Trinnov Amethyst

Mess- und Korrektursysteme

Beitragvon LordHelmchen » 31.05.2015, 12:50

Hallo Hosky,

klanglich kann der Mini DSP oder Dirac meiner Erfahrung nach Acourate oder Trinnov nicht das Wasser reichen.

Acourate und Trinnov erreichen sehr ähnliche Ergebnisse. Um einen sinnvollen Vergleich anstellen zu können sollte man aber den CleanVolver mit dem St-2 HiFi vergleichen, wie gesagt der Äpfel und Birnen wegen :lol:

CleanVolver
Für die Messung in Deinem Raum und die Erstellung der Filter solltest Du Dir das KnowHow von Uli anmieten, sonst verläufst Du Dich in den ganzen Möglichkeiten der Software zu Filtererstellung. Es gibt zwar einige Makros, die einem das Leben sehr erleichtern, aber Ullis Ergebnisse sind einfach unschlagbar.
Die so erstellten Filter werden dann auf USB Stick kopiert und beim Einschalten in den CleanVolver geladen. Für eine Änderung müsste halt neu eingemessen, die Filter ggf. mit anderen Parametern neu erstellt und wieder per USB Stick auf den CleanVolver übertragen werden. Preis- leistungsmäßig ist der CleanVolver eindeutig im Vorteil.

Trinnov
Die Funktionen der eigentlichen Akustikkorrektur sind zwischen Amethyst und ST-2 HiFi 100%ig identisch. Der Amethyst hat zusätzlich eine Fernbedienung, ein Display, Fronttasten zur Menüsteuerung, Lautstärkeregler, Streamingfunktion (DLNA Renderer), einen Phono MM Eingang und mehr digitale Eingänge. Außerdem ist der Prozessor wesentlich leistungsfähiger und der Amethyst dadurch viel schneller, z.B. in der Berechnung der Filter.

Die Anleitung zum St-2 HiFi findest Du hier:
http://www.cm-audio.net/images/trinnov/ ... manual.pdf

Die Anleitung zum Amethyst findest Du hier:
http://www.cm-audio.net/images/trinnov/ ... manual.pdf

Der Trinnov ist wesentlich benutzerfreundlicher. Gerade mit der neuen Software (die mit dem Amethyst zusammen auf dem Markt gekommen ist und genauso auf den ST-2 HiFi übertragen wurde) können auch wirklich technisch nicht so versierte Anwender selbst Messungen durchführen und 1a Ergebnisse erzielen. Mit dem Wizzard inkl. vieler Bilder (z.B. welche Stecker wie verbunden werden müssen) werden automatisch 6 sogenannte Presets erzeugt, die jeweils andere Parameter bei der Filterberechnung zugrunde legen. Die kann mann dann während der Wiedergabe beliebig hin- und her schalten.
Das wirklich coole ist aber der advanced Modus, mit dem man in das "alte" GUI wechseln und jeden Parameter im Detail verändern kann. Wie gesagt kann, aber nicht muss... Früher oder später aber juckt es glaube ich doch jeden mal und man schaut rein, was hier so alles möglich ist :cheers:
Von den Möglichkeiten, der Flexibilität und der Bedienbarkeit ist der Trinnov eindeutig im Vorteil.

Hallo Lefreck,

die Streamingfunktion des Amethyst ist ohne Makel und macht alles was man von einem DLNA Renderer so erwarten würde. Ein guter Streamer mit Digitalausgang an den ST-2 HiFi angeschlossen tut aber genauso gut seinen Dienst.

