Jetzt mal Butter bei die Fische: Klangqualität Aries Mini

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Jetzt mal Butter bei die Fische: Klangqualität Aries Mini

Beitragvon meldano » 12.07.2017, 14:55

Ich suche einen Roon Endpoint für meine Kopfhörerkette (AKG K712, Pass Labs KHV).
Z.Zt. hängt ein alter aufgemöbelter NAD CD Player am Kopfhörerverstärker.

Jetzt kann man mit der aktuellen Beta Firmware des Aries Mini einen Endpoint einrichten.

Positiv: Das Teil ist bezahlbar. Außerdem ist der Gebrauchtmarkt voll mit dem Mini (ist der Markt so voll, weil das Teil einfach schlecht ist???).
Nur für die Kophörerkette möchte ich jetzt nicht allzu viel Geld ausgeben.

Der Haken: Ich müsste den analogen Ausgang vom Mini nutzen bzw. benötige einen Endpoint mit entsprechendem Ausgang weil ich nicht extra einen DAC bauen oder kaufen möchte.
Mir ist bewusst, dass der AKG Kopfhörer mit dem eingesetzten Verstärker schon das Maß der Dinge ist der und ich mit einem Aries limitiere.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Aries Analogausgang?

Gruß
Daniel
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Beitragvon dirkhajo » 12.07.2017, 16:00

Hallo Daniel,

also, ich habe einen Aries Mini seit der Verfügbarkeit und bin mit der Klangqualität der Analogausgänge absolut zufrieden! Dies insbesondere unter Betrachtung des Preises!
Ich habe noch einen Linn Majik DS und kann direkt vergleichen und die Unterschiede sind absolut marginal!
Solltest Du Dich später noch akustisch verbessern wollen, kannst Du noch immer das Netzteil pimpen oder einen separaten hochwertigeren DAC anschließen.

Allerdings noch einmal der Hinweis, dass Du zum Betrieb des Mini ein iPad oder iPhone zwingend benötigst.

Viele Grüße
Dirk
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Beitragvon meldano » 12.07.2017, 18:39

Hallo Dirk,

danke für dein Feedback!
Das ermutigt doch den Aries Mini zu kaufen.

Apple Gedöns ist vorhanden, sollte aber bei der Nutzung als Roon Endpoint nicht nötig sein.


Daniel
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Beitragvon h0e » 12.07.2017, 19:13

Hallo,

ich fand den Klang des analogen Ausgangs des Mini bescheiden, eigentlich taugt er meiner Ansicht nach nur als digitaler Zuspieler. Die analogen Ausgänge sind eher eine kostengünstige Dreingabe denn eine ernsthafte Alternative.
Aber gut, wenn man den Gebrauchtpreis ansieht, geht das auch in Ordnung.
Highendiges sollte man aber nicht erwarten.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Fortepianus » 12.07.2017, 19:54

Hallo Daniel,

meldano hat geschrieben:danke für dein Feedback!
Das ermutigt doch den Aries Mini zu kaufen.

hab' hier noch einen Aries Mini rumliegen, originalverpackt und praktisch neu. Ich habe lediglich ausprobiert, wie er klingt und ob sich ein Upgrade lohnt. Lohnt sich nicht, ist aber wie immer eine Frage des Anspruchs. Wenn Du ihn willst, mach mir ein vernünftiges Angebot per PN, und er ist Dein. Ich habe dazu eine ziemlich aufwändige Netzteil-Filterplatine gemacht:

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Wenn Du da ein kleines Peaktech-Labornetzteil oder Ähnliches dranklemmst, verbessert sich der Klang schon recht deutlich. Kannst Du auch haben, wenn Du willst. Die Spannung kommt aber wegen der großen Kapazitäten und der elektronischen Drossel so langsam hoch, dass man erst das Netzteil mit Filterplatine einschalten muss und dann erst den Stecker in den Aries stecken darf, sonst bootet er nicht.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon meldano » 12.07.2017, 21:50

Fortepianus hat geschrieben:Lohnt sich nicht, ist aber wie immer eine Frage des Anspruchs.

So gehen die Meinungen auseinander. Nimmt gerade doch die Euphorie da meine Kopfhörerkette schon ganz weit vorne spielt.

