Raspberry Pi Streamer

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon steklo » 09.06.2017, 13:15

Hallo Theo,

ja, die Angabe mit den 500 mA hat mich auch irritiert, aber der Tipgeber hat seine Empfehlung trotzdem ausdrücklich bestätigt. Er hat auch gemessen, dass sein Raspi im Betrieb mit Aroio und aktivem externem W-LAN Adapter 450 bis max. 600 mA zieht. Scheinbar hat das Black Pulsar Netzteil für Impulsspitzen noch etwas Reserve, hier wurden 800 mA genannt. Für den Audio HAT ist das Black Pulsar in jedem Fall ausreichend, der wird kaum mehr als 100 mA ziehen.
Mit dem hier auch gerne empfohlenen Zerozone S11 Doppelnetzteil hätte man natürlich mehr Reserve, aber ob das an das Black Pulsar herankommt?

Viele Grüße
Stefan
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Beitragvon steklo » 09.06.2017, 14:41

Falls noch mal jemand etwas zu den Trafos sagen möchte – das würde mich sehr freuen!
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Beitragvon steklo » 14.06.2017, 11:02

Hallo,

noch mal etwas Interessantes zur Stromversorgung des Raspi:

http://www.runeaudio.com/forum/3x-power ... t4141.html

Kurz zusammengefasst:

Einspeisung der 5V über das GPIO statt den Mini-USB-Stecker soll besser sein.
Umgehung der onboard Spannungsregler des Raspi und stattdessen direkt Einspeisung von 1,8 V, 3,3V und 5V soll noch besser sein.

Vielleicht auch schon ein bisschen "over the top"?

Viele Grüße
Stefan
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Beitragvon lukivision » 14.06.2017, 11:07

Absolut nicht over the top. Der Raspi und seine DAC-Hats werden zur High-End Maschine, wenn er sauberen Strom an die richtigen Stellen bekommt. Meine Erfahrung. :D

Luki
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Beitragvon steklo » 14.06.2017, 11:19

Hallo Luke,

magst Du ein bisschen mehr erzählen? Gerade aus Deiner Erfahrung?

Viele Grüße
Stefan
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Beitragvon lukivision » 14.06.2017, 14:27

ja, das ist schnell gemacht. Nach vielen Versuchen mit diversen Netzteilen, Powerbänken und Akkus und auch DAC-Hats ist mein derzeitiger Erfahrungsstand folgender (die Zeiten und Produkte ändern sich rasend schnell, gerade in der Raspi-/Linux-Welt): Raspi 3 ca. 50cm entfernt von anderen Geräten platzieren weil er störstrahlt, best klingendes OS: Moode 3.7 installieren http://moodeaudio.org/, Strom von Akku (nicht Powerbank) über GPIO einspeisen (RasPi und DAC arbeiten störungsfrei im Bereich zwischen 5,9 und 3,9 Volt) oder sehr, sehr guter PSU. Ich verwende seit kurzem den neuesten Ifi iPower mit "active noise cancellation" und Ripple von nur "1µ V" für unter 50 Euro. Trotz des sensationell niedrigen Preises besser als meine bisherige NiMH-Batterie mit 4 1,2 V Zellen (und nach verschiedenen Posts in verschiedenen Foren in einer Liga mit ZeroOne, kann ich aber nichts zu sagen). I2S-DAC verwenden, kein USB, kein I2S-Kabel, das länger als 10cm ist, am besten einen HAT, dann kannst Du (nur unter Moode ab 3.6) bis zu 384 Khz per SoX mit dem Raspi upsampeln und so automatisch den DAC-Filter vieler DACs mit PCM5122 Chip umgehen, was sich in der Regel positiv bemerkbar macht. Als DAC bin ich aktuell beim Allo-Boss gelandet, der mehr noch als der Raspi -trotz seiner aufwendigen Stromfilterung- von reinem, ripplefreiem Gleichstrom profitiert. Die kleine Operation dazu ist hier beschrieben: http://www.diyaudio.com/forums/digital- ... at-13.html und auch beim Hersteller des Allo zu finden.

