Welches Netzteil für Fritzbox?

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon SolidCore » 25.07.2017, 10:13

Hallo zusammen

Leider habe ich keine Fritzbox, aber passend zum Thema folgende Erkenntnis:

Ich kann bestätigen, das verschiedene Netzteile erhebliche Klangunterschiede aufweisen.
Auch in Bezug auf ausgewogene Wiedergabe. So klang z.B jedes Netzteil auf Basis eines LT3042/3045 Regler
immer marginal ausgedünnt, es nahm Stimmen und größeren Instrumenten die Körperhaftigkeit, dafür spielete es aber im Hochton extrem sauber und aufgeräumt.
Bei meinen letzten beiden großen Netzteilhörtests, im ersten Schritt kamen verschiedene Schaltungs- und Reglervarianten zum Vergleich, unter anderem auch die Top-Regler wie Sellarz, LT, Belleson und TPS. Im zweiten Schritt dann Trafovarianten wie Ringkern, Audio-Ringkern mit beigewickelter Erde,Talema vergossener Ringkern und R-Core war ich doch sehr angetan, wie stark sowohl Trafos, Schaltungen als auch Regler ins Klanggeschehen eingreifen. Ebenso die Güte der verwendeten Kondensatoren im Regelkreis, z.B waren die Elna Silmic2 in der Tat sehr gut. Interessant war, das 2 Varianten, die beide traumhafte Messwerte aufweisen, vollkommen unterschiedlich klangen.
Sinn und Zweck des ganzen war eine traumhafte Kombination zu finden, um es sowohl am Singxer F-1 einzusetzen, als auch ins Singxer SU-1 einzubauen. Dafür hatte ich mir extra 10VA R-Cores anfertigen lassen, die auch ins Gehäuse passen. Als weitere Betrachtung suchte ich auf hörtechnischer Basis einen Regler, um meine alte Threshold aufzuwerten. Hätte ich einen LT3045 verbaut, klänge sie heute wohl wie ein chinesisches Replica. Falls ein Singxer SU-1 Besitzer mitliest, kann er mich gerne bezüglich einer Umrüstung anschreiben, ich garantiere für eine sofort hörbare, und vor allem in !allen! Belangen bessere Klangqualität. Wirklich ein lohnenswertes update.

Zusammenfassend möchte ich sagen, das man sich klanglich auf reine Messwerte nicht verlassen kann.
Entweder muss ein Hörtest entscheiden, oder, sich auf Aussagen zu verlassen. Wer Reiner (easy) kennt, weiss, das seine aussagen sehr objektiv und glaubenswert sind. Also würde ich blind ein Beci-NT in die engere Wahl ziehen, bzw als gut betrachten.


Gruss
Stephan
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Beitragvon Hans-Martin » 25.07.2017, 11:26

SolidCore hat geschrieben:
Bei meinen letzten beiden großen Netzteilhörtests, im ersten Schritt kamen verschiedene Schaltungs- und Reglervarianten zum Vergleich, unter anderem auch die Top-Regler wie Sellarz, LT, Belleson und TPS. Im zweiten Schritt dann Trafovarianten wie Ringkern, Audio-Ringkern mit beigewickelter Erde,Talema vergossener Ringkern und R-Core war ich doch sehr angetan, wie stark sowohl Trafos, Schaltungen als auch Regler ins Klanggeschehen eingreifen. Ebenso die Güte der verwendeten Kondensatoren im Regelkreis, z.B waren die Elna Silmic2 in der Tat sehr gut. Interessant war, das 2 Varianten, die beide traumhafte Messwerte aufweisen, vollkommen unterschiedlich klangen.

Hallo Stephan,
die erstaunliche Erkenntnis, dass es so viele mögliche kleine Veränderungen zwischen Lichtnetz und Elko vor dem Spannungsregler gibt, die nicht durch den Spannungsregler in Richtung Unhörbarkeit ausgeglichen werden, ist schon erschreckend (deckt sich auch mit meinen Beobachtungen).
Interessant fände ich die Untersuchung, ob an einem DDC oder Reclocker oder DAV oder Router die Netzteile ihre Signatur wiedererkennbar zeigen.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Unentschlossener » 25.07.2017, 13:00

Servus,

kann mal bitte jemand eine Bezusquelle für das Beci Power Supply nennen?

Danke und Gruß
Ralf
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Beitragvon aktivator » 25.07.2017, 14:20

Hallo Ralf

Gehst du hier auf das Mitglied Beci und schickst ihm eine private Nachricht :cheers:

Liebe Grüße Andreas
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Beitragvon Unentschlossener » 25.07.2017, 15:01

Danke.
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Beitragvon Unentschlossener » 31.07.2017, 10:39

Horse Tea hat geschrieben:Hallo Jörg,

ich stelle mir die gleiche Frage und habe das Zerozone 12V LPS ultra low noise in die engere Wahl einbezogen. Das kommt in Summe auf ca. 150-200 €. Vielleicht hat das schon jemand im Forum an der Fritzbox gehört

Hallo Horst-Dieter,

woher beziehen und welche Version wäre die richtige?

Gruß Ralf
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Beitragvon Horse Tea » 31.07.2017, 11:58

Hallo Ralf,

schau mal hier:

viewtopic.php?f=23&t=8486&p=139676&hilit=+ZEROZONE#p139676

aber auch hier:

viewtopic.php?f=23&t=8486&start=90#p140785

Bitte auch die Folgebeiträge lesen.

