Wohnzimmer oder Keller?

Mess- und Korrektursysteme

Beitragvon h0e » 13.02.2017, 13:25

Hallo Ralf,

ich kann Uli nur beipflichten, mit Akusikplatten wie Knauf Cleaneo läßt sich einiges erreichen.
Leider hast Du es zu mir nie geschafft, dann hättest Du die Wand gesehen,
bzw. eben nicht, da tapeziert. (siehe mein Vorstellungsthread)
So schön ein eigener Hörraum ist, aber als junger Vater möchtest Du doch nicht Kellerkind sein,
während Frau und Kind im Wohnzimmer sind, oder?

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Ralf77 » 13.02.2017, 13:36

Hallo Uli,
Danke für die Info. An sowas habe ich auch schon gedacht. Jürgen (h0e) hat das ja auch mit Erfolg umgesetzt.
Muss halt dann verputzt/gespachtelt werden. Mit den Löchern ist keine Wohnzimmeroptik gegeben.

Ist die Frage: Frontwand oder Seitenwand?

Was wäre sinnvoller?

Grüße,
Ralf
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Beitragvon uli.brueggemann » 13.02.2017, 13:44

Ich bevorzuge die Rückwand.
Mit Verspachteln, aber auch mit Bildern etc. kann man die akustische Wirkung tunen. Alles verspachtelt wäre aber gleichbedeutend mit einer glatten Rigips-Wand. Insofern muss man sich schon überlegen, wieviel man der Optik wegen ändert.
Meines Erachtens ist die Optik deutlich weniger störend als Basotect-Würfel in den Ecken.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Hornguru » 13.02.2017, 13:54

OT:
Immerhin heißt der Treat nicht Garage oder Keller :mrgreen:

Mann baut haus, Familie zieht ein, Mann wird ausgesourced
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Beitragvon Ralf77 » 13.02.2017, 14:32

Hallo Uli,
die Rückwand ist leider nicht möglich.
Dort ist ein Fenster, daher steht ja leider nur die Seitenwand oder die Frontwand zur Verfügung.

Grüße,
Ralf
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Beitragvon Piano Pianissimo » 13.02.2017, 14:56

poste doch einfach mal einen Grundriss mit entsprechenden Erläuterungen.
Wände? pappe, Rigips? gemauert?
Decke
wie hoch? Länge Breite, fenster Türen

etc.

sonst ist das alles doch nur stochern im Nebel.
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Beitragvon Ralf77 » 13.02.2017, 15:23

Hallo, mach ich doch gerne...dachte das Bild sagt mehr aus...

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Blau = Mauerwerk
Grün = Beton
Länge Wohnzimmer = 5,48m
Breite Wohnzimmer (offen zum Essbereich) = 8,75m (11,68m stimmt nicht)
LS1/LS2 = Lautsprecher (die Rear-LS habe ich nicht eingezeichnet)

Die Rückwand im Wohnzimmer hat ein Fenster
Die lange Seitenwand im Esszimmer hat eine große Schiebetüre aus Glas (nicht auf dem Plan zu sehen).

Hier noch mal das Bild wie es real aussieht:

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Hoffe das hilft.

Grüße,
Ralf
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Beitragvon uli.brueggemann » 13.02.2017, 15:28

Ralf77 hat geschrieben:die Rückwand ist leider nicht möglich.
Dort ist ein Fenster, daher steht ja leider nur die Seitenwand oder die Frontwand zur Verfügung.

Dann würde ich die Vorderwand nehmen. Dass passt zu dem LEDE-Prinzip

Grüsse
Uli
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Beitragvon Ralf77 » 13.02.2017, 15:38

Hallo Uli,
Müsste bei LEDE nicht die Frontwand "LE" sein? Mit dem Umbau würde ich die Frontwand doch zu "DE" machen.
Das wäre doch dann genau entgegengesetzt zum Prinzip LEDE, oder?

Grüße,
Ralf
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Beitragvon Joerghag » 13.02.2017, 15:41

h0e hat geschrieben:So schön ein eigener Hörraum ist, aber als junger Vater möchtest Du doch nicht Kellerkind sein,
während Frau und Kind im Wohnzimmer sind, oder?


Beides Hat Vor- und Nachteile. Gerade als junger Vater ist ein eigenes Hörzimmer
machmal nicht zu verachten. Nicht nur, das es für die Lautsprecher und restliche Elektonik
ungefährlicher ist, manchmal tut es auch gut, sich eine kleine Auszeit zu gönnen.
Auch reagieren die Kleinen manchmal nicht so gut auf abendliche Musik in Konzertlautstärke 8)

Ich würde eine "kleine" Anlage im Wohnzimmer fürs gemütliche Zusammensein und
im Keller etwas großes/feines für Papas Spaß bevorzugen... habe ich ja auch, nur nicht im Keller.

Gruß Jörg
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Beitragvon Diskus_GL » 13.02.2017, 15:47

Hallo,

was man wo - Wohnzimmer oder Keller - an Aufwand für eine akustische Gestaltung investiert und an Kompromissen hinsichtlich Optik und Gestaltung hinnimmt, hängt doch auch davon ab, was man will.

