meinem Streamer um MHz bzw MBit/sec. Datenverarbeitung.
Wenn wir sonst von Klangbeeinflussung sprechen, geht es meist um den Audiobereich bis 20kHz.
Meine Kabel sind auf spezielle Weise geflochten, das eine Leiterpaar ist rechtsgewendelt, das andere linksgewendelt, dabei überkreuzen sich 2 im von dem jeweils anderen Leiterpaar gebildeten Auge.
Das gibt eine relativ kapazitätsarme Leitung.
Ich denke, in Abhängigkeit von der Erdung des Netzteils und Schutzerdebezügen anderer Geräte in der Kette könnte es eine Rolle spielen, welche möglichst geringe Induktivität die Masseverbindung zu Stromversorgungs-Minus hat. Während hingegen die Plus-Leitung durchaus höhere Induktivität haben darf, um Störungen nicht durchzulassen.
Die vielen unterschiedlichen Geräte-Konstellationen können vielleicht auch Bedarf nach individueller Optimierung wecken. Deshalb wende ich mich wohlbegründet gegen eine Pauschalisierung beim DC-Kabel, womöglich entscheiden die HF-Eigenschaften.
Mein Kabel ist übrigens sehr fest verseilt und bandagiert ummantelt in einem Teflon-Derivat, viel fester als die üblichen Litzen, damit fast so starr wie Solidcore.
Grüße Hans-Martin
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Hans-Martin
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