XLR-Kabel zwischen Vorstufe und LS

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon Luukku » 12.01.2018, 21:23

Hallo Patrick,

zebaoth hat geschrieben:Was macht das Vovoxkabel?

Bei mir ist heute das Funk CS2 eingetroffen - werde es heute Abend anschliessen.
Das Vovox hat es leider noch nicht geschafft...

das Voxox ist eingespielt. Ab zirka 50 h hat es sich nur noch marginal verändert (wenn überhaupt und mich meine Einbildung nicht täuscht). Nun habe ich allerdings einen neuen KH für eine Woche zu Gast und da haben die RL-940 ein bisschen Pause. Ach ja, Einspielen erfolgte größtenteils am Tuner wie vorher empfohlen.

Schade, dass Dein Vovox so lange auf sich warten lässt. Ich drücke die Daumen, dass es bald ankommt.

Viele Grüße
Haiko
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Beitragvon zebaoth » 12.01.2018, 22:13

Ciao zusammen

Das Funk CS-2 spielt nun seit einer Stunde. Der Spielfluss und die Schnelligkeit sind von Anfang an schon besser als beim Funk B-120. Es ist noch ein wenig verhangen und weniger räumlich. Doch gehe ich davon aus, dass das mit der Zeit kommen wird. Das CS-2 darf sich noch entfalten - freue mich darauf! Es wirkt auch feiner und nicht so dumpf wie der Vorgänger.

Lieber Gruss
Patric

PS: Interessant, das Funk und das Vovox haben (bei dieser Länge) einen ähnlichen Preis.
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Hörvergleich von vier XLR-Kabeln

Beitragvon Fujak » 13.01.2018, 10:35

Hallo zusammen,

ich habe zwischenzeitlich vier unterschiedliche Kabeltypen - jeweils 5 Meter Länge getestet.

Testkandidaten

  1. Cordial CCM 5 FM
    Kabelquerschnitt: 2x 0,2 mm²
    Besonderheit: Sehr günstig
    XLR-Steckern: Rean
    Preis Stereopaar 5m: 21.- €

  2. Sommer Cable Gallileo 238
    Kabelquerschnitt: 2x 0,38 mm
    Besonderheit: doppelter CU-Wendelschirm
    XLR-Stecker: Neutrik NC3 M/FXX-B (vergoldete Kontaktstifte)
    Preis Stereopaar 5m: 70,- €

  3. Sommer Cable CarboCab
    Kabelquerschnitt: 2x 0,25 mm²
    Besonderheit: hoch verdichteter Carbon als Isolatorschicht zwischen Kupfer und Außenisolierung der Adern, Kapazität Ader/Ader bei 1m 46 pF,
    Leiterwiderstand bei 1km < 78 Ohm
    XLR-Stecker: Neutrik NC3 M/FXX-B (vergoldete Kontaktstifte)
    Preis Stereopaar 5m: 120,- €

  4. Vovox sonorus direct S500
    Kabelquerschnitt: mir nicht bekannt
    Besonderheit: ungeschirmt, Solid Core Signal- und Masseleiter aus Kupfer der höchsten Reinheitsklasse, Helixverseilung, Ummantelung mit Naturfasern, Leiterummantelung aus hochreinen (weichmacherfreien) Polymeren, Stereometer messtechnisch gematched
    XLR-Stecker: Neutrik (vergoldete Kontaktstifte)
    Preis Stereopaar 5m: ab 340,- €

Diese 4 Kabeltypen habe ich deshalb bei mir zuhause, weil sie zugleich meinen audiophilen Werdegang in puncto Monitorzuleitung dokumentieren. Begonnen hatte ich tatsächlich mit dem Kabeltyp 1, denn niemand konnte mir seinerzeit weismachen, dass es bei der bloßen Übertragung simpler analoger Musiksignale große Einflussmöglichkeiten gebe. Wer da gerne mehr Geld versenken möchte - bitteschön. Zwischenzeitlich ist diese Stimme in mir verstummt...

