Systemfrage: Streamer vs. Audio-PC

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon Fujak » 01.05.2017, 11:07

Hallo Sascha,
Buellerich hat geschrieben:Optimiert ist nicht für Apps , sondern für Hintergrundprozesse, was den Treibern eigentlich zu Gute kommen musste, zudem kommt JPLAYA nicht als APP, sondern als Dienst, möglicherweise läßt sich aber die Priority hochschrauben, das kann ich mal versuchen.

Die Priorisierung auf Hintergrundprozesse ist schon mal die richtige Einstellung. Ich würde mit der Software Lasso innerhalb der Prozesse priorisieren und - was m.E. noch wichtiger ist - alle Audio-Prozesse auf einen Kern legen, alle Audio-Anwendungen auf einen weiteren Kern, und einen dritten Kern für Systemprozesse zuteilen.

Buellerich hat geschrieben:Es wäre schön, wenn man all diese Dinge und Automatismen mit einem Knopfdruck los werden könnte.....
Stattdessen muß man sich mühsam zusammen suchen, wie man individuelle Routinen los wird.....

Das betrachte ich als eindeutigen Vorteil bei den Streamern: Hier läuft nur das, was wirklich gebraucht wird.

Grüße
Fujak
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Beitragvon L_Hörer » 01.05.2017, 11:20

Hallo Sascha,
Buellerich hat geschrieben: Es wäre schön, wenn man all diese Dinge und Automatismen mit einem Knopfdruck los werden könnte.....


ct empfiehlt für diesen Zweck das Programm W10Privacy. Hier kannst Du ca 200 Hintergrundaktivitäten abschalten - dazu gehören z.B. Telemetrie-, OneDrive-, Edge-, Datenschutz- und noch viele andere Dinge. Man wundert sich, was im Hintergrund so alles läuft.

Ich habe - nach einer Sicherung der Festplatte - mal alles abgeschaltet, d.h. alle empfohlenen (grün), bedingt empfohlenen (gelb) und eingeschränkt zur Abschaltung empfohlenen (rot) Aktivitäten. Und siehe da, Windows läuft und läuft ..........

Vielleicht ist das für einen AudioPC einen Versuch wert.

Gruß
Heinz
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Beitragvon pschelbert » 01.05.2017, 11:43

Hallo

gute Idee auch um der Spionage vorzubeugen...

Gibt es sicher auch für Win7, Win8.1 und Mac?
Weiss jemand welches Program da wie W10privacy arbietet?

Habe mit Sophos gesehe, dass Mac auch im Hintergrund Unmengen Verbindungen aufnimmt.$

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Beitragvon L_Hörer » 01.05.2017, 11:48

Hallo Peter,

pschelbert hat geschrieben:Gibt es sicher auch für Win7, Win8.1 und Mac?


Siehe hier:
https://www.winprivacy.de/deutsch-start/download/

W10Privacy (german, english, french, spanish, russian)
Aktuelle Version / current version: v.2.3.0.4
Windows 10 / Windows 8 / Windows 7

Gruß
Heinz
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Beitragvon pschelbert » 01.05.2017, 12:32

Hallo Heinz

besten Dank, sehr gut dass es für Win7 und Win8 auch geht.

Peter
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Beitragvon Buellerich » 01.05.2017, 17:06

Moin zusammen,

@Peter,

Bei mir ist es zwar Win 10, aber ich denke, über den Taskmanager sollte sich auch hier die Priorizierung verändern lassen.
Der Benchmark Test sieht interessant aus, macht man das mit einer Spezialsoftware?

@ Fujak,

Danke für den Tip, ich werde es aber erst mal über die Systemsteuerung versuchen, bin immer etwas skeptisch bei Drittsoftware, ich will das System ja entschlacken, deswegen habe ich auch Tune Up von AVG oder ähnliches benutzt.

@Heinz

Danke auch für Deinen Tip. Das Programm geht in Richtung "Shut up 10", das ebenso ein Antispy Programm ist.Nur kann es scheinbar auch nicht die Windoes eigenen Wartungsarbeiten stoppen....

Gruß

Sascha
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Beitragvon pschelbert » 01.05.2017, 19:25

Hallo Sascha

der Benchmark Test ist direkt in JRiver eingebaut, unter dem Menupunkt Help.
Zum Testen kann man JRiver auch temporär mal installieren.
Das zeigt dann in welcher Klasse der entsprechende PC ist.

