Raspberry Pi Streamer

Musikwiedergabe über PC und Mac

Raspberry Pi Streamer

Beitragvon Joerghag » 11.04.2015, 23:10

Hi,

wie schon in meinem Vorstellungsbeitrag gepostet, hat ein neuer Streamer oder richtiger Renderer sein zu Hause bei mir gefunden. Nachdem sowohl im Abacus Preamp14, als auch im Restek MAMS+ ein Pi Herz schlägt hatte ich mir vor ein paar Wochen einen Raspberry Pi2 und eine HifiBerry Digit+ S/PDIF-Karte in der Bucht geschossen.

Als Betriebssystem benutze ich z.Zt den piCorePlayer. Das System ist sehr klein und wird komplett ins RAM geladen. Da mir die Bedienbarkeit (verwöhnt durch Sonos) sehr wichtig ist, war die Squeezeboxsoftware naheliegend. Gesteuert über iPeng eine super funktionierende Lösung.

Obwohl selbst schon die nackte Version mit iPad-Netzteil nicht schlecht klang und eine Akkustromversorgung auch keinen hörbaren Unterschied brachte, kam der Gedanke das Gerät mit einem richtigen Gehäuse und einer richtig guten Stromversorgung hifitauglich zu machen.

Nach einer Woche warten auf die Lieferung aus China und Deutschland konnte am Freitag endlich begonnen werden ... und das kam dabei raus.

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Klanglich kann ich bisher nur sagen, dass er richtig gut ist. Die I2S Schnittstelle, an die die Digitalkarte andockt, ist auf jeden Fall schon mal nicht schlecht, die Spannungsversorgung dürfte auch ausreichend sein und das Betriebssystem ist auf das absolute Minimum reduziert. :roll:

Der zweite Ausgang des Netzteils wird noch Teil 2 des Projektes mit sauberem Strom versorgen.

Gruß Jörg
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Beitragvon nemu » 12.04.2015, 07:37

Hallo Jörg,

Das sieht ja wirklich prima aus! Ich vermute mal, dass das Netzteil von http://thel-audioworld.de stammt. Handelt es sich hierbei um ein NT-25HQ? Ich experementiere derzeit auch mit einem Raspberry PI 2 herum. Als Audio DAC Karte verwende ich eine IQaudIO Pi-DAC+. Für den Preis wirklich überraschend.

Auch ich liebe iPeng auf meinem IPad für die Bedienung und verwende daher als Image auf dem Pi ebenso den piCorePlayer aber auch SqueezePlug. Hier ist der Media Server gleich integriert.

Du benutzt ja die Karte von Hifiberry ohne DAC also mit dem SPDIF-Ausgang. Was benutzt Du denn dann als DAC?

Gruß und viel Spaß mit Deiner Lösung!

Stephan
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Beitragvon Joerghag » 12.04.2015, 07:54

Hi Stephan,

ja das Netzteil ist von Thel Audio. Etwas überdimensioniert, aber ich wollte eine stabile Stromquelle.

Einen DAC brauche ich nicht, da meine Genelecs digital gespeist werden und die Wandlung erst nach der Frequenzweiche stattfindet.

Mit SqeezePlug werde ich auch noch experimentieren, aber warscheinlich auf einem separaten Pi. Dieser soll dann lediglich die Server-Funktion übernehmen. Wie gross ist eigendlich das SqueezePlug System. Kann es wie das piCore komplett aus dem RAM laufen?

Gruss Jörg
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Beitragvon nemu » 12.04.2015, 08:42

Hi Jörg,

ob SqueezePlug komplett aus dem RAM läuft glaube ich nicht. Hierbei handelt es sich nach Aussage des Entwicklers Thomas Rühl um ein Standard Rasbian Image, dass dann noch entsprechend ergänzt wurde. Es bietet verschiedene Media Server und Player die über das Webinterfaces aktiviert und administriert werden können, wie z.B auch Kodi.

Mit aktivierten SqueezeBox-Player und -Server langweilt sich der PI 2. Zumindest die Anforderungen an das Sytem sind also sehr moderat. Die Auslastung des PI 2 liegt bei ca. 10 Prozent.

Gruß Stephan
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Beitragvon nightingale » 12.04.2015, 13:23

Wenn du Squeezeplug als Server laufen lassen möchten, dann empfehle ich dir das unbedingt auf einen Rapsberry Pi 2 aufzusetzen. Bei der Grösse meiner Musikfile Sammlung ist der Rapberry Pi B zu langsam. Ich habe diese Woche einen Raspberry Pi 2 gekauft und muss ihn erst aufsetzen um zu sehen um wieviel sich die Performance verbessert.
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Beitragvon Tinitus » 12.04.2015, 23:16

Hallo Jörg,

herzlichen Glückwunsch, das sieht doch sehr gut aus. Ich werkle ja zur Zeit mit einem Odroid C1 herum, wobei ich noch an der Software fummele. Eine hübsche Verpackung wäre natürlich auch was, da ist man mit einem Rapsberry besser bedient als mit dem Odroid, für den Odroid gibt es keine schicken Gehäuse. Der in Plexiglas gepackte Rapsberry in deinem schönen Metallkasten sieht besser aus als die Umverpackung meines Odroid. Wie hast Du den Rapsberry angeschlossen? Ich sehe weder LAN noch eine Antenne für WLAN. Was hat den der Metallkasten für Öffnungen, über die man an den Rapsberry ran kommt? Kannst Du eine Webseite nennen, wo man so einen Metallkasten bestellen kann?

