Neuer Audio-Codec: Meridian MQA

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon pschelbert » 14.03.2017, 09:29

Hallo Udo

die hohe Qialität beim Streaming haben ich schon, aus Konsumersicht also kein Bedarf.

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Beitragvon Matty » 19.03.2017, 18:01

Es gibt ein neues Statement von highresaudio.com auf Facebook:

highresaudio.com hat geschrieben:Breaking News: The MQA albums that we currently offer are all „MQA-Authenticated“. That means, that we know the origin of the studio master and all files have passed our strict and professional quality control process in order to guaranteed YOU genuine and native Studio Masters.
These MQA albums will remain in our online store. All others that we can’t check and verify its source, we will not offer.
As soon as we have an MQA encoder and quality control software to analysis the MQA encodes, we will offer MQA again. This is something that we are very peculiar and exceptional about - in your interest. Especially if you pay hard earned money.
Also, MQA has to clarify and adjust its marketing. We still haven't received any feedback from MQA about our MQA analysis paper -which is a very pour statement and not acceptable. We are truly very disappointed about the state of this issue!
We are in a very sensible and delicate niche music market. Over the past seven years we have established a very good market position, created a new business for the music industry and artists and customers that cherish the best audible sound reproduction. We moved the music and HiFi-industry into a new business domain, with very little support from anyone. Our USP is that we guarantee (and this is not just said and done) your customers, nothing but the true, native and original source. We can analysis and verify any other audio codec (with MusicScope even DSD and DXD). For MQA is nothing available to assure that the customer is getting our „promise“. We are in the first and front row, selling music and technology to a new and established customer, that truly expects nothing but the real thing!
Selling HighResAudio files requires so much dedicated and detailed work prior in selling (download / streaming) the music. This time needs to be invested by qualified audio engineers and a team that understands the total reproduction path. An extensive quality control is therefore a „must-have“ and needs to be in place to fulfill the „promise“. Which we do!
Best regards and thank you for your custom and understanding.


Statement von highresaudio.com auf Facebook
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Beitragvon pschelbert » 19.03.2017, 19:08

Hallo

da ja die Qualität eh tiefer ist als wir schon haben, spielt das weniger eine Rolle, just ignore MQA würde ich da mal sagen und kaufen HigHRes in PCM, da weiss man was man hat.

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Beitragvon Juergen192 » 27.04.2017, 21:59

Hallo,
das Thema lebt noch. Interessanter Bericht, beide Teile anzuschauen lohnt:

http://www.hifistatement.net/grundlagen ... cht-teil-1
http://www.hifistatement.net/grundlagen ... cht-teil-2

Mit freundlichem Gruße
Jürgen
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Beitragvon Matty » 27.04.2017, 22:59

Und noch ein Artikel - auch verlinkt auf der Facebook-Seite von highresaudio.com:

MQA: the lossy codec no end user asked for or needs.

Es bleibt spannend :mrgreen:
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Beitragvon pschelbert » 28.04.2017, 00:03

Hallo

and der HighEnd2017 in München gibt Bob Stuart einen Vortrag, im Forum.
Der Artikel da ist ja der Hit: Hatten wir ja auch schon, ein Produkt das nichts nützt und kein Mensch danach fragt... :)

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MQA 2018

Beitragvon never » 04.03.2018, 21:07

Hallo zusammen,

wer die Entwicklung der MQA-Technologie in den letzten Jahren verfolgt hat, musste dabei unweigerlich auch auf etliche der sich damit befassenden Threads auf der Plattform https://www.computeraudiophile.com/ landen. Alle Diskussionen verfolgen zu wollen, wäre ein Ganztagsjob gewesen, denn der aktuell umfangreichste Thread dort weist inzwischen an die 8000 (achttausend) Beiträge zum Thema MQA auf.

Nicht alles hat dem Erkenntniszugewinn dienen können, doch aufgrund technisch fundierter Analysen von einigen Forenten mit dem notwendigen Fachwissen auf diesem Gebiet hat sich im Laufe der Zeit ein weitgehend gesicherter Fundus an Fakten und daraus ableitbaren Annahmen ergeben.

Chris Connaker hat dafür gesorgt, dass das Thema MQA sein Forum nicht zerrissen hat und dass alle Seiten dort ihre Ansichten präsentieren konnten, Kritiker ebenso wie die MQA-Führung und prominente Stimmen aus der HiFi-Presse oder dem Hardware-Sektor.