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Beitragvon Fujak » 01.05.2017, 21:20

Hallo zusammen,

nur zur Erinnerung: der Threadtitel lautet nicht: "Wie behebe ich allfällige Probleme in einem Audio-PC?" sondern soll die beiden Systeme Streamer vs. Audio-PC diskutieren.

Am Topic des Threads orientiert könnte man dem heutigen Diskussionsverlauf immerhin den Eindruck abgewinnen, dass er einige Argumente pro Bedienerfreundlichkeit von Streamern illustriert. :wink:

Grüße
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Beitragvon wgh52 » 01.05.2017, 21:38

Fujak hat geschrieben:... könnte man dem heutigen Diskussionsverlauf immerhin den Eindruck abgewinnen, dass er einige Argumente pro Bedienerfreundlichkeit von Streamern illustriert. :wink: ...

Fujak,

ich teile diesen Eindruck (und habe ihn schon so lange, dass ich mit AudioPC nie ernsthaft angefangen habe).

Grüße,
Winfried

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Beitragvon pschelbert » 01.05.2017, 22:40

Hallo

wenn ich hier so über die verschiedenen Fragen und Probleme zu Streamern und Audio PC nachgehe, sind beide nicht wirklich problemlos. Die Probleme sind einfach anders gelagert. :)

Peter
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Beitragvon Fujak » 02.05.2017, 06:58

Hallo Peter,

ich würde Deine aus meiner Sicht sehr allgemein gehaltene Aussage in der Weise präzisieren: Alle Probleme, die man mit Streamern haben kann, hat man auch mit Audio-PCs - alle übrigen Probleme, die man mit Audio-PCs haben kann, hat man bei Streamern nicht.

Wenn ich die bisherigen Threads in diesem Forum zu Problemen mit Audio-PCs und Streamern grob zusammenfasse, dann ergeben sich folgende Probleme:

Probleme mit Audio-PCs
  • Booten und Herunterfahren
  • Betriebssystem (Dienste starten nicht)
  • Treiber (nicht vorhanden oder inkompatibel oder starten nicht)
  • Audio-Software (hängt, inkompatibel)
  • Einbindung von Hardware (USB-Karte, Audiokarte)
  • Aussetzer und andere grobe Störungen in der Audio-Übertragung
  • Netzwerkprobleme (WLAN, LAN, Einbindung von Controlpoints)
  • Aperiodisch auftretende funktionale Anomalien mit unklarer Ursache

Probleme mit Streamern
  • Netzwerkprobleme (WLAN, LAN, Einbindung von Controlpoints)

Die zusätzlichen Probleme mit AudioPCs werden m.E. dadurch legitimiert, dass man folgende Vorteile damit haben kann:
- Mehr Flexibilität beim audiophilen Optimieren
- Spaß am Basteln (bei entsprechendem technischen Interesse)
- Mehr Möglichkeiten, neben Audio auch Video zu betreiben (HTPC)

Bis vor ein paar Jahren konnte man noch die günstigeren Kosten als Argument für Audio-PCs ins Feld führen, durch Einführung preiswerter sog. Bridges oder NAAs (Sonos, microRendu sMS-200, Auralic Aries etc.) ist das Argument m.E. weggefallen.

Grüße
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Beitragvon Diskus_GL » 02.05.2017, 08:07

Fujak hat geschrieben:Probleme mit Audio-PCs
  • Booten und Herunterfahren
  • Betriebssystem (Dienste starten nicht)
  • Treiber (nicht vorhanden oder inkompatibel oder starten nicht)
  • Audio-Software (hängt, inkompatibel)
  • Einbindung von Hardware (USB-Karte, Audiokarte)
  • Aussetzer und andere grobe Störungen in der Audio-Übertragung
  • Netzwerkprobleme (WLAN, LAN, Einbindung von Controlpoints)
  • Aperiodisch auftretende funktionale Anomalien mit unklarer Ursache


Hallo,
also die ersten 5 "Probleme" und das Letzte die ein Audio-PC haben soll, kenne ich kaum.
Mein MacBook läuft seit Jahren völlig problemlos und hat weder Treiberporbleme (was sind "Treiber"), noch starten irgendwelche Dienste nicht (was ist das überhaupt?) und die Audiosoftware (PureMusic) läuft zu 95% problemlos... und wenn nicht reicht ein Neustart des Programms.

Booten und Herunterfahren mache ich so alle paar Monate mal, wenn ich in Urlaub fahre.
Mein MacBook ist immer im Standby (braucht da weniger Strom als mein Fernseher) - Display aufklappen und er ist betriebsbereit - Display zuklappen und er ist im Standby...

