Unterschiede bei USB-Kabeln?

Musikwiedergabe über PC und Mac

Unterschiede bei USB-Kabeln?

Beitragvon acci » 17.01.2014, 11:17

Hallo zusammen,

ich habe vor meinen Wandler Audio Gd Master 7 über ein USB Kabel direkt vom Rechner oder NAS zu speisen. Gibt es bei USB Kabeln vergleichbare Unterschiede wie bei den Digital Coax Kabeln? Hat da schon jemand Erfahrungen gesammelt? Wenn ja, welches Kabel ist da zu empfehlen?

Gruß Bert
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Beitragvon Hans-Martin » 17.01.2014, 12:02

Hallo Bert

Schau mal hier: viewtopic.php?f=30&t=3286 und hier: viewtopic.php?f=30&t=4539&p=72911#p72911.

Qualität des USB-Kabels und die Qualität der Stromversorgung spielen entscheidende Rollen für das Ergebnis. Eine Forums-Suche nach den richtigen Stichworten wird reichlich Diskussionsstoff zutage fördern.

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hans-Martin » 17.01.2014, 17:15

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Beitragvon Tinitus » 17.01.2014, 23:41

Hallöle,

mir kommt bei solchen Thema sofort die Phrase vom abnehmenden Grenznutzen in den Sinn. Im zitierten link freut sich Tobias darüber, dass ein Kabel was bei 1 m Länge ca. 600 Euro kostet besser klingt als eines das ca. 160 Euro kostet. Wenn dem nicht so wäre, müsste man sich ja in den Allerwertesten beißen.
Ich gehöre zu denen die dem Peripherie-tuning eher skeptisch gegenüber stehen (vielleicht liegt es aber nur an der mangelnden Hörerfahrung?). Ich bezweifle aber auch nicht, dass manche Leute deutliche Unterschiede hören. Was die subjektiv wahrgenommenen Unterschiede wert sind muss natürlich jeder aus seiner Sicht beurteilen. Ich persönlich habe für mich mal die Entscheidung getroffen, das ich bereit bin grosso modo nochmal 10 bis 15 % des für die Gerätschaften ausgegebenen Geldes für Kabel (Signal- und Netzkabel) auszugeben. Insofern kommt ein 600 Euro USB-Kabel für erst in Frage, wenn ich für den DAC 6000 Euro ausgegeben habe (und dann weiterhin mit der mitgelieferten Netzstrippe höre). Diese 10 bis 15 % geben mir dann das Budget vor. Sicherlich gibt es für dieses Budget dann auch bessere oder schlechtere Produkte. Vielleicht sollte ich meinen Master 7 mal mit dem mitgelieferten USB-Kabel gegen mein audioquest Carbon gegenhören? Vielleicht auch nicht, da ich mir eventuell anschließend in den Hintern beißen müsste. Für mich stellt sich ab einem gewissen Preisniveau für Kabel halt die Frage, ob sich jemand Carbonfaser Bremsscheiben auf seinem Chevrolet Getz nachrüsten würde? Ich werde mir für meine Komponenten kein Nordost Odin Netzkabel für 15.000 Euro zulegen, "nur" weil dann vielleicht mehr Luft um die einzelnen Instrumente ist.

Das audioquest Carbon ist testtechnisch gut beleumundet hat allerdings den Nachteil, dass es störrisch wie ein Maulesel ist. Es hat anscheinend eine Ummantelung aus Carbonfaser, die leider nur riesige Biegeradien zuläßt. (Jetzt habe ich auch noch eine brauchbare Info beigetragen statt nur zu Philosophieren).

Guts Nächtle

Uwe
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Beitragvon Hans-Martin » 18.01.2014, 10:09

Hallo Uwe

Carbonfaser wird auch von Van den Hul eingesetzt, da haben die Leiter ca 30 Ohm. Der Vorteil liegt angeblich darin, dass es frei von magnetischen Verzerrungen ist.

