Audioplayer JPlay

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon never » 02.12.2015, 22:25

Hallo zusammen,

falls jemand JPLAY in Kombination mit MinimServer betreibt, solltet ihr unbedingt eine kleine Veränderung in den Einstellungen durchführen. Marcin schlägt vor: "go to System tab and replace flac:wav with flac:wav24 in the stream.transcode field"

http://jplay.eu/forum/index.php?/topic/ ... entry32907

In meinem Setup war die Wirkung auf die Klangqualität enorm positiv.

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon beltane » 21.12.2015, 07:45

Hallo zusammen,

habe bei mir mit JPlay 6.20 und Windows 10 sowie DIRAC als Sounddevice, das in JPlay mit Kernel Streaming eingerichtet ist, folgendes festgestellt: Xtream führt zu ca. 10 % permanenter CPU Last, Ultrastream erzeugt praktisch überhaupt keine Last - ist im Task Manager so zu sehen. Und über den wesentlich lauteren Lüfter des Notebooks auch akustisch nachzuvollziehen - das Gerät wird bei Xtream wärmer, da mehr belastet.

Verhält sich das bei Euch hinsichtlich der CPU Auslastung bei Xtream ähnlich wie bei mir?

Danke für Rückmeldung.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Bernd Peter » 21.12.2015, 17:03

Hallo Frank,

das paßt, ist ungefähr die 10fache Prozessorbelastung mit Xtream.

Bei mir geht es von 2 auf 23 Prozent.

Was Hibernate mode ausmacht, läßt sich leider mit dem Single PC nicht feststellen.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon Trinnov » 21.12.2015, 21:22

Ich habe die folgenden Werte bei 44.1 Wiedergabe (Jriver+Jplay) mit einem i5-3570T
Allerdings Server 2012 R2

Stop: 0% - 0,2%

Play:
Ultrastream (170Hz/0,01) 2%
Xtream (2000) 4%

Die Prozessorlast wird größtenteils von Jplay erzeugt.

Ich höre meist mit der Ultrastream Engine.

Viele Grüße,
Horst
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Beitragvon Salvador » 23.12.2015, 15:09

Hallo Udo,
Hallo zusammen,

falls jemand JPLAY in Kombination mit MinimServer betreibt, solltet ihr unbedingt eine kleine Veränderung in den Einstellungen durchführen. Marcin schlägt vor: "go to System tab and replace flac:wav with flac:wav24 in the stream.transcode field"

http://jplay.eu/forum/index.php?/topic/ ... entry32907

In meinem Setup war die Wirkung auf die Klangqualität enorm positiv.


dieser Tipp ist sowas von einem Volltreffer, ganz herzlichen Dank für dieses mein persönliches Forums-Weihnachtsgeschenk :D .
Grade schnell die Einstellung verändert, passt, perfekt. Mehr Ortungsschärfe und Körperhaftigkeit bei besserer Abgrenzung der Klangereignisse kann ich vermerken, dabei ist/bleibt der Klang aber sanft und natürlich, das ist wichtig. Schon fein, so ein interes Upsampling!
Unbedingt ausprobieren, :cheers:
Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon never » 23.12.2015, 17:53

Hallo Andi,

prima, dass Marcins Anregung sich selbst in Deiner Gipfelstürmer-Variante von High-End bemerkbar macht! Ich war ziemlich überrascht, als ich die erstaunliche Wirkung dieser simplen Einstellungsänderung sogar in meiner schlichten PC-Arbeitsplatzkombination feststellen konnte.

Marcin hatte danach noch eine weitere Anregung im JPLAY-Forum angesprochen, die in meinem System ebenfalls echt lohnenswerte Ergebnisse gebracht hat: In der Einstellungsmaske von JPLAY bei Bitstream auf „Force 32Bit“ einstellen!

Laut Marcin kann man solche Empfehlungen nicht für alle Gerätekombinationen mit voller Erfolgsaussicht versprechen, aber ein Versuch kostet nichts und schadet mit Sicherheit auch nicht.
Würde mich interessieren, ob dieser zusätzliche Tipp bei Dir auch etwas bringt.

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon Salvador » 23.12.2015, 18:19

Hallo Udo,

das sowohl Lustige wie Praktische ist, dass ich zur Einbindung von Dirac live! zwischen JPlay und meinem DDC ohnehin schon immer nur "Force 32 Bit" nutzen musste/konnte. Umso schöner zu hören, dass der Entwickler von JPlay selbst nun anmerkt, dass dies in vielen Setups am besten klingt :cheers:

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Buellerich » 29.06.2016, 11:57

