Raumkorrektursysteme Unterschiede?

Mess- und Korrektursysteme

Raumkorrektursysteme Unterschiede?

Beitragvon seyl3r » 08.02.2017, 21:05

Hallo zusammen,

ich möchte meine Abacus A-Box 10 AMT um eine Raumkorrektur erweitern und kann den Unterschied zwischen Acourate, Dirac, REW + EqualizerAPO, DSPeaker 2.0 nicht so ganz nachvollziehen. Könnte da jemand grob die Unterschiede in der Umsetzung zusammenfassen?

Ich hatte geplant meinen Sony Android TV als Schaltzentrale einzusetzen (flexibel nutzbar über HDMI, externe Festplatte, Wireless, per App - Spotify,...und dann optisch raus).

Nun war ich schon kurz davor mir den OpenDRC-DA zu kaufen und könnte direkt von da aus an die Aktivboxen gehen (und sogar noch meine TV Fernbedienung benutzen um alles zu steuern). Leider habe ich sehr viel negatives über das Ding gelesen. Habt Ihr Vorschläge wie ich mein System alternativ möglichst minimal erweitern kann? Im Zweifel muss es wohl doch ein Media-PC mit Soundkarte (optischer rein und analog wieder raus) werden.

Gruß und danke
Tobias
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Beitragvon Hironimus_23 » 08.02.2017, 22:19

Hallo Tobias,

ein Ansatz: Sony Android TV --> Abacus Preamp 14 CleanVolver --> Abacus A-Box 10 AMT

Voraussetzung ist, dass dein Sony elektrischen digitalen S/PDIF-Ausgang hat.
Auf dem Abacus Preamp 14 CleanVolver läuft dann Acourate. Ggf. wirst du dann auch die Streamerfunktion des Preamp noch mehr nutzen, da sie sicherlich vieles besser als dein Sony kann. Und falls Du Plattenspieler oder anderen Gerätschaften hast, kannst Du sie auch darüber führen.

http://www.audiovero.de/preamp-14-cleanvolver.php.

Für den Anfang tut es sicherlich auch die AcourateCV Version für schmale einhundert Euronen.
http://www.audiovero.de/acouratecv.php

VG
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Beitragvon seyl3r » 08.02.2017, 22:25

Danke für den Vorschlag, aber leider hat mein TV nur einen optischen Ausgang. Schade, dass der Abacus optisch nicht kann...aber für das Geld kann man eigentlich auch wirklich einen durchaus brauchbaren passiv gekühlten Media-PC aufbauen mit ordentlicher Soundkarte aufbauen.

Gruß
Tobias
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Beitragvon Hornguru » 09.02.2017, 03:46

Also optisch zu spdif Adapter bekommt man ja wohl massig hinterher geschmissen :D
Abgesehen davon dass man in 5 Minuten den Sony aufgeschraubt, den Optostecker rausgeschmissen und ne Chinchbuchsen reingelötet bekommt.
Der Abacus ist nicht billig ja. Ist halt hiend...

Unterschiede in der Software und deren Qualität im Ergebnis sind teilweise sehr groß.
Von Advanced bis einfach. In der Reihenfolge wie du sie aufgezählt hast :)
Kommt drauf an wie hoch deine Erwartungen sind.
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Beitragvon Diskus_GL » 09.02.2017, 14:25

Hallo,

gerade bei den DRC-Lösungen ist die Handhabung und Bedienung wichtig ...und natürlich wie gut die integrierten Auswerteallgorithmen sind.
Nicht jeder hat die Kompetenz und Erfahrung um die richtigen Messpunkte zu finden und die Messugen anschliesend zu mitteln, zu gewichten und daraus die "passenden" Filter zu erstellen.
Porgramme, die einem da die Erfahrung des Entwicklers zur Verfügung stellen, führen meist problemloser zu besseren Ergebnissen, als ein DRC-Lösung, die zwar alles mögliche an Parametern veränderbar und beeinflussbar hat, man damit aber auch jede Menge "verstellen" kann...

1000 Einstellmöglichkeiten nützen wenig, wenn man nicht weiss welche davon für die eigenen Verhältnisse zu brauchbaren Ergebnissen führen...

Was ich auch immer wieder schätze ist die schnelle erstelluing von Zielkurven (geht bei mir mit DIRAC innerhalb von 30Sekunden) - damit kann man sher schön eine Feinabstimmung oder "individuelle Abstimmungen" machen ... und nach Beleiben zwischen den verschiednene kurven umschalten...

Grüsse Joachim
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Beitragvon Hornguru » 09.02.2017, 14:54

Genau :)

Man könnte sagen:

Dirac: + einfach, - gut
Acourate: - komplexer, + exzellent
REW: - komplexer, - gut, + freeware
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Beitragvon Hironimus_23 » 09.02.2017, 17:11

Hornguru hat geschrieben:Genau :)

Man könnte sagen:

Dirac: + einfach, - gut
Acourate: - komplexer, + exzellent
REW: - komplexer, - gut, + freeware


oder auch ergänzt:

Dirac: + einfach, - gut
AcourateCV: +einfach, + exzellent
Acourate: - komplexer, + exzellent
REW: - komplexer, - gut, + freeware[/quote]

Gruß
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Beitragvon Matty » 09.02.2017, 19:24

Hironimus_23 hat geschrieben:
Hornguru hat geschrieben:Genau :)

Man könnte sagen:

Dirac: + einfach, - gut
Acourate: - komplexer, + exzellent
REW: - komplexer, - gut, + freeware


oder auch ergänzt:

Dirac: + einfach, - gut
AcourateCV: +einfach, + exzellent
Acourate: - komplexer, + exzellent
REW: - komplexer, - gut, + freeware



oder auch noch weiter ergänzt: :mrgreen:

Dirac: + einfach, - gut
AcourateCV: +einfach, + exzellent
Acourate: - komplexer, + exzellent, ++ Kann noch viel, viel mehr als nur Raumkorrektur (was Du aber vielleicht gar nicht brauchst)
REW: - komplexer, - gut, + freeware
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Beitragvon Hornguru » 09.02.2017, 21:03

Ja aber die Frage war ja nur nach dem Raumteil.
Imho signifikantester Nachteil von Acourate: das ganze rumspielen macht süchtig :mrgreen:
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Beitragvon Jupiter » 09.02.2017, 21:25

Josh,
Das stimmt
Noch ein % und noch ein % .....und wenn er nicht gestorben ist so jagt er immer noch.

Es dauert so seine Zeit bis man es dann merkt.

Gruß Harald
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Beitragvon h0e » 09.02.2017, 21:33

Harald,

ich kann Dich beruhigen, ganze Prozent kannst Du nicht mehr schaffen, Du kannst also ruhiger werden.
Zu Hundert sind bei Dir nur noch 2 bis 3% übrig, da schaffst Du keine ganzen Prozentpunkte mehr. :mrgreen: :wink:

Acourate CV hat doch meines Erachtens die Einschränkung, dass man an CleanVolver oder Aroio gebunden ist.
Das wäre für mich pers. eine Einschränkung, die ich nicht habe wollte.
Mit der Funktions- und Gerätebeschränkung ist die Usability natürlich viel besser,
man muss sich nicht erstmal durch die Acouratesoftware plagen.
Insofern war es nie ein Fehler, Acourate in der großen Version zu haben.
Man hat alle Möglichkeiten offen.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon lukivision » 09.02.2017, 22:04

Hallo zusammen,

nur damit es nicht vergessen wird: es gibt auch noch (für die foobar-Nutzer sogar als kostenloses plugin):

http://mathaudio.com/

Corrects deficiencies of room acoustics (multipoint compensation).
Corrects acoustic imperfections of speakers.
Avoids the pre-echo (pre-ringing) problem of conventional convolver-based room correction systems. The absence of pre-echo ensures the neutrality of the sound.

Sehr einfache Handhabung, leichte Zielkurvenanpassung durch drag n drop, leichter Vergleich einzelner Zielkurven, Bypass, sauberer Klang, enorme Verbesserung der Darbietung., aber unbekannte (zumindest mir) Arbeitsweise.

Luki
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Beitragvon frankl » 09.02.2017, 23:24

Hallo Raumkorrigierer,

dann möchte ich in dieser Zusammenstellung auch das von mir benutzte Programm in Erinnerung rufen:

DRC (http://drc-fir.sourceforge.net/), -/+komplex, +exzellent, ++frei, +/-Kommandozeilen-Steuerung

"komplex" heißt viele Möglichkeiten und Parameter, aber damit auch viele Möglichkeiten, Murks zu machen.
"frei" heißt, dass der Quellcode verfügbar ist, man das Programm selbst ändern kann und darf, und dass es nichts kostet.
Bei der Bedienung scheiden sich die Geister, für mich ++, für andere hier ---.

Ich habe schon mehrere der genannten Programme im Einsatz gehört, aber noch nie mehrere mit der gleichen Anlage. Bei der Bewertung bin ich vorsichtig, denn wenn es nicht optimal klingt kann das auch an der Bedienung dieser nicht so einfachen Programme liegen.

Zur Eingangsfrage von Tobias: Wenn Du Geduld und Lust zum Basteln und Ausprobieren hast, sind Media-PC oder eine Minirechnerlösung (z.B. Odroid mit guter Stromversorgung) natürlich viel flexibler und können potentiell mehr leisten als die diversen Fertiggeräte. Wenn Du nicht so zum Basteln neigst, ist ein Fertiggerät wie der Cleanvolver eine Alternative; natürlich teurer und man muss es so benutzen, wie es sich jemand anderes ausgedacht hat.

Viele Grüße,
Frank
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Beitragvon Hornguru » 10.02.2017, 00:45

Hi Frank

Na du führst ja dicke Schiffe auf :D

Ich gebe zu beim überfliegen des Manuals scheinen ca 80-90% der Funktionen von Acourate Pro vorhanden zu sein. Es zählt beim gekonnten Umgang also potentiell zu den höherwertigen Ergebnissen.

Aber bezüglich Bedienung würde ich mal behaupten hat es einen Oskar verdient. Schlechter geht es garnicht.
Das Teil ist ja nicht mal kompiliert :mrgreen:
Habe als FIR Fanatiker mit Hilfe meines ambitioniertesten Linux Cracks den ich kenne nach einer Stunde aufgegeben. Das Ding ist unmöglich!
Wenns schon 3 Ulis als mindestvorraussetzung zum öffnen des Programms brauchst...
Geh weg. Dann steig ich lieber wieder auf passiv Saba Greencone um.
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Beitragvon Sire » 10.02.2017, 06:56

Hallo,

ich dachte, DRC sei mittlerweile für die meisten Linux-Distributionen als installierbares Paket verfügbar?

Frank, vielleicht könntest Du ein kleines Tutorial fürs Forum erstellen? :wink:

Fragende Grüße Klaus
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