Neuer Audio-Codec: Meridian MQA

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon Audiophiles-HiFi » 06.03.2018, 13:52

Nunja, eigentlich ist die MQA Technik doch im wesentlichen bekannt und erklärt.
Vergleichbar zur HDCD,
wo in gegebener Bittiefe/Samplingfrequenz/Auflösung in den letzten Bits spezielle Infos reinkodiert sind, wofür im Fall der HDCD der HDCD-Dekoder, bei MQA eben ein MQA-Dekoder nötig ist.
Spielt man die Dateien oder Streams ohne Dekoder ab und schickt sie simpel in einen (herkömmlichen) DAC, ertönt trotzdem erstaunlich gute Musik, da ja bei der HDCD dann nur 15 bit der 16 der CD genutzt werden und das 16. bit ein Rauschen zur Musik hinzufügt, da das 16. bit digitale Infos der HDCD enthält, die es ermöglichen sollen bei Dekodierung bis zu 20 bit Auflösung zu erzielen.
Wobei bereits bei der HDCD das praktische Paradoxon auftritt, daß das Rauschen des 16. Bit, also die reduktion zu nur 15 Bit, trotzdem für eine übergroße Mehrheit der Hörer perfekt ist, sie sogar ohne HDCD-Dekoder denken "HDCD klingt toll", ja mit nur 15 Bit plus 16-Bit-Rauschen...

Ich hab das hier mal anhand der HDCD beschrieben, damit man bei MQA die Analogie des Verfahrens sieht, verlustbehaftete Dateninfos in das oder die letzten signifikanten Bits zu enkodieren, damit ein passender Dekoder aus diesen letzten Bits mehr Auflösung herausholt, als eigentlich im natürlichen Format stecken kann, aber - nicht zu vergessen - natürlich enthält weder die HDCD echte volle 20 Bit Auflösung in den 16 Bit der CD, noch kann MQA mittels des ähnlichen Verfahrens eine originale 24 Bit 192 kHz Musik identisch reproduzieren.
HDCD, MQA sind jeweilig näherungsweise verlust- und damit kompromißbehaftete verfahren, um bei einer gegebenen Datenrate etwas mehr an Auflösung herauszuholen.
Da die mathematischen Gesetze zur Digital- und Nachritentechnik weder durch HDCD, noch MQA, neu geschrieben werden, sind keine Wunder zu erwarten, gehörte Unterschide eher am verwendeten Master zu suchen.
Eine entsprechende echte 24-192 oder 24-96 Musik ist eben immer das Original, ein MQA nur eine näherungsweise Kopie, die als Kompromiß von der Dateigröße respektive Datenrate kleiner ist.

Deshalb ist der Aspekt von Diskus_GL, Joachim, in jedem Fall äußerst beachtenswert, sonst machen Vergleiche von MQA mit einem entsprechenden Original 24-192 z.B. keinen Sinn.

Die Wahl des DAC, wie hier einige im Forum oft ausprobiert haben, sogar die Art des digitalen Datenstroms bis in den DAC, Stromversorgung des DAC, last but not least der Analogteil hinter dem DAC, also die analoge Seite des DA, haben bereits hörbare Auswirkungen, mit hochauflösenden Anlagen sind dann bereits Differenzen von verschiedenen DACs hörbar, und eben auch die Art der Filterung ein und desselben DACs.

Da im Musikkaufbereich, Blu-Ray oder Download von 24-96 oder 24-192 PCM, der Festplattenplatz o.ä. keine große Rolle mehr spielt, wenn es um solche Qualität geht, ist MQA ziemlich obsolet.
Im Streaming mag es anders aussehen, theoretisch. Da mögen Serverkapazitäten und Datenverkehr die positive Seite des Kompromisses MQA, der Kompromiß MQA besteht ja im Handel zwischen Platz/Datenrate zum Verzicht auf originale Qualität.
Ob jedoch der Käufer, der für hochqualitatives Streaming mehr zahlen muß und will, dann aber einen Kompromiß akzeptiert?