Guten Tag zusammen,

mir drängt sich eine Grundsatzfrage zum Thema Dac Link und Asynchronität von USB Dac's auf.
Es war zu lesen, dass einige hier einen DAC link von 1 Hz bevorzugen. Auch bei mir klingt dies gut.
Meine Frage ist eher theoretischer Natur und bezieht sich auf Jitter und die den asynchronen Modus von USB Dacs:
Wenn ich es richtig verstanden habe, resultiert Jitter aus Taktungsungenauigkeiten des Hosts. Beim asynchronen Modus soll dies verhindert werden, indem der Sink (also der DAC) selbst die Clockingaufgabe übernimmt und der eigentliche Wandlerchip und die Steuerung des Hardwarebuffers nach ein, und der gleichen Uhr laufen. Um ein Über,-oder Unterlaufen des Hardwarebuffers zu verhindern, wird über ein asynchrones Protokoll eine Art Feedbackschleife zum Host etabliert, die die Datenrate vom Host zum Sink steuern soll. So weit , so gut. Stellt man nun bei JPlay den Dac Link auf 1 Hz, so heisßt dies, dass letzterer seine 1000 Frames pro Sekunde auch nur einmal pro Sekunde bekommt. Insofern kann die Feedbackschleife auch nur ein Mal pro Sekunde wirksam werden und gegebenfalls korrigierend eingreifen. Wird dadurch das Grundprinzip der Asynchronität nicht zumindest teilweise ausgehebelt?

Gruß

Sascha
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Beitragvon Bernd Peter » 17.08.2016, 11:06

Hallo Sascha,

Um ein Über,-oder Unterlaufen des Hardwarebuffers zu verhindern, wird über ein asynchrones Protokoll eine Art Feedbackschleife zum Host etabliert, die die Datenrate vom Host zum Sink steuern soll.

Insofern kann die Feedbackschleife auch nur ein Mal pro Sekunde wirksam werden und gegebenfalls korrigierend eingreifen.


deiner Erklärung folgend entscheidet wohl die Größe des Buffers und die Übertragungsgeschwindigkeit darüber, ob das eingestellte Zeitintervall bei der Feedbackschleife ausreicht, oder?

Was verstehst du in diesem Zusammenhang unter dem Grundprinzip der Asynchronität?

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon modmix » 17.08.2016, 11:27

Nach meinem Verständnis steuert DAC link, wie oft sich JPlay Daten von der Platte holt (kann man ich im Win-Ponitor ansehen) - jeweils mindestens die Menge, die Aussetzer vermeidet. Diese Daten werden dann per USB weitergegeben - das ggf. asynchrone Verhalten des USB ist vom DAC link nicht verändert.

Warum es Klangunterschiede gibt, gehört für mich zu den ungelösten Rätseln.

Beste Grüße
Ulli
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Beitragvon Buellerich » 22.08.2016, 19:43

Moin Ulli,

Ursprünglich hatte ich es so verstanden, dass die Häufigkeit, mit der Daten von der Festplatte in den Ram geholt wird, durch den sog. PC Buffer eingestellt wird. Es schien meiner Meinung nach dem zu entsprechen, was z.B. in Foobar als Buffer Length bezeichnet wird un im Grunde Software Buffer darstellt, bin mir aber nicht mehr sicher.
Dass DAC link das asynchrone Verhalten nicht verändert, ist mittlerweile auch durch den Support von Jplay selber bestätigt:

"Keep in mind DACLink applies to communication between software player and DAC driver. What DAC driver does internally i.e. how it communicates with DAC via e.g. low-level USB protocol, is entirely up to driver."

Ich hatte in meinem Setup übrigens festgestllt, dass ein klanglicher Abschlag beim Umschalten von Kernal mit Ultrastreaming hin zu Asio nicht besteht.

Hinsichtlich ASIO schreibt der Support:

ASIO has no support for client to specify buffer size, it is always whatever ASIO driver developer decided (with some drivers it is possible indirectly to set it in driver's control panel as mentioned) so DACLink has no effect there.

Hallo Bernd Peter,

ja, ursprünglich habe ich das wohl so verstanden:
Große Hardwarebuffer = geringe Frequenz und somit weniger Feedback

Wenn ich mich richtig entsinne, argumentierte Kevin Halverson von HRT in irgend einem US Forum mal so ähnlich und leitete daraus die Notwenigkeit ab, dass asynchrone DAC's maximale Hardwarebuffer-Sizes von ca. 25ms benötigen würden, da es sonst zu Aussetzern käme.


Grüße

Sascha
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Beitragvon EuroChamp » 12.03.2017, 22:24

Schönen Abend in die Runde,

würde gerne einen kurzen Erfahrungsbericht zu JPLAY abgeben.

Vorgeschichte:
Ich hatte einige Zeit meinen Rechner mit 2012r2 und AO betrieben. Mediaplayer war J.River22. Lineares Netzteil, eh klar. Weiter mit USB in einen Regen, den auch mit eigenem Netzteil. Alles liebevoll abgestimmt, viel gehört und probiert - absolut feine Lösung im Vergleich zu einem Wald & Wiesen-Computer.

Neulich hat es mich gepackt, und ich denke mir: Ich habe doch seit Erwerb eines Notebooks meinen ungenutzten Win10 Desktop mit i7. Dieser steht nur rum. Ab in den Keller damit, J.River drauf, zweite LAN Karte eingebaut, AO installiert. Und natürlich JPLAY auf beiden Rechnern.