Testkriterien

Ich habe bei dem Vergleichstest insbesonders auf folgende Parameter geachtet:
  • Tonalität: Welcher Ausschnitt aus dem Frequenzgang wird mehr/weniger betont?
  • Detailauflösung: Welche Muskbestandteile gibt das Kabel wieder bzw. verschluckt sie (besonders Artikulationslaute, Hintergrundgeräusche von Instrumentenmechaniken, Raumgeräusche, Nachhall etc. eigenen sich dafür).
  • Raumabbildung: Ein Parameter der eng verwandt mit dem Parameter Detailauflösung ist; denn je höher die Auflösung, desto klarer wird der Raum wiedergegeben. Doch auch andere Parameter wie Lokalisationsschärfe, Stabilität der Phantomschallmitte, Tiefeneindruck spielen eine Rolle.
  • Musikalischer Fluss/Natürlichkeit: Ein sehr subkjektiver Parameter, dem die Aussagen der ersten 3 Parameter zugrunde liegen. Eine unausbalancierte Tonalität, verwaschene Details oder ein verschwommen definierter Raum können keinen Eindruck von musikalischem Fluss und Natürlichkeit erzeugen, sondern lassen einen angestrengter hören und distanzierter zum musikalischen Geschehen bleiben.

Ich habe die Kabel immer mit gleichem Ausgangspegel gehört (Der Audio-GD-Master 1 hat idealerweise gerasterte Einstellungen). Allerdings habe ich in mehrere Durchgängemit drei untershiedlichen Pegeln gemacht:
1. Pegel Hintergrundmusik
2. Pegel normale Hörlaustärke
3. Pegel grenzwertige Lautsärke
Gerade bei sehr leise und sehr laut (1. und 3. Pegel) zeigen sich nochmal bestimmte Qualitätsunterschiede deutlicher. Bei leisen Pegeln werden z.B. die Unterschiede in der Detailauflösung noch besser hörbar, bei hohen Lautsärken zeigt sich beispielsweise, wie schnell der Klang anstrengend wird oder zuschmiert. Auch wird deutlich, inwieweit Kabel ihre tonale Balance bei zunehmender/abnehmender Lautstärke verändern.

Hörvergleich

Ich beginne mit dem Cordial CCM 5 FM, ein absoluter Preissieger - keine Frage. Was seine tonalen Eigenschaften anbelangt, so wirkt es beim ersten Hören erstaunlich ausgewogen. Man könnte sich fragen: Was will man mehr? Dennoch fällt beim weiteren Hören auf, dass es in den Höhen etwas scharf und im Bassbereich unpräzise klingt. In Bezug auf Detailauflösung und Raumabbildung ist es das Schlusslicht verglichen mit den anderen drei Kabeln. Details werden verschliffen, die Raumabbildung wirkt flach und ohne Tiefenstruktur. Die Phantomschallmitte wirkt ausgefranst zu den Seitenrändern. Verglichen mit den anderen Kabeln klingt alles etwas lebloser, langweiliger, distanzierter. Bei niedrigenLautsärken, verschluckt das Kabel stärker Details, hohe Lautsärken scheitern dagegen daran, dass das Klangbild zuschmiert und sehr antrengend schrill und zugleich wumernd klingt.
Doch würde man nur dieses Kabel kennen, würde einem sicher nichts fehlen (so ging es mir lange Zeit zumindest). Erst wenn man den Vergleich mit höherwertigen Kabeln hat, weiß man, was einem entgeht.

Hier kommt das Sommer Gallileo 238 ins Spiel. Die Unterschiede sind schon nach einigen Takten Musik deutlich. Es klingt nicht ganz so scharf, mit etwas mehr Wärme, aber auch im Bass genauer mit weniger Wummern. Auch die Detailabbildung ist besser, was sich darin auswirkt, sich mehr im Musikgeschehen zu fühlen. Hier kommt auch mehr Tiefeneindruck zustande. Auffällig ist bei diesem Kabel, dass es auch bei geringen Lautstärken seine Detailauflösung sowie seinen tonalen Charalter behält im Gegensatz zum Cordial . Doch bei hohen Lautstärken zeigt es ein ähnlich angestrengtes Klangbild wie dsa Cordial, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt. Auch wenn schon besser als das erste Kabel, so fehlt gegenüber den beiden höherwertigen Kabeln noch eine ganze Strecke.