Hinzu käme eine Aufrüstung von Software/Hardware, ggf. unter Verzicht auf individuelle optimale digitale Nachbearbeitung, Stichwort Raumkorrektur.
U.U. ist eine hochwertige Raumkorrektur a la Trinnov oder Acourate insgesamt beachtenswerter, als eventuelle kleine klangliche Vorteile eines kompromißbehafteten Sonderformats MQA, vorausgesetzt gleiches Mastering zur CD oder direkt eine entsprechende 24-96 oder 24-192 Version.

Zuletzt landet man bei der Begutachtung der gehörten Qualität also eher bei der Quelle, also welche Qualität hat das Master/remaster, z.B. komprimiert (Loudness-War z.B.) oder nicht.
Und wie eingangs beschrieben, die Abspielkette, inkl. DAC und Filtern usw.

Wer also auch nur einen Bruchteil des Aufwands fürs qualitative Musikhören betreibt wie einige von uns hier, wird nicht an einem Euro sparen wollen bei der gehörten Musik, sparen an einer Festplatte, sparen an der Streaming-Qualität.

Es gibt natürlich interessierte Seiten, die einen Nutzen an MQA haben, cui bono ?!
Meridian, dazu bestimmte Firmen der Musikindustrie, bietet MQA doch eine weitere Möglichkeit, die bekannte Musik nochmals zu verkaufen. MQA ist wohl brauchbar als eine Art von Kopierschutz, es würden "royalties" o.ä. fließen für die Nutzung, Lizenzierung des Verfahrens, für Software, Hardware.

Es wundert mich, daß soviel Gehirnschmalz in eine Neuauflage der HDCD gesteckt wird. Die HDCD hatte auch soviel versprochen, aber letztendlich war es den meisten Musikhörern egal, welche Kürzel auf der CD-Hülle gedruckt waren.
Wenn wir hier über die Differenzen von guter CD 16-44,1 zu 24-96 , 24-192 , SACD , MQA diskutieren, hören vermutlich 98% der menschheit einfach mp3 vom Smartphone, spotify, youtube, also bestenfalls mp4, Datenraten von 128 kbit/s gelten da schon als "gut" !
Und 200-300 kbit/s bereits als sehr gut, nach dem Motto: "mehr braucht man nicht".
Nur als Vergleich, die CD mit 16-44,1 als flac gepackt würde zwischen 700-900, 1000 kbit/s liegen.
24-96 bei ca. 2400 kbit/s, 24-192 um die 5000 kbit/s, nur um Größenordnungen einzuschätzen.

Im Heimnetzwerk lassen sich 24-192 übrigens problemlos (als flac) vom server zum DAC über Wlan streamen, wenn das Wlan brauchbar installiert ist, da reicht das alte 54 Mbit Protokoll, kein neues High-tech erforderlich.

Also die ketzerische Frage wozu MQA ?
Der Hauptsinn würde eben im Streaming aus dem Internet dienen, um leider als Ergebnis trotzdem nur einen klanglichen Kompromiß zugunsten von etwas gesparter Datenrate zu erhalten.

Die Musikfreunde, die ich kenne, hören durchaus in youtube oder spotify hinein, um aber dann bei Interesse die CD, Blu-Ray, (DVD), oder oft auch Vinyl zu kaufen, desgleichen bei Konzerten von Bands.
Aber ob auch nur einer sich mit MQA befassen würde, ihre bereits mehr oder minder hochwertigen Geräte ersetzen für diesen Sonderfall?
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Beitragvon luebeck » 06.03.2018, 15:09

Hallo Georg,
wenn der Mensch ein durchgängig rationales Wesen wäre, würde ich deiner Argumentation sofort zustimmen.
Meiner Erfahrung nach spielen aber viele weiche Faktoren mit wenn es um das Wohlgefallen einer Musikwiedergabe geht.
Vor 20 Jahren hätte kaum jemand auf ein Comeback der Schallplattenwiedergabe gesetzt.
Und viele Musikliebhaber bevorzugen Musik von einer Anlage mit Röhren im Signalweg.
Ist rational schwer zu erklären.
Ob MQA sich durchsetzen wird muß man abwarten.
Aber Anhören im Vergleich zur üblichen Digitalwiedergabe kann meiner Meinung nach nicht schaden.
Schöne Grüße
Günter
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Beitragvon never » 06.03.2018, 16:34