Die JPLAY Settings sind aktuell:
Kernel Streaming (Lindemann Musicbook)
ULTRAstream
32 bit
5Hz / 0.5s
Hibernate ON

1Hz gefiele mir besser, diese 5Hz sind ein Kompromiss bzgl Latenz.

Und wie spielt es? Abartig gut! Vorher war Kindergeburtstag, jetzt ist Livemusik. Ich bin seit 14 Tagen jeden Abend komplett begeistert, wenn die Musik ertönt.
  • Musik löst sich komplett von den Lautsprechern (das hat jeder gesagt, der den Vergleich hörte)
  • Abbildung Raumtiefe - unendlich ;)
  • Nochmals "analoger" (ich hasse dieses Wort). Hier war ich vorher schon der Meinung, es ginge nicht mehr besser.

Als i-Tüpelchen kann ich jedem Process Lasso sehr empfehlen, das legt nochmals nach.

Normalerweise muß ich nicht jedem auf die Nase binden, wenn ich eine Freude habe. Aber diesmal war es notwendig :)


Enjoy the music,
Bernhard
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Beitragvon Trinnov » 13.03.2017, 10:23

Hallo Bernhard,

danke, dass du uns teilhaben lässt.
Da ich auch einen Audio-PC mit Jplay betreibe, bin ich an solchen Informationen immer interessiert.

Der wichtigste Unterschied ist, wenn ich es richtig verstanden habe, dass es nun ein Jplay Dual-PC-System ist, gegenüber vorher einem Single-PC-System.

Ich betreibe nur ein Single-PC-System und habe vor längerer Zeit mal ein Dual-PC-System aufgebaut und klanglich verglichen zum Single-PC.
Da der zusätzlich als Control-PC verwendete Laptop nicht der Qualität des optimierten Audio-PCs entsprach, war das Ergebnis mit der Dual-PC Lösung bei mir schlechter als bei der Einzellösung mit Audio-PC.

Viele Grüße,
Horst
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Beitragvon EuroChamp » 13.03.2017, 11:00

Hallo Horst,

finde ich witzig, dass genau Du dich meldest. Ich kann mich noch sehr gut an die geniale Beschreibung deines Rechners erinnern. Schließlich habe ich verdammt viel davon auch bei mir einfließen lassen. Ich hatte das Glück, mir ein gutes Fluke leihen zu können und konnte die Verbesserungen nicht nur hören, sondern auch messen.

Ich fand ja auch, dass der Rechner gut spielt - auch im direkten Vergleich zu anderen.

Jetzt aber ist genau dieser Rechner (unveränderte Hardware) zum Audio-PC degradiert. Softwareseitig läuft J.River nicht mehr, sondern JPLAY 6.2 und Process Lasso - und nach wie vor 2012r2 und AO im Core Mode.
Netzwerkseitig besteht eine Direktverbindung in den Keller zum Control-PC, dieser hat 2 LAN Interfaces. Nur das zweite Interface hängt im Home-LAN. Das erste geht direkt zum Audio-PC.
Der Control-PC ist ein IntelBoard mit i7 und aktivem Lüfter, sowie ein Seasonic Passiv-Netzteil und SSD und 8GB RAM. Als OS setze ich Win10 ein (da vorhanden). Softwareseitig läuft dort J.River22, JPLAY6.2 und auch Process Lasso und natürlich AO. Mein DAC ist ein Lindemann Musicbook, ich lasse via J.River alles auf DSD128 hochrechnen.

Sämtliche Settings bzgl Sampling sind zu 100% ident. Ich konnte es ja auch fast nicht glauben und habe nochmal verglichen.
(J.River ist noch auch dem Audio-PC installiert - es läuft nur nicht.)

Die Klangverbesserung empfand ich "gewaltig" - es ist wie Magie. Ein guter Kollege war kurz vor diesem Umbau bei mir zu Gast auf ein Hearing, und kurz danach auch wieder. Ich habe ihn unvoreingenommen hingesetzt. Seine Beschreibungen waren ident zu meinen. Ich meine, das hat schon Hand und Fuß.

Interessant wäre natürlich, wenn man den Control-PC auch noch modifiziert. Angeblich ist dieser sehr wohl am Klang beteiligt.
(... und diese neuen Renderer müsste man daneben auch mal hinstellen.)

LG,
Bernhard
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Beitragvon beltane » 13.03.2017, 23:07

Hallo Bernhard,

ich habe auch längere Zeit das JPLAY Setup mit 2 PCs genutzt und fand es klanglich deutlich besser als die Single Lösung - kann also die von Dir geschilderten Eindrücke sehr gut nachvollziehen.

Meiner Wahrnehmung nach hat aber der Einsatz des Afi USB zu einem deutlich größeren Klanggewinn geführt als die Lösung mit 2 PCs. Ich persönlich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass der Afi USB die 2 PC Lösung überflüssig macht.

Konkret gehe ich bei mir von einem Notebook mit JPlay und Foobar über Audioquest Jitterbug in einen USB Regen (mit eigenem linearen Netzteil) und von dort aus in den Afi USB, der auch von einem eigenen linearen Netzteil versorgt wird. Und vom Afi USB in den DAC.

Viele Grüße

Frank
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