Diffusoren gesucht

Mess- und Korrektursysteme

Beitragvon Vangogh » 21.01.2017, 17:30

Hallo zusammen,

ich finde gerade die Diffusoren aus Glas spannend. Hat hier jemand schon Erfahrung gesammelt? Ist die Wirkung vergleichbar mit einem "reinrassigen" Diffusor?

Grüße
Sven
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Beitragvon chriss0212 » 22.01.2017, 22:09

Ich habe noch etwas gefunden:

http://www.wego-systembaustoffe.de/unsere-sortimente/deckensysteme/akustik-design-decken/heradesign/oberflaechen/heradesign-superfine

Ich könnte mir vorstellen, dass das etwas ähnliches ist wie Wasfis Vorschlag... aber nur ein Bruchteil des Preises ;)

Grüße

Christian
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Beitragvon Tinitus » 22.01.2017, 23:13

Hallo Christian,

hast Du dir das:

http://www.wego-systembaustoffe.de/shop ... erfine.pdf

angeschaut? Im Bass tut sich da erwartungsgemäß nicht viel. Wenn dir das ausreicht, ist es natürlich ok.

Gruß

Uwe
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Beitragvon chriss0212 » 22.01.2017, 23:20

Hallo Uwe,

mit dem Bass bin ich bei mir eigentlich recht zufrieden. Die Wand hinter den Lautsprechern ist nur Rigips... also evtl. wird da schon einiges vernichtet. Seitlich öffnet sich der Raum ja zu einem relativ großem Raum... habe also nicht die Typischen Bassprobleme eines kleinen Raumes... aber halt recht lange Nachhallzeiten ;)

Evtl. kann man die verschachtelte Holzwand die ich gefunden habe aus den Hera Elementen bauen. Ob die Elemente wohl durchgefärbt sind? wenn man sie sägt, wär das ja nicht schlecht ;)

Ansonsten könnte man weiße bestellen und sie lackieren lassen.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 23.01.2017, 08:15

Und noch einer ;)

Heraklith. Die haben noch einen Steinwolle Kern und sind somit auch schon im Bassbereich wirksam. Je nach dicke haben sie schon bei 125Hz einen Dämpfungsfaktur von >0,7.

Jetzt muss ich noch meine bessere Hälfte überzeugen ;)

Grüße

Christian
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Beitragvon Hans-Martin » 23.01.2017, 12:07

Marbello hat geschrieben:Was würde es eigentlich bringen wenn man einfach glatte gekrümmte Flächen, so wie sie in vielen Konzerträumen von der Decke hängen,oder Rohre mit Durchmesser 15-20cm als Diffusoren einsetzen würde? Das könnte aus transparentem Acrylglas sein, damit durchsichtig und auch vor Glasflächen einsetzbar. Müßte allerdings bei Bedarf mit Absorbern an den seitlichen Reflexionsflächen und hinter den LS ggf kombiniert werden. Ich habe nämlich im Rücken eine 4m breite Glasfront in meinem Hörraum und dafür wäre sowas vielleicht geeignet.

Hallo Fritz,
beim Betrachten deiner Bilder frage ich mich, wo du zum Hören sitzt. Auf dem Sofa nahe der Fensterfront? Oder auf dem Hocker auf Höhe des Schlagzeugs (Steuerung per Laptop)?
Ich erinnere mich daran, dass wenn ich neben meinem Schlagzeug gehustet habe, kamen die Snares mit ihrem Echo, eine dünne Lage Filz schuf Abhilfe, musste zum Spielen natürlich entfernt werden. Auch die Becken sind Resonatoren. Sie werden vom LS ebenfalls angeregt und schwingen nach, da dies auf dem Weg zum Sofa geschieht, ist eine Klangbeeinflussung vorprogrammiert, die vielleicht mit einem symmetrisch auf der anderen Seite angebrachten Becken kanalähnlich angeglichen werden kann, außerdem eine Verbreiterung des Höreindrucks bewirken kann. Ich befürchte, das Schlagzeug ist einer der schwierigeren Raumakustikeinflüsse.
Denn mir scheint sonst der lange Schlauch (aus den beiden Fotos geschlossen) zum Hören suboptimal, speziell, wenn man am Fensterende auf dem Sofa sitzt. Die 4m breite Glasfront beschreibt die Raumbreite, die LS-Aufstellung bringt eine Basisbreite etwas über 2m, gibt eine eher enge Stereobühne (keine Wertung meinerseits, ich höre auch prinzipiell enger als mit dem klassischen gleichseitigen Dreieck), dafür mit guter Fokussierung, denn der Raum könnte geschätzte 8m lang sein, den besten Hörplatz nehme ich bei dem Sessel an.
Der Raum hat Teppichboden und natürliche Diffusoren (gefüllte Regale). Ich denke, die Wahl des richtigen Hörplatzes sollte an erster Stelle stehen, bevor über weitere Raumakustikmaßnahmen nachgedacht wird.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Marbello » 23.01.2017, 16:02

