Unterschiede bei USB-Kabeln?

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon h0e » 12.03.2015, 12:11

Hallo Christian,

hast Du mal statt "Unsummen" in USB Kabel zu investieren über einen DDC (z.B. Mutec) nachgedacht oder gar getestet? Nicht, dass man mit DDC auf Kabel verzichten könnte ...

... aber 1500 Euronen sind doch viel Geld, vor allem wenn man bedenkt, dass Dein Wandler eigentlich Dein M6 CD Spieler ist, oder habe ich da was überlesen? Mir drängt sich hier der Verdacht auf, dass das Projekt etwas in Schieflage gerät und das Geld an anderer Stelle evtl. effektiver investiert wäre.

Grüße Jürgen
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Beitragvon alexfra » 12.03.2015, 12:58

Hallo Jürgen,

wenn ich solche Diskussionen lese, kommt mir immer der gleiche Gedanke.
Wenn alles an der Anlage und dem Hörraum (!) optimiert ist, mach ich mir vielleicht auch Gedanken über Kabel, die so viel Geld kosten. Bis dahin investiere ich lieber in Streamer, DACs, Convolver, Lautsprecher oder eben in Basotec :wink: UND natürlich in Software (MUSIK).
Aber jeder geht die Sache eben anders an.


Grüße
Alex
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Beitragvon llucki » 12.03.2015, 13:52

Hallo zusammen,

also meine Erfahrung ist, dass ordentliche Kabel erforderlich sind, damit die Geräte ihr Potenzial ausspielen können. Das gilt ganz besonders für die Anbindung von Quellen, analog, wie digital. Aber auch an allen anderen Stellen.

Ich habe meine Geräte so angeordnet, dass bei dem besonders kostspieligen USB-Kabel ein Meter ausreicht. Aber wenn es Gründe gibt, hier eine längere Strecke zu überbrücken, dann kommen solche Beträge zustande, das erscheint mir plausibel.

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon alexfra » 12.03.2015, 13:57

Ich gebe dir Recht, dass es vernünftige Kabel sein sollten. Wenn ein Kabel aber 50% des Gerätepreises ausmacht, das damit angeschlossenen werden soll, stimmen die Relationen meiner Meinung nach nicht. Da würde ich lieber mehr Geld in das Gerät investieren, was höchstwahrscheinlich förderlicher für den Klang ist. So halte ich es jedenfalls. Entsprechend kommt für mich kein Kabel für über 1000€ in Frage. Wenn die Geräte bei 10.000€ liegen, mag es anders sein.

Grüße
Alex
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Beitragvon audiokarl » 12.03.2015, 13:59

Deswegen habe ich mein hochwertigeres USB Kabel am Kopfhörerrack hängen. Da, geschuldet der unglaublichen Analytik eines hochwertigen Kopfhörers, sind meine "Top Komponenten" verbaut. An der LS Anlage, die jetzt auch nicht gerade Schrott ist glaube ich, für manches was ich getestet habe weiß ich es, das eben nicht zu hören.

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Beitragvon llucki » 12.03.2015, 14:06

Hallo Alex,

ich weiß nicht, ob die Relation eine Rolle spielt, wenn das Gesamtergebnis stimmt, denn darauf kommt es doch letztlich an, oder nicht? Nicht der Dreisatz, sondern die Ohren entscheiden hier, würde ich jedenfalls meinen.

EDIT:
Als Richtlinie kann man eine Verhältnismäßigkeit hernehmen, in viele Fällen stimmt das sicher auch, in manchen Fällen aber auch nicht. Gerade beim USB-Kabel habe ich mal ein erstaunliches Ergebnis mit einem unverhältnismäßig teuren Model erreicht. Ganz fremd ist mir dieser Sachverhalt nicht.