Viele Grüße

Markus
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Beitragvon Hosky » 31.05.2015, 13:44

Vielen Dank Markus für die ganzen Informationen und Deine Einschätzung. Der Acourate Cleanvolver entspricht hardwareseitig leider nicht ganz meinen Vorstellungen, sonst wäre das natürlich eine gute Alternative. Aber ich möchte mehr Digitaleingänge (find ich beim ST2 auch nicht ideal), einen Digitalausgang (falls ich mich LS-seitig verändern würde) und idealerweise die Möglichkeit, ein 2.2 System aufzubauen. Uli hat das im entsprechenden thread ja schon verständlich kommentiert. Es wird eben (zunächst?) eine andere Zielgruppe anvisiert, das ist ja auch OK. Schön wäre halt ein reiner digitaler Convolver mit mehreren Digitaleingängen auf Acourate-Basis. Das gäbe die maximale Flexibilität.

Schade, dass Du so weit weg beheimatet bist :wink:

Grüße,
Holger
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Beitragvon Flo2984 » 28.07.2016, 19:50

Kann jemand was zum Delays des Trinnov sagen? Ich möchte ungern dadurch Lipsyncprobleme bekommen :cheers:
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Beitragvon LordHelmchen » 29.07.2016, 09:49

Hallo FLo2984,

die Latenzzeit kannst Du durch die Audio Buffer Size reduzieren, je kleiner der Buffer desto geringer die Verzögerung. Bei meinem Altitude sieht das im Menü so aus (ist beim Amethyst identisch):

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Bei einer Buffersize von 1024 Samples habe ich auch bei Verarbeitung eines 5.0 DTS Signals keine Dropouts. Kleinere Werte habe ich noch nicht probiert, weil ich auch ohne Lipsync keine störende Verzögerung zwischen Bild und Ton habe.

Solltest Du einen Lipsync am Beamer, AV-Receiver oder BluRay Player einstellen wollen, wird die aktuelle Latenzzeit auch angezeigt (bei mir 24.9ms):

Bild

Wenn kein Lipsync geht, können eigentlich alle AV-Receiver die Lautsprecherentfernung berücksichtigen.
Bei mir liegt der Delay bei rund 25 ms. Bei einer Schallausbreitungsgeschwindigkeit von 34,3 cm pro ms entspricht das einer Entfernung von 8,75m (wenn ich richtig gerechnet habe).

Also im Stereobereich brauchst Du Dir m.E. keine Sorgen um Lipsync Probleme machen.

Es sei denn, Du hast Lautsprecher mit DSP (wie z.B. die Kii THREE), deren Latenzzeit wird dann natürlich zur die Verzögerung des Trinnovs addiert. Dann wird es auch mit Lipsync oder Anpassung des Lautsprecherabstandes im Setup des AV-Receivers knapp, da ist meist bei 10m Ende.

Deswegen haben moderne DSP Laustsprecher einen Heimkinomodus mit schnellerem DSP (dafür qualitativ etwas schlechterem) DSP Programm...

Möge es helfen...

Markus
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Beitragvon Bassmann » 18.12.2016, 13:42

Hallo Zusammen, @LordHelmchen, @Trinnov,
hast Ihr eine Empfehlung zur Einstellung der Clock für die Eingänge des Amethysten?
Das Handbuch auf der einen Seite und die trinnov.com Seite ist da nicht wirklich eine Hilfe.
Weiterführende Infos zum Advanced Modus sind echt rar gesäht....

Zwischen den Zeilen hier in den Posts lese ich, daß wenn ich z.Bsp. eine andere als die Masterclock 44,1
bei einem reinem dig. CD-Eingang wähle, der Trinnov das Signal Upsampled !? Ist das so ?

Zum anderen würde ich Master 96k für einen Toslink TV Eingang wählen, der ja indirekt
auch eine Signal vom am TV angeschloßenem BlueRay weitergibt.