Inzwischen gibt es eine Zusammenfassung und Bewertung all dessen, was lange Zeit umstritten oder unklar war. Im Vorwort des umfangreichen Texts weist Chris Connaker u.a. darauf hin:

“Editor's Note 1: MQA ltd was sent a copy of this article several days prior to the scheduled publication date. The company requested a phone conversation, which took place earlier this week. MQA was encouraged to write a response for inclusion with the article below, but it respectfully decline to submit a formal response
Editor's Note 3: The technical assertions made in this article have been thoroughly checked by independent engineers, both in and out of the audio industry. To the best of our knowledge everything technical in this article is factually correct and may be duplicated at any time by anyone with the requisite skills.”

https://www.computeraudiophile.com/ca/r ... ions-r701/

Der Artikel selber wurde von Archimago, einem absolut seriösen und hoch angesehenen Blogger geschrieben und setzt folgende Schwerpunkte:
“Although there are likely other factors involved, let us focus on three major areas of contention:
1. MQA takes aim at a foundational level positing itself as a viable and “desirable” format.
2. MQA tries to position itself as sounding “better” than what we currently have.
3. MQA over-reaches the role of a traditional data format and aims to be a “philosophy” with DRM concerns. “

Archimago geht mit dem Thema sehr sachbezogen um und vermeidet billige rhetorische Plattitüden. Seine kritische Sichtweise wird nachvollziehbar begründet, ohne dabei rechthaberisch zu wirken.

Sehr empfehlenswert!

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon luebeck » 05.03.2018, 12:51

Hallo Udo,
wirklich sehr empfehlenswert. Vielen Dank!
Verfolge diese Diskussion auch schon länger. Es "riecht" so etwas nach dem Versuch der Musikindustrie aus den alten Schätzen ihrer Archive ein weiteres Mal Profit zu schlagen. So wie in den 1960ern mit Stereoversionen der Mono-Aufnahmen, später dann CD...
Und die echten Masterfiles dann gar nicht mehr oder sehr teuer zu verkaufen. Wäre nicht schön.
Aber was ist, wenn es über einen MQA-DAC wirklich besser, realistischer klingt?
Hat hier schon jemand seine Anlage mit HiRes-Files gegen einen MQA-Dac mit originärem MQA-Material antreten lassen?
Ich war vor ca. 20 Jahren auch der Meinung, dass alle CD-Player ab einem bestimmten Level, so 1500 DM, irgendwie alle gleich klingen. Bis ein Hörvergleich mit einem Meridian CD-Player mich eines besseren belehrte. Vielleicht haben die Leute um Bob Stuart, was die Signalverarbeitung angeht, mal wieder die Nase vorn?
Es gibt einige Berichte, auch von seriösen Leuten, die mich nachdenklich stimmen, in etwa so:
"I have to say I've never heard anything like it. In fact, after listening to many demos of very extensive stuff over the years, I've never heard a system that approaches the sheer scale, soundstage, reality and musicality of that system. It was emotionally overwhelming, totally engrossing - simply, hauntingly, beautiful"
Ich würde so einen Vergleich gern mit eigenen Ohren machen und dann entscheiden.
Hat jemand Ideen wie man an originäres MQA-Material kommt zum Vergleich mit den üblichen Formaten?
2L.no bietet viel, aber wohl alles in DXD aufgezeichnet. Habe 2L deswegen auch angeschrieben.
Und hat jemand Erfahrungen mit einem MQA-fähigen DAC?
Schöne Grüße
Günter
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Beitragvon uli.brueggemann » 05.03.2018, 13:14

luebeck hat geschrieben:Aber was ist, wenn es über einen MQA-DAC wirklich besser, realistischer klingt?

Nun, der Archimago Artikel verweist ja auch auf das Thema Vergleichstests. Da scheint MQA nicht wirklich besser abzuschneiden.
Dennoch, gesetzt den Fall, dass doch. Dazu eine steile Hypothese:
ein normaler DAC bekommt die Daten gestreamt per spdif, USB, AoIP. Im Prinzip wird daraus I2S gebildet und es erfolgt die Wandlung.
Bei MQA kommen die Daten ebenso an, müssen aber noch prozessiert werden, sprich dekodiert etc. Erst dann geht es ins I2S und den DAC.
Nun wird/wurde hier im Forum (und auch woanders) ja schon reichlichst über die Qualität der Übertragung diskutiert. Und all die Maßnahmen die das verbessern, z.B. Reclocking etc.pp. Bei MQA hängt nun noch das Processing dazwischen und damit ändert sich das Ganze gewaltig. In gewisser Hinsicht könnte das Processing die DA-Wandlung von der Übertragung genauso entkoppeln wie es die
Fujak hat geschrieben:freilaufende Clock bei Dante

tut. Dann könnten sich hieraus ja durchaus positive Effekte bemerkbar machen. Wäre doch krass, oder? :)

luebeck hat geschrieben:2L.no bietet viel, aber wohl alles in DXD aufgezeichnet. Habe 2L deswegen auch angeschrieben.

Siehe doch http://www.2l.no/hires/index.html, da gibt es genügend Vergleichsformate

Grüsse
Uli
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Beitragvon luebeck » 05.03.2018, 14:44

Danke Uli für die Rückmeldung.
Der Link zu 2L.no führt zu Übersicht der Testfiles, aber in der Spalte ganz rechts steht fast durchgängig Originalformat DXD.
Besser wäre wohl Material, was direkt mit einem MQA-zertifiziertem ADC aufgezeichnet wurde.
Schöne Grüße
Günter
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Beitragvon uli.brueggemann » 05.03.2018, 15:30

Günter,

es macht vielleicht Sinn, sich einmal den Brooklyn ADC anzuschauen, die Webseite sagt hierzu
Brooklyn ADC is the first commercially available ADC to feature built in MQA Kernel (TM) to be used for mastering to MQA streaming format.