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon h0e » 12.03.2015, 14:35

Hallo,

ich wollte keine grundsätzliche Kebldiskussion, denn ich bin schonn auch der Meinung, dass Kabel einen Unterscheid machen können (, auch wenn bei mir USB keine Rolle spielt). Ich fand nur, dass 1500 EUR für USB bei einem CD/DAC für ca. 2500 evtl. die falsche Stellschraube sein könnte. Es ist aber möglich, dass in Christians Kette hier die beste Investitionstelle ist und ich wollte wissen, ob er andere Ansätze verfolgt bzw. getestet hat.

Grüße Jürgen
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Beitragvon Fujak » 12.03.2015, 15:13

Hallo zusammen,

ich finde auch, dass USB- Kabel (wie alle anderen Kabel) immer in einem angemessenen Verhältnis von Preis und Klangqualität zum Rest der Anlage stehen sollten. Doch ob das ein Verhältnis 1:10 oder 1:3 oder gar 1:2 ist, da hat jeder eine andere Präferenzen.

Ich persönlich gehe von der Annahme aus, dass man Klangeinbußen frühestmöhglich vermeiden sollte. Insofern liegt das USB-Kabel m.E. vor dem DAC mit höherer Priorität, die Quelle (Audio-PC, Streamer) vor dem USB-Kabel, die Stromversorgung der Quelle noch davor u.s.w.

Grundsätzlich überlege ich bei Anschaffungen immer, ob ich mit meiner Investition tatsächlich das beste IKV* erziele.

Wenn es von der Anordnung des Setup unumgänglich ist, per USB eine so große Kabelstrecke zu überbrücken wie bei Christian, dann hat man es immer auch mit dem Sachverhalt zu tun, dass ab einer Länge von 1m aufwärts die meisten USB-Kabel zunehmend schlechter klingen. Da kann ich mir schon vorstellen, dass ein Audioquest Diamond (welches ich schon in einigen Anlagen gehört habe) auf die Länge von 5m einen so großen Unterschied macht, dass er durchaus der preislichen Größenordnung eines DACs zwischen 2.500,- Euro und einem DAC von 4.000,- Euro entspricht (allerdings wahrscheinlich nicht einem Unterschied zwischen einem DAC von 500,- Euro zu einem DAC von 2.000,- Euro).

Oder um es in einer anderen Gerätekategorie auszudrücken: Ein hochwertiges Kabel wie das Audioquest Diamond kann je nach Länge durchaus einen klanglichen Unterschied zu einem preiswerten Standardkabel herstellen, wie zwei kaskadierte Mutec MC-3 + (ca. 1.400,- €) hinter dem DDC. Klar: Audioquest Diamond plus zwei Mutec MC-3+ generieren möglicherweise noch besseren Klang. Dem Optimierungsoverkill sind (fast) keine Grenzen gesetzt...

Grüße
Fujak

* IKV=Investitions-Klanggewinn-Verhältnis
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Beitragvon Gionni » 12.03.2015, 17:22

Wenn ich das so lese dann wird eine direkte verbindung ohne usb kabel von pc (pcie usb karte) und dac den klanghimmel öffnen :) diese maßnahme habe ich schon länger vor :D
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Beitragvon llucki » 12.03.2015, 17:53

Anfangs habe ich das tatsächlich mal gehabt: mit dem AudioQuest DragonFly im USB-Stick-Format. Gemessen an Preis und Baugröße war das wirklich gut! :D
Auffälligster Mangel lag im schwachen Grundton, was vermutlich der Baugröße geschuldet war. Also doch nix Himmel... :(
Und analog von da weg mit 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker ist auch schwierig.

