Raspberry Pi Streamer

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon tom_on_wheels » 16.01.2018, 18:55

Hallo PI-Freunde,

ich möchte mir eine kleine Kopfhörerkette zusammenstellen und brauche mal Euren Rat für einen PI mit Roon Bridge.

Kopfhörerverstärker wird ein SMSM T1, der hat einen AK4490 DAC-Chip mit USB, Toslink, Coax und einen analogen Eingang.

Wenn ich keinen großen Aufwand mit kaskadierten Reclockern usw. treiben möchte, so frage ich mich, ob ich mit einem Allo Boss Hat in den analogen Eingang oder mit einer Allo DigiOne coaxial in den DAC gehen soll oder vielleicht statt einem PI einen Sparky mit USB Bridge nehmen soll und über USB komme.

Gute Stromversorgung ist klar, aber mehr Aufwand mag ich nicht treiben. Bei einem PI wäre Ropieee gesetzt, bei einem Sparky wahrscheinlich DietPi.

Bin gespannt auf Eure Hinweise...

Tom
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Beitragvon Bajano » 16.01.2018, 22:08

Hallo Tom,
ich habe meine Quelle RasPi 3 als Roon-Endpunkt vor kurzem gegen einen Allo Sparky mit USB Bridge ausgetauscht und habe es nicht bereut. Ich würde es auf jeden Fall wieder so machen und würde Dir einen Versuch anraten.

Meine Erfahrung damit habe ich am 25.11.2017 hier gepostet:
http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=6&t=8718&start=15

Eine Digi+ Pro hatte ich übrigens auch mal ausprobiert, die hatte gegen meinen T+A DAC allerdings keine Chance :wink: .

Viele Grüße,
Oliver
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Beitragvon chriss0212 » 16.01.2018, 22:14

Hallo Oliver

Wie kann man denn ein I2S zu SPDIF Interface mit einem DAC vergleichen?

https://www.hifiberry.com/blog/hifiberry-digi-pro-our-most-advanced-digital-audio-interface/

Meinst Du evtl den DAC + Pro?

Grüße

Christian
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Beitragvon Bajano » 16.01.2018, 22:42

Hallo Christian,

ooppss - erwischt :oops: . Du hast natürlich recht und ich muss mich korrigieren: Ich habe damals meinen HTPC über USB mit dem T+A verbunden und ihn gegen den RasPi mit Digi+ Pro (von dort über RCA in den T+A) antreten lassen.

Danke, dass Du aufgepasst hast :cheers:

Beste Grüße,
Oliver
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Beitragvon chriss0212 » 17.01.2018, 08:32

Hallo Oliver

Kein Problem :cheers:

Am Ende kann man aber leider noch nicht sagen, woran der Unterschied lag. Es kann ja auch sein, dass Dein DAC auf dem USB Input einfach besser klingt als über den SPDIF Input.

Mein DAC klingt z.B. über USB gewandelt auf I2S besser als über den SPDIF Input.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon tom_on_wheels » 17.01.2018, 08:33

Hallo Oliver,

Danke für den Tipp mit dem Sparky. Hast Du den USB Regen und den Singxer noch dazwischen oder sind die raus? Da ich für meine Kopfhörerkette, die nur genutzt wird, wenn meine Freundin mir das Wohnzimmer blockiert, nicht so viel (finanziellen) Aufwand treiben möchte, wäre eben die Frage, ob das die Lösung mit PI und Aufbereitern schlagen kann.

Viele Grüße
Tom
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Beitragvon Bajano » 17.01.2018, 19:53

Hallo Tom,
ich habe den Sparky "alone" zwar noch nicht gegen den RasPi mit USB ReGen und Singxer F-1 antreten lassen, kann das aber am Wochenende gerne einmal testen. Ich werde dann auch gleich den Sparky "alone" gegen den RasPi "alone" vergleichen.

Meine bisherige Erfahrung mit USB ist allerdings, dass ein DDC die Verbindung auf jeden Fall aufwertet.