Viel Spaß

Luki
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Beitragvon steklo » 14.06.2017, 14:46

Hallo Luki,

vielen Dank – das hätte ich nicht gedacht, dass das neue ifi iPower soo gut ist! Benutzt Du 2 davon, also eins für den Raspi und eins für den Boss DAC? Gehst Du auch mit dem iPower direkt ans GPIO des Raspi? Wie machst Du das denn ganz praktisch – lötest Du die Zuleitungen direkt an die GPIO Pins?

Bei mir wäre der HAT der pi2Design 502DAC - Pro Audio Shield, der per Jumper von der Stromversorgung des Raspi getrennt werden kann und einen eigenen 5V Eingang besitzt. Mich interessiert dabei allerdings nur der SPDIF Ausgang. Als Alternative dafür wäre auch der brandneue Allo DigiOne höchst interessant, der bietet allerdings keine Möglichkeit einer externen Stromversorgung; laut Allo soll er das auch gar nicht, denn die interne Stromaufbereitung sei besser als alle externen Lösungen:
https://volumio.org/forum/digione-coaxi ... tml#p33655

Also ifi iPower als derzeit ultimative und vergleichsweise günstige Lösung? Ich liebäugele ja auch immer noch mit dem Thel Black Pulsar, zumindest von 2 Leuten habe ich gehört, das dies extrem gut sein soll am Raspi + HAT.

Viele Grüße
Stefan
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Beitragvon lukivision » 14.06.2017, 16:42

Hallo Stefan,

aktuell benutze ich nur ein iFi iPower und zwar für den DAC. RasPi bekommt -noch- Akkustrom. Die Zuleitung habe ich von unten an die Pins gelötet - einfach. Bei der Vielzahl der momentan auf den Markt geworfenen Stromversorgungen kann ich Dir nur raten, zu lesen, zu überlegen und auszuprobieren. Das Teuerte muß nicht immer das Beste sein. Beim iFi finde ich den Ansatz der Noise-Compensation ziemlich genial - messen kann ich es nicht.

Luki
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Beitragvon Harry_K » 12.07.2017, 19:53

Hallo zusammen,
da die Sicken meiner Mitteltöner gerade bei Ralph Gottlob zur Überarbeitung sind, komme ich dazu, mal wieder was zu schreiben.
Ich betreibe ja nun schon länger auch einen RPi, allerdings erst seit einem Monat mit der DietPi-Distri sowie der Roon-Bridge als Endpoint. Seit ca 1 Monat habe ich einen 502 Dac von Pi2Design (Danke für die Empfehlungen :cheers: ). Diesen habe ich getrennt vom RPI mit Strom versorgt (über mein HDPlex). Den klanglichen Zugewinn zum Digi+ Transformer (nicht Pro) würde ich als deutlich gelöster beschreiben, bei dem das Musikgeschehen mehr in die Mitte des Hörraumes tritt (angeschlossen über ein Black&White Digitalkabel an den Digitaleingang des Master 11). Da das Coaxkabel per mitgelieferten Adapter zu BNC mit dem Master 11 verbunden ist, habe ich mir zusätzlich ein SolidCore-BNC-Kabel von Vovox (beschrieben als Master-Clock-Kabel) gekauft, um den Adapter zu übergehen. Hierzu habe ich auch gelesen, dass die BNC-Stecker die 75 Ohm Kriterien deutlich besser einhalten als die RCA-Stecker. Ich würde sagen, dass BNC-Kabel ist ein weiterer deutlicher Zugewinn. Ich habe den Eindruck, die Musik spielt deutlich massiver und druckvoller. Hatvon Euch schon mal ähnliche Ergebnisse im Vergleich BNC zu RCA gehabt?
Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Hans-Martin » 12.07.2017, 22:05