Ich sehe den Vorteil in der Festigkeit bei der Freiheit von Mikrofonie, Vibrationen finden kaum statt, damit bleiben die Kabelparameter stabil. Wenn man Klangvergleiche von Kabeln macht und die haptischen Eigenschaften den klanglichen gegenüberstellt, findet man sehr häufig einen Zusammenhang, da bin ich geneigt, eine selektive Wahrnehmung schon auszuschließen.

Grüeß Hans-Martin
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Beitragvon B. Albert » 18.01.2014, 18:12

Tach,

gib es eigentlich - abseits der subjektiven Eindrücke - eine technische Erklärung für Unterschiede bei Digitalkabeln, insbesondere USB-Kabeln ?

Ich gebe zu, dass ich das sehr skeptisch sehe. Ich konnte aber auch noch nie verschiedene Kabel ausprobieren, da mein Mac nicht an der Anlage angeschlossen ist und ich auch sonst nur analoge Verbindungen habe.

Viele Grüße und noch einen schönen Abend

Bernd
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Beitragvon modmix » 18.01.2014, 18:23

Auch Tach,
reicht es nicht, Unterschiede zu hören?
Ulli

<OT> Bei Ethernet-Kabeln habe ich Unterschiede in der Übertragung gemessen, bin aber noch weit davon entfernt von einer Erklärung, warum diese Unterschiede sich auf den Klang auswirken... Die Unterschiede sind übrigends nicht die Kabelfarbe o.ä. </OT>
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Beitragvon B. Albert » 18.01.2014, 19:47

modmix hat geschrieben:...
reicht es nicht, Unterschiede zu hören?


Nein, mir würde es - wenn ich denn Unterschiede hören könnte - nicht ausreichen. Ich bin neugierig und wüßte schon, wie solche Unterschiede entstehen können.

In vielen Rezensionen in den einschlägigen Gazetten wird immer wieder recht hilflos darauf hingewiesen, dass man sich die Unterschiede eigentlich nicht so recht erklären können.

Wenn man sich die Beschreibungen durchliest, sind die ja anscheinend auch recht marginal.

Aus dem oben zitierten Posting http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=39&t=4394&p=76330#p76330:

... Und dann: mehr Raum, mehr "Saft", mehr Farbe. Also wieder auf das Audioquest Carbon zurück und tatsächlich: die Musik sackt zusammen, es strahlt nicht mehr so.
Ich stehe immer noch kopfschüttelnd davor... wie kann das sein?


Eben: wie kann das sein ?

Viele Grüße

Bernd
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Beitragvon modmix » 18.01.2014, 20:13

Gegenfrage: Hörst Du Unterschiede?
Ersatzweise: hälst Du solche Berichte für glaubwürdig?
Danke
Ulli
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Beitragvon B. Albert » 18.01.2014, 21:41

Wie ich schon sagte, habe ich keinen Vergleich, weil ich in meiner Anlage keine Digitalkabel verwende.

Ich kann mir schon vorstellen, dass jemand meint, er höre mit verschiedenen Kabeln anders.

Ist aber eigentlich auch egal. Mir geht es nur darum, ob es überhaupt eine nachvollziehbare Erklärung gibt, wie solche Unterschiede entstehen können.

VG Bernd
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Beitragvon spf » 19.01.2014, 02:44

Hi Bernd,

wenn Du mit Gazetten die üblichen Haient-Schwurbelblätter meinst - dann kannst Du dir recht sicher sein, dass keiner der "Autoren" eine Zeile des "Tests" ohne die finanziell üppige Zuwendung des Herstellers geschrieben hat :D ... das ist 100% ausnahmslos pures Marketing. Dieser Schreiberei kann man praktisch keinen inhaltlichen Mehrwert abringen. Den Tests zu urteilen, hören die Kollegen dort auch mit welcher Geschwindigkeit das Gras wächst.

Zum Thema USB Kabel habe ich schon mehrfach mit Bekannten an heimischen Anlagen und im Studio Blindtests durchgeführt. (Im übrigen lachen sich die meisten Studioleute über sowas kaputt). Nun denn - das Ergebnis ist immer gleich. Im Blindtest hört man genau null Unterschiede. Treffer für billig / teure Kabel sind purer Zufall.