Beste Grüße,
Oliver
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Beitragvon tom_on_wheels » 17.01.2018, 20:59

Hallo Oliver,

das Ergebnis dieses Tests würde mich sehr interessieren.

Interessant wäre auch, was mit dem Boss DAC Hat und mit dem DigiOne im Vergleich dazu geht. Vielleicht hat ja einer der Forumskollegen da noch ein paar Erfahrungen zu berichten.

Ich hoffe, der SMSL T1 wird morgen geliefert, heute morgen hat er die deutsche Grenze passiert. Eine Genalex Gold Lion Röhre als Ersatz für die wohl nicht so gute chinesische Röhre ist heute gekommen.

Viele Grüße
Tom
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Beitragvon chriss0212 » 18.01.2018, 00:25

UrhG...

Habe heute nen pi3 und hifiberry digi pro + bekommen. Warte noch auf den allo Isolator aber dachte ich Probier das mal.

Software nutze ich das raspi3 Image für den HQ Player der den PI zum HQ Endpoint macht.

Also ich weiß ja nicht ob es am HQ Image liegt aber das geht gar nicht. Total nervös. Teilweise, als würde da was schalten. Räumlichkeit verändert sich beim Abspielen zwischendurch schlagartig.

Mal sehen was passiert wenn das Allo Isolatorboard dazwischen hängt. Aber so geht es gar nicht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder eine Idee was das sein könnte?

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Audiophiles-HiFi » 18.01.2018, 21:09

Hallo!

Stromversorgung?
Wechsel mal das Schaltnetzteil gegen z.B. 5V Powerbank (zum nachladen eines handys).
Ist eigentlich oft schon eine verbesserung, Klangberuhigung.

Das HQImage kenn ich nicht,
entweder picoreplayer oder max2play, als squeezebox, also Abspielpunkt für den LMS, Logitech Media Server laufen lassen, bringt saubere Ergebnisse.

Pi3, ggf. BT und internes Wlan ausschalten, über externen fähigen Wlanstick streamen.

Hoffe, es bringt Dich weiter, dauert wirklich etwas, bis man aus den Standardlösungen alles optimiert hat.
Ich kann fertige, konfigurierte Lösungen anbieten, da helfen.

Mich interessieren auch Hörvergleiche auf der raspi-Lösung.
Hab bei mir derzeit 2 Raspis 2 mit Hifiberry DAC+ Pro und einen Raspi3, den ich auch mit dem DAC+Pro laufen lasse.
Das heißt, wenn jemand z.B. einen Allo Boss hätte oder den neuen Abacus Aroio DAC für den Pi für ca. 60,- könnten wir uns bei mir Raum Siegen/Olpe Autobahnnah A45/A4 treffen oder ich bin auch beweglich.


Last but not least,
Über die meisten USB-Kabel zur raspi Stromversorgung besteht die gefahr, daß das raspi-DAC system sich Dreck einfängt, im extremfall in den Mitten/Höhen als Zischeln o.ä. zu hören.
Und zwar, wenn z.B. ein anderes 230V Stromversorgungskabel zu nah am USB-Kabel läuft.
Räumlicher Abstand hilft, sowie natürlich gut geschirmte Kabel.

Viele Grüße
G.
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Beitragvon chriss0212 » 18.01.2018, 22:04

Hallo G.

Vielen Dank für die vielen Tips. Aber: läuft komplett über Akku! Was ich nicht nicht probiert habe ist Spannungsveorgung direkt über den Pfostenstecker... wollte die Sicherung nicht umgehen ;)

Ich warte mal bis das Allo Isolatorbord da ist. Ein Freund schwört darauf und werde berichten.