Hallo Matthias,
immer, wenn ich von RCA auf BNC umgerüstet habe, war der Zugewinn nicht zu überhören.
Selbst bei einer zusätzlichen BNC-Buchse, die parallel zur auf der Leiterplatte belassenen RCA-Buchse mit 2 kurzen Drähten angelegt wurde, war er noch klar nachvollziehbar.
WBT gab früher für RCA Steckverbinder einen Wellenwiderstand von ca. 25 Ohm an, entsprechend groß (zur Abweichung von 75Ohm) ist der Reflexionsgrad.
Es war konsequent, dass WBT eine 75 Ohm RCA-Buchse gestaltet hat, weil ein Stecker mit seiner Masse außerhalb, mit dem Signalpin innerhalb der Buchse konnektiert, folglich die Kapazität der Verbindung von der Buchse dominiert wird. Für 75 Ohm muss sie niedrig sein, da ist der Ring und die Spirale bei der Kontaktgabe sehr wichtig, andere Stecker müssen ja auch benutzt werden können, stören aber meist das Konzept.
Ein WBT 75 Ohm Stecker versagt weitgehend, wenn das Gerät eine konventionelle Buchse hat.
So betrachtet sind 75 Ohm Kabel mit 75 Ohm Steckern nur ein Bruchteil der Lösung.
Der Schlüssel liegt bei der Buchse.
Bliebe noch der Hinweis, dass wegen der allgegenwärtigen Fehlanpassungen Digitalkabel mit Längen nahe oder gar unter 50 cm höchst fragwürdig sind. Es werden genügend teure Digitalkabel mit nur 50cm Länge angeboten, was zeigt, dass die Hersteller weniger am guten Ergebnis als am Profit interessiert sind. Ein Kabelhersteller, der sein Handwerk versteht, bietet nicht an, was nicht ordentlich funktioniert.

Wer sich traut, lötet sein Digitalkabel direkt an den empfängerseitigen Übertrager oder Eingangskondensator an und umgeht die Buchse und die Problematik der Fehlanpassung.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Harry_K » 13.07.2017, 06:19

Hallo Hans-Martin
Hans-Martin hat geschrieben:Bliebe noch der Hinweis, dass wegen der allgegenwärtigen Fehlanpassungen Digitalkabel mit Längen nahe oder gar unter 50 cm höchst fragwürdig sind. Es werden genügend teure Digitalkabel mit nur 50cm Länge angeboten, was zeigt, dass die Hersteller weniger am guten Ergebnis als am Profit interessiert sind. Ein Kabelhersteller, der sein Handwerk versteht, bietet nicht an, was nicht ordentlich funktioniert.

Daher auch der Hinweis auf des Website/Webshop von Aqvox, es wäre nicht zu empfehlen, Digitalkabel unterhalb der Länge von 1m zu nehmen?!
Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Hans-Martin » 13.07.2017, 09:24

Hallo Matthias,
wenn man die Steilheit der SPDIF Flanken erhöht (Gert strebt 1 ns an), kann die Länge des Kabels verkürzt werden, außerdem gibt es den V-Faktor (Velocity,) des Kabels, der vom Isoliermaterial bestimmt wird, PTFE ist bei 0,7 (bezogen auf Lichtgeschwindigkeit im Vakuum), PVC bei 0,5. PVC hat schlechtere dielektrische Absorptionseigenschaften, ist langsamer, was bedeutet, dass es kürzer sein darf, während das schnellere PTFE ein längeres Kabel verlangt.
Wenn das mangels perfekter Impedanzanpassung am Empfänger reflektierte Signal wieder bei der Quelle angekommen ist, wo es die Signalflanke verformt, bevor sie vollständig aufgebaut ist, ist das Kabel zu kurz.

Da das alles berechenbar ist, halte ich Aqvox für klug genug, dies zu berücksichtigen. Man kann aber nicht verlangen, dass Aqvox weiß, welche Buchsen die zu verbindenden Geräte des Users haben. Die bleiben als Unwägbarkeit mit ihrem großen Einfluss dominant. Es gibt also gute Gründe, vom worst case auszugehen, also einer Fehlanpassung bei den Steckverbindern.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon lukivision » 05.08.2017, 20:33

Neue MoOde Version 3.8:

MoOde ist ein stabiles Audio-OS für die raspberri Pis. Es kostet mittlerweile 10 Dollar, wird von Tim Curtis aus Detroit sehr gewissenhaft und fachkundig weiterentwickelt und zählt zu den besten Betriebssystemen, die ich für Audio-Anwendungen auf dem raspi kenne. Es bietet u.a. die Möglichkeit, verschiedene Kernel auszuwählen, ebenso die CPU-Prioritäten und die Art und Weise, in der der MPD die Tasks abarbeitet, wenn ich es richtig verstanden habe. Tim schreibt dazu:

"Hi Luki,

I can offer the technical information below which is a reprint of the (i) help in System config screen, plus some additional info.