Auch hier im Forum gibt es ja einige die diverse Kabelunterschiede hören können. Da kann ja jeder gerne investieren was er mag, ich halte das für pure Einbildung :)

VG
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Beitragvon B. Albert » 19.01.2014, 08:08

Hai,

spf hat geschrieben:...
Auch hier im Forum gibt es ja einige die diverse Kabelunterschiede hören können. Da kann ja jeder gerne investieren was er mag, ich halte das für pure Einbildung :)

Ich sehe das eigentlich völlig entspannt: wenn jemand meint, er höre Unterschiede, habe ich erstmal keinen Grund, ihm nicht zu glauben, auch wenn ich diese Unterschiede nicht nachvollziehen kann. Und ja, das mag ja auch Einbildung sein, aber wenn die zu einem schöneren Hörerlebnis führt ist das doch völlig ok. BT ist immer so eine Sache; die Anforderungen liegen recht hoch, wenn man ihn richtig machen will.

Aber darum geht es mir auch gar nicht. Bei analogen Kabeln könnte ich mir ja noch vorstellen, dass die Signale durch unterschiedliche Leitungs- oder Schirmmateriale beeinflusst werden können.

Gilt das auch bei Digitalkabeln ? Und wenn ja, wie ?

Viele Grüße und einen schönen Sonntach

Bernd
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Beitragvon modmix » 19.01.2014, 09:13

Hallo Bernd,

B. Albert hat geschrieben:Ich sehe das eigentlich völlig entspannt: ...

Prima. Das ist eine Basis zur Diskussion :wink:

B. Albert hat geschrieben:Gilt das auch bei Digitalkabeln ? Und wenn ja, wie ?

Es gibt keine 'Digitalkabel' - physikalisch betrachtet.

Auf Kabeln wird ein Signal übertragen. Je nach Anwendungsfall ist der eine oder der andere Parameter wichtiger - was nicht heißt, die anderen Parameter keine Rolle spielten.

Bei der Übertragung von Signalen, die im Empfänger digital intereprtiert werden, ist eine Impedanzanpassung ziemlich wichtig, was wir bei der Übertragung von Signalen z.B. zum Lautsprecher meist nicht beachten (auch hier gibt es Kabel mit angepaßter Impedanz, die bestimmte Fähigkeiten des Verstärkers, erfordern, die nicht alle Verstärker haben...). Auch bei Kabeln zur Übertragung von Signalen, die im Empfänger digital intereprtiert werden, gibt es Einflüsse wie Leiterart und Abschirmung.

Kabel, bei denen für die Übertragung digitaler Signale wichtiger Parameter richtig sind (im Sinne von "der verabredeten Norm entsprechend" - wie z.B. Wellenwiderstand), werden der Einfachheit halber als 'Digitalkabel' bezeichnet.

Daß es so schwer vorstellbar ist, daß diese Einflüsse bis zum Ohr feststellbar sind, liegt m.E. vor allem am offensichtlich sehr erfolgreichem Marketing: "Das ist digital ! Da gibt es nur 0 oder 1 !" Diese Aussage ist nur richtig für die Interpretation der analogen Signale. Und sie läßt den Zeitaspekt völlig außen vor - weil die Newtonsche Zeit ja absolut ist, muß sie ja auch jeder DAC kennen und nutzen :wink:

Der zeitliche Abstand von UDP-Paketen auf dem Ethernetkabel zwischen JPLAY-Control-PC und -Audio-PC weist eine Verteilung auf, die bei dem von mir klanglich bevorzugten Kabel weniger breit ist als beim Vergleichskabel - keine Ahung, warum das so ist... Erst dann wäre es wirklich verstanden... Bis dahin nehme ich zur Kenntnis, daß das für mich klanglich bessere Ethernetkabel Merkmale hat, die auch bei NF mMn meist vorteilhaft sind. Und wende bis auf weiteres die Methode an, die schon z.B. von Orgelbauern im 17.Jhdt. erfolgreich angewendet wurde: Wenn sich etwas wiederholbar als besser (im Sinne des angestrebten Zieles) erweist, werde ich es weiter berücksichtigen - und vielleicht versuchen, den Grund herauszufinden.