Ich würde gerne das HQ Image nehmen, da ich darüber auch Falte. Aber ich könnte sonst auch mal Roon Endpoint versuchen

Grüße

Christian
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Beitragvon meldano » 19.01.2018, 19:03

Hallo Chris,

die Hifiberry und Co Boards sind meiner Erfahrung nach nicht für anspruchsvolle Hörer geeignet.
Ich habe den HQ Player allerdings nicht getestet.
Bei mir mit moode, volumio oder als Roon Endpoint (DietPi).
DietPi bietet als Option eine gedrosselte CPU und ein deaktivieren der HDMI Schnittstelle.

Erst ein allo digione war brauchbar, kann aber mit einem sotm sms-200 plus singxer, wie du es auch nutzt, nicht vergleichbar.

Für mich sind Hifiberry ind Konsorten total gehypte Produkte - gerade auch, weil Sie billig sind.

Wichtig ist aber auch hier die Soannungsversorgung.

Daniel
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Beitragvon chriss0212 » 19.01.2018, 19:51

Hallo Daniel

Komme gerade vom Wasfi. Er hat den HifiBerry mit dem Allo Isolator. Das spielt besser als bei mir, aber trotzdem gefälltllt mir persönlich der Singxer besser.

HifiBerry ist irgendwie rauher und härter. Scheint dadurch etwas präziser. Aber ich glaube ich bleibe beim Singxer...

Habe das nur probiert, weil ich meinen letzten Singxer kaputt modifiziert habe. Entweder habe ich die SMD Clock falls rum eingeläutet oder weiß der Geier ;)

Gestern ist der neue Singxer gekommen und ich bin wieder happy ;)

Magna hat die Dinger jetzt an Lager und liefert sehr schnell!

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Bajano » 20.01.2018, 20:34

Bajano hat geschrieben:Hallo Tom,
ich habe den Sparky "alone" zwar noch nicht gegen den RasPi mit USB ReGen und Singxer F-1 antreten lassen, kann das aber am Wochenende gerne einmal testen. Ich werde dann auch gleich den Sparky "alone" gegen den RasPi "alone" vergleichen.

Meine bisherige Erfahrung mit USB ist allerdings, dass ein DDC die Verbindung auf jeden Fall aufwertet.

Beste Grüße,
Oliver

Heute habe ich den angekündigten Vergleichstest verschiedener Konfigurationen mit Roon-Endpunkten gemacht. Roon Server läuft auf einem HTPC und alle Geräte werden von Alternativnetzteilen (HDPLEX und iFi iPower) versorgt. Als USB- und Koax-Verbindung nutze ich Kabel von Stephan (Solidcore).

Die Teststellung war wie folgt konfiguriert:
1. Allo Sparky (mit DietPi-Image) an USB ReGen an Singxer F-1 an T+A DAC 8
2. Allo Sparky direkt an T+A DAC 8
3. RasPi 3 (mit Ropieee-Image) an USB ReGen an Singxer F-1 an T+A DAC 8

Konfiguration 1 kenne ich mittlerweile sehr gut, da ich mit dieser Konstellation seit etwa zwei Monaten durchgängig höre. Bei „Caverna Magica“ von Andreas Vollenweider hört man sehr schön und authentisch die Kieselsteine knirschen. Beim Betreten der Höhle baut sich vor einem sehr realistisch der „Gang“ auf und man kann die beiden Personen förmlich sehen. Beim in Haar live eingespielten „Grandma´s Hands“ von Friend n Fellow sehe ich Constanze Friend vor mir auf der Bühne und beobachte, wie sich ihre Lippen beim Singen bewegen. Bei Ulla Meineckes „Die Tänzerin“ beginne ich automatisch langsam mit den Füßen zu wippen und später ist irgendwie der ganze Körper im Rhythmus des Songs - wer da still sitzen bleiben kann, ist selbst schuld :wink: . Die Stimme von Sophie Zelmani hat es mir schon seit längerer Zeit angetan und neben Eva Cassidy ist das eine meiner Lieblingsstimmen. „Everywhere“ und „The Lord“ sind sehr klar und emotional gesungen und wirken auf mich wunderschön und authentisch.