Wenn es um PinPoint-Lokalisation in Studioatmosphäre geht, wird dies im Wohnzimmer ohnehin schwer realisierbar sein - und wenn dann meist nur in einem eng begrenzten Hörbereich (da kann man auch Kopfhörer nehmen) oder mit entsprechedn aufwendiger und optisch meist weniger ansprechenden "akustischen Behandlung".
Aber das ist ja bei Weitem nicht die einzige Möglichkeit hochwertig und entspannt Musik zu geniessen.
Ich höre z. B. viel lieber in Wohnräumen - deren Akustik auch eher normal als "gedämpft" ist - die mit entsprechenden Boxen in weiten Bereichen ein "akustisch normales" Abbild einer akustischen Szene vermitteln (PinPoint-Lokalisation habe ich auch im normalen Umfeld kaum, und in Konzerten noch weniger...).
Auch bei manchen Bekannten empfinde ich eher diese Art des Hörens als entspannt - zuletzt bei Jürgen (Shakti) bei dem man auch fast beliebig im Raum sitzen kann... und der hat wahrlich keine Studio-Boxen...

Da kann ich dann auch mal ausserhalb des Sweetspots Muisk geniessen.

Allerdings klappt das nur mit für diese Hörsituation passenden Boxen. Es gibt ja noch die Möglichkeit die Boxen dem Raum anzupassen (bzw. zum Raum passende Boxen kaufen) anstatt erst Boxen kaufen und dann versuchen den Raum zu den Boxen "passend" zu machen...

Sehr eindrücklich und wesentlich wohnraumfreundlicher (bzw. zu normalen Wohnräumen passender) sind mir hier z. B. einige Omnidirketionale Boxen in Erinnerung - HEED, Düvel, NEAT.

Die Genelecs sind m. E. n. eher für Studios oder PA-Beschallung konzipiert. In diesen Umgebungen mögen die auch sehr gut funktionieren - in einen "normalen" Wohnraum würde ich die nicht stellen (schon aus optischen Gründen - aber das ist Geschmacksache) - egal wie gut die in Foren oder Tests abschnitten (die ohnehin diese Boxen meist in der dazu passenden "Umgebung" gehört haben).

Insofern wäre es erstmal gut zu wissen, was Ralf an Hörsituation will - worauf legt er besonderen Wert und worauf will er verzichten (oder entsprechend investieren)?

Grüsse Joachim
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Beitragvon h0e » 13.02.2017, 15:55

Hallo Ralf,

man kann Loch oder Schlitzplatten statt zu tapezieren wie beim mir auch nachher mit Akustikputz spachteln. Das ist allerdings auch nicht ganz günstig.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Ralf77 » 13.02.2017, 16:25

Hallo Joachim,

Aktuell habe ich das Problem, dass komplexere Musik recht schnell ein Klangbrei wird.
Bei Akustik-Musik (1-2 Stimmen und Gitarre) ist es super und mir gefällt es sehr gut.

Sobald aber etwas Orchestrales gehört wird (oder Rockig) dann fällt die Abbildung in sich zusammen und alles wird unklar (vor allem bei höherer Lautstärke).

Hier hat sicherlich der lange Nachhall eine große (negative) Auswirkung. Alle Flächen sind sehr hart Holzboden, Betondecken, gemauerte Wände mit Putz, großer Raum,...

Hie würde ich gerne ansetzen und im den Mittelton- und Hochtonbereich unter Kontrolle bekommen.
Den Bass bekomme ich ganz gut mit dem GLM unter Kontrolle.

Wie geschrieben: ich bekomme jetzt bald mal 8 Stück Vicoustic Elemente geliefert.
Damit werde ich mal experimentieren. Ob ich dann letztendlich in den Keller gehe (hier müsste ich halt mehr investieren und so gemütlich wird es wohl nicht werden) wird sich dann zeigen.

Könnte mir aber vorstellen, dass ich die Seitenwand mit Kauf-Platten verkleide und die Vicoustic-Elemente in die Wand bündig einlasse. Könnte ich mir optisch vorstellen...

Bin mir halt nicht schlüssig ob es nicht mehr Sinn macht die Frontwand zu verkleiden und an die Seitenwand 2 große Akustikbilder hänge...

Grüße,
Ralf
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Beitragvon bvk » 13.02.2017, 16:45

Ralf77 hat geschrieben:Könnte mir aber vorstellen, dass ich die Seitenwand mit Kauf-Platten verkleide und die Vicoustic-Elemente in die Wand bündig einlasse. Könnte ich mir optisch vorstellen...


Nachhalldämpfung mit gelochten Gipskartonplatten funktioniert hervorragend und wenn handwerklich gut gemacht sieht das auch gut, aus weil unauffällig. Vor allem bei größeren Flächen bleibt das System auch bezahlbar, im Gegensatz zu den üblichen Absorbern, die meistens viel zu klein sind. Wir setzen das Prinzip regelmäßig in Büros und Besprechungsräumen ein mit bestem Erfolg. Ca ein gutes drittel der Raumgrundfläche gelocht reicht raus.Wenn die Löcher stören kann die Lochplatte mit Vlies überzogen und mit geeigneter Farbe gestrichen werden. Man sieht dann von den Löchern nichts mehr. Natürlich reichen die Löcher alleine nicht, die Platten werden mit Mineralfaser hinterlegt (kaschiert mit faserdichtem Vlies)
Grüße, Bernd

Beispielhaft:
http://www.knauf-formbar.ch/www/media/p ... 009_11.pdf
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Beitragvon h0e » 13.02.2017, 16:46

Hallo Ralf,

wenn Du Schlitz- oder Lochplatten hast, brauchst Du die Viakusticplatten nicht mehr einlassen,
m.E. nach entweder oder.
Stattdessen verputze lieber die Restmauern mit Akustikputz.

Grüsse Jürgen
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