Noch zur Info: Ich habe ein Zerozone Doppelnetzteil (der erste Link im Post von solidcore) mit 9 und 12 V. Leider steht das Netzteil einige Meter vom Router weg und ich muss mir zum Test erst ein Kabel mit der Länge und, vor allem, dem richtigen Hohlstecker für die Fritzbox basteln. Den Stecker hole ich mir am Mittwoch und bis zum nächsten WE sollte ich den Test an der Fritzbox hinter mich gebracht haben. Wenn Du so lange noch warten willst, kannst Du meine Erfahrung, die ich hier posten werde, in Deine Kaufentscheidung einbeziehen.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Unentschlossener » 01.08.2017, 12:31

Hallo Horst-Dieter,

danke für deine Info. Klar habe ich die Zeit. Ist nicht eilig.
Hast Du / Hat jemand schon mit dem KECES-DC116 Erfahrungen sammeln können?

Gruß Ralf
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Beitragvon Juergen192 » 01.08.2017, 12:45

Hallo Ralf,
hier gibt es einen Händlerbericht:
https://audiosaul.de/audiophile-netztei ... erbericht/

Mit freundlichem Gruße
Jürgen
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Beitragvon Unentschlossener » 02.08.2017, 14:05

Servus,

ohne die Diskussion über komprimierte und unkomprimierte Musikformate anzustacheln stelle ich mal die Frage in den Raum, ob ein solches Netzteil wirklich den erhofften Klanggewinn beim Streamen via Spotify bringt?

Gruß Ralf
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Beitragvon Hans-Martin » 02.08.2017, 14:12

Servus,
...wenn alle Knoten im WWW auch mit diesem Netzteil versorgt würden, könnte es klappen...
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Unentschlossener » 02.08.2017, 14:24

So kann man es auch sehen... :wink:
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Beitragvon Horse Tea » 03.08.2017, 20:47

Unentschlossener hat geschrieben:Hast Du / Hat jemand schon mit dem KECES-DC116 Erfahrungen sammeln können?

Hallo Ralf,

nein, das habe ich leider nicht.

Inzwischen habe ich aber meine Fritzbox 7390 am 12V Anschluss des Zerozone Doppelnetzteil betrieben. Da ich hoffe, dass sich das auch auf das Zerozone Netzteil mit einer Ausgangsspannung übertragen lässt, hier eine kurze Einschätzung. Ja, das Low Noise Netzteil macht seinem Namen Ehre, da eine leichte noch vorhandene Schärfe im Klang reduziert wurde und auch, z.B. beim Klavier, eine leichte Klirrfahne geringer wird. Akustischer Bass steht auch kontrastreicher vor dem Hintergrund. Dies ist besonders gut bei einem Basssolo zu hören. Die Verbesserung ist nun nicht dramatisch und ich könnte mir da auch noch Luft nach oben vorstellen. Einschränkend sollte berücksichtigt werden, dass ich Netzteil und Router (nur für den Test) mit einem 10m langen DC-Kabel verbinden musste, weil Afis und Router weit auseinander stehen und ich nur ein Doppelnetzteil habe. Daher ist gut möglich, dass bereits ein weniger störanfälliges, kurzes Kabel, wenn das Netzteil neben dem Router steht, weiteren Boden gut macht. Ob das fast 5-mal so teure Netzteil von Beci weiteren Zugewinn ermöglicht, kann ich nicht ohne Test beantworten, halte es aber für möglich. Das Optimum vom Qualität zu Preis-Verhältnis kann nur jeder selbst entscheiden.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Unentschlossener » 04.08.2017, 09:23

Hallo Horst-Dieter,

vielen Dank für deine Einschätzung. Ich denke ich werde es mal mit dem Keces ausprobieren.

Schönes Wochenende.
Gruß Ralf
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Beitragvon SolidCore » 04.08.2017, 15:46

Hans-Martin hat geschrieben:Hallo Stephan,
die erstaunliche Erkenntnis, dass es so viele mögliche kleine Veränderungen zwischen Lichtnetz und Elko vor dem Spannungsregler gibt, die nicht durch den Spannungsregler in Richtung Unhörbarkeit ausgeglichen werden, ist schon erschreckend (deckt sich auch mit meinen Beobachtungen).
Interessant fände ich die Untersuchung, ob an einem DDC oder Reclocker oder DAV oder Router die Netzteile ihre Signatur wiedererkennbar zeigen.
Grüße Hans-Martin


Hallo Hans-Martin
Diesen Test habe ich gemacht, allerdings nicht an DDC und Router, sondern DDC und DAC. Nehmen wie als Beispiel den gern genommenen Spannungsregler LT 3042. Dieser trägt eine schlanke, fast schon ausgedünnte Klangsignatur, die sowohl an einem Xmos-Chip, als auch einer SPDiF-Clock, als auch an einem DAC immer erkennbar war. Dies fällt sofort auf, wenn man ihn am Einsatzort 1:1 gegen einen anderen austauscht. Alleine eingebaut und gehört, klingt es sehr gut. Im Tausch hört man dann die andere Signatur des Tauschreglers. Am ausgewogensten, mit der mit Abstand besten Feindynamik, setze ich neuerdings gern Belleson ein.

Ebenso beispielsweise beim Kondensator Silmic2. Dieser ist eher von seiner Signatur kräftig, rund, seidig in den Höhen. Ganz gleich, ob man ihn als Glättungskondensator hinter einer Gleichrichtung einsetzt, oder als Impulskondensator an einer Last, oder in Digitalkreisen. An beiden Stellen zusammen kann es dann auch mal zuviel des guten werden, da sollte man kombinieren, z.B mit Muse. Mir selbst gefiel die Kombi Muse hinterm Gleichrichter, und Silmic2 in der Digitalschaltung, sehr gut.

Gruss
Stephan
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