Nachdem ich auf Konfiguration 2 gewechselt hatte, war mein erster Eindruck: Gar nicht schlecht … allerdings fehlte mir irgendwie der „Fluss“, der mich packt und mitnimmt. Die Kieselsteine bei „Caverna Magica“ waren auch nicht mehr ganz so differenziert und damit realistisch abgebildet. „Die Tänzerin“ brachte zwar meine Füße zum Wippen, aber der Rest des Körpers wollte nicht so richtig mitgehen und bei „Everywhere“, „The Lord“ und „Grandma´s Hand“ fehlte mir wichtige Rauminformation. Insgesamt hatte ich bei allen Titeln den Eindruck, dass auch weniger Bühnentiefe vorhanden war.

Konfiguration 3 war dann noch einmal eine Verschlechterung der Informationen. Die Kieselsteine waren eigentlich keine richtigen Kieselsteine mehr und in der Höhle konnte man die zwei Personen zwar noch orten, aber da fehlte eine ganze Menge an weiteren Informationen. Ich hatte auch nicht mehr das Gefühl, dass man etwas "sehen" kann. „Die Tänzerin“ war eigentlich ganz ok und nach meiner Meinung in etwa mit Konfiguration 2 zu vergleichen, aber auch hier wollten nur die Füße wippen. Bei Constanze Friend hatte ich absolut nicht das Gefühl, live dabei zu sein und bei Sophie Zelmani fehlte mir die Klarheit ihrer Stimme insgesamt.

Nachdem ich am Schluss wieder auf Konfiguration 1 zurückgestellt habe und noch einmal alle Titel durchliefen, konnte mein Höreindruck der ersten Teststellung reproduziert werden … so macht es echt Laune und die Musik nimmt mich mit! :D

Für mich bestätigt es sich damit, dass eine gute Quelle die Voraussetzung für guten Klang ist. Die Einbindung eines DDC bringt dann (zumindest bei mir) noch einmal eine deutliche Steigerung. Allerdings können die Helferlein einer weniger guten Quelle nicht ganz nach vorne verhelfen.

Eigentlich wollte ich ja auch noch den RasPi 3 direkt am T+A DAC 8 vergleichen, aber auf einmal wollte er nicht mehr booten. Da ich keine Lust auf intensive Fehlersuche hatte, musste dieser Test ausfallen.

Viele Grüße,
Oliver
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Beitragvon StreamFidelity » 21.01.2018, 11:24

Bajano hat geschrieben:Roon Server läuft auf einem HTPC
Die Teststellung war wie folgt konfiguriert:
1. Allo Sparky (mit DietPi-Image) an USB ReGen an Singxer F-1 an T+A DAC 8


Hallo Oliver,

ich bin ja noch neu im Forum und versuche Euch Bastler zu verstehen. :wink: Daher einige (dumme) Fragen, die mit den Geräten anfangen:

1. Mit HTPC meinst Du einen Home Theater Personal Computer? Was ist es denn genau für ein PC?
2. Du nutzt den Sparky Single Board Computer (SBC) als Roon Endpoint? HTPC streamt über LAN an Sparky?
3. Vom Sparky geht es weiter via USB an den Singxer F-1, der dann über RCA (S/PDIF) das gereinigte reclockte Musiksignal weitergibt?
4. Der T+A DAC 8 empfängt über S/PDIF die Daten und wird dann als Digital-Analog-Wandler genutzt?

Zum DAC schreibt T+A:
Bereits vor 15 Jahren haben wir für unsere High-End-Player die galvanische Trennung der Wandler/Analogsektion entwickelt, sie isoliert im DAC 8 DSD den Digitalteil vollständig mit Hilfe ultraschneller digital Isolators von Silicon Labs galvanisch vom Analogteil. Damit wird jeder Störeintrag in die Analogsektion von den Quellgeräten verhindert!
5. Daher abschließend die Frage, hast Du Deinen HTPC mal direkt über USB2.0 an den T+A DAC 8 angeschlossen?

Vielen Dank vorab

Grüße Gabriel
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