Hallo Hans Martin,
der Raum ist kein Schlauch, das Foto verzieht das etwas. Die beste Hörposition ist am Platz des Hockers.Der Sessel ist beim Hören umgedreht in Richtung LS und ist der Haupthörplatz.
Das Sofa wird aber auch zum Hören genutzt .
Der Raum ist auch nicht ganz rechteckig.Die eine Seitenwand ist schräg , die Terassenfensterseite ist ca 4m, die gegenüberliegende Seite ca 6m . ( Bin zZ nicht in Berlin und habe die genauen Raummaße nicht im Kopf)
Um im optimalen Punkt zu sitzen müßte der Sessel dahin wo der Hocker steht,aufgrund der Stufen müßte er dann aber höher sein (Eine Hydraulik hat der Sessel leider nicht :lol: ). Deshalb steht er winkelgünstiger etwas zurück.Ich könnte natürlich auch mal versuchen die Tannoys etwas anzukippen.
Das Schlagzeug hat Gummiübungsmatten auf den Fellen und die Becken sind mit Decken abgedeckt beim Hören.
Ganz ohne Einfluss bleibt es natürlich trotzdem nicht ,aber damit muß ich leben.
Gruß Fritz
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Beitragvon Hans-Martin » 23.01.2017, 16:43

Hallo Fritz,
dann passt ja alles gut zusammen, die größere Basisbreite, der vorhersagbare bessere Hörplatz, bleibt nur die Problematik, dass die Fenster für das Sofa vielleicht zu frühe Reflexionen zurückwerfen.
Eine Möglichkeit wäre transparentes welliges Macrolon oder Acrylglas, das gibt es in den Baumärkten für Bedachung in verschiedenen Ausführungen. Auf Ohrhöhe angebracht, freistehend und verschiebbar, vielleicht auch aufgehängt, mehrere Stücke, leicht schräg gestellt, mit Lücken dazwischen und 10-20cm vor dem Glas, könnten die Diffuserwirkung verbessern. Da die genannten Materialien UV-beständig sind und lichtdurchlässig, könnte es eine preiswerte Möglichkeit in deinem Sinne darstellen. Es lässt sich mit einer Kreissäge zusägen.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Kawumm » 24.01.2017, 06:56

chriss0212 hat geschrieben:Und noch einer ;)

Heraklith. Die haben noch einen Steinwolle Kern und sind somit auch schon im Bassbereich wirksam. Je nach dicke haben sie schon bei 125Hz einen Dämpfungsfaktur von >0,7.

Moin Leut

Im Hintergrund der Diffusor und unabdingbar damit verbunden , den Bass einerseits bis hinunter zu 50Hz < 0,4 ms zu drücken und anderseits die Geräteentkopplung ( hier LW ) bei mindestens 5Hz .

Bild

Samstag wurde/ist das LW angegangen und Sonntags wurden die restlichen Geräte entkoppelt (Sylomer). Beide Raumtuningmassnahmen Diffusor/en und Bassabsorberwirkungen prägten sich akustisch noch deutlicher aus . Der im Bild sichtbare SPL Director noch provisorisch aufgestellt , wurde zum Schluss (inkl. exakt doppelter Isoliermasse) ausgerichtet und die Gesichter wurden länger und länger und länger. :D
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Beitragvon chriss0212 » 24.01.2017, 08:47

Hallo Kawumm,

Glückwunsch... ich muss hier noch Überzeugungsarbeit leisten ;)

Was für Difusoren hast Du jetzt eingesetzt?

