Gleichseitiges oder gleichschenkliges Hördreieck?

Mess- und Korrektursysteme

Beitragvon vierzigo » 07.05.2014, 08:22

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Beitragvon Jahresprogramm » 07.05.2014, 09:03

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hat sich bewährt :D
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Beitragvon nihil.sine.causa » 07.05.2014, 09:17

Hallo Volkmar

quaternione hat geschrieben:Wie sieht bei Euch das Hördreieck aus?

1) gleichseitiges Dreieck
2) gleichschenklig mit Abstand LS-LS größer als LS-Hörplatz
3) wie 2) aber Abstand LS-LS kleiner als LS-Hörplatz
4) sonstiges :wink:

Bei mir hat sich 3) bewährt


Ich würde die Frage lieber anders stellen wollen. Für mich kommt es auf den Raum und die Raummoden an. Danach wähle ich Hörplatz und LS Position in Hörrichtung. Wir hatten das in diesem Thread diskutiert.

Die weitere Aufstellung - insbesondere der Abstand der LS zu den Seitenwänden - hängt wiederum vom Raum ab. Hierzu war die Empfehlung, an den akustischen Spielgelpunkten Diffusoren anzubringen, da sich sonst die LS insbesondere an der Decke, am Boden und an den Seitenwänden akustisch spiegeln und man eine ganze Batterie von Lautsprechern hört - eben nicht nur zwei.

Am Ende - wenn wir die Stereo-LS aufstellen und einen festen Hörplatz wählen - kommt natürlich immer ein Dreieck heraus. Aber die Determinaten für die idealen Positionen des Hörplatzes und der LS, liegen in den Raumeigenschaften und nicht in der Geometrie dieses Dreiecks.

Beste Grüße
Harald
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Beitragvon rolodex » 07.05.2014, 09:51

Musste erst noch mal nachmessen: 3
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Beitragvon Salvador » 07.05.2014, 09:52

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Beitragvon quaternione » 07.05.2014, 09:54

nihil.sine.causa hat geschrieben:Ich würde die Frage lieber anders stellen wollen.


Hallo Harald,
und wie würdest Du sie stellen wollen? (Ich habe keine Frage in Deinen Ausführungen gefunden.)

PS. Ich habe bewußt nur eine Ist-Abfrage gestellt, keine Frage warum diese Wahl die Beste ist. Danach kann man schauen, ob und welche weitere Fragen/Schlüsse man stellen/ziehen kann. (Bisher haben übrigens 90% Option 3 gewählt, finde ich schon mal interessant).
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Beitragvon Salvador » 07.05.2014, 10:04

Hallo quaternione,

dieser Thread dürfte für Dich auch sehr interessant sein!
Einwinkelung und Seitenabstand beeinflussen die LS-Basisbreite mit.

viewtopic.php?f=16&t=4085&start=0

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Rabl » 07.05.2014, 10:16

3, was aber vor allem dem Raum geschuldet ist.
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Beitragvon Raumantwort » 07.05.2014, 11:02

3

(Habe Anfangs viel gerückt, aber in 2 Räumen mit 4 verschiedenen Aufstellungen wars bei 3 immer am stimmigsten)
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Beitragvon Hans-Martin » 07.05.2014, 11:17

Offenbar zeigen die meisten Meldungen in dieselbe Richtung. Boxen in Längsrichtung aufgestellt, wo der Raum die tiefere Grenzfrequenz hat, dann ergibt sich fast zwangsläufig Version 3, um den Seitenwandreflexionen zu entgehen.
Eine einfache praktische Herangehensweise hatte ich hier beschrieben. Auf meine dort gemachte Live-End / Dead-End Zuordnung würde ich mich heute aber nicht mehr so einfach festlegen.

Eigentlich hängt bei der Aufstellung alles mit allem zusammen.
Phasendrehungen sind schädlich für räumliche Abbildung, besonders, wenn nicht kanalsymmetrisch, Raumtiefe der Wiedergabe verschlechtert sich mit der Diffusität im Hörraum, speziell in Boxennähe (früh), eine breite Aufstellung nähert die Boxen den Seitenwänden an, das Loch in der Mitte reißt auf, die Wiedergabe wird bei kleinen Kopfbewegungen deutlich unschärfer in der Abbildung, usw.
Ich habe mir eine Excel-Kalkulation angelegt, um ausgehend von einem Raum mit gegebenen Abmessungen das gleichseitige Dreieck (60°), ein 46° oder sogar 90°Öffnungswinkel zu rechnen.
Aus der Überlegung, wie man in der Mitte sitzend (seitliche Achse) die Moden ausgewogen bekommen kann, dann die Länge unverändert lassend eine idealisierte Breite des Raums berechnen, bzw prozentual die Abweichung darstellen. Ebenso ausgehend von der Breite die Länge neu berechnen, alles mit dem Ziel, die idealen Raumproportionen für einen guten Hörraum zu berechnen.
Das Projekt ist noch lange nicht abgeschlossen, lässt Raum für PNs...
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Jake52 » 07.05.2014, 11:41