Linux kernel
============
Standard: mainline kernel for Raspbian.
Advanced-LL: low latency advanced audio kernel.
Advanced-RT: real-time advanced audio kernel.

LL and RT kernels support advanced I2S audio capabilities.
- Up to 384k sample rate for ES9023 and PCM512x codecs.
- Integer bclk divider for ES9023 codec on 48k/96k rates.
- DSD128 format support via 352.8k rate.
- Bypass OS filter on PCM512x, PCM514x, PCM524x via 384k rate.
- Fixed 64fs bclk ratio for 2 channel, 32/24/16 bit audio.
DISCLAIMER: Advanced kernels are experimental without any support or warranty.
Install can take several minutes. Reboot after completion message appears.

Additionally, the Advanced kernels do two things. One is that they include some audio capabilities that are not available in mainline Linux kernel although 384K rate is now in Linux mainline as of 4.9.40 :-) Two, they are configured and compiled with settings that enable a Low Latency or Real-Time task scheduling system. Tasks for example MPD or Squeezelite can be priortized so they are less likely to be preempted (yield the CPU to other tasks). Many computer audio enthusiasts perfer Low Latency or Real-Time kernels.

CPU Governor
============
On-demand: dynamically scales cpu frequency based on demand.
Performance: runs the cpu at maximum frequency.

Additionally, the Performance setting, since it runs the CPU at max frequency, will provide a more responsive moOde UI and perform tasks more quickly.

MPD scheduler policy
====================
TS: standard round-robin time-sharing policy.
FIFO: real-time fixed-priority First-In First-Out scheduling policy.
RR: real-time fixed-priority Round Robin scheduling policy.

Additionally, a task that is assigned the FIFO policy only yields the CPU when it is preeempted by a higher static priority task or if it voluntarily yields the CPU for example while waiting for an I/O to complete. The FIFO policy makes it less likely that the task will be preempted but can result in the task hogging the CPU and blocking other tasks.

A task that is assigned the RR scheduler policy runs for a certain time quantum and then yields the CPU. Within the time quantum that it runs it behaves exactly like FIFO. This reduces the likelyhood that the task will hog the CPU.

A task that is assigned the TS scheduler policy is set to static priority 0, the lowest priority and thus it can be preempted by FIFO and RR tasks at higher static priorities. "

Ich verwende es mit einem Raspi3 und einem Allo Boss DAC. Bin recht zufrieden. Insbesondere die Möglichkeit, den internen Filter durch upsampeln per SoX auf 384k zu umgehen, hört sich überraschend gut an.

Luki
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Beitragvon propwash » 06.08.2017, 08:12

Moin,

ich habe meinen RasPi Convolver auf BNC umgerüstet und habe mir eingebildet es zu hören.
Schlechter wurde es jedenfalls nicht :).
Das iFi Power nutze ich auch, habe aber vorher keine Vergleiche gemacht.

Ich muss allerdings auch sagen, das die direkte BNC Verbindung G-Sonos(auch umgerüstet) zum DAC
noch besser klingt als mit dem RasPi dazwischen.

Aber dann gibt es halt auch keine Acourate Korrektur :P .

Viele Grüße,

Thorsten
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Beitragvon lukivision » 10.08.2017, 07:32

MoOde Update 3.8.2:

"With upcoming moOde 3.8.2 release which runs on newest 4.9.41 kernel, the full feature set of the Piano 2.1 DAC is available in both Std and Adv kernel including 384K sample rate :-)"

Na, das ist doch mal einen Versuch wert! Wer traut sich?

Luki
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