Hallo zusammen,

vor fast genau einem Jahr hatte ich hier im Thread u.a. geschrieben:

„Zur Zeit fällt es aber wieder sehr schwer, eine klare Prognose abzugeben. MQA hat inzwischen mit einigen der global agierenden Tonträgerriesen vertragliche Beziehungen aufgenommen, deren Umfang aber noch nicht klar ist. Gleichzeitig verkündet die Tonträgerindustrie, tatsächlich Kurs in Richtung Streaming auf high-res Niveau nehmen zu wollen, wobei allerdings ebenfalls unklar ist, ob MQA dabei eine unverzichtbare Rolle spielen soll oder spielen wird. Und einige Streaming-Portale, darunter auch Spotify, kündigen eine Aufrüstung auf CD-Niveau an. Wiederum noch unklar, ob MQA dabei eine Rolle spielen wird.

Schaut man auf TIDAL und die Beteiligung durch SPRINT, dann scheint der Streamingmarkt ein Weg in Richtung Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Telekommunikationsanbietern zu sein. Ob es demnächst neben MQA noch andere Alternativen für diese technische Aufrüstung bei den Streaminganbietern geben könnte, entzieht sich meiner Kenntnis.

Für den Nutzer von Streamingangeboten könnte, wie Ralf auch andeutete, MQA einen Qualitätsschub auf breiter Front bedeuten. Da hier eindeutig der Massenmarkt im Mittelpunkt steht, muss auch die Preispolitik eine andere sein als bei den bekannten Hochpreisdownloadanbietern. Leider werden diese positiven Anzeichen massiv getrübt durch die diversen Probleme, die eine Bindung an MQA für Hardware-Hersteller bedeuten kann. Dass der Endverbraucher ebenfalls einige erhebliche Einschränkungen bei der Nutzung seiner Anlage erleben kann, ist leider beim gegenwärtigen Stand der Entwicklung ebenfalls bekannt. Auf eine detaillierte Auflistung des gesamten Katalogs von Negativaspekten verzichte ich an dieser Stelle …“

viewtopic.php?p=134029#p134029

Ich empfehle auch ein Jahr später, in MQA einen Ansatz für den Massenmarkt zu sehen, nicht aber in erster Linie ein Experimentierfeld für den hochpreiswilligen Highender!

Wenn man sich an die Anfangszeiten von Bob Stuarts Vorgehen am Markt erinnert, dass z.B. schon damals um Massenvermarkter wie z.B. „Saturn“ geworben wurde, dass man schon immer die Bedeutung von Streaming-Plattformen als die klar erfolgversprechendste Variante zur Profitmaximierung im Massenmarkt der Tonträger sah, oder wenn man den Trend zur Vernetzung bei internetfähiger Hardware im Musikwiedergabebereich sieht, dann finde ich eine solche Perspektive absolut zweckgerichtet aus der Sicht von MQA und den Rechtebesitzern.

Für die vergleichsweise kleine Gruppe derer, die auch weiterhin das bestmögliche an Wiedergabequalität anstreben wollen, findet sich bestimmt noch eine im Preis entsprechend angepasste Version von MQA-Dateien, die dann „wirklich“ und „garantiert“ von der Originalaufnahme im Originalstudio stammt und wo ein weiteres Lämpchen aufleuchtet, was es bisher noch nicht in der Dekodierhardware gibt …

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon Audiophiles-HiFi » 06.03.2018, 18:16

Hallo Udo,
aus der Sicht der MQA-Industrie hast Du recht, ist der Massenmarkt interessant und wird folgerichtig angestrebt.
Genau das ist aber auch der evtl. nicht so deutlich ausgeschriebene Hintergrund meiner obigen Analyse.
Natürlich wünscht sich ein industrielles Produkt (hier MQA) einen möglichst großen Markt, hier Zielgruppe(n).

