TOSLINK Lichtleiterkabel: Glasfaser vs. Kunststoff

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon SolidCore » 16.05.2017, 13:37

Hallo Bernd

Das klingt im Ansatz einleuchtend. aber nicht Praxisnah.
Ich habe eine Quelle, und ein Ziel, das ich nicht ändern möchte.
Nun suche ich dafür eine bessere Verbindung.

Versuche mit den billigen "Luftschläuchen", und ja, auch die mit fest sitzenden Steckern, und auch goldene,
klangen alle fast identisch. Ein Versuch mit echter Glasfaser, und es klang besser.
Ziel erreicht, Diskussion abgeschlossen.

Wenn du aber deine Theorien mal genau so wie beschrieben umsetzt, und praxisnah erprobst, freu ich mich
auf deinen Bericht.

Gruss
Stephan
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Beitragvon chriss0212 » 16.05.2017, 14:12

hallo bernd

wenn meine theorie stimmt wäre weniger dämpfung sehr wohl ein ounkt für glasfaser.

wenn der leiter weniger durchsichtig ist streut er mehr und produziert mehr jitter... oder liege ich damit falsch? ist ja nur eine theorie.

grüße

christian
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Beitragvon bvk » 16.05.2017, 14:58

Sorry, niemand stellt in Frage dass das eine Kabel besser klingt als das andere. Vermutlich sind alle beide fertig konfektioniert gekauft. Ich hatte nur gedacht man wolle diskutieren ob Glas geeigneter ist als Lichtleiter als zB PMMA. Die Relevanz der Lichtleitermaterialien bei Leitungslängen bis 10 m, gegenüber den anderen variablen Parametern der Verbindung, scheint mir doch recht unbedeutend.
Hier ist eine Zusammenstellung der üblichen Leitermaterialien, jede menge Diskussion möglich:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwell ... aterialien
Grüße,
Bernd
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Beitragvon SolidCore » 16.05.2017, 15:47

Hallo Bernd

Bei allem Respekt, und bestimmt in keinster Weise bös gemeint, will ich die Ursache
nicht suchen. Möglicherweise kann man sie wie bei verschiedenen Cinchkabeln nur raten.
Dort ist Silber in sehr vielen Fällen besser als Kupfer.
Vielleicht ist Glasfaser in sehr vielen Fällen besser als das übliche.
Mir fehlen weiterhin Messequipment usw, um dem Unterschied technisch auf die Schliche zu kommen.
Das war auch nicht das Ziel. Meine Intension war, davon zu berichten. Eventuell hört der ein oder andere hier
ebenfalls mit optischer Verbindung, und kann für relativ kleines Geld ebenfalls eine Verbesserung damit erreichen. Ohne dies nun im Messschrieben wiederzufinden, oder als Bestätigung zu suchen.
Eins ist jedenfalls technisch klar besser, die Dämpfung. Mir reicht das als Grund. Aufbauend darauf kann jeder mit umfangreichem Messgerätepark weiterforschen.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Hans-Martin » 16.05.2017, 16:06

Hallo, ich dachte immer, die Oberflächenpolitur am Eingang und Ausgang der Glasfaser wäre entscheidend, von den TOTX und TORX Wandlern abgesehen, die es wohl auch in verschiedenen Übertragungsbandbreiten gibt.
Aber der optische Übergang spielt doch auch eine Rolle, und da gibt es ioGel von Aural Symphonics.
Wer in der Schule aufgepasst hat, versteht sofort, dass ein Material mit Brechnungsindex nahe dem der Faserleitung zwischen Leutung und Optowandler den Hohlraum auffüllen sollte.
Da es keine Fototransistoren ohne Rauschen gibt, ist der Qualität hier eine Grenze gesetzt.
Und wie wäre es mit drehbar ausgelagerten Kopplern an der Geräterückseite, die geradlinige kurze Leitungen ermöglichen, was die Reflexion in gekrümmten Wandungen gering hält?
Da ich keine langen Optoleitungen habe, ist bei mir ein derartiger Versuch noch nicht unternommen worden.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon chriss0212 » 16.05.2017, 16:56

Hallo Hans-Martin,

Ich bin ja wirklich entfert davon ein Glasfaser Spezialist zu sein, aber ich meine mit einem Single Mode System könntest du genau das was du mit dem drehbaren System erreichen möchtest leisten ;)

Bei einem Single Mode System wird, wenn ich das richtig verstehe, ein gebündelter Lichtstrahl in das Kabel geschickt und er kommt weitestgehend (von der Qualität des Senders, Kabels und optischer Kopplung) ebenso gebündelt an. Ich glaube: auch wenn das Kabel nicht geradlinig (aber innerhalb der zulässigen Toleranzen) verläuft kommt es nur bedingt zu reflektionen, und somit könnte ich mir vorstellen, dass dies sogar besser ist als die gewünschte gezielte Umlenkung

Interessant finde ich den Grund, warum optische Linsen gerne eingesetzt werden.... neben einer geringeren Dämpfung: der Strahl wird an der Übergangsstelle aufgeweitet, wodurch ein Staubkorn im Stecker lange nicht so viel Schaden anrichtet wie ein "hart" gekoppeltes Signal.

Auf der anderen Seite stellt Single Link deutlich höhere Anforderungen an die Qualität der Übergangsstellen... denn da heißt es sehr schnell: knapp vorbei ist auch daneben ;)
Das macht es gegenüber Multi Mode (und damit auch Toslink) deutlich teurer.

Möchte aber wirklich darauf hinweisen, dass ich hier von meiner Theorie Berichte, mit der ich auch völlig falsch liegen könnte.

