Tube Preamp Buffer

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon RayDigital » 27.07.2017, 16:59

hans hat geschrieben:Über den Adagio (das ist der Metrum Pavane mit integriertem Vorverstärker) hatte ich bereits vor längerer Zeit nachgedacht, diesen Gedanken aber wieder verworfen, weil für einen erheblichem Mehrpreis der klangliche Gewinn nur minimal sein soll. Ich muss dazu erklären, dass mein Pavane schon eine modifizierte Variante des Ursprungsmodells darstellt.

Der Einsatz des Adagio würde Dir aber den Vorverstärker komplett ersparen ohne etwaige Verluste beim Signaltransfer. Der Mehrpreis des Adagio gegenüber dem Pavane könnte dann durch den Wegfall des VVs finanziert werden.
hans hat geschrieben:Ebenso erscheint es mir wichtig, noch einmal deutlich zu machen, dass ich kein Lautstärkeproblem habe

Das habe ich auch so nicht verstanden. Dennoch wäre es doch für Dich interessant, den Adagio testweise einmal zwischen den Afi und den Emotion 5s einzuschleifen, um herauszufinden, ob Du diesselben "Verluste der inneren Dynamik", wie Du es ausdrückst, wahrnimmst.

Gruß,
Raimund
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Beitragvon nemu » 07.08.2017, 21:35

Hallo,

wieso nicht einen neuen Preamp?

Ich möche gerne den Schiit Freya empfehlen. Wahnsinn was man hierim Direktvertrieb für 700,- EUR bekommt:
- Nutzbar als Passiv-Vorstufe, mit MOSFET Buffer und als Röhrenvorstufe
- Fernbedienbar
- Röhrenvorstufe mit 4 x 6SN7 Röhren
- Voll symetrisch aufgebaut mit zwei Netzteilen
- 2 x symetrische und 3 x unsymetrische Eingänge
- Symetrische und unsymetrische Ausgänge
- Laustärkeregelung über ein 128-stufiges Wiederstandsnetzwerk (kein Poti,
wie oft auch bei wesentlichteureren Vorstufen zu finden).
- Klang unglaublich. Kommt sehr sehr nahe an meine BAT VK51 SE ran.

Nachteile:
Die mitgelieferten Röhren sind nicht so toll, tun es aber erstmal. Kann man hier für den Preis aber auch nicht erwarten. Andere Röhrem sind jedoch reichlich verfügbar und auch noch preislich im Rahmen. Ich habe mir zwei gematchte Paare der Hausmarke von BTB besorgt, die nach Herrn Keim mehrfach selektiert sind. Diese klingen meinem Empfinden nach ganz ausgezeichnet und sind für einen akzeptablen Preis zu haben.

Die Röhren schauen aus der Vorstufe. Die vier Oktalfassungen schließen leider nicht bündig mit der Gehäuseoberseite ab, so dass bei den recht schmalen Öffnungen 6SN7-Röhren mt breiteren Sockeln oder bauchiger Glaskolbenform nicht einsetzbar sind. Für wenige Euro habe ich jedoch 1:1 Oktal-Sockel Adapter besorgt, den Sockel als erhöht, so dass nach dem Einsetzen der Adapter nun mit der Oberfläche bündig ist und jede Baumform der 6SN7-Röhre engesetzt werden kann. Eine einfache effektive Lösung.

Werde demnächst nochmal in meinen Vorstellungsthread berichten.

Gruß Stephan
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Beitragvon lessingapo » 08.08.2017, 06:32

Hallo Stephan,
die Freya war ja schon im Einsatz...allerdings neu und meiner Meinung nach
noch nicht lange genug eingespielt.Da eine der Original-Röhren inzwischen
den Geist aufgegeben hat,habe ich ein Quad Tungsol gekauft-wenn die sich
warmgebrannt haben,darf die Freya sicher nochmals antreten.
Grüsse Wolfgang
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Beitragvon nemu » 08.08.2017, 07:01

Hallo Wolfgang,

lasst die Freya antreten. Es lohnt sich!

Gruß Stephan
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Beitragvon nemu » 08.08.2017, 08:17

Hallo zusammen,

bei der Beschreibung der Schiit Freya ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen.

nemu hat geschrieben:- Nutzbar als Passiv-Vorstufe, mit MOSFET Buffer und als Röhrenvorstufe


Es muss JFET-Buffer heißen. Man erhält also quasi drei Vorstufen in einer, also eine passive Vorstufe, mit JFET Buffer oder eine Röhrenvorstufe.

