Raumkorrektursysteme Unterschiede?

Mess- und Korrektursysteme

Beitragvon frankl » 10.02.2017, 08:59

Sire hat geschrieben:ich dachte, DRC sei mittlerweile für die meisten Linux-Distributionen als installierbares Paket verfügbar?

Frank, vielleicht könntest Du ein kleines Tutorial fürs Forum erstellen? :wink:

Hallo Klaus,

richtig, zumindest in Debian/Ubuntu und co:
apt-get install drc

Für Windows ist es schon vorkompiliert.

Ich kompiliere es selbst, da ich ein paar Kleinigkeiten ändere. Keine Ahnung warum "FIR-Fanatiker Josh + Linux Crack" das nach einer Stunde nicht hingekriegt haben: auspacken, im 'makefile' CFLAGS für den gewünschten Rechner eintragen (wenn man es nicht so genau weiß, zum Beispiel "CFLAGS=-O2 -I."), und 'make' sagen; wenn man will zum Schluss 'sudo make install'.

Ein allgemeines DRC Tutorial möchte ich nicht verfassen, da findet sich genug im Web. Die Dokumentation zu DRC ist sehr gut (aber kein Tutorial). Wenn sich jemand hier ernsthaft mit DRC beschäftigt und konkrete Fragen hat, werde ich natürlich versuchen, zu helfen.

Ich will niemanden überzeugen oder überreden, DRC zu benutzen. Ich dachte nur, dass es in einer Übersicht zu Raumkorrekturprogrammen keinesfalls vergessen werden sollte.

Viele Grüße,
Frank
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Beitragvon Sire » 10.02.2017, 10:56

Hallo zusammen,

dann gibt es noch für den unbedarften Einsteiger ein grafisches DRC-Tool

http://alanjordan.org/DRCDesigner/HelpFrameset.html

Ich fand es für den Anfang gar nicht so schlecht. Die Möglichkeiten sind mit dem Tool aber doch begrenzt.

Viele Grüße Klaus

PS: Frank, ich kann es natürlich gut nachvollziehen, dass Du von einem Tutorial Abstand nimmst. Das wäre dann doch sehr aufwendig.
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Beitragvon Pittiplatsch » 10.02.2017, 22:32

Hallo @all,

der Vollstaendigkeit die am einfachsten zu nutzende DRC Anbindung in Linux die ich kenne (und nutze) is:

https://github.com/TheBigW/DRC

nicht nur weil mir der Autor bekannt ist und er sofort auf (meine :mrgreen: ) Wuensche und fixen Ideen eingeht :).
Mich hat immer gestoert das es separate Tools sein muessen... dann braucht man ein Tool zum Messem, Filterstellung und dann noch einen Convolver. Wenn man Pech hat muss man dann noh den filter konvertieren (pcm/wav etc...). Mit dem RB-plugin is alles in einem Tool.

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon lukivision » 10.02.2017, 23:56

Pittiplatsch hat geschrieben:Mich hat immer gestoert das es separate Tools sein muessen... dann braucht man ein Tool zum Messem, Filterstellung und dann noch einen Convolver. Wenn man Pech hat muss man dann noh den filter konvertieren (pcm/wav etc...). Mit dem RB-plugin is alles in einem Tool.


genau! das hat mich auch immer geärgert. Dann habe ich mathaudio für foobar gefunden - alles in einem plugin.

Luki
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Beitragvon Hornguru » 11.02.2017, 01:21

Hm ok :) Dann waren wir wohl einfach zu einfach gestrickt. Hut ab wers hinbekommt.

Wo wir beim Thema Raum sind... "Cara" ist eingestellt. Gibts artverwandte Nachfolger?
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Beitragvon Diskus_GL » 11.02.2017, 08:16

Pittiplatsch hat geschrieben:Mich hat immer gestoert das es separate Tools sein muessen... dann braucht man ein Tool zum Messem, Filterstellung und dann noch einen Convolver. Wenn man Pech hat muss man dann noh den filter konvertieren (pcm/wav etc...).