Grüße

Christian
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Beitragvon Kawumm » 24.01.2017, 09:11

Christian

um einem Missverständnis vorzubeugen , es ist nicht mein Hörraum !

Die Wand IST der Diffusor , ein gebogenes leichtes Ständerwerk , in diesem Fall in den Raum hinein gebaut , flankiert von den Bassabsorbern. Wobei der Diffusor auch eine leichte Absorbtionsaufgabe für den MT/HT Bereich auch noch erfüllt .
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Beitragvon Hornträger » 24.01.2017, 15:16

chriss0212 hat geschrieben:Hallo Uwe,

mit dem Bass bin ich bei mir eigentlich recht zufrieden. Die Wand hinter den Lautsprechern ist nur Rigips... also evtl. wird da schon einiges vernichtet. Seitlich öffnet sich der Raum ja zu einem relativ großem Raum... habe also nicht die Typischen Bassprobleme eines kleinen Raumes... aber halt recht lange Nachhallzeiten ;)

Evtl. kann man die verschachtelte Holzwand die ich gefunden habe aus den Hera Elementen bauen. Ob die Elemente wohl durchgefärbt sind? wenn man sie sägt, wär das ja nicht schlecht ;)

Ansonsten könnte man weiße bestellen und sie lackieren lassen.

Viele Grüße

Christian


Hallo Christian,
die Platten bestehen aus Holzwolle und sind mit Zement verpresst. Die gibt es in Natur oder Lackiert und kann man ganz leicht mit einer Handsäge oder Kreissäge bearbeiten. Von Heradesign ist superfine 1mm breit. Es gibt aber auch von anderen Herstellern Platten mit 0,5 mm breiter Holzwolle. Das sieht meiner Meinung nach besser aus. Wenn du Interesse an den Dingern hast, kannst du die gerne bei mir besichtigen und auch mal in die Hand nehmen.

Viele Grüße
Markus
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Beitragvon chriss0212 » 24.01.2017, 20:40

Hallo Markus,

vielen Dank für das Angebot. Welches Fabrikat hast Du denn im Einsatz? Mir sehen die Heraklit Platten durch die optionale Steinwolle dahinter recht vielversprechend aus ;)

Meine Frau, kann sich so langsam auch damit anfreunden ;)

In welcher Ecke wohnst Du denn?

Viele Grüße aus Wuppertal

Christian
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Beitragvon Hornträger » 24.01.2017, 21:02

Hallo Christian,

ich habe die Platten der Firma Troldtekt http://www.troldtekt.de/Produktpalette/Troldtekt verbaut. Auch da gibt es die Option einer aufgebrachten Dämmung. Der Vertrieb hat mir gleich abgeraten, da das Preis - Leistungsverhältnis dann nicht mehr so toll ist. Ich konnte mich mit Steinwolle nicht so recht anfreunden, ein wenig aus dem Fenster in den Garten den Schafen zugeschaut - Google bemüht und nach Schafwolle gesucht. Da wurde ich hier http://www.woolin.eu/de/ fündig. Und alles ist kompostierbar :D

Viele Grüße
Markus
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Beitragvon Linienverstrahlter » 18.05.2017, 14:31

Hallo,

nachdem ich mir schon ein paar Diffusoren selbst gebaut hatte, darunter ein Paar RPG Skyline Nachbauten aus Styrodur und auch diverse QRD Diffusoren aus Sperrholz hatte ich irgendwann keinen Nerv mehr auf diese doch sehr zeitintensiven Bauprojekte....

Auf der Suche nach noch relativ bezahlbaren Diffusoren bin ich unter anderem auf die hier gestossen die von Thomann vertrieben werden:

https://www.thomann.de/de/the_t_akustik ... cf7a45e9fe

Mit nem Fuffi pro Stück finde ich den Preis recht gut. Die Montage ist nur etwas tricky. Für Hofa und Konsorten zahlt man aber deutlich mehr. Sind aber leichter als die Hofa Teile etwa, was an meiner Spalierlattendecke ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist.

Im Moment bin ich dabei ein paar meiner Diffusoren aus gehärtetem Styropor mit diesen zu ersetzen weil sie doch deutlich weniger absorbieren.............

Viele Grüße, :wink:
Stefan
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