Gruß

Uwe
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Beitragvon Joerghag » 13.04.2015, 06:50

Hallo Uwe,

danke für die Blumen. Das Gehäuse habe ich von diesem Anbieter aus der Bucht.

http://www.ebay.de/itm/400524187667?_tr ... EBIDX%3AIT

Die Lieferung war nach 1 Woche da und die Qualität ist absolut i.O. Der Pi2 hat alle USB/Netzwerkanschlüsse an einer Seite, so dass ich hinten einfach einen passenden Ausschnitt in die Rückseite gemacht habe.

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Gruss Jörg
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Beitragvon tovow » 13.04.2015, 13:37

Hallo Jörg,

wie Regelts du die Lautstäke? Über Hardware/ Software Mixer im OS oder geht das über die Lautsprecher?

Gruß Theo
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Beitragvon Joerghag » 13.04.2015, 14:24

Der Lyngdorf DPA-1 hat einen geregelten Digitalausgang. Da ich bisher nur 16 Bit Dateien nutze und der Lyngdorf intern mit 24 Bit rechnet, gibt es keine Probleme. Wenn denn die Software für das GLM 2.0 von Genelec für den Mac verfügbar ist, wird es auch eine Fernbedienung direkt für die LS geben.

Leider gibt Genelec nicht preis, mit wieviel Bit die interne Verarbeitung arbeitet. Ich vermute aber auch nur mit 24 Bit, zumindest mein Eindruck nach meinem Gespräch mit Ilkka Rissanen von Genelec. Er ist aber auch der Meinung, das der mögliche Bitverlust weniger tragisch ist als z.B. die Kanalungleichheiten einer analogen Regelung. Sicher eine Sache des Blickwinkels, da in Studios eine doch recht hohe Abhörlautstärke gefahren wird.

Gruß Jörg
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Beitragvon Joerghag » 16.06.2015, 22:40

... kleines Update:

Seit ca. 2Wochen läuft SqueezPlug (max2play) statt dem PiCorePlayer. Die Lieblingsmusik kommt jetzt
z.Zt. nicht mehr von RiNas, sondern von eien 128GB Stick direkt am Player. Klanglich ist für mich keinerlei Unterschied zwischen den beiden Systemen auszumachen. Mit USB-Festplatte könnte man getrost auf ein NAS verzichten.

Gruss Jörg
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Beitragvon nemu » 17.06.2015, 07:35

Hallo Jörg,

deine Erfahrung möchte ich gerne bestätigen. Mit dem neunen Raspberry PI 2 läuft SqueezPlug ohne Probleme. Einen Klangunterschied zu PiCorePlayer kann ich auch nicht hören. Vorteil ist hier das SqueezeboxServer und Player auf einem Gerät sind.

Ob die Musik nun auf SD Karte, USB Stick, USB Laufwerk oder auf dem NAS liegt, es funktioniert alles einwandfrei. Ich nutze den Server so, das er über das Netzwerk auf mein iTunes Verzeichnis zugreift. Also egal ob ich den Raspberry PI 2 nutze mit iPeng als App oder LaRosita mit iTunes und der Remote App, als Musikquelle dient immer das gleiche Musikverezichnis.

Gruß Stephan
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Beitragvon Joerghag » 06.09.2015, 01:00

Heute ist die Version 2.0 fertig geworden.

Neben einem anderen (kleineren) Gehäuse ist noch ein Netzfilter der HifiAkademie hinzugekommen ...

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... der rpi ist gedreht worden, so kommt man besser an die Speicherkarte und der Prozessor hat noch einen Kühlkörper bekommen. Den Gehäusedeckel habe ich mit Nylon Unterlegscheiben leicht angehoben, so kann ich weitere Belüftungslöcher sparen.


Gruß Jörg
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Beitragvon meldano » 06.09.2015, 08:47

Hi Jörg,

sehr schön!

Wo hast du das Gehäuse her?

Daniel
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Beitragvon Nova Auralis » 06.09.2015, 09:56

Hallo Jörg,

sehr sauber und hübsch umgesetzt, gefällt mir! :cheers:

Wie ich sehe, verwendest du ein NT-25 von Thel. Selbiges hatte ich ebenso für meinen Convolving-PC angedacht, deswegen die Frage an dich, wie deine Erfahrungswerte bisher damit sind? Hast du eventuell bereits mit anderen Qualitätsnetzteilen verglichen?

Ferner würde mich interessieren, ob das Nachrüsten des Netzfilters hörbare Unterschiede hervorgebracht hat?

Beste Grüße,
Jannis
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Beitragvon Joerghag » 06.09.2015, 12:40

@Daniel
http://www.ebay.de/itm/Aluminum-Case-SI ... 3a9db78582

@ Jannis
... ich könnte natürlich von mehr Ruhe und Schwärze im Klangbild sprechen, da ich aber ein Fan des
blinden Vergleichens bin und dies hier nicht möglich war, lasse ich es bei dem, was ich sicher weiß.
Das Netzteil funktionier absolut zuverlässig und läßt sich sehr feinfühlig auf die gewünschte Spannung
einstellen. Diese bleibt dann sehr stabil. Ob der Filter etwas bringt läßt sich mangels Vergleich nicht
wirklich sagen, es sind aber keinerlei Einstreuungen oder andere Störkomponenten auszumachen, selbst
bei voller Lautstärke. Es gibt halt das gute Gefühl alles auf der Stromseite getan zu haben.

Ein Vergleich zum Auralic oder zum Hifi-PC würde mich echt mal interessieren ...

Gruß Jörg
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