Gruß Stephan
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Beitragvon hans » 09.08.2017, 16:11

Hörbericht:
Nachdem der MiniMax BBA dank des zügigen Versands durch Herrn Posingis von Audiotube am Freitag früh bei mir eintraf, habe ich ihn erst einmal für drei Tage an´s Netz gehängt und ihn mit dem Frequenzgedudel der Cardas sweep CD berieselt. Sonntag nachmittag habe ich eine erste Hörprobe durchgeführt, das klang viel versprechend. Montag früh kam Uwe ("Alsterfan"), denn vier Ohren hören besser (oder mehr?) als zwei.
Angeschlossen hatte ich den BBA hinter meinem Pavane DAC und vor die passive MFA-Vorstufe. Den Gain-Regler hatte ich nach Durchstöbern diverser (US-)Threads probeweise bei 13.30h, den Lautstärkeregler bei 14.00h platziert. Die Bedienungsanleitung empfiehlt, den Gain-Regler voll aufzudrehen...
Zwei Stücke gehört, Uwe ist aus dem Häuschen. Ich bitte um Mäßigung. Das ist hier schließlich eine ernsthafte Angelegenheit, ich bitte um kritische Distanz ggü. dem Probanden! Nützt nichts, Uwe ist weiterhin außer Rand und Band; muss ansteckend sein, denn auch ich verfalle immer öfter in rhythmische Zuckungen, schaffe es nicht, mich dem Klangerlebnis zu entziehen. Was ist passiert? Mehr Raum (Tiefe, denn mehr Breite ging schon vorher in meinem Hörraum nicht)! Töne (Instrumente und Stimmen) haben "mehr Fleisch" als vorher, aber - und das ist wichtig für mich - keine Speckrolle! Das ganze wird überstrahlt von dem "goldenen Schimmer", den ich mir in meiner Kette immer gewünscht habe.
Dieses "Mehr" währt nicht nur mehrere Stunden gemeinsamen Hörens an, sondern dauert an. Gestern, Heute, Morgen... Versuche am Gain und Lautstärkeregler führten immer wieder zu den ursprünglich eingestellten Werten zurück. Mehr Gain bedeutete "dicke Backen", weniger führte zu einer deutlich flacheren Abbildung.
In den besagten USForen fand ich auch Hinweise dahin gehend, dass der von Hans-Martin empfohlene MF X10D
klanglich dem BBA deutlich unterlegen sei.
Insofern habe ich die Suche danach erst einmal eingestellt.
Pimpen kann man den BBA natürlich auch: der Entwickler des BBA, Axel Cheung, empfiehlt tube-rolling, der amerikanische Vertrieb bietet sogar klangfördernde Eingriffe (Trafo, Elko) gegen Bares an.
Später vielleicht, wenn ich mich an das Selbstverständnis dieses neuen Klangs gewöhnt habe...

Fazit: Die Sonne scheint auf meiner Spielwiese.

Danke an alle, die sich an meiner Suche beteiligt haben - Wolfgang nenne ich da mal zuerst :cheers: !

Den passenden link findet ihr auf der ersten Seite (lessing-apo). Herr P. weiß noch nicht, dass er das Gerät nicht zurück erhält; falls ich also Interessen geweckt haben sollte, hoffe ich, dass er noch ein zweites auf Lager hat. Es würde sich lohnen (Uwe/Tinnitus)!! Ein kleiner Nebeneffekt sei noch erwähnt: vor drei Wochen hatte ich Georg und Christian zu Gast und Georg bemängelte zu Recht, dass meine E5 leichte Brummgeräusche von sich gaben. Herr Müller gab mir den Tip, zwischen Cinchmasse und Einschaltknebel des LS ein Massekabel zu installieren - musste ich aber gar nicht mehr machen, denn: seit Inbetriebnahme des BBA sind die LS dahin gehend absolut geräuschlos! Verstehe ich nicht, ist ein Thema für die Techniker, mich freut es.
Falls noch Fragen auftauchen: gerne!
Gruß

hans

PS: Die eingespielte Freya kann kommen. Bin neugierig auf diesen Vergleich!
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Beitragvon easy » 09.08.2017, 16:59

Hallo Hans,

schön das deine Zufriedenheit zurückgekehrt ist :cheers:

Jaja ,so eine Röhre kann schon Wunder bewirken... :wink:


Viel Spaß mit dem neuen Spielzeug

Reiner
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Beitragvon alsterfan » 09.08.2017, 17:57

hans hat geschrieben:Uwe ist aus dem Häuschen. Ich bitte um Mäßigung. Das ist hier schließlich eine ernsthafte Angelegenheit, ich bitte um kritische Distanz ggü. dem Probanden!