Habt Ihr mal mit Sonos oder Bluesound Node verglichen?
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Beitragvon music is my escape » 13.07.2017, 20:06

Hallo Daniel,

meiner Einschätzung nach lohnt es sich gerade bei einer hochwertigen Kopfhöreranlage, keine großen Kompromisse bei Zuspieler und Wandler einzugehen - gerade, wenn man über einen so tollen KHV verfügt wie es bei Dir der Fall ist. Klar, der K712 am Ende der Kette ist relativ warm und milde, dazu, gemessen an aktuellen KHs, nicht allzu transparent und damit alles in allem recht fehlerverzeihend, dennoch ist das Teil in der Lage, feine Unterschiede in der Zuspielung aufzuzeigen und damit die Spreu vom Weizen zu trennen. Mit einer suboptimalen digitalen Zuspielung bringt man sich damit schnell um das gewohnte Vergnügen - gerade, wenn man, soweit ich das aus Deinen Komponenten schließen kann, auf einen entspannten und musikalischen Klang steht.

Ich habe die letzte Zeit ein wenig mit verschiedenen Player-Kopfhörerverstärker-Kopfhörerkombinationen gespielt und die Ansicht, dass der Kettengedanke als solches das Wichtigste ist, bestätigt sich immer wieder aufs Neue. In der Praxis heißt das bspw., dass ein oller Q701 an einem Aune M1 (Gesamtpreis der Kette aktuell neu mit Garantie keine 300,- Eur) in meinen Ohren optimal matcht und damit um Welten besser spielt, als ein K812 an einem Lehmann Linear an Master 7 an AFI an Audio-PC mit super Strom- und ICs für mehr als das Zehnfache...

Grüße,
Thomas

:cheers:
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Beitragvon meldano » 14.07.2017, 16:14

Hi Thomas,

vielen Dank für deine Ausführungen ich bin ganz bei dir!
Ich habe einen K812, du schreibst 712. Tippfehler deinerseits oder meinst du diesen?

Klar, der KHV und Kopfhörer sind gut, allerdings fehlen mir die finanziellen Mittel, jetzt auch noch zum Wohnzimmer einen Streamer / DAC für etliche tausend Euro hinzustellen.

Deshalb schwebte mir eine günstige Lösung vor.

Der Aries Mini ist gestorben. Ich habe erfahren dass er nicht wirklich besser als ein G-Sonos klingt.
Den G-Sonos hatte ich hier und mit und ohne externem DAC in Betrieb.
Der Bluesound wohl auch, da auch hier die analoge Ausgangsstufe billigst umgesetzt ist.

Bleibt wohl dich nur ein anständiger DAC - vielleicht gebraucht - mit externer Roon fähigen streaming Lösung...

Daniel
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Beitragvon music is my escape » 14.07.2017, 20:56

Hi Daniel,

Du schrubst in Deinem ersten Beitrag von einem K 712 - wenn Du stattdessen einen K 812 betreibst, stellt sich die Sache natürlich noch einmal um einiges "komplizierter" dar, denn diesem Auflösungswunder macht kein Zuspieler ein X für ein U vor... :wink:

Eventuell lohnt es sich, mal bei portablen DAPs nachzuschauen. Deren Klangqualität ist seit Jahren beständig auf dem Vormarsch und braucht sich mittlerweile bei einigen Modellen selbst vor ausgewachsenen Lösungen nicht mehr zu verstecken - im Gegenteil. Die Kombination aus perfekt eingebundenen, hochwertigen DACs, krassen Clock-Lösungen, sinnvoller Stromversorgung der einzelnen Sektoren per "sauberem" Akkumulator, straff reduzierter Firmware exklusiv für Audiowiedergabe etc... und das Ganze auf engstem Raum ohne große Wege und damit verbundene Kabelproblematiken sind in meinen Augen eine absolut taugliche Alternative zu den üblichen "Groß, Größer, am Größten"-Lösungen.

Es gibt einige Modelle, welche über Netzwerkanbindungen verfügen und sicher findet man darunter auch die Möglichkeit, einen Roon-Endpunkt einzurichten.

Der meiner Meinung nach einzige Schwachpunkt derlei Miniaturlösungen liegt in der begrenzten Stromlieferfähigkeit der Ausgangsstufen - was sich aber durch den Anschluss an einen ausgewachsenen Kopfhörerverstärker gut beheben lässt. Gerade der K812 profitiert enorm von einem starken Antrieb - aber wem erzähl ich das... :D

Ich höre gerade in der Gartenlaube ein wunderbares Album von Glauco Venier namens Miniatures; das Ganze über einen K812, der von einem Aune M2 Pro mit Pure2 Firmware (nur WAV) mit dazwischen geschaltetem Meyer Corda Quickstep angetrieben wird und vermisse: nix... :D

VG,
Thomas
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Beitragvon meldano » 14.07.2017, 21:28

Ups - du hast recht - Tippfehler meinerseits ;)

Roon ist schon Pflicht da ich hier alles durchgängig haben möchte und nach ersten Tests sehr wenig berzeugt bin.