Alternativ muss eben doch ein USB-Kabel in adäquater Qualität her. In Summe teurer, aber auch besser. Das ist wohl leider so.
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Beitragvon Fujak » 12.03.2015, 20:16

Hallo Gio,

gerade die "integrierte Lösung" unter dem PC-Gehäuse, die zunächst teure USB-Kabel erspart, ist besonders anfällig für Jitter und kann klanglich nicht mit externen modularen Lösungen mithalten. Ein guter externer DDC mit eigener (sauberer) Stromversorgung beispielsweise ist ein hervorragendes Bollwerk gegen den größten Teil des Störumfeldes eines PCs. So zumindest meine Erfahrungen.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Tinitus » 12.03.2015, 20:37

Hallo,

mag leicht off topic sein, aber mich beschäftigt die Frage, warum DDC. Die damit verbundene Möglichkeit zur galvanischen Trennung mit ihren Vorteilen (der Elektro-Dreck des Audio PC muss draußen bleiben) sehe ich ja, allerdings geht beim Umwandeln in SPDIF das beste an USB asynchron verloren, die Tatsache, dass der DAC sich die Häppchen genau so kommen lässt, wie er sie verdauen kann. Macht sich der Verlust der Taktung durch den DAC nicht klanglich bemerkbar?

Gruß

Uwe
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Beitragvon Fujak » 12.03.2015, 20:57

Hallo Uwe,

das Konstruktionsmerkmal asynchrone Anbindung sagt (entgegen mancher Marketingaussagen) zunächst noch nichts über Über- oder Unterlegenheit gegenüber SPDIF aus. Ganz entscheidend ist hier die USB-Stufe des DAC. Wenn die nicht wirklich hochwertig ausgelegt ist, dann klingt ein guter DDC (z.B. der Mutec MC-1.2) mit seinem SPDIF-Ausgang deutlich besser als USB. Selbst bei meinem Master 7 mit seiner USB-Platine (siehe: viewtopic.php?f=23&t=4451&start=0) ist eine Kombination von DDC und SPDIF-Eingang klanglich überlegen.

Seit einiger Zeit ist auch die Wandlung von USB auf I²S im Kommen, hier wird der klangliche Abstand zum direkten USB-Input nochmal größer.

Grüße
Fujak
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Beitragvon taggart » 12.03.2015, 23:10

Fujak hat geschrieben:gerade die "integrierte Lösung" unter dem PC-Gehäuse, die zunächst teure USB-Kabel erspart, ist besonders anfällig für Jitter und kann klanglich nicht mit externen modularen Lösungen mithalten. Ein guter externer DDC mit eigener (sauberer) Stromversorgung beispielsweise ist ein hervorragendes Bollwerk gegen den größten Teil des Störumfeldes eines PCs. So zumindest meine Erfahrungen.

Hallo Fujak,
so pauschal lässt sich das m.M.n. nicht sagen. Ich habe verschiedene Mainboards, DDCs, DACs, Netzteile mit Trafo und Spannungsregulatoren immer wieder mal unterschiedlich - und dabei auch offen, ungeschirmt und dicht beieinander liegend - angeordnet.

Erwartet hätte ich dabei, was du auch sagst, nur ist es bei meinen Versuchen eigentlich nie tatsächlich eingetreten.

Auch sagt die klangliche Güte von Horsts Audio PC doch eigentlich etwas anderes, oder?

Gruß, Christoph
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Beitragvon Gionni » 13.03.2015, 01:34

Fujak hat geschrieben:Hallo Gio,

gerade die "integrierte Lösung" unter dem PC-Gehäuse, die zunächst teure USB-Kabel erspart, ist besonders anfällig für Jitter und kann klanglich nicht mit externen modularen Lösungen mithalten. Ein guter externer DDC mit eigener (sauberer) Stromversorgung beispielsweise ist ein hervorragendes Bollwerk gegen den größten Teil des Störumfeldes eines PCs. So zumindest meine Erfahrungen.

Grüße
Fujak


Hallo Fujak,

Seitens des pcs ist alles sauber, meine pcie usb karte ist von der mainboard versorgung entkoppelt.
Hinzu kommt noch das ich nur die d+ d- leitung brauche .

Ich denke das kommt auf das jeweilige setup an, in den meisten fällen wird es aber so sein wie du es schilderst.

Gruß
Gio
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