DRC Designer

Mess- und Korrektursysteme

DRC Designer

Beitragvon Tinitus » 24.05.2017, 22:10

Hallo,

da ich sowohl Hardware als auch Software seitig jetzt soweit bin, dass ich mich ans Convolving rantrauen kann. Ich möchte Filter mit DRC Designer erstellen. Mein Problem ist, dass DRC Designer (läuft unter W7) mein Steinberg U12 nicht als Audiointerface erkennt. REW erkennt das Steinberg sofort. Allerdings scheint mir die Filtererstellung in REW deutlich komplizierter als in DRC Designer. Im Control Panel (sorry ich verwende eine amerikanische W7 Version) ist das Steinberg als Playback und Recording device aktiviert. Woran kann das liegen? Ich könnte, glaube ich, den aufgezeichneten sweep auch in DRC Designer importieren, allerdings weiss ich nicht welches Dateienformat dazu notwendig ist. Alternative wäre den DRC Designer unter Linux laufen zu lassen, allerdings ist mein Ubuntu 16.04 LTS ein 64 bit System, da läuft er nicht.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Tinitus » 25.05.2017, 15:44

Hallo,

ich habe dieses Video gefunden:

https://www.youtube.com/watch?v=-X2cGUa_Mik

Das erklärt, wie ich die Aufzeichnung eines Sweeps aus REW als Impulantwort-Datei in .wav Format exxportiere, anschliessend mit sox in .pcm Format umwandle und in den Ordner DRCDesigner\drc-3.2.0\sample verschiebe, dann sollte DRCDesigner unter dem Menüpunkt "Generate Standard Filter" den Schalter "Generate Selected Filter" nicht mehr ausgegraut zeigen. Pustekuchen!! :x Das Ding funktioniert nicht. Ist halt auch kostenlos. Wenn ich unter Menupunkt "Record Sweep" den Schalter "Get Sound Interfaces" drücke, zeigt das commandline-Fenster von DRCDesigner "The system cannot find the path specified" an. Sucht DRCDesigner an der falschen Stelle nach meinem Steinberg?

Gruß

Uwe
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Beitragvon Pittiplatsch » 25.05.2017, 15:53

Hallo Uwe,

unter Linux ist der DRCDesigner etwas zickig. Ich erinnere mich nicht mehr an Details weil ich unter Linux schon seit laengerem fuer mich bessere Alternativen nutze, aber ich glaube es hing damit zusammen das der DRC Designer von commandline aus seinem Directory gestartet werden musste damit er die Tools im relativen Pfad findet die er fuer das Audio-devicehandling braucht.

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Tinitus » 25.05.2017, 16:04

Hallo Tobias,

das ging fix. Ich nutze (bzw. nutze nicht, da er nicht funktioniert) den DRCDesigner unter W7, mein Ubuntu ist 64 bit, laut Webseite DRCDesigner läuft der Designer nur mit 32 bit Linux-Systemen. Ich werde es nochmal probieren. Bevor ich zum Zwangsfalter für die um acourate anscheinend kein Weg vorbei führt, möchte ich doch mal ausprobieren, wie sich convolving denn nun auswirkt, da ist so ein Programm wie DRCDesigner doch ganz hilfreich (wenn es funktioniert), da man nur die Zielkurve vorgeben muss und dann automatisch sogar verschiedene Filter generiert werden.

Gruß

Uwe
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Beitragvon h0e » 25.05.2017, 17:38

Hallo Uwe,

für Linux gibt es ConvoFS (http://convofs.net/),
damit kannst Du online falten.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Tinitus » 25.05.2017, 22:50