Das meinte ich mit Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit - das ist wichtiger als 1000 Einstellmöglichkeiten...
Das war auch einer der Gründe für mich DIRAC zu nutzen...
Mathaudio, das Luki empfohlen hat, scheint da auch recht gut zu sein; bietet auch die Möglichkeit mehrere Messungen zu machen und gewichtet diese... ich kann mir vorstellen, das die Ergebnisse da entsprechend gut sind. Ist zudem recht preiswert...

Grüsse Joachim
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Beitragvon bvk » 12.02.2017, 11:32

Soweit ich weiß ist Mathaudio als Plugin für Foobar sogar kostenlos. Für Playersoftware kostet MA 99 Dollar oder kann als Testversion genutzt werden -mit Piep- Dekoration zwar- trotzdem kann man damit testen weil nicht zu aufdringlich. Ich habe schon mal auf dem Mac installiert aber nicht in Bezug auf die akustischen Verbesserungen sondern nur Installation, Messvorgang und Bedienung. Tut alles einwandfrei, bei mir als Plugin innerhalb PureMusic. Auf jeden Fall lohnt es sich das auszuprobieren, weil Minimalaufwand. Im Rahmen von Webrecherchen habe ich nicht viel gefunden, auch keine Messergebnisse, was mich wundert. Sicher ist zumindest dass der Entwickler existiert und auf Rückfragen freundlich antwortet. Vielleicht kann Luki etwas mehr berichten inwieweit die Ergebnisse über einen Placebo Effekt hinausgehen?
Grüße, Bernd

PS: MA gibt es auch als plugin für Kopfhörer, Mikrofone und Gitarrentonabnehmer, Wanderklampfe zu Stratocaster?
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Beitragvon seyl3r » 18.02.2017, 09:49

Danke für die vielen Antworten.

Ich bin bastelaffin und habe mich dazu entschlossen den für mich relevanten Teil des Abacus Preamp 14 CleanVolver selbst aufzubauen. Das Betriebssystem stellt Abacus ja nettwerweise zur Verfügung und einen Preamp benötige ich nicht.

Das bedeutet für mich, dass ich erstmal mit folgenden Komponenten auskommen sollte:

Hardware:
Raspberry Pi 3 (40 €)
Cirrus Logic Board ($ 40)
Audio Konverter Toslink zu Koax (20 €)
FLIRC USB Universal Remote Control (25 €)

Software:
AroioSU (0 €)
AcourateCV (100 €)

Das kleine Paket wird dann direkt mit 3M DualLock hinten an den TV gehangen. Bei Langeweile könnte man dann noch ein ordentliches Netzteil aufbauen und das ganze in ein schönes Gehäuse packen, aber ich denke für den Anfang ist das nicht nötig.

Gruß
Tobias
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Beitragvon v_erich » 18.02.2017, 11:05

Hallo Tobias,

Vorsicht aber bei Video-Ton: FIR Filter haben ein sehr langes Delay, Du müßtest Dir dann für TV/Video/Youtube Sound ein IIR Filter zusätzlich basteln und das umschaltbar machen.

Gruß,
Erich
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Beitragvon Hornguru » 19.02.2017, 13:06

Hi Erich

Das kommt drauf an wie du es machst :)
FIR selbst heißt nur dass du eine Impulsantwort zur Ver/ent-Zerrung nutzt.
Fängt diese bei 0 an, gibt es kein Delay.

Vielerlei Software will den Anwender nur nicht mit komplexen Fensterfunktionen und synronisieren nerven.
Und setzt dir den Hochton Referenz / Startpunk in die Mitte der zb 1.4 Sekunden.

Das Programm Firdesigner von Eclypse zb legt sehr großen Wert auf Delay und fragt von Anfang an wie viel man erlaubt. Es ist mehr an PA Anwendung adressiert. Acourate erlaubt mit einem Klick von Mitte auf 0ms umzustellen.