Viele Grüße

Christian



http://www.itwissen.info/Monomodefaser-single-mode-fiber-SMF.html


Ich könnte mir also vorstellen, dass ein Single Mode System besser abschneidet als Toslink.
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Beitragvon uli.brueggemann » 16.05.2017, 17:03

Christian,

die Frage ist hierbei aber, ob es bei vorhandenen Toslink-Anschlüssen z.B. ein Single Mode System gibt, welches dann an den Kabelenden geeignete Toslink-kompatible Stecker aufweist.
Ansonsten müsste man denn ja auch Sender und Empfänger tauschen, die dann wiederum elektrisch kompatibel sein müssten, z.B. zu TOTX/TORX 173.

Grüsse
Uli

PS: siehe z.B. http://fiberbit.com.tw/can-i-use-single ... ice-versa/
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Beitragvon chriss0212 » 16.05.2017, 17:26

Hallo Uli,

Gibt es meines Wissens leider nicht. Das würde glaube ich gegen den Standard sprechen.

Aber wenn ich zurück bin würde ich das gerne mal testen... also nen komplettumbau ;)

Grüße aus Kasachstan

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 16.05.2017, 17:30

Single Mode und Multi Mode mixen.... geht in Grenzen ist aber nicht sinnvoll... und es kommt auch darauf an was wie gemixt wird.

Auf jeden Fall sinkt die optische Qualität... im Feldversuch getestet ;)

Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 16.05.2017, 17:45

Hallo Hans-Martin,

das mit dem ioGel liest sich sehr spannend! Sie schreiben Leider nichts zur Langzeittauglichkeit.

Aber wenn der Brechungsindex stimmt, ist das echt ne spannende Sache!!!

Grüße

Christian
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Beitragvon Hans-Martin » 16.05.2017, 20:47

Hallo Christian,
die Idee mit dem ioGel erscheint als plausible und konsequente Anwendung der Physik.
Die Aussage mit dem Brechungsindex war eine Spekulation von mir, die das Verhalten logisch erklären könnte.
Ich erinnere mich aber an eine Oberstufen-Physikklassenarbeit, die meinen Notenschnitt verbesserte, indem ich aufzeigte, dass nach der Berechnung des Strahlwegs durch 2 verschiedene Medien und Gitter deren Reihenfolge keine Rolle spielte, ich habe beide Anordnungen gerechnet. Eigentlich logisch, denn der Strahlweg ist umkehrbar. Fernab jeder Bereitschaft, mich Jahrzehnte später mit den Berechnungen noch einmal im Detail zu beschäftigen, möchte ich jetzt behaupten, dass der Übergang von einem Medium ins nächste und dann ins dritte zwar nicht denselben Strahlengang hat, aber am Ende auf dasselbe herauskommt, egal, welchen Brechungsindex das mittlere Medium hat.
Deshalb möchte ich meinen Schnellschuss mit dem Brechungsindex zurücknehmen, sprich korrigieren.
Wenn das Gel also was bringt, bleibt für mich die Frage nach der Erklärung offen, zumindest unter dem Aspekt Brechungsindex.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Kawumm » 16.05.2017, 22:23

N'Abend

wenn ich mich richtig erinnere , müsste es über 20 Jahre her sein , da betrug die GESAMTdämpfung von guten Glasfasernkabel < 1dB/ km .
Und die Faserlänge hängt von dem Wechselspiel :

Senderleistung
Kabeldämpfung
Empfängerempfindlichkeit
bit/s

und das jetzt bei gängigen 1,5 m

Inwieweit sich die Material - und dadurch auch die Laufzeitdispersion zwischenzeitlich verbessert hat ???

Damals als ich Lichtleiterkabel haben wollte , war das wohl der Status Quo
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Beitragvon Hans-Martin » 16.05.2017, 22:40

Hallo Otto,
wenn ich an Raummessung und Korrektur denke, spielt ein auf alle Frequenzen bezogener identischer Pegelunterschied keine Rolle.
Wenn die Flanken des Rechtecksignals verschleifen, würde ich mir mehr Gedanken machen.
Dessen Einfluss auf das Timing müsste man prüfen.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Kawumm » 17.05.2017, 00:05

Hans Martin

mit Sicherheit hast du recht , da ich manchmal ein Freund von Metaphern bin , versuche ich es mal .

Um eine Vorstellung zu bekommen was < 1db/km bedeutet möchte ich ein Sinngemässes Zitat aus einer damaligen Abhandlung benutzen .

Wird die Transparenz der Glasfaser von <1db/km übertragen auf unsere Ozeane , würde es kein Problem bereiten bis auf den Grund des Marianengraben zu sehen .

Die Vorstellung finde ich irre
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Beitragvon chriss0212 » 21.05.2017, 21:48

Hallo Hans-Martin..

Noch mal zurück zum Brechungsindex. Ist evtl nicht der Brechungsindex, der das Phänomen erklärt...aber Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass das Gel einen positiven Einfluss hat.

Nimm eine sehr verkratzte Glasscheibe... ist etwas übertrieben, aber unter dem Mikroskop sieht auch eine polierte faser so aus... also wird dort Licht gestreut und es entstehen Verluste sowohl in Pegel als auch in "Signal Reinheit"

Jetzt schütten wir ein Glas Wasser (oder verteilen Gel) auf der Scheibe aus... und plötzlich können wir durchschauen... mit dem Effekt könnte ich mir schon vorstellen, dass das Gel etwas bringt.

Der Brechungsindex ist mit dem Wasser noch immer nicht der gleiche, aber er nähert sich dem anderen deutlich an was einen deutlichen Gewinn in der Übertragung bewirkt oder?

Nur meine Theorie ;)

Grüßle

Christian
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