Meine Analyse endet jedoch mit dem Ergebnis, daß aus der Historie und den Gegebenheiten, wie es heute einfach ist, die Nützlichkeit von MQA gerade für den Massenmarkt fraglich ist, wenn die Nützlichkeit von MQA sogar für den audiophilen Genießer fraglich ist.

Das findet sich ja in den Zeilen zu HDCD,

HDCD verspricht und versprach mehr Qualität bei gegebener CD. Theoretische 20 Bit.
Wen hat es interessiert damals ?
Doch ziemlich genau solche Hobbyisten wie wir hier, die das Maximum hören wollen.
Wurden nun besonders viele HDCD-Geräte verkauft?
Nein, für die "Masse" haben sich bereits die 15 nutzbaren Bits der HDCD inkl. 16. Bitrauschen super angehört.
Wurden viele HDCDs produziert, verkauft ?
Nein, nur wenige, Zahlen/Album, ich denke im Rahmen der Künstler, unabhängig, ob HDCD auf der CD stand oder nicht.

Hat es die DVD-Audio oder die SACD in den Massenmarkt geschafft ?
Auch nicht wirklich. Obwohl es zu Zeiten preiswerte Abspielgeräte gab.

Die Masse war und ist leider oft mit sauberem mp3, mp4, youtube usw. zufrieden.
Und eine saubere CD kann wunderbar klingen.

Ich erwarte einfach, daß die Masse weiter so etwas ähnliches wie mp3, mp4 , Internetradio, youtube, streamen wird.
Der Hauptpunkt ist das Kostenlose, wenn überhaupt nur geringe Abokosten werden in Kauf genommen.

Echte CD-Qualität wäre qualitativ beim streamen schon super, und bez. bandbreite für die server ggf. machbar.

Aber noch mehr Bandbreite, mehr Kosten, um ein Hochauflösendes Format, dazu proprietär, zu hören ?
Das kann nur die ansprechen, die bez. Hörqualität das Maximum wollen und da gibt es und wird es geben, echte 24-48, 24-96, 24-192, wahrscheinlich jeweils etwas teurer.
Auch allein deshalb, weil es wohl noch Konkurrenz unter den Streaminganbietern und Labels gibt, also vermutlich nicht jeder den proprietären MQA-Weg mitgehen wird.

Man erkennt die Analogie zur verbreitung von MQA zu HDCD, DVD-A, SACD, schon daran, daß nun etliche jahre von MQA geredet wird, aber es in der verbreitung sich keine nennenswerten Anteile erobert hat.
Stattdessen sind gerade in den letzten Jahren, parallel zu MQA!, die Verkaufszahlen von Vinyl deutlich gestiegen!
Und Streaming, Download von Hi-Res ist kommerziell existent, erprobt, bewährt und bei bestimmten Käufern gewünscht und akzeptiert.
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Beitragvon never » 06.03.2018, 22:12

Audiophiles-HiFi hat geschrieben:Hallo Udo,
aus der Sicht der MQA-Industrie hast Du recht, ist der Massenmarkt interessant und wird folgerichtig angestrebt.
Genau das ist aber auch der evtl. nicht so deutlich ausgeschriebene Hintergrund meiner obigen Analyse.
Natürlich wünscht sich ein industrielles Produkt (hier MQA) einen möglichst großen Markt, hier Zielgruppe(n).

Meine Analyse endet jedoch mit dem Ergebnis, daß aus der Historie und den Gegebenheiten, wie es heute einfach ist, die Nützlichkeit von MQA gerade für den Massenmarkt fraglich ist, wenn die Nützlichkeit von MQA sogar für den audiophilen Genießer fraglich ist. {...]