Beste Grüße
Ulli
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Beitragvon acci » 19.01.2014, 11:40

Hallo Zusammen,

erstmal Danke für die Antworten und rege Diskussion, ich hoffe sie bleibt sachlich.

Technisch vermag ich es auch nicht zu erklären aber bei den Koax Digitalkabeln (75 Ohm) und bei den
Netzwerkkabel stelle ich die größten Klangunterschiede bei Kabeln überhaupt fest.

Den grössten klanglichen Zugewinn in meiner digitalen Kette habe ich mit einem prof Switch von HP erreicht. Dort sind nur Sonos und die NAS dran. Hatte vorher etwas von Netgear an der gleichen Stelle. Was macht also ein anderes Switch dass es besser klingt?

Und Netzwerkkabel ob Cat 7 oder Cat 5, innerhalb der Klassen grosse Unterschiede. Klang von zu grell und spitz bis wunderbar körperhaft und sanft. Da ist man dann aber schon bei einem Sommer Excelsior CAT 7. Dagegen spielt alles was ich bisher verglichen habe blutleer und kalt. Selbst die Länge spielt da eine Rolle, je kürzer je besser.

Gruß Bert
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Beitragvon Hans-Martin » 19.01.2014, 13:04

spf hat geschrieben:wenn Du mit Gazetten die üblichen Haient-Schwurbelblätter meinst - dann kannst Du dir recht sicher sein, dass keiner der "Autoren" eine Zeile des "Tests" ohne die finanziell üppige Zuwendung des Herstellers geschrieben hat :D ... das ist 100% ausnahmslos pures Marketing. Dieser Schreiberei kann man praktisch keinen inhaltlichen Mehrwert abringen. Den Tests zu urteilen, hören die Kollegen dort auch mit welcher Geschwindigkeit das Gras wächst.

Hallo Stephan

Ich würde es begrüßen, wenn du Belege dafür beibringen könntest, für "recht sicher" und "100% ausnahmslos" "keinerlei inhaltlichen Mehrwert". Markige Worte mit viel mitternächtlichem Stammtisch-Agout.

Zum Thema USB Kabel habe ich schon mehrfach mit Bekannten an heimischen Anlagen und im Studio Blindtests durchgeführt. (Im übrigen lachen sich die meisten Studioleute über sowas kaputt). Nun denn - das Ergebnis ist immer gleich. Im Blindtest hört man genau null Unterschiede. Treffer für billig / teure Kabel sind purer Zufall.

Gibt es da Statistiken, wieviele sich schon kaputtgelacht haben?

Es gibt messtechnische Unterschiede im Eyepattern, die mit Klangunterschieden in Verbindung gebracht werden können. Das wurde zwar in einem britischen HiFi-Magazin 2013 geschrieben, über dessen Bestechlichkeit hierzulande kaum diskutiert wird, aber die Messgraphen sprechen eine eigene und deutliche Sprache.

Gert hat einen Jittermonitor gebaut, mit dem man Kabelunterschiede auf andere Weise hörbar machen kann.

Auch hier im Forum gibt es ja einige die diverse Kabelunterschiede hören können. Da kann ja jeder gerne investieren was er mag, ich halte das für pure Einbildung :)

Diejenigen, die die Unterschiede hören, sind überzeugt, dies sei keine Einbildung.

Welche Eigenschaften der Kabel, Parameter, Material, Länge, usw. zu welchen hörbaren Auswirkungen führen, kann letztlich nur der Hörvergleich zeigen, zielführende Beiträge können nur die Hörer liefern, die meinen, sicher Unterschiede zu erkennen, das liegt in der Natur der Sache.

Anderen zu unterstellen, sie wären Opfer purer Einbildung, halte ich für eine Unverschämtheit, der ich in bester Stammtischmanier entschieden entgegentrete.

Grüße Hans-Martin
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