Hallo Jürgen,

Danke für den Hinweis, convofs ist mir bekannt, hab es auch auf meinem Linuxrechner installiert, es aber nicht zum laufen bekommen. Da ich weder eine NAS mein eigen nenne noch meine Musikdateien im .flac Format vorliegen habe, habe ich dann nicht insistiert. Kommt später noch mal in Frage, falls ich zum Zwangsfalter werde. Ich war allerdings der Meinung, dass convoFS nicht auch zum Erstellen von Filtern geeignet ist. Daran bin ich bis jetzt ja gescheitert. Die Betonung liegt auf bis jetzt. Nachdem ich noch mal überprüft habe, dass der Fehler nicht vor dem Computer sitzt, habe ich kurzerhand DRCDesigner zum dritten Mal neu installiert. Nochmal sämtliche Schritte entsprechend des guten tutorial Videos durchgeführt, diesmal auch die Mikrofonkalibrierung eingebaut, nachdem ich anderweitig gelesen habe, dass REW die Mikrofonkalibrierung nur zum anzeigen des Frequenzgangs verwendet, der abgespeicherte Frequenzgang aber dem aufgenommenen entspricht und demnach bei der Filtererstellung die Mikrofonkalibrierung wieder eingebunden werden muss. Siehe da, im Befehlszeilenfenster von DRCDesigner tauchte kurz nach dem Start folgende Zeile auf:

[Ljava.lang.StackTraceElement ;@24ab150

du jamais vu, wie der Franzose sagt

Da stieg bei mir die Erwartungshaltung.....

.... und siehe da, als ich im Reiter "Generate Standard Filter" auf die von mir gewünschte Samplefrequenz von 96 kHz ging, war der "Generate Filter" Knopf nicht mehr ausgegraut. Filter habe ich jetzt erstellt.
Jetzt stellt sich mir die nächste Frage, woher weiss ich, wie lange die Filterdateien sind? Das muss ich in der brutefir_config ja angeben. Schockschwerenot, hört das mit den fragen denn nie auf.

In der Hoffnung, dass es demnächst convolvt.

Grüße

Uwe
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Beitragvon Tinitus » 25.05.2017, 23:47

:x
Hundertausende heulende Höllenhunde!!!
Die Windows Version DRCDesigner 3.2.0 erstellt anscheinend nur Stereofilter grrrrr.
Jetzt rephase ausprobiert. Viel zu kompliziert für einen Anfänger wie mich, dbei habe ich aber im Verzeichnis

C:\DRCDesigner

.txt und .bat Dateien entdeckt. Doppel klickt man auf die .bat Datei, scheint der zugehörige mono Filter im .pcm Format erzeugt zu werden und im Ordner

C:\DRCDesigner\ConcolverFilters

abgelegt zu werden.

Hoffnung

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Per aspera ad astra

Gruß

Uwe
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Beitragvon Pittiplatsch » 26.05.2017, 13:04

Hallo Uwe

einen Stereo - filter sollte man mit sox recht einfach zerlegen koennen:

sox $WAV_FILTER_FILE -t raw -c 1 $CURRENT_FILE remix 1
sox $WAV_FILTER_FILE -t raw -c 1 $CURRENT_FILE remix 2

oder einfach ein tool nehmen was einem das abnimmt und direkt in Linux funktioniert:

https://github.com/TheBigW/DRC

das spart fuers Ausprobieren auch die Einrichtung von brutefir weil es den gstreamer-FIR nimmt (fuer beste Ergebnisse aber leider einen gstreamer-patch braucht...)

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Tinitus » 26.05.2017, 15:08

Hallo Tobias,

Danke für den Tipp, leider bin ich zumindest was Linux betrifft ein idiot savant, dass heißt ich kann zwar vieles, wenn ich eine Anleitung dafür finde, nachmachen, aber die Einarbeitung in ein neues Thema ist dann wieder was gaz anderes und oft mangelt mir leider die Zeit.
Die von mir geschilderten .bat Dateien kreiiren die entsprechenden Mono Filter, allerdings in .pcm Format. Da ich ja jetzt gelernt habe, dass man mit sox .wav in .pcm wandeln kann, geht es umgekehrt doch bestimmt auch? Wäre das korrekt?:

sox dateiname1.pcm -t f32 dateiname2.wav

Braucht es das "-t f32"? Die .pcm Datei sollte schon 32 bit haben.

