Oehlbach XXL Masterclock

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Oehlbach XXL Masterclock

Beitragvon beltane » 24.12.2017, 12:30

Hallo zusammen,

von Oehlbach gibt es jetzt ebenfalls einen Reclocker:

http://www.oehlbach.com/de/detail/index/sArticle/1712

Dieser erzeugt den Takt komplett neu, wandelt aber nicht von USB auf SPDIF.

Ob eine galvanische Trennung vom Datenlieferanten erfolgt, konnte ich den technischen Beschreibungen ebenfalls nicht entnehmen, allerdings spricht die Bedienungsanleitung davon, dass "störende Frequenzteile vom 5VBus des Computers nicht weitergeleitet" werden.

Leider sind die Beschreibungen imsgesamt nicht besonders aussagekräftig. Tests sind bisher auch nicht zu finden.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon wgh52 » 24.12.2017, 12:56

Hallo Frank,

interessanter Fund! Sofern ich die Bedienungsanleitung recht verstehe, wandelt dieser Reclocker auschließlich ein USB Einganssignal in ein neu(getaktet)es USB Ausgangssignal, ist also nur für USB DACs gedacht. Der technische Hintergrund würde mich auch interessieren, ich verstehe die (Säuberungs-)Funktion so, dass die Daten extrahiert und gepuffert werden, dann neu getaktet und dadurch (befreit von "möglichen" PC Störungen) weiter auf die Reise zum USB DAC gehen. Je nachdem ob der USB DAC nun selbst bereits eine gute eigene ("reinigende") DAC Taktung macht bzw. wie er den USB Eingang vom DAC Teil entkoppelt, könnte der klangliche Effekt durchaus "variieren". Wie bei SPDIF- und AES3-Reclockern ist Nachweis der Wirksamkeit in der eigenen Kette wohl Versuchen mit den verwendeten USB DACs vorbehalten 8)

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Hans-Martin » 24.12.2017, 13:35

Hallo Frank,
Bedienungsanleitung hat geschrieben:Der Oehlbach XXL MasterClock verarbeitet Audiodaten und Streams von Ihrem Computer oder einem anderen Musik-Streaming Gerät und generiert ein komplett neues USB Daten-Signal um Ihren DAC zu speisen. Ein sorgfältig ausgesuchter USB Hub-Chip, kombiniert mit einem extrem rauscharmen Spannungsregler, ermöglichen einen ultra-präzisen und nahezu jitterfreien Takt. Zusätzlich sorgt der XXL MasterClock dafür, dass eine Impedanzanspasssung an den DAC sichergestellt wird.
Um eine saubere und stabile 5 Volt-Spannung zur Verfügung zu stellen wird ein separater rauscharmer Spannungsregler verwendet, welcher von einem äußerst stabilen und hochwertigen Netzteil der Klasse 1 gespeist wird. So werden störende Frequenzanteile des 5VBUS vom Computer nicht weitergeleitet und die Performance Ihres DA Wandlers wird maximiert!

Da kann man schon etwas herauslesen, der USB-Hub Chip hat hier nur einen Anschlussnehmer, die Stromversorgung muss -wie beim Hub üblich- extern zugeführt werden. Und die Daten für verschiedene Ausgänge landern wohl in Zwischenspeichern.
Da könnte man ein gutes Labornetzteil nehmen und zum Einstieg verschiedene USB Hubs ausprobieren... nicht mein Ding, so ein USB-DAC. Dann schon lieber ein Manunta (war früher M2tech) HiFace
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon StreamFidelity » 24.12.2017, 14:10

Hallo zusammen,

da ich öfters negatives hier im Forum zur USB-Datenübertragung lese, hier die Frage in die Runde, ob die Lösung des Problems nicht im Empfangs-DAC liegt. Stichwort asynchrone Datenübertragung, siehe

Bedienungsanleitung T+A MP 3000 HV hat geschrieben:Die asynchrone Datenübertragung wird vom MP 3000 HV im USB 2 Modus benutzt (USB Audio Klasse 2). Bei der asynchronen Datenübertragung fordert das USB Gerät die Daten vom Computer an und kann dadurch den Takt vorgeben. Durch diese Vertauschung der Rollen ist der Haupttakt des USB Gerätes (in diesem Fall der des MP 3000 HV) nun der maßgebende Takt. Dadurch sind jegliche durch den Computer verursachte Taktschwankungen ohne Bedeutung. Die Umsetzung dieser Technik ist allerdings wesentlich schwieriger, da das Gerät zum Steuern der Datenrate eine USB Rückkopplung benötigt.


These: Wenn der DAC den MasterClock übernimmt, sind weitere Überlegungen in dieser Richtung egal. Oder unterliege ich einem Denkfehler?

Weihnachtliche Grüße

Gabriel
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Beitragvon beltane » 24.12.2017, 17:14

Hallo Gabriel,

letztlich hängt es immer von der Komplexität und Qualität des USB Bereichs im DAC und dem dortigen Clocking ab. Nicht ohne Grund wird häufig eine Mutec Smart Clock MC 3+ oder ein Afi USB zwischen PC und DAC geschaltet, damit man den USB Teil des DACs umgehen und den DAC per BNC, Cinch oder XLR anschliessen kann. Solche Reclocker inkl. DDC sind von der Qualität her meist besser.....

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Takler » 24.12.2017, 17:30

Hallo,

ein Uptone USB Regen oder Audioquest Jitterbug werden nur in die USB Verbindung eingeschleift
und bringen auch was.
Auch USB Kabel haben einen Einfluss.
Also läßt sich auf der USB Seite schon noch was optimieren.
Und genau dadrauf zielt die XXL Masterclock.

Wie so oft muß man sich das immer im Einzelfall anschauen was dabei rauskommt.


Gruß und ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest

Andreas
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Beitragvon beltane » 24.12.2017, 18:05

Hallo Andreas,

da hast Du vollkommen Recht. Ich nutze vom Notebook bis zum DAC Audioquest Jitterbug, USB Regen und den Afi USB. Im Ergebnis sehr detailreich und trotzdem sehr entspannend im Klang.

Insofern könnte auch der Oehlbach hilfreich sein, wenn man ihn als Teil einer Aufbereitungskette nutzt.

Viele Grüße

Frank
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