Hans-Jürgens Bitte "um Mäßigung" konnte ich einfach nicht erfüllen. Zu gut hat sich seine Musik mit dem dem Preamp in seiner Kette angehört. Nachdem ich seit seinem Pavane-Erwerb schon ein paarmal geäußert hatte, dass meine Ohren einen weiteren Zuwachs an Details nicht mehr als langzeittauglich empfinden könnten, konnte ich jetzt fasziniert feststellen, dass die jetzt noch weiter gesteigerte Detailwiedergabe in keiner Weise als "nervig" empfunden wurde. Ganz im Gegenteil. Es scheint wieder einmal so zu sein, dass nicht das Mehr an Details das Problem ist, sondern die "gehörrichtige", i.e. weniger artefaktbeladene Wiedergabe das entscheidende Kriterium ist. Ich glaube, ich habe noch nie so gut Musik aus der Konserve gehört, wie an diesem Montag.
Natürlich haben wir anschließend auch im Vorzustand (die gleiche) Musik gehört, mit dem Ergebnis, dass schnell die Verzückung verschwand. Alles klang deutlich flacher, hatte weniger Fleisch.
Vielleicht kennt das jemand von Euch: Ich habe seither bei mir noch nicht wieder Musik gehört. Ich bin ein wenig ängstlich geworden...
Wenn Hans-Jürgen mich das nächste Mal besucht, werden wir den Preamp an meiner Kette hören, in der sich noch eine unmodifizierte Pi, MFA Baby Ref. V2 und die Geithain 903 befinden.
Ich bin gespannt.
Uwe
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Beitragvon Tinitus » 09.08.2017, 20:24

Hallo Hans-Jürgen,

freut mich, dass Du eine Lösung für dein Problem gefunden hast. Schön auch, dass der mfa bleiben darf. Weiterhin viel Freude beim Musik hören.

Gruß

vom anderen

Uwe
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Beitragvon hans » 10.08.2017, 09:22

Lieber Reiner, liebe Uwes, danke für eure aufbauenden Worte. Den Tip hatte ich ja von Wolfgang (lessing-apo) erhalten, unserem Spezialisten für bislang unentdeckte Schätze. Ich gebe seinen genannten link auch gerne noch einmal an dieser Stelle weiter: http://www.eeaudio.com/eeaudio_009.htm
Der MiniMax BBA ist auch durchaus in anderen Konfigurationen einsetzbar: z.B. hinter einem Vorverstärker, dann in der Funktion eines line-Treibers oder, wer es ganz puristisch mag und nur einen Ein- und Ausgang benötigt: als Röhren-Vorverstärker mit regelbarem Gain und Lautstärke. In diversen Foren wurde er kurz nach seinem Erscheinen (2006?) auf dem (US-)Markt diskutiert und durchweg positiv bewertet. Karl-Heinz Posingis, der den deutschen Vertrieb von Eastern-Audio managt (Tel.08373921657) hat mir gestern, als ich ihn über meine Kaufentscheidung informierte, mitgeteilt, dass er noch Geräte "auf Lager" hat. "Probieren geht über Studieren" kostet nach einer Kaufentscheidung 590€, in der Summe dessen, was es bei mir bewirkt hat, eine Summe, die ich persönlich als Schnäppchen bewerte.
Gruß

hans
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Beitragvon sendebild » 11.09.2017, 19:08

Hallo Hans,

Du wirst Dich sicherlich wundern, aber ich hätte so eine MF X10D wie sie Hans-Martin
erwähnt hat. Vielleicht mag ja jemand von Euch diese einmal ausprobieren.

Beste Grüße
Sven
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Beitragvon alsterfan » 07.10.2017, 23:10

alsterfan hat geschrieben:...werden wir den Preamp an meiner Kette hören...

Dieses ist nun zwischenzeitlich geschehen. Die Verbesserung war zu hören, doch in keiner Weise so deutlich, wie in Hans-Jürgens Kette. Ich habe mir dennoch von Herrn Posingis ein BBA-Exemplar zum Testen schicken lassen. Und nun kann ich sagen, dass das Gerät bleibt. Im Unterschied zu Hans-Jürgen (er hat das erste tube-rolling schon durchgeführt) nutze ich die werksseitige Röhrenbestückung, und die passt bei mir sehr gut.
Uwe
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