Beim wandeln der mit REW aufgezeichneten Impulsantwort mittels sox vom .wav ins .pcm Format bekomme ich immer die Meldung, dass es bei einem sample clipping gegebenn hat, obwohl ich beim Aufzeichnen des sweeps beim ersten Mal ca. 7 und beim zweiten Mal ca. 12 dB headroom hatte. Sox fragt dann, ob der Pegel gesenkt werden sollte. Kann man da dann Ja eintippen und sox erledigt das selbst oder muss in die Kommandozeile:

sox Impulsantwort.wav -t f32 Impulsantwort.pcm

noch was rein?

Etwa gain -3 und wenn, dann wo? z. B:

sox Impulsantwort.wav gain -3 -t f32 Impulsantwort.pcm

Wäre das korrekt?

Vielleicht geht auch:

sox Impulsantwort.wav gain -3

und anschließend

sox Impulsantwort.wav -t f32 Impulsantwort.pcm


Gruß

Uwe
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Beitragvon Pittiplatsch » 26.05.2017, 15:21

Hallo Uwe,

wenn sox unter den Umstaenden clipping meldet kann das auch bedeuten das das Format nicht passt und er die samples falsch interpretiert.

Fuer 32bit float pcm zu wav (-c 1 : 1 Kanal) mache ich dass so:

sox -t raw -r $RATE -c 1 -e float -b32 ${PCM_FILTER} -t wav ${WAV_FILTER_FILE}

sprich der Rohdatenanteil des Kommandos braucht immer die file parameter zumindest bei raw zu wav Konvertierung. Channels splitten geht mit "remix" und wieder zusammen mit "-M" = merge.

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Tinitus » 27.05.2017, 11:16

Hallo Tobias,

Danke für die Info, das werde ich so dann mal machen.
Ich habe jetzt auch herausgefunden, was es mit dem einen geclippten Sample auf sich hat. In REW kann man die Impulsantwort beim abspeichern als .wav normalisieren lassen. Anscheinend legt REW dann den höchsten Peak auf 0 dB. Ich habe die .wav Datei in Audacity geladen und nach clippings gesucht, siehe da es gab genau eines am höchsten Peak.
Ich frage mich nun, ob das relevant ist. Ich kann die.wav Dateien auch nochmal ohne Normalisieren erzeugen.

Gibt es eine Möglichkeit, die Filter vorher auszuprobieren, bevor man Sie auf die Lautsprecher los lässt?

Gruß

Uwe
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Beitragvon Pittiplatsch » 27.05.2017, 13:27

Hallo Uwe,

immer gut zu verstehen warum etwas passiert :). Mal mit audacity zu checken ist nie verkehrt. Ich habe nie normalisiert wuerde mir aber wegen der LS keine Sorgen - schlimmstenfalls uebersteuert es - klingtr nicht schoen, mehr aber auch nicht.

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Tinitus » 27.05.2017, 22:34

Hallo Tobias,

schön, dass Du mir bei meinen Gehversuchen etwas das Händchen hälst.
Ich bin gerade am Filter erstellen. Als ich die .bat Dateien zwecks Erstellung der Mono .pcm Filter ausgeführt habe (sind das batch Dateien?) ist mir aufgefallen, dass ein RMS Pegel angegeben wird. Bei den normalisierten .wav bzw. den daraus gemachten .pcm lag der Wert bei 7 dB, bei den nicht normalisierten lag der Wert bei -25 dB.
Im DRC Designer gibt man ja eine Zielkure vor, haben die beiden Filter (der mit RMS 7 dB und der mit -25 dB) die gleiche Wirkung? Vor allem interessierte mich, ob die zur gleichen Signalstärke führen, so dass das Ausgangssignal des DAC in beiden Fällen den gleichen Pegel hat.
Am liebsten würde ich ja beim abspeichern der Impulsantwort in REW normalisieren und dann beim Wandeln der Impulsantworten ins .pcm Format den Pegel um 3 dB absenken, hat da jemand einen Tipp?
Morgen werde ich dann die Monofilter von .pcm in .wav ändern, dann kann ich sie ja in brutefir einbinden.

Gruß

Uwe
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