Bis 200ms stört es mich zb nicht beim Filme gucken.

Gruß
Josh
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Beitragvon v_erich » 19.02.2017, 14:35

Hi,
nachdem er so eine Grundsatzfrage gestellt hat, denke ich das er Filter benutzt die einfach so aus der Software pruzeln.
Das man als "Freak" sich da alles mögliche zurechtbasteln kann, ist klar.
Deshalb der Hinweis, dann kann ist die Überraschung hoffentlich nicht so groß.

Also ich hör in meinem Heinkino Fehler in der Synchronität zw. Audio und Video bis zu einem Fehler von 10ms herab, 200ms ist für mich unvorstellbar! :shock:

Schöne GRüße,
Erich
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Beitragvon Hornguru » 19.02.2017, 23:46

So empfindlich? Das bezieht sich sicher nur auf das Testbild mit dem hüpfenden Ball oder?
Bei laufenden Filmen und Lipsync fang ich bei 200 grad erst an was zu merken.
Ab 300 nervts dann wenn die Explosion bei plötzlichem Bildwechsel hinterherhinkt.
500 stört dann sogar die Lippen.

300+ macht sich besonders gut bei mir als schreckhafte Person bei Horrorfilmen :D ist der Überraschungsmoment gemildert
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Beitragvon chriss0212 » 20.02.2017, 07:36

Hallo Josh,

200ms sind wirklich viel. Ich habe damit ja fast täglich im Eventbereich zu tun.

Aber: die meisten Fernseher haben heute durch all ihre Filter in der Bildverarbeitung selbst ein sehr hohes Delay. Wenn Du dann selber auch welches produzierst ist das am Ende gar evtl. gar nicht mehr kontraproduktiv ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chermann » 07.03.2017, 21:28

lukivision hat geschrieben:Hallo zusammen,

nur damit es nicht vergessen wird: es gibt auch noch (für die foobar-Nutzer sogar als kostenloses plugin):

http://mathaudio.com/

Corrects deficiencies of room acoustics (multipoint compensation).
Corrects acoustic imperfections of speakers.
Avoids the pre-echo (pre-ringing) problem of conventional convolver-based room correction systems. The absence of pre-echo ensures the neutrality of the sound.

Sehr einfache Handhabung, leichte Zielkurvenanpassung durch drag n drop, leichter Vergleich einzelner Zielkurven, Bypass, sauberer Klang, enorme Verbesserung der Darbietung., aber unbekannte (zumindest mir) Arbeitsweise.

Luki


Guten abend

Gute idee, ist aber nur eine Testversion für 30Tag :roll:

kaufen kann man die SW auch...
[url]
http://mathaudio.com/buy.htm
[/url]

lg
Christian
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Beitragvon lukivision » 07.03.2017, 23:12

Hallo Christian,
Zur Kaufversion kann ich nichts sagen, weil ich sie nicht kenne. Da ich foobar als Dreh- und Angelpunkt zur Musikauswahl und -organisation nutze, lag es nahe, das kostenlose mathaudio foobar Plugin zu verwenden. Mit dramatisch positivem Resultat. Kann gar nicht verstehen, warum ich vorher dachte, meine Anlage klänge gut. Im Vergleich zu heute (per Bypass schnell zu machen) klang sie grauenhaft undifferenziert, flach, hohl dröhnend usw. Das war wirklich der mit Abstand größte Schritt nach vorne - und das kostenlos. Nachdem ich das Wohnzimmer dann durch andere Möbel einerseits wohnlicher, andererseits akustisch optimiert und eine neue Messung /Korrektur durchgeführt hatte, gab es nochmal einen Sprung.

Wer heute Unsummen in teure Geräte steckt, und keine Raumkorrektur vornimmt, verschenkt ungeahnte Möglichkeiten.

Luki
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