Hallo Audiophiles-HiFi,

Deine obige Überlegung geht von einer Prämisse aus, die leider(?) in wichtigen Punkten an der Realität vorbeigeht: Der Aspekt der Nützlichkeit von MQA spielt weder für den Massenmarkt noch für den Genießer eine große Rolle, da MQA und die großen Musikkonzerne inzwischen Verträge zum Wohl von MQA und vor allem zum Wohl der Rechteinhaber abgeschlossen haben, die MQA zum globalen Standard bei Aufnahme und Wiedergabe machen könnten bzw., wenn man die gängigen Marktmechanismen einbezieht, auch sehr wahrscheinlich machen werden.

Der Vergleich mit anderen Tonträgern und deren Randexistenz kann daher meiner Meinung nach hier nicht greifen.

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon hkampen » 06.03.2018, 23:15

Moin,

unabhängig von der Klangqualität von MQA, die ich nicht beurteilen kann, riecht mir das Format zu sehr nach Geldmacherei.

Die ganze Kette von der Produktion über den Player bis hin zum Wandler muss Lizenzen erwerben. Ich hab nichts dagegen, wenn Entwicklungskosten wieder eingespielt werden sollen, aber diese massive Abhängigkeit – einschließlich Einblick in die Wandlertechnik von einer Tochterfirma eines Unternehmens, das selbst Wandler herstellt (!) – ist nicht mehr zeitgemäß. Das ist auch der Grund, warum es in vielen Softwareplayern und Wandlern nicht integriert ist, mal abgesehen von Einschränkungen wie die Nutzung von Filter.

Die große Masse von einigermaßen guten Wandlern, die es gerade in den letzten Jahren auf dem Markt gibt, zeigt schon ein Interesse an guter Klangqualität. Gerade das wird aber wohl auch zum Scheitern von MQA beitragen, denn die meisten dieser Wandler sind nicht mit MQA ausgestattet, und die meisten Leute werden sich kein neues Gerät kaufen, nur um MQA voll auskosten zu können.

Grüße
Harald
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Beitragvon never » 07.03.2018, 11:22

Hallo MQA-Interessenten,

nachdem Archimagos Artikel in ComputerAudiophile eine fundierte Zusammenfassung relevanter Problembereiche bzgl. MQA bietet, finden sich nun im dortigen Forum etliche lesenswerte Kommentare.
Aus meiner völlig willkürlichen Perspektive hier eine kleine Auswahl von Beiträgen, die den Artikel selber substanziell ergänzen könnten:

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=790868

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=790874

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=790944

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=790930

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=791382

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=791522

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=791126

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=790653

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=790684

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=790752


Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon luebeck » 07.03.2018, 12:18

eine ziemlich aufgeheizte Stimmung...
In einem der Links von Udo gibt es einen Link der aufzeigt, dass man die MQA-Kodierung durch Upsampling mit Sox und einem passenden Filter wieder in DXD wandeln kann und der Unterschied wäre nicht hörbar.
https://darko.audio/2017/07/kih-46-mqas-missing-link/
Ähnliches wird hier beschrieben:
https://www.computeraudiophile.com/foru ... esolution/
Der bei MQA festgestellte Wohlklang könnte also vielleicht nur auf den Minimum-Phase Filtern beruhen.
Schöne Grüße
Günter
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Beitragvon Audiophiles-HiFi » 07.03.2018, 13:21

Hallo Günter, hallo Udo und Interessierte,

Archimago hatte schon in der letzten Zeit zuvor mit MQA experimentiert und auf seinem Blog Artikel dazu verfaßt.
Es gibt zudem einen sehr guten Artikel in deutscher, sorry, doch Englisch, s.u., Sprache, der die Möglichkeiten, aber gerade auch Unzulänglichkeiten, zusammenfaßt bez. MQA. Wurde glaube ich, hier auch verlinkt?
Ich meine zeitlich im Zusammenhang, als die bekannte HQ-Audiolieferfirma aus Hamburg?, geführt von einer vertrauenwürdigen Person, MQA öffentlich schriftlich anzweifelte, daß seine Firma beim damaligen, derzeitigen?, Status quo nicht verifizieren kann, ob die gelieferten Streams oder Dateien einem hochqualitativen Original entsprechen oder bereits von einem schlechteren "Remaster/Downsampler" abstammen.
Weshalb diese Firma Abstand von MQA genommen hatte.

