Stereo Unfold Technology von Legacy Audio

Mess- und Korrektursysteme

Stereo Unfold Technology von Legacy Audio

Beitragvon Diskus_GL » 06.10.2017, 16:27

Hallo,

Legacy Audio hat seine VV-DRC-Lösung (Wavelet) um ein neues Feature ergänzt, das weitere "Raumeinflüsse" auf das an den Ohren ankommende Quellsignal (also der Aufnahme) vermindert:

https://parttimeaudiophile.com/2017/10/ ... reo-image/

Klingt recht interessant...

ßGrüße Joachim
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Beitragvon uli.brueggemann » 06.10.2017, 18:01

Bill Dudleston (Legacy) hat geschrieben:“So, what we’re doing, to put it simply, is cleaning up the early reflections, identifying the original ambient studio information and directing that energy to the listener with the proper timing,” Dudleston said.

Reflektionen sind gleichbedeutend mit Echos. Das Prinzip einer echo cancellation ist bekannt. Hat aber den Charme, dass das genau dann klappt wenn die Laufzeiten konstant sind. Wenn man also den Hörer festnagelt ...

Wenn man sich aber im Raum bewegt, dann ändern sich die Laufzeiten. Dann sind feste Filter sogar kontraproduktiv. Nun, man kann dem Zuhörer auch noch ein Headtracking auf den Kopf setzen.
Wenn dann aber zwei Zuhörer im Raum sind wird es spannend.

Ansonsten enthält der Artikel für mich auch viel Geschwurbel.

Grüsse
Uli
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Beitragvon wgh52 » 06.10.2017, 18:33

Uli,

ich verstehe Dich so:

- Leute mit einem 1-Personen-Musikhörraum (davon gibt's hier ja Einige) können realistisch von der SUT Technologie profitieren, eine Investition kann sich da also lohnen.
- Wenn weitere Leute mit Musik hören wollen schaltet man SUT besser aus :wink:

Es ist ja soweit ich verstehe bei den verschiedenen, eingeführten Korrektursystemen ebenfalls so, dass auf einen Hörplatz hin genauer angepasst/korrigiert werden kann als für eine Gruppe von Hörern oder einen Raumbereich, geschweige denn für den ganzen Raum. Insofern ist SUT ein neue Musikwiedergabe-Implementierung von (aus anderen Anwendungen) bekannter Technik, die aber mit altbekannten Limitierungen kämpft.

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Jahresprogramm » 06.10.2017, 18:40

uli.brueggemann hat geschrieben:Das Prinzip einer echo cancellation ist bekannt. Hat aber den Charme, dass das genau dann klappt wenn die Laufzeiten konstant sind. Wenn man also den Hörer festnagelt ...

Ufff..., ich tue mir schon unter 100Hz ein "vernünftige" bzw. nicht zu sehr ortsabhängige Korrektur hinzubekommen. Bin gespannt, was man alles braucht um bei über 1kHz den Hörer entsprechend festzunageln ... Kopfzwinge. :mrgreen:


Grüße
Alex
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Beitragvon Pittiplatsch » 06.10.2017, 22:49

uli.brueggemann hat geschrieben:Wenn man also den Hörer festnagelt

so unterschiedlich sind die Anforderungen. Im Wohnzimmer wo ich mit meiner Familie auch 90° neben den LS am Esstisch hoere sind mir auch die Parameter wie Buehnenabbildung etc recht wurscht und wuerde sie auch nie erwarten, waehrend ich im Musikkeller gerne zum Egoisten mutiere und Musik nur fuer mich einigermassen passabel brauche :wink: - der Raum ist aber auch so dass es sich anbietet beim Musikhoeren eher die Augen zu schliessen. :o.
Selbst in der Oper gibt es gute und bessere Plaetze, was mich mutmassen laesst das es in der Natur der Sache liegt eben den jeweils besten Kompromiß zu finden.

Viele (entspannte) Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Diskus_GL » 07.10.2017, 11:57

uli.brueggemann hat geschrieben:Reflektionen sind gleichbedeutend mit Echos.


..naja, es gibt schon Unterschiede zwischen frühen und späten Reflexionen und Echos. Der Unterschied wird ja durch die unterschiedliche "Verarbeitung" durch das Gehör definiert. M. W. sind Echos die Schallereignisse, die das Gehör als eigenständige Audiostreams erkennt. Demgegenüber werden Reflexionen vorhandenen Audiostreams "zugeordnet"... und genau das will die Legacy-Lösung "unterbinden".
In normalen Wohnräumen sollten Echos auch kaum vorkommen.
Vielleicht veröffentlicht Böhmer Audio demnächst (nach der Beta-Phase) weitere Infos auf deren Webseite.
Ich fand es jedenfalls "mitteilenswert"... :D

Ob und wie gut das gelingt...??? müsste man erstmal hören.
Schliesslich sind ja Reflexionen (im Hörraum) in bestimmten Maßen durchaus hilfreich und sinnvoll für die Auswertung des an den Ohren ankommenden Schalls - schliesslich beinhalten ja auch die Reflexionen alle Signalinformationen.

In wie weit man da den Hörer "festnageln" muß... das müsste man dann ja bereits bei jeder Laufzeitkorrektur einer DRC von Mehrwegern...
Nach meiner Erfahrung muß man da in der Praxis nicht so viel "festnageln" - das Gehör ist da ungemein "flexibel"...
Bei einer entsprechenden Anlage bleibt ja auch ausserhalb des Sweet-Spot-Bereichs - ja selbst neben den Boxen - eine durchaus grosse und breite Bühnenabbildung erhalten (das ja gerade bei Anlagen, die Reflexionen bestimmter Art im Raum bzw. an den Hörplätzen erzeugen).

Grüße Joachim
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Beitragvon wgh52 » 07.10.2017, 12:24

Hallo Joachim,

ich denke wir sind uns alle im Großen und Ganzen einig. Meine Erfahrung ist, daß bei auf den Sweetspot abgestimmten Lautsprechern, auch im restlichen Raum sehr schön Musik gehört werden kann. Die Musik ist bei mir dann eher "im Raum" und die Instrumente weniger (bis kaum) ortbar. Natürlich hört "woher" die Musik erklingt :wink: . Aber das ist jetzt schon fast off-topic denke ich :oops:

Grüße,
Winfried

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