Interresant wäre bei welcher Clock der interne D/A-Wandler optimal läuft, dann könnte man auch
eine externe Wordclock wie die Mutec USB+3 die Tacktung übergeben.

hochgetacktete Grüße - Bassmann Ralph
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Beitragvon Horse Tea » 18.12.2016, 17:29

Hallo Ralf,

wahrscheinlich beantwortet mein Beitrag nicht Deine Fragen. Aber vielleicht kannst Du oder ein anderes Forumsmitglied sichere Schlussfolgerungen ziehen, wenn ich nur beschreibe, was ich bei meiner Anlage sehe. Ich habe eine Musikbibliothek auf dem PC im Keller, verwende dort JRiver 20, gehe über Ethernetkabel (und dlan) in den Amethyst und verwende ihn als Renderer mit der Einstellung "Default". Von dort gehe ich digital via Afis an meinen Meitner DAC. Wenn ich eine Datei mit 96 kHz abspiele, zeigt der Amethyst "Master 96 kHz" an. Das gleiche, d.h. 96 kHz zeigen mir der DAC als auch der Bubble Player auf dem Tablet an. Sobald ich eine Musikdatei in Bubble mit 44.1 kHz auswähle, schwenken alle um. Der Amethyst zeigt jetzt "Master 44.1 kHz" an. Wenn ich eine CD abspiele und den Amethyst auf "Master 88.2 kHz" einstelle, werden am DAC auch 88.2 kHz angezeigt. Bei Einstellung "Default" oder "Master 44.1kHz" wird am DAC natürlich 44.1 kHz angezeigt. D.h. für mich, dass der Amethyst bei "Master 88.2 kHz" up-sampled. Aber das mag nicht die Logik von Computeraudio sein :roll: und gemessen habe ich nichts.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Trinnov » 19.12.2016, 00:21

Sorry, hab die Frage gerade erst gesehen, da ich unterwegs war.
Ich schreibe Montag vorm. eine Antwort dazu.

Gruß,
Horst
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Beitragvon Trinnov » 19.12.2016, 07:19

Hallo Ralph,

du kannst zumindest theoretisch jeden der 4 Digitaleingänge als Clock Source verwenden.
Die Auswahl trifft man unter „Clock Source“.
Wenn die gehörte Quelle von der Clock her sehr gut genug ist (Hörvergleiche!), sollte man den Trinnov als „Slave“ konfigurieren und auf den gerade aktiven Eingang synchronisieren (AES1,2 – AES 7,8)
Unter „Status Information“ gibt der Trinnov einen Hinweis, an welchen Eingängen gerade ein kompatibler Sync anliegt.

Ich hatte bei mir auch schon erfolgreich per Audio-PC gehört und dabei die Clock des CD-Spielers verwendet oder umgekehrt. Clock Mode und Clock Source kann pro Preset individuell festgelegt werden. Oder man legt die Clock Source pro Eingang fest. Das System ist da unheimlich flexibel.

Natürlich kann man keine Quelle auf 96k hochrechnen oder 96K Material mit der nativen SR wiedergeben, wenn man die 44.1k eines CD-Players als Clock Source verwendet. Das dürfte aber jedem klar sein.
Bei minderwertigen Quellen (z.B. TV ?), kann es klanglich besser sein den Trinnov als Master zu betreiben und somit das Eingangssignal neu zu takten. Bei einer Einstellung, die höher ist als die Quell-Sample Rate, wird auf die eingestellte Sample Rate hochgerechnet.
Bitte nur innerhalb der Sample Rate Family hochrechnen lassen.
44,1 also nur nach 88,2 oder 176,4 und nicht nach 96k oder 192k
48k nur nach 96k oder 192k
Das dürfte aber auch hinreichend bekannt sein.

Ich habe in meiner Trinnov Optimzer Zeit nie einen klanglichen Vorteil beim Upsamling raushören können. Die originale SR klang immer am besten. Trinnov war dabei immer Slave.
Man gibt außerdem beim Hochrechnen (Master Mode) logischerweise den Takt einer eventuell besseren Quelle auf.

Mit Wordclock Einspeisung habe ich bei Trinnov keine Erfahrung.

Viele Grüße,
Horst
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