Also, worauf ich hinaus will, einen Unterschied zwischen MQA und der hochaufgelösten Quelle zu finden, wird schwierig werden, da auch MQA bereits bez. Datenrate/Auflösung jenseits der CD spielt.
Und natürlich nutzt MQA die mathematisch-technischen (Filter/Sampling-) Möglichkeiten, die es gibt.

Und da sind wir tatsächlich bereits hier im versammelten Forumwissen angekommen,
wie bereits geschrieben, in der Liga, wo HD-Spielen und Hören Sinn macht, hat bereits die Ausführung der Kette hörbare Unterschiede, wie Stromversorgung, Kabel, DAC, Filtereinstellungen.

Völlig richtig, wahrscheinlich könnten die meisten Hörer bereits ihre CD-Sammlung klanglich auf ein höheres Niveau hieven, wenn das hier theoretisch-experimentell gesammelte Wissen angewandt würde, wie Upsamplen auf die höchste passende Samplingfrequenz des DACs, so daß der DAC selbst keine oder nur minimalste Filterung anzuwenden braucht, zudem Wahl eines "schönen" Filters des DACs, z.T. per Softwaresteuerung schaltbar (Bsp. Burr Brown DAC in Raspbian).

Die Theorie beweist übrigens, daß das sozusagen gedownsampelte MQA gerade mit den minimalen Filtern im Vgl. zur hochaufgeklösten Quelle unsauberer wird.

Edit:
Googlen brachte die Namen:
kompakte Zusammenfassung:
http://www.highresmac.de/vorerst-aus-fu ... hresaudio/

Fa. HighResAudio,
Lothar Kerestedjian,
Stephan Hotto mit Xivero, Musiscope

Die 44 Seiten Analyse online,
https://www.xivero.com/blog/hypothesis- ... a-limited/

44 Seiten als pdf:
https://www.xivero.com/downloads/MQA-Te ... -Paper.pdf

Es ist auch eine gute Darstellung der generellen Problematik DA-Wandlung.
Daß es eben nicht so einfach und perfekt ist, das wissen die meisten hier natürlich bereits.

Ggf. viel Spaß beim (englischen) Lesestoff, jedoch verständlich von einem Deutschen geschrieben!

Viele Grüße
Georg
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Beitragvon never » 07.03.2018, 14:46

luebeck hat geschrieben:eine ziemlich aufgeheizte Stimmung...
In einem der Links von Udo gibt es einen Link der aufzeigt, dass man die MQA-Kodierung durch Upsampling mit Sox und einem passenden Filter wieder in DXD wandeln kann und der Unterschied wäre nicht hörbar.
https://darko.audio/2017/07/kih-46-mqas-missing-link/
Ähnliches wird hier beschrieben:
https://www.computeraudiophile.com/foru ... esolution/
Der bei MQA festgestellte Wohlklang könnte also vielleicht nur auf den Minimum-Phase Filtern beruhen.
Schöne Grüße
Günter


Hallo Günter,

übrigens: Der im von Dir verlinkten Artikel aus dem Darko-Blog genannte Frederic Vanden Poel, Chef der Firma "klingtbeter", schreibt als FredericV im MQA-Thread bei ComputerAudiophile, z.B. hier:

https://www.computeraudiophile.com/foru ... ent=790868

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon Horse Tea » 07.03.2018, 20:25

Hallo,

Danke für die sehr interessanten Kommentare und links zu MQA. Sie bestätigen mein Bauchgefuhl, auch wenn ich die technische Seite nicht vollständig verstehe. Soviel kommt aber rüber.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Tinitus » 07.03.2018, 23:17

Hallo,

eine verlustbehaftete Lösung um vermeintliches "HiRes" anzubieten lohnt bei sich meiner Meinung nach bei den heutigen Preisen für Speichermedien nur für Streaming und es gibt jetzt schon ein Haufen Leute die per Qobuz Sublime HiRes (24/XXX) streamen.
Viel wichtiger erscheinen mir andere Aspekte, die in folgenden drei Quellen genannt werden:

Mike Moffat und Jason Stoddard (Schiit). Mike Moffat drückt sich wie immer kraftvoll aus, aber der Inhalt ist trotzdem sehr interessant:

https://vimeo.com/194658219

Charles Hansen (Ayre und Avalon Acoustics) leider viel zu früh gestorben:

https://www.audioasylum.com/forums/crit ... 88367.html

Auf Audio Asylum finden sich auch Beiträge Hansens zu technischen Aspekten von MQA

Bruno Putzey:

https://www.facebook.com/permalink.php? ... 6606498666

Gruß

Uwe
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Beitragvon Audiophiles-HiFi » 08.03.2018, 12:33

Es freut mich, daß Charles Hansen, Bruno Putzey oder Lothar Kerestedjian,
Stephan Hotto
so deutlich Stellung beziehen.
(Zu Stoddard (Schiit), Moffat aus dem vimeo Video kann ich nichts sagen, das Video noch nicht gesehen.)

Für qualitativ höchstes Streaming gibts z.B. Qobuz Sublime HiRes (24/XXX) , danke Tinitus.
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Ketzerisches zu MQA bei Stereophile

Beitragvon never » 09.03.2018, 19:16

Hallo zusammen,

wer mit der US-Publikation „Stereophile“ vertraut ist, weiß vermutlich auch, dass dessen Herausgeber, John Atkinson, sich von Anfang an stark als Befürworter in die MQA-Debatte eingebracht hatte. Auch heute noch hat sich daran wenig geändert, was man auch weiterhin z.B. an seinen aktuellen Beiträgen im eher MQA – kritischen ComputerAudiophile-Forum oder an anderen Stellen sehen kann.

Mir geht es jetzt nicht um John Atkinson und seine bekannte Grundeinstellung zu MQA, sondern um einen anderen, keineswegs selbstverständlichen Aspekt:

In der aktuellen April-Ausgabe von Stereophile schreibt Kalman Rubinson in der Rubrik FOLLOW-UP auf S.169, dass seine ursprüngliche Begeisterung für MQA deutlich nachgelassen hat und bei seinem neuerlichen Vergleich von DXD, DSD und MQA Versionen von Aufnahmen des bekannten norwegischen Labels 2L gelangt er zu dem Ergebnis: „The more I listened, the more I found the overall balance of DXD and DSD more even, more continuous, and more convincing in multichannel through my system with these tracks, all from the same label … Today, I am less enthusiastic about MQA than I was … I don’t see a need for it.”

Noch interessanter: Das Vorwort von John Iverson auf Seite 3 in der Rubrik “AS WE SEE IT liest sich fast so, als würde MQA bei Stereophile inzwischen tatsächlich kritischer in seinen Auswirkungen auf die Musikindustrie und den Markt betrachtet und die Gefahr eines Monopols als realistisch angesehen: „ MQA is not in the best interests of audiophiles.“

Erstaunlich, dass man derartige Aussagen inzwischen auch bei Stereophile finden kann!

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon luebeck » 09.03.2018, 20:59

Hallo Udo,
da bist du mir gerade zuvorgekommen.
Ich hatte Stereophile bisher auch als MQA-freundlich eingestuft und mit den redaktionellen Beiträgen in der Aprilausgabe sieht es jetzt anders aus.
Heute habe ich versucht, MQA-Files von Tidal HiFi über den G-Sneaky zu streamen. Die auch auf 2L.no verfügbaren Konzerte mit Marianne Thorsen KV518. Die Anzeige in der Linn App Kazoo ist 16/44 1,4Mbps. Auch der Analogausgang ist bei 22khz begrenzt. Software Kazoo und Sneaky sind auf dem letzten Stand.
Da klingen die heruntergeladenen 24/96-flac Files vom NAS natürlich besser.
Schöne Grüße
Günter
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