Die anderen zwei kommen bei mir ausgesprochen selten vor... allerdings streame ich auch kaum Musik aus dem Netz. Die Musik von der Festpaltte hatte bisher erst zwei oder dreimal Aussetzer oder grobe Störungen - in all den Jahren!

Wenn man auch beim Audio-PC nicht versucht mit dem billigsten Einsatz von Geräten eine maximale audiophile Lösung zu erzielen, und dann noch Betriebssysteme wählt, die als nicht gerade als besonders "Benutzerfreundlich" und "unkompliziert" bekannt sind wählt, dann kann ein Audio-PC auch so komfortabel und betriebssicher sien wie ein Streaming-Gerät...

Ein Audio-PC bietet ja schon ein paar Vorteile und Möglichkeiten (neben den genannten z. B. eine einfachere Einbindung von DRC Lösungen und anderen "Optimierungen" etc...)

..meine Meineung und Erfahrung...



Grüsse Joachim
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Beitragvon pschelbert » 02.05.2017, 10:33

Hallo Joachim, Fujak

wie Joachim schreibt ist die Macwelt da die benutzerfreundlichste.
Mein Setup mit Win7 und dem anderen PC Win8.1 ist soweit ähnlich wenn auch klar nicht ganz so einfach. Treiber gibt es bei Windows.
Mac kann das eben auch ohne....

Mit Linux habe ich kein Erfahrung (meine Unix Zeit liegt da wo's noch Sun gegeben hatte... und Linux war danach)

Ich bin auch der Meinung dass vor allem Features die ein Streamer nicht hat, auschlaggebend sind für mich.
Für mich kommt deshalb ein Streamer gar nicht in Frage, audioqualität und Preis hin oder her. Ein Streamer kann nicht alles was sich will.

Man kann sagen, so wie man sich bettet, so liegt man.

Peter
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Beitragvon Fujak » 02.05.2017, 13:35

Hallo Joachim,

meine Auflistung war eine rein statistische Auswertung diverser Threads aus dem Forum. Natürlich gibt es auch jene, die seit Jahr und Tag ihren Audio-PC ohne Probleme betreiben - vor allem tendenziell dann, wenn zwei Bedingungen erfült sind:
1. Der Computer ist ein Mac (vorzugsweise mini)
2. Der Computer wird ohne größere Modifikationen betrieben

In den Modifikationen von Hard- und Software (Audioanwendungen, OS und Bios) liegt nach meiner Erfahrung das größte klangliche Potenzial von AudioPCs - aber damit einhergehend auch oft die größte Quelle der weiter oben aufgelisteten Problemfelder.

Wenn man allerdings auf weitere Modifikationen für besseren Klang keinen Wert legt, kann man die gegenüber Streamern unbestritten größere Vielseitigkeit ohne Nebenwirkungen genießen.

Grüße
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Beitragvon beltane » 02.05.2017, 15:04

Hallo zusammen,

bei individuell zusammengestellten PCs mag es durchaus zu den von Fujak genannten Problemen kommen. Ich selbst nutze seit 2011 3 verschiedene Notebooks für Raumkorrektur und Streaming und hatte nie solche Probleme. Die Geräte laufen stabil und zu meiner vollsten Zufriedenheit. Insofern teile ich hier die Auffassung von Joachim.

Ein Rechner läuft (noch) mit Windows 10, Fidelizer, Foobar, JPlay, DiracLive und Jlsound für den Afi. Die Aufbereitung des digitalen Signals erfolgt über Audioquest Jitterbug, USB Regen und Afi USB. Trotz all dieser Komponenten und der Software, Treiber etc. gibt es keine Probleme. Ich streame vom NAS über WLAN. Auf dem Mobile Device habe ich zwei verschiedene Apps zur Auswahl: Bubble UPNP und für gapless Foobar Control Point.

Bei meinen beiden anderen Systemen verhält es sich ähnlich.

Bei Streamern bekommt man alles aus einer Hand. Vorteil: Ein Unternehmen muss alle Probleme lösen. Nachteil: Man ist gerade deswegen auf ein einziges Unternehmen angewiesen. Entwickelt dieses nicht die Lösungen für aktuelle technische Veränderungen, steht man auf dem Schlauch. Und verschwindet es vom Markt, muss man ganz neu beginnen. Bei der Geschwindigkeit des technischen Fortschritts im IT Umfeld und den sich andauernd ändernden Anforderungen sehe ich hier wirklich Risiken.

Viele Grüße

Frank
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