Gruß
Daniel
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Beitragvon meldano » 12.08.2017, 15:06

Meine Lösung sieht wie folgt aus:

Sotm sms-200 mit Rega DAC R.
Damit kann man vernünftig Musik hören. Der Rega hat einen USB Eingang und kann 24Bit / 192kHz verdauen.
Er ist mit einem vernünftigen Netzteil ausgestattet und einer diskreten Ausgangsstufe.
Der sms-200 ist dient als Roon Endpoint und liefert die Daten via USB.

Im Vergleich zum Zuspieler in meiner Hauptkette ist noch Luft nach oben, die gewählte Kombi spielt aber schon auf einem hochwertigen Niveau. Unterschiede sind vorhanden aber es sind keine Welten - und das zum 1/5 des Preises.

Aktuell experimentiere ich mich verschiedenen Netzteilen für den Sotm, unterschiedlichen USB Strippen und Vergleiche ab Montag mit dem sms-200 Ultra.

Ich habe mir übrigens mal eine Aries Mini geliehen, auch einen größeren, den Altair.
Die mit meiner Kombi erreichte Qualität ereichen beide Geräte nicht. Der Mini ist m.M.n. überhaupt nicht für anspruchsvolle Musikwiedergabe.

Gruß
Daniel
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Beitragvon Horse Tea » 12.08.2017, 15:29

meldano hat geschrieben:a) Im Vergleich zum Zuspieler in meiner Hauptkette ist noch Luft nach oben, die gewählte Kombi spielt aber schon auf einem hochwertigen Niveau. Unterschiede sind vorhanden aber es sind keine Welten - und das zum 1/5 des Preises.
b) Aktuell experimentiere ich mich verschiedenen Netzteilen für den Sotm, unterschiedlichen USB Strippen und c) Vergleiche ab Montag mit dem sms-200 Ultra.


Hallo Daniel,

a), b) und c) ist alles sehr interessant. Bitte nenne noch explizit den Zuspieler in der Hauptkette, noch besser: trage bitte Deine komplette Gerätschaft in Dein Profil ein. Das ermöglicht ein besseres Verständnis des Hörergebnisses. Wo hast Du den sms-200 ultra her?

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon SolidCore » 12.08.2017, 17:51

Hallo zusammen

Falls es noch interessant ist für den einen oder anderen:

Den Aries Mini habe ich mir ebenfalls mal über die Analogausgänge angehört.
Ich würde ihn grob gesagt mit einem 200,- BluRayplayer gleichsetzen.

Über seinen USB Ausgang auf einen USB-fähigen DAC war es in meinen Ohren deutlich besser.
Wobei besser nun nicht mit sehr hochwertig gleichzusetzen ist. Aber zumindest so gut, das man damit schon
vernünftig Musik hören kann, und als Gebrauchtkauf für kleines Geld eine fernbedienbare Quelle mit Festplatte erhält.

Ein Linearnetzteil brachte in beiden Fällen eine Verbesserung.

Es kommt immer darauf an, was man nun erwartet. Für den Neupreis des Aries Mini, und was er alles anbietet an Einsatzzweck, kann man einfach nicht erwarten, höchste Ansprüche zufrieden zu stellen.
Sonst gäbe es auch keine größeren Modelle davon.

Gruss
Stephan
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Beitragvon meldano » 12.08.2017, 18:39

Sms-200 ultra:
Schwieriges Thema. Letztendlich von higoto.de
Zuerst über den shop von highresaudio versucht.
Kann ich nicht empfehlen!

Meine derzeitige Streaming Referenz:
Naim NDX
Vorverstärker Pass Labs

Der Rest:
a)Endstufe First Watt J2, Lautsprecher Speaker Heaven
b) Manger Aktiv mit Hifiakademie
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Beitragvon Horse Tea » 12.08.2017, 19:30

Danke Daniel. Zweifellos eine gute Kette, die erwarten lässt Unterschiede herauszuhören, wenn es sie gibt.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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