Ein Blick in dessen Manual verrät:
MQA can pack up the information from a lossless 24-bit 192kHz PCM file into the sort of space needed
for a 24-bit / 44.1KHz stream. In practice, MQA is delivered to listeners as a typical lossless file, such
as FLAC or Apple Lossless at 44kHz or 48kHz at 24 bits.

Demzufolge ist das Ausgangsmaterial schlichtweg ein 192/24 Material.
Welches dann auf der 2L Webseite vorliegt. Dagegen ist dann die MQA Wiedergabe zu vergleichen.

Im übrigen erscheint es mir erhellend mal nach MQA DAC und dann nach MQA ADC zu googeln.

Grüsse
Uli
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Beitragvon never » 05.03.2018, 18:29

Hallo Günter,

MQA soll Masterqualität bringen – leider kann das auch ein beliebiger „Master“ aus der Geschichte einer Aufnahme sein und dürfte zur Zeit noch nicht bedeuten, dass die Rechtebesitzer jetzt schon ihre „Kronjuwelen“, also den allerersten Master einer Aufnahme, fast zum Nulltarif weggeben.

Ich habe bislang nur MQA-Aufnahmen über TIDAL und die dort gebotene Softwaredekodierung gehört, d.h. laut MQA-Sprachregelung ist das noch nicht die volle Qualitätsstufe, die man auf diese Weise zu hören bekommt.

Ob MQA oder nicht MQA war bei solchen Hörvergleichen nicht wirklich das entscheidende Merkmal: Wenn man z.B. andere Plattformen mit Streaming in CD-Qualität einbezieht, scheint viel Hörspaß eher durch den verwendeten Master ins Spiel zu kommen und MQA bei TIDAL kann bisweilen noch einen Hauch mehr Qualität bringen, wenn denn ein guter Master die Grundlage war.

Bisweilen aber war MQA auch hörbar schlechter.

Ich beschränke mich hier auf simpelste Feststellungen ohne detaillierte Soundbeschreibungen, da ich nur kurz mein bisheriges Fazit wiedergeben möchte. Was mir bei anderen Berichten über Hörerlebnisse mit MQA auffiel, war zwar gelegentliche Euphorie, aber insgesamt keine Euphorie in statistisch signifikanter Größenordnung …

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon StreamFidelity » 05.03.2018, 18:37

Hallo Günter,

ich finde es gut, dass Du Dich gegenüber MQA offen verhältst. Ich möchte auch selbst entscheiden können, ob MQA eine Klangverbesserung für mich persönlich darstellt oder nicht. Meiner Ansicht nach sind es überwiegend politische Diskussionen, die da ablaufen.

Was bringt MQA? Da scheiden sich die Geister. Unstrittig ist aber die gegenüber der CD höhere Auflösung. Recht gut ist das hier erklärt: MQA Decoding Explained Michael Lavorgna | Jan 11, 2017

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Eines der Gründe, warum sich gestreamte MQA-Dateien schon heute für mich besser anhören. Es liegt an der höheren Auflösung und evtl. an der Mastering-Version, womit Meridian gerne wirbt. Ein Versionsvergleich ist mit Tidal gut möglich

Irgendwo habe ich gelesen, das Tonstudios sowieso meistens bis 24/96 gehen und damit die MQA-Alben ohne Abstriche softwareseitig gehört werden können. Wer mehr haben möchte, muss erstmal höher auflösende Dateien finden und nutzt einen MQA-zertifizierten DAC. Aber wahrscheinlich nutzt dieser Liebhaberkreis lieber die Original-Datei. :wink:

Grüße Gabriel
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Beitragvon luebeck » 05.03.2018, 21:43

Vielen Dank für die Rückmeldungen!
Weiteres Lesen bestärkt mich darin, dass man sich die Wiedergabe über MQA wohl selbst anhören muß.
Übrigens sind in Stereophile Ausgabe Januar und Februar 2018 durchaus positive, technisch fundierte Informationen von Jim Austin zu lesen, z.B. über die verbesserte Impulswiedergabe.
https://www.stereophile.com/content/mqa-tested-part-1
https://www.stereophile.com/content/mqa ... art-2-fold
Hier noch ein Text von John Atkinson zum Thema:
https://www.stereophile.com/content/mqa ... s-examined
Schöne Grüße
Günter
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Beitragvon Diskus_GL » 05.03.2018, 22:38

Hallo,

interessant wäre ein Vergleich von MQA-Dateien mit "normalen" Dateien, die mit einem NOS-DAC wiedergegeben werden.
Die bisherigen Hörberichte - auch die in der Stereophile - erinnern mich stark an die Unterschiede von DACs mit ausgeprägtem Pre- und Postringing und DACs ohne Ringing (NOS-DACs).
Ich vermute, die Art des Filters (wie ja in der Stereophiele gut beschrieben) und die daraus folgende geringere Signalveränderung haben einen nicht unerheblichen Anteil an den Klanglichen Unterschieden.

Grüße Joachim
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