Tube Preamp Buffer

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Tube Preamp Buffer

Beitragvon hans » 26.07.2017, 13:42

Seit meinem Umzug vor knapp drei Jahren mussten die Cinch-Kabelverbindungen zwischen Vorverstärker und aktiven Lautsprechern aufstellungsbedingt von bisher 2x 3m auf nunmehr 2x6 m verlängert werden. Seit dem beklage ich eine subjektiv wahrgenommene Veränderung im Dynamikbereich, auch in den Höhen meine ich, Veränderungen wahr genommen zu haben. Meine Vorstufe, eine passive MFA, hat wohl Mühe, die längeren Kabelwege zu beschicken. Seitdem ich diese Feststellung gemacht habe, denke ich über den Kauf einer anderen Vorstufe nach. Meine Kette - MacMini, Afi-USB, Afi, Metrum Pavane, MFA, Silbersand Emotion 5, alles mit refine-Audio verkabelt (die diversen externen Netzteile erwähne ich jetzt nicht explizit) - könnte zudem bei manchen Titeln noch einen "goldenen Schimmer" vertragen...
Insofern ist der Gedanke an einen Röhren-Vorverstärker nicht so ganz abwegig. Wären da nicht die häufig bei dieser Gattung anzutreffenden Impedanzprobleme, die meinem Versorgungsproblem diametral gegenüber stehen. Da ich eigentlich mit dem "Klang" (richtiger wäre wohl Nichtklang) der MFA zufrieden bin, und jeder Geräteverkauf per se erst einmal i.d.R. mit einem finanziellen Verlust einher geht, leuchteten meine Augen spontan auf, als ich den Tube Preamp Buffer von Tortuga entdeckte

https://www.tortugaaudio.com/products/preamp-buffers/

Könnte dieses Gerät für mich und meine diesbezüglichen Probleme die Lösung sein?
Einschließlich aller empfohlenen - verbesserten - Bauteile fordert der Hersteller dafür allerdings rd. 2100 US-Dollar, hinzu kommen Versandkosten, Zoll und MWST, sodass ich wohl bei mind. 2.500€ landen würde :roll: .
Kennt jemand unter euch einen Hersteller, der dieses preiswerter anbietet? Oder würdet ihr generell abraten?

Danke für die Unterstützung bei der Klärung dieser für mich doch wichtigen Frage!

Hans
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Beitragvon Thomas K. » 26.07.2017, 16:43

Hallo Hans,
eine sehr gute und deutlich kostengünstigere Lösung wäre dieses hier:
https://www.abacus-electronics.de/produ ... r-fix.html
Die Technik in diesem kleinen Kästchen wird auch in den Streamer/Vorverstärkern von Abacus verwendet, und hat schon so manche durch unzureichende Ausgangsstufen ausgebremsten Elektronik auf Trab gebracht.
Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon lessingapo » 26.07.2017, 18:24

Hallo Thomas,
der var.Linetreiber war schon vor einiger Zeit zur Probe in
der Kette-nicht mit dem erwünschten Effekt.
Daher habe ich Hans diesen http://www.eeaudio.com/eeaudio_009.htm
empfohlen,möglicherweise kann er ihn in Deutschland erst einmal
ausleihen,der Repräsentant war seinerzeit mit dem Minimax-DAC
sehr hilfsbereit.
Grüsse
Wolfgang
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Beitragvon h0e » 26.07.2017, 18:34

Hallo,

Chris hatte auch mal über Tube Buffer berichtet:
viewtopic.php?f=6&t=6183&start=70
Zwar kein sachdienlicher Hinweis zum angefragten Produkt,
aber evtl. hilft es weiter.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon digitalaudio » 26.07.2017, 18:49

Schiit Freya , einfach mal ansehen und preislich auch überschaubar.
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Beitragvon lessingapo » 26.07.2017, 18:54

Auch schon dagewesen...
war meiner Meinung nach noch nicht eingespielt-
vielleicht kriegt F nochmal 'ne Chance...
Grüsse
Wolfgang
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Beitragvon Hans-Martin » 26.07.2017, 19:26

Hallo Hans,
mein Tip ist Musical Fidelity X10D.
Nicht mehr ganz neu, gelegentlich bei ebay für um 100 Euro zu bekommen.
2 Röhren ECC88 oder äquivalente Typen schaffen unter 30 Ohm Ausgangswiderstand mit dem üblichen Charme der Röhre, nachzuschalten hinter den Vorverstärker oder eine regelbare Signalquelle.https://www.stereophile.com/content/musical-fidelity-x-10d-line-level-preamplifier-measurements
Zugegeben, ich wiederhole mich da...
Tube Rolling und bessere Koppelkondensatoren dürfen sein...
Grüße Hans-Martin

.
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Beitragvon Tinitus » 26.07.2017, 21:33

Hallo Hans,

vor einigen Monaten hätte ich dir geraten dir einen Röhrenverstärker zu kaufen und den mfa so schnell wie möglich zu verkaufen. Da hatte ich nämlich noch keinen und hätte deinen gekauft. Jetzt besitze ich einen mfa classic V2 und finde das Ding phänomenal. Ich hatte vorher einen Audio GD Master 1 der war auch nicht schlecht. Diese beiden VV klingen nicht gleich spielen aber auf ähnlichem Niveau (mbMn), das hatte ja auch mein Namensvetter (Alsterfan) in seinem Vergleich baby reference zu M1 fest gestellt. Jetzt könnte man sagen, der mfa kostet aber viel mehr, ja er sorgt aber auch für galvanische Trennung und ist Symmetrierverstärker alles in einem und er ist sicherlich transparenter als der M1. Wenn jemand so wie Du eine Omega Pi sein eigen nennt, will er ja eigentlich die Pi hören und nicht irgendeinen VV der den Klang noch hin biegt. Deshalb kehre ich noch mal zu deinem Ausgangsproblem zurück Dynamikverlust und Höhen die nicht mehr ganz so sind wie sie mal waren. Wenn es keine Autosuggestion ist, sollte man das Übel doch an der Wurzel angehen. Du schreibst, dass Du Cinchkabel als Verbindung zwischen mfa und den Silbersändern nutzt. Wie gehst Du von der Pi in den mfa, per RCA oder symmetrisch per XLR? Leider habe ich keine Informationen darüber gefunden, ob die symmetrischen Ausgänge der Pi mehr Spannung liefern als die unsymmetrischen. Die Pi symmetriert per Lundahl-Übertragern, da gibt es hier vielleicht Spezialisten, die daraus Rückschlüsse ziehen können. Es besteht aber die Möglichkeit, dass die Pi mehr Spannung an den mfa liefern kann, dies sollte die Situation deutlich verbessern. Eine andere Möglichkeit (vielleicht nicht ganz so erfolgversprechende) wäre die Eingangsempfindlichkeit der Silbersänder zu erhöhen, falls das möglich ist bzw. die Verstärkung an zu heben. Warum glaube ich, dass Hoffnung besteht? Als ich das erste Mal Kontakt zu Jonathan Billington aufgenommen habe, fragte ich, ob es möglich sein den mfa mit aktiven LS und langen Kabeln zu betreiben, er agte mir, dass er Kunden hat, die den mfa mit 10 m Kabeln betreiben, ok das muss man a) nicht glauben b) kennt man die Dynamik nicht, die der mfa dann noch bringt.
Ich betreibe den mfa an den symmetrischen Ausgängen meines DAC, der da bis 4,5 V liefern kann. Vom mfa geht es symmetrisch in meine LS über 7,5 m lange Kabel! Meine LS liefern bei 0,1 V 87 dB in einem Meter Abstand, mir fehlt weder Dynamik noch Höhen. Ich kenne allerdings im Vergleich die Leistungsfähigkeit (Spannung) der Pi nicht und auch nicht die Empfindlichkeit der Silbersänder, aber meiner Meinung nach besteht da Hoffnung. Bezüglich der Dynamik könnten andere Kabel auch schon Besserung bringen. Ich kenne die kapazitive Last deiner Kabel nicht, vielleicht gibt es da was, was besser für deinen Anwendungsfall geeignet wäre. Bei Verwendung eines symmetrischen Kabels könnte man ein ungeschirmtes nehmen, dann sollte die kapazitive Last geringer ausfallen. Da sind aber Experten wie wie z. B.Hans-Martin sicher besser informiert als ich, ob sich da noch was machen lässt und wenn ja welches Kabel die Dynamik eventuell weniger bremsen könnte als dein jetzt verwendetes Cinchkabel. Bezüglich des Höhenverlusts (so hab ich das verstanden) kann dir natürlich dein Acourate NAS behilflich sein, für die Dynamik wohl eher nicht.
Ich würde es mir zweimal überlegen irgendetwas, wo ein Kabel dran ist, in meine Kette einzuschleifen. Der mfa gibt die Eigenschaften der Quelle vorzüglich wieder und wer mit einer Pi hört, von dem gehe ich aus, dass er diese auch in vollsten Zügen genießen will.

Hoffentlich gibt es noch eine minimalinvasive Lösung für deine feine Kette. Leider fehlt mir das Fachwissen, um dir konkrete Empfehlungen bezüglich der von mir angesprochenen Lösungsmöglichkeiten geben zu können.

Gutes Gelingen

Uwe
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Beitragvon Tinitus » 26.07.2017, 22:16

Hallo Hans,

in einem alten open end Faden habe ich gesehen, dass Claus Bücher mal für alle La Rosita Streamer als Ausgangsspannung 1,53 Vrms liefern, unabhängig davon, ob die symmetrischen oder unsymmetrischen Ausgänge verwendet werden. :oops: Das ist nicht viel. Hat dein mfa noch den +6 dB Knebelschalter auf der Rückseite?
Andere Möglichkeit wäre, Jonathan Billington zu fragen, ob er dir die Übertrager anders wickeln kann. Beides bringt natürlich nur was, wenn Du mit dem mfa nicht schon auf Anschlag (0 dB bzw. 5 Uhr stellung hörst).

Gruß

Uwe
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Beitragvon RayDigital » 26.07.2017, 22:52

Hallo Hans,

wenn Du doch schon den Metrum "Pavane" als DAC besitzt, wäre doch der Metrum "Adagio" mit seiner integrierten und intelligenten Lautstärkeregelung eigentlich einen Versuch wert, diesen direkt an die "Emotion 5" anzuschließen, oder?

Gruß,
Raimund
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Beitragvon Tinitus » 26.07.2017, 23:03

Hallo Hans,

wer lesen kann, ist deutlich im Vorteil. Ich war noch auf dem alten Stand. Die 4 V an den symmetrischen Ausgängen Ausgängen des Pavane sollten doch ausreichen. Wenn mit Verkabelung nichts mehr zu holen ist, würde ich mal Raimunds Vorschlag in Erwägung ziehen und den Adagio testen.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Thomas K. » 27.07.2017, 07:05

lessingapo hat geschrieben:Hallo Thomas,
der var.Linetreiber war schon vor einiger Zeit zur Probe in
der Kette-nicht mit dem erwünschten Effekt.
Daher habe ich Hans diesen http://www.eeaudio.com/eeaudio_009.htm
empfohlen,möglicherweise kann er ihn in Deutschland erst einmal
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sehr hilfsbereit.
Grüsse
Wolfgang


Hallo Wolfgang,
interessieren würde mich welche Generation von Linetreiber das war. Die Linetreiber der neuesten Generation, etwa ab Verkaufsstart des Aroio, sind überarbeitet, und klingen etwas anders als die älteren.
Mir gefallen sie klanglich besser.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon hans » 27.07.2017, 09:48

Das ist ja mal ein tolles Echo! Danke dafür!! Wolfgangs Empfehlung folgend habe ich mit dem Vertrieb des MiniMax BBA Kontakt aufgenommen und hoffe, dass es in den nächsten Tagen klappt, diesen in meine Kette einzufügen (probehalber natürlich). Ich habe aber auch gelesen, dass dieses Gerät eine hohe Ausgangsimpedanz (800 Ohm) hat. Also, mal schauen, was dabei rauskommt. Zum Vergleich: Der Tortuga Buffer weist eine Ausgangsimpedanz von 20 Ohm auf...
Hans-Martin´s Tipp habe ich gleich in eine Suchaktion bei eBay umgesetzt - kleines Geld mit vielleicht großer Wirkung? Über den Adagio (das ist der Metrum Pavane mit integriertem Vorverstärker) hatte ich bereits vor längerer Zeit nachgedacht, diesen Gedanken aber wieder verworfen, weil für einen erheblichem Mehrpreis der klangliche Gewinn nur minimal sein soll. Ich muss dazu erklären, dass mein Pavane schon eine modifizierte Variante des Ursprungsmodells darstellt.
Ebenso erscheint es mir wichtig, noch einmal deutlich zu machen, dass ich kein Lautstärkeproblem habe: Den allgemeinen Empfehlungen folgend versuche ich, den Vorverstärker möglichst weit aufzudrehen ( 14-15h) und, da es ansonsten zu laut ist, die Eingangsempfindlichkeit der Silbersand zu reduzieren. Das ist lt. Friedrich Müller nicht von Nachteil. Was ich vermisse, ist die - ich nenne das jetzt einfach mal so, weil mir nichts Besseres dazu einfällt - innere Dynamik, also das dynamisch/rhytmische Verhältnis der Instrumente und Stimmen zueinander. Da meine ich, dass dieses früher (bei kürzeren Kabellängen) stimmiger war. Aber vielleicht bin ich auch nur älter geworden und die Ohren lassen nach :?
Egal, ich möchte versuchen, diesen verspürten Nachteil zu beheben und freue mich über eure Meinungen dazu. Vielleicht kann der eine oder andere Techniker unter euch noch einmal dazu äußern, ob nicht ein weiteres Gerät in der Kette (weitere Schnittstellen mit Kabelverbindung) dem guten Gedanken eher hinderlich, denn befördernd ist und vielleicht doch eher ein neuer Vorverstärker der "bessere" Weg ist.
Wobei, noch einmal: @ Uwe: Der MFA ist ein tolles Gerät!! Wenn er denn passt.
Gruß

hans

PS: Den Abakus linetreiber habe ich schon probiert, hat mich klanglich nicht überzeugt, die Freya von Schiit hatte mir Wolfgang ladenneu zur Verfügung gestellt. Nach 2 Wochen Einspielzeit fand ich meinen MFA immer noch besser. Obwohl die Freya eine interessante Lösung darstellt (wahlweise Röhren-, Halbleiter oder passiver Betrieb) und im Preis-Leistungsverhältnis schwer zu schlagen ist.
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Beitragvon Horse Tea » 27.07.2017, 10:20

Hallo Hans,

hast Du schon einmal ein Netzteil up-grade für z.B. den Afi erprobt? Das hat bei mir zu einer deutlichen Verbesserung der Transparenz (innere Dynamik?) und Räumlichkeit geführt. Die hypothetische technische Erklärung (von einem Laien) für Dein Problem könnte sein, dass die HF-Störungen durch die Kabellänge zunehmen und das Netzteil die Entstörleistung des Afi erhöht.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Tinitus » 27.07.2017, 10:25

Hallo Hans,

wenn Du Bedenken wegen der hohen Ausgangsimpedanz hast, kannst Du das Gerät auch zwischen Pavane und mfa ausprobieren, der mfa setzt ja die Impedanz des Eingangs herab, umso stärker je stärker er abschwächt.

Gruß

Uwe
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