Ich denke doch, dass fast jeder von Euch das hier kennt:

http://www.linkwitzlab.com/rooms.htm#D


Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon quaternione » 07.05.2014, 21:15

Hans-Martin hat geschrieben:Offenbar zeigen die meisten Meldungen in dieselbe Richtung. Boxen in Längsrichtung aufgestellt, wo der Raum die tiefere Grenzfrequenz hat, dann ergibt sich fast zwangsläufig Version 3, um den Seitenwandreflexionen zu entgehen.

Hallo Hans-Martin,

das Ergebnis hat mich schon ziemlich überrascht, muss ich sagen. Normalerweise wird natürlich das gleichseitige Dreieck propagiert (was bei mir z.B. zwar klanglich auch ginge aber mir nicht zusagt; da habe ich das Gefühl, ich sitze beim Dirigenten auf dem Schoß :mrgreen: ). Ansonsten findet man Aussagen, man dürfe die LS ruhig weiter auseinanderstellen (Option 2). Das was hier 90% aller die mitgemacht haben nutzen, habe ich noch nicht als empfohlen gefunden (also kleine interessante Anekdote am Rande).

Natürlich ist klar, dass die Positionierung von vielen Faktoren abhängt (so wie Du das ausgeführt hast). Die Form und Größe des Dreiecks sind natürlich Ergebnis und nicht Startpunkt. Aber es ist schwierig, alles gleichzeitig zu behandeln, daher der Versuch einzelne Aspekte herauszugreifen:

@alle:
Bühne:
Mir persönlich ist eine 'schöne' Bühne sehr wichtig und ich habe wohl bewußt und/oder unbewußt in diese Richtung optimiert (und dafür auch so noch nirgendwo gehört 8) ). Wenn ich z.B. die Persuasions einzeln im Halbkreis vor mir Raum 'greifen' kann, dann paßt die Anlage. Die größte Wirkung hatte dabei die Anwinklung der LS (mit Abständen zu Rück- oder Seitenwänden habe ich kein Problem). Mittlerweile sind sie relativ stark angewinkelt (im Vergleich zu was ich sonst so sehe). Bei mir 'zielen' die Hochtöner jeweils knapp am Kopf vorbei.

Sicher schon x-mal aufgeworfen worden: wie stark winkelt Ihr an? Was hat bei Euch den größten Einfluß auf eine gute Bühnenabbildung?

Volkmar
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Beitragvon Franz » 07.05.2014, 21:25

Ich winkle gar nicht ein. Der größte Einfluß auf eine gute Bühnenabbildung hat für mich immer noch die Quelle, die Sauberkeit des Signals und natürlich die Aufnahme selbst. Unterstützen kann man eine gute Bühnenabbildung dadurch, daß die Lautsprecher nach hinten und seitlich genügend Abstand haben. Ansonsten, ich wiederhole es immer wieder, auch wenn manche das vielleicht nervt: Alles, was letztlich sowas wie "Klang" ausmacht, ist wichtig. Je besser jeder einzelne Aspekt zur Entfaltung kommt, desto besser wird das Gesamtergebnis. Da ist die gelungene "Bühnenabbildung" nur ein Teil. Es gibt also sehr viele "Aufgabenfelder", die es zu optimieren gilt. Alles hängt mit allem zusammen.

Gruß
Franz
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Beitragvon nihil.sine.causa » 07.05.2014, 23:23

Hallo Volkmar,

quaternione hat geschrieben:Hallo Harald,
und wie würdest Du sie stellen wollen? (Ich habe keine Frage in Deinen Ausführungen gefunden.)


Das habe ich nicht geschrieben, weil ich es - wie ausgeführt - für nicht erheblich halte. Bei mir ist es - durch Zufall - ziemlich genau ein gleichseitiges Dreieck. Das aber ergibt sich aus (1) Hörplatzwahl bei 2/3 der Raumlänge, (2) LS-Positionierung bei >1/6 der Raumlänge, (3) Seitenposition bei <1/4 und >3/4 der Raumbreite. Keine Einwinkelung, wobei meine AGMs ja von Haus aus die HT und MT eingewinkelt haben.

Gruß
Harald
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Beitragvon versuchstier » 08.05.2014, 00:09

Wohnzimmer = 3
Arbeitszimmer (Nahfeld) = 1

In beiden Fällen auf den Hörplatz gerichtet...

Gruß Wolfgang
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