Bereits das Sommer Carbokab 225 zeigt gegenüber den ersten beiden Kabeln einen hörbaren Zuwachs an Detailauflösung - und zwar nicht nur in den Höhen sondern auch im Bassbereich, der deutlich an Kontur gewinnt. Zugleich hört sich das Klangbild insgesamt entspannter an, ohne flach oder gar langweilig zu wirken. Im Gegenteil: Es wirkt aufgeräumter und entschlackter und ermöglicht damit, anstrengungsloser in die Musik einzutauchen - übrigens auch bei hohen Lautstärken. Bei geringen Lautstärken bleibt es fein detailliert - auch im Bassbereich. Sein tonaler Charakter bleibt bei jeder Lautstärke stabil. Von den drei ersten Kabeln habe ich hier das erste Mal den Eindruck von "richtiger Wiedergabe".

Dass hier noch längst nicht das Ende der Fahnenstange ist, zeigt dann das Vovox Sonorus. Tonal gesehen wirken Höhen und Tiefen gegenüber den anderen Kabeln zunächst ein wenig zurückgenommener, oder umgekehrt die Mitten etwas mehr im Vordergrund. Der Eindruck entsteht vor allem dadurch, dass die Höhen frei von Schärfe und der Bassbereich ausdifferenzierter klingt.
Überhaupt kommt in puncto Ausdifferenzierung der Detailwiedergabe keines der anderen Kabeln auch nur annähernd heran. Der immer wieder gern erwähnte "weggezogene Schleier" muss leider auch hier wieder herhalten, um zu beschreiben, was dieses Kabel bewirkt. Das hat auch positive Auswirkungen auf die Raumabbildung: Eine scharf umrissene Lokalisationsschärfe, in der Instrumente sowohl in Bezug auf ihre Umrisse aber auch in Bezug auf ihre Position im Raum definiert sind.
Die Charakteristika behält das Kabel auch bei extrem hohen Lautstärken. Bei keinem anderen Kabel kann ich so weit aufdrehen, ohne dass es anstrengend wird oder das musikalische Geschen an Durchhörbarkeit verlieren würde. Die Wiedergabe mit diesem Kabel zieht mich so in das musikalische Geschehen hinein wie keines der anderen drei Kabel.

Fazit:

Es gibt keinen Kabelklang? Stimmt, wohl aber einen durch Kabel beeinflussten Klang - und die Unterschiede sind mehr oder weniger deutlich. Bei den 4 Kabeln kann man getrost den alten Spruch anwenden: You get, what you payed for. Davon abgesehen würde ich sagen, dass das Sommer Cable Carbocab 225 das ausgewogenste Verhältnis besitzt von Kosten zu Klangqualität. Gegenüber dem Sommer Cable Gallileo ist der Preisprung noch erträglich, der klangliche Zugewinn aber beachtlich.

Gegenüber dem Kabel von Cordial, mutet das Kabel von Vovox mit seinem 16-fachen Preis geradezu idiotisch teuer an. Dabei klingt es noch nichteinmal 16 mal besser, sondern einfach nur wesentlich besser. Auch wenn jeder mühelos den Unterschied zwischen dem Cordial und dem Vovox herauszuhören imstande ist, so bleibt es doch eine sehr individuelle Entscheidung, ob einem der wahrgenommene klangliche Zugewinn diese Mehraugabe wert ist. Mir persönlich ist sie es.

Verschwiegen sollte übrigens nicht, dass es noch weitere Qualitätssteigerungen jenseits des Vovox Sonorus Direct gibt: zum Beipiel das aus gleichem Hause stammende Sonorus Textura oder die Flachkabel von Jenna Labs. Die Preise steigen dann exponentiell zur weiteren Klangsteigerung. Wer wirklich schon alles in seiner Anlage optimiert hat, der könnte vielleicht auch hier noch eine lohnende Investition sehen. Aber wie gesagt, diese Entscheidungen sind sehr individuell.

Auch sollte nicht verschwiegen werden, dass es bei dieser Betrachtung ausschließlich um industriell gefertigte Kabel geht. Wer weniger Geld dafür aber mehr Zeit zu investieren bereit ist, findet in dem von Harald (nihil.sine.causa) entwickelten und vorgestellten Kabel sicher seinen Traumklang. Nach dem, was ich mit diesem Kabel auf dem letzten Forumstreffen im kleinen Raum bei den Monitorvergleichen gehört habe, lohnt sich die Mühe auf jeden Fall. Wer nicht den ganzen Thread von Harald lesen möchte, findet hier den Einstieg in die Bauanleitung: viewtopic.php?f=23&t=7606&start=90#p141324
Vielleicht hat jemand an seiner Anlage den Selbstbau mit dem hier beschriebenen Vovox Sonorus Direct gemacht und kann berichten.

Grüße
Fujak
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Beitragvon h0e » 13.01.2018, 10:51

Hallo Fujak,

ich sehe, dass nach Wechsel der Lautsprecher offensichtlich alles auf der Prüfliste steht und alle Höreindrücke auch neu bewertet werden müssen. Das kenne ich, plötzlich sind DInge die vorher unwichtig oder nicht hörbar waren plötzlich relevant, andere sind plötzlich unwesentlich.

Mich erstaunt, dass Du das Harald-Kabel nicht versucht hast. Von allen Kabeln, die ich gehört habe, ist das H-Kabel definitiv das einizige, das wirklich alles andere alt aussehen lässt. Und das auch recht deutlich.

Jetzt kommt das "aber", es ist wie bei Schneewittchen, außer das fränkische Kabel, das ist nochmal viel besser. Aber da kosten die Stecker schon mehr als Dein jetzt teuerstes Kabel, außerdem gibt es standardmäßig keine Längen über 2,5m. Ich kann Dich nur ermutigen, mit dem Kabelbau zu beginnen, Du wirst begeistert sein. Mehr Details, mehr Klarheit, mehr Aufgeräumtheit der Bühne und das zu einem super Preis.

Ich freue mich auf den hoffentlich bald stattfindenden Mikrostammtisch.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon zebaoth » 13.01.2018, 10:53

Ciao Fujak

Danke für Deinen sehr interessanten Bericht.
Bin gespannt darauf, wie ich das Vovox erleben werde.

Salve Patric
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Beitragvon music is my escape » 13.01.2018, 12:27

Hallo Fujak,

Auch von meiner Seite vielen Dank für den ausführlichen Testbericht. Als jemand, der seit Jahren aus Überzeugung die Werbetrommel für das Sonorus direct s rührt, freut mich Dein Fazit umso mehr.

Das P/L-Verhältnis des Vovox halte ich absolut und auch relativ betrachtet für ausgezeichnet; kein mir bekannter Mitbewerber kommt da mit.

Dass sich das Cordial keine groben Schnitzer leistet und eine gewisse Ausgewogenheit an den Tag legt, empfinde ich ebenso und kann jeden verstehen, dem das (bspw. mangels Direktvergleich) ausreicht.

Was Sommercables betrifft: ich kenne nur das dem Sonorus preislich ähnliche Epiloque und da sieht für mich die Sache etwas anders aus - es spielt bspw. dem Cordial in beinah allen Punkten überlegen, tönt insgesamt für mich aber schlicht falsch, so dass ich im Zweifel das günstige vorziehen würde.

Grüße,
Thomas
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Beitragvon zebaoth » 13.01.2018, 12:59

Ciao Zusammen

Das Funk CS-2 ist mit 7m länge und €400.- inkl. MWSt. preislich im Bereich des Vovox Sonorus direct S.
Mal sehen wie die Unterschiede der beiden Kabel sein werden.

Salve Patric
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Beitragvon SolidCore » 13.01.2018, 13:34

Hallo Fujak

Glückwunsch für deinen ersten Einstieg in die Welt der besseren Kabel. Der erste Schritt ist gemacht, vielleicht folgen darauf aufbauend ja noch weitere.

Dass ein Vovox zwar 16x soviel kostet wie ein günstiges, aber nicht mal doppelt so gut klingt, spiegelt sich ebenso beim Kauf eines neuen Vorverstärkers, DACs und anderen Hifibausteinen wieder. Also ist es nicht wirklich verwunderlich.

Bei deinen getesteten Modellen würde ich auch eher dazu tendieren, Haralds Kabel mal auszuprobieren.
Kleiner Einkaufspreis, und hoher Wiederverkaufswert hier im Forum (denke das andere es ebenso mal hören wollen) verlocken nahezu danach. Und blind geschätzt (aus Selbstbauerfahrung), würde ich Haralds Kabel als würdigen Konkurrenten sehen. Und der Geschmack eines "Forenkabels" hat Charme.

Noch bessere Kabel wären dann wieder deutlich höher im Preis. Dorthin kann man immer noch wandern, wenn man bereits alles hat, und auf das letzte Quentchen nicht verzichten will. Ich halte aber den Einsatz deiner genannten als eine Art Mindestausrüstung, verschleiern "Beipackstrippen" leider zuviel Feinheiten in besseren Anlagen.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Fortepianus » 13.01.2018, 13:46

Hallo Fujak,

Fujak hat geschrieben:Auch sollte nicht verschwiegen werden, dass es bei dieser Betrachtung ausschließlich um industriell gefertigte Kabel geht. Wer weniger Geld dafür aber mehr Zeit zu investieren bereit ist, findet in dem von Harald (nihil.sine.causa) entwickelten und vorgestellten Kabel sicher seinen Traumklang. Nach dem, was ich mit diesem Kabel auf dem letzten Forumstreffen im kleinen Raum bei den Monitorvergleichen gehört habe, lohnt sich die Mühe auf jeden Fall. Wer nicht den ganzen Thread von Harald lesen möchte, findet hier den Einstieg in die Bauanleitung: viewtopic.php?f=23&t=7606&start=90#p141324Vielleicht hat jemand an seiner Anlage den Selbstbau mit dem hier beschriebenen Vovox Sonorus Direct gemacht und kann berichten.

danke für den Hörtest mit den verschiedenen XLR-Kabeln. Das genannte Vovox hatte ich bei mir auch eine Zeitlang drin, das schlug meine Standardverkabelung eindeutig. Ich habe bei mir ja eine Umschaltmöglichkeit zwischen a) direkter Verkabelung zwischen G-DAC und AGM oder b) dem Standardweg über die Umschaltanlage mit MLC-52, das in der Wand liegt. Bei mir ist die Besonderheit, dass das linke Kabel nur 2m und das rechte 5m lang sein muss. Inzwischen habe ich Haralds Selbstbaukabel drin und das stellt das Vovox klar in den Schatten. Insbesondere die Feinauflösung ist nochmal besser.

h0e hat geschrieben:Jetzt kommt das "aber", es ist wie bei Schneewittchen, außer das fränkische Kabel, das ist nochmal viel besser. Aber da kosten die Stecker schon mehr als Dein jetzt teuerstes Kabel, außerdem gibt es standardmäßig keine Längen über 2,5m.

Damit fällt es bei mir schon mal raus. Aber mindestens 2k€ sollte man beim Frankenkabel glaube ich schon einpacken, wenn ich das richtig verstehe, und dafür gibt's dann wahrscheinlich nur 2x1m, oder? Ich finde das H-Kabel unglaublich gut, und solange man das Schneewittchen gar nicht erst gesehen hat, braucht man sich nach deren Schönheit auch nicht sehnen :wink: .

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon h0e » 13.01.2018, 14:25

Fortepianus hat geschrieben:Ich finde das H-Kabel unglaublich gut, und solange man das Schneewittchen gar nicht erst gesehen hat, braucht man sich nach deren Schönheit auch nicht sehnen :wink: .

Ja, Gert. Volle Zustimmung.
Das H-Kabel ist wirklich sensationell gut, bei dem Materialpreis, den man investieren muss, auch wirklich kein völlig abgehobenes Ding. Das ist bei dem Schneewittchen anders. Wenn man es nicht kennt, ist alles gut. Man wird auch nach dem Vergleich nichts vermissen, es bleibt nur der fahle Geschmack zu wissen, dass noch mehr geht.

Ich wundere mich schon einige Zeit, dass hier Kabel gekauft werden, egal ob von renomierten Herstellern oder kleinen Manufakturen, und fast niemand ein H-Kabel baut. Außer Jupiter habe ich noch von niemanden gelesen, der sich die Mühe gemacht hat. Völlig unverständlich. Harald (nihil.sine.causa) hat hier wirklich tolle Arbeit geleistet!

Grüsse Jürgen
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Beitragvon SolidCore » 13.01.2018, 16:16

Hallo zusammen

Ich möchte die Qualtität der industriellen Kabel in keinster Weise anzweifeln. Wer aber kostengünstig von den einfachen Beipack-Strippen weg will, und dem Haralds Kabel zuviel Aufwand ist, kommt auch mit solchen Kabeln weiter:

https://www.ebay.de/itm/NOS-PTFE-silver ... 3173414874

Es erwartet einen eine höhere Auflösung mit stabilerem Klangbild. Für 2x3m incl Rean-XLR wären grade mal 40,- fällig.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Radiohörer » 13.01.2018, 17:03

Hallo Stephan,

und dessen Klang-Qualität würdest Du wo ansetzen, gerade wenn man die Abstufung in dem Vergleich weiter oben von Fujak sich anschaut? Zwischen 2 und 3? Oder gar zwischen 3 und 4? Oder sogar besser als Vovox Sonorus?

Grüße
Balazs
(und schaue bitte in Deinen Postfach, da sind noch einige Mails von mir...)
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Beitragvon jackelsson » 13.01.2018, 17:15

h0e hat geschrieben:Das H-Kabel ist wirklich sensationell gut, bei dem Materialpreis den man investieren muss auch wirklich kein völlig abgehobenes Ding.
(...)

Ich wundere mich schon einige Zeit, dass hier Kabell gekauft werden, egal ob von renomierten Herstellern oder kleinen Manufakturen, und fast niemand ein H-Kabel baut. Außer Jupiter habe ich noch von niemanden gelesen, der sich die Mühe gemacht hat. Völlig unverständlich. Harald (nihil.sine.causa) hat hier wirklich tolle Arbeit geleistet!

Hallo Jürgen,

naja, das ist ja doch auch schon ein gewisser Aufwand...

Seit ich Anfang Dezember Haralds Kabelthread entdeckt habe, trage ich mich mit dem Gedanken, mir zumindest testweise mal so ein 1m 5er Big Black Solid Core zu bauen, um mal selber auszuprobieren, wie sich das gegen mein Vovox Sonorus direct S so schlägt.

Ich habe mich heute nun endlich mal dran gemacht, und die BOM abgearbeitet und die Einzelteile bestellt. Bisher komme ich auf knapp 200,- Euro reinen Materialwert, weiß aber noch nicht, ob ich bezüglich Werkzeug zur Fertigung alles habe, was ich so brauche. Schaumama...

Das ist, abgesehen von dem zu betreibenden Grundaufwand, jetzt nicht ganz wenig Geld für einen ungewissen Ausgang ohne die Möglichkeit, das Kabel mal leihweise vorher probezuhören. Insofern kann ich schon verstehen, wenn da so mancher den Aufwand scheut. Zumal so ein Vovox jetzt so ganz schlecht auch nicht ist.

Gruß,
Swen
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Beitragvon Jupiter » 13.01.2018, 17:41

Hallo Swen,

Du brauchst dir wirklich keine Gedanken darüber zu machen das Harald-Kabel wieder verkaufen zu wollen.
Du wirst es behalten.

Ich habe es ja selbst an meinen 901k. Auch an den Neumann 420 klingt es sehr gut, allerdings muß man hier den Groundlift betätigen. An den 901k und an den K&H 0410 habe ich auch das JenaLabs angeschlossen; in beiden Fällen hatte es keine Chance gegen den Harald-Selbstbau.

Oliver (vierzigo) und Oliver (Bajano) und natürlich Jürgen (Hue) haben es bereits bei mir gehört, vielleicht können die beiden Olivers ihren Eindruck schildern.

Nur Mut zum Selbstbau, ihr werdet belohnt.

Gruß Harald
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Beitragvon zebaoth » 13.01.2018, 18:09

Ciao

Das neue Funk CS-2 ist definitiv besser als das alte B-120 und es sind erst einmal 10h gespielt.
Das ist locker eine andere Klasse. Leichtfüssiger, fliessender, räumlicher & ausgewogener.
Vielleicht bestelle ich davon noch ein NF für zwischen dem